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Das Gefühl, zu wenig Zeit und Geld zu haben, macht mich krank

MailVky_`e77


Danke Caramela! Ein toller Beitrag! :)^

Stimmt, es ist alles nur auf Profit ausgerichtet und auf die Wegwerfgesellschaft.

Wenn jeder 4 Stunden täglich arbeite würde wäre das gerechter und sinnvoller als dass viele gar keine Arbeit haben und andere schuften 9 - 12 Stunden.

H_anPna0hxWe


Zum Thema "Seid froh das ihr gesund seid, es könnte euch schlimmer gehen", möchte ich anmerken: Natürlich könnte es noch schlimmer sein. Das kann es immer. Man soll Leid nicht mit Leid vergleichen.

Außerdem: Falls eine der Personen hier in 10 Jahren durch eine Krankheit/einen Unfall ebenfalls an den Rollstuhl gefesselt sein sollte, wäre es dann nicht ein Grund mehr, JETZT etwas an Leben zu ändern, es mehr zu LEBEN und nicht später, wenn es nichtmehr geht, zu denken "Damals war ich noch gesund/hätte ich noch etwas ändern können, aber ich habe mein Leben in einem Bürojob verbracht, den ich nicht mochte".

Ich zitiere mich mal selbst aus einem anderen Faden:

[[http://www.med1.de/Forum/Beruf.Alltag.Umwelt/673449/20542214/ Jung, gut ausgebildet, kinderlos, engagiert]]

Ich, weiblich, 27, noch kinderlos, habe bereits mit Anfang 20 mein Studium abgeschlossen, bin seit knapp 5 Jahren in meinem studierten Beruf tätig, arbeite seit Kurzem in Teilzeit.

Ich habe einen Bürojob, der mich interessiert und für den ich qualifiziert bin, der aber nicht meine ganz große Leidenschaft ist, so wie es sicherlich vielen Büroangestellten geht. Ich habe eine vertragliche 40 Stunden Woche gehabt, durch Fahrtwege und eine Stunde Mittagspause, die wir nehmen müssen, war ich effektiv war ich an guten Tag um etwa 18:30 uhr, an schlechten Tagen eher gegen 20:00 zu Hause.

Ich bin für die Liebe vor einigen Jahren ans andere Ende Deutschlands gezogen, weg von Familie und Freunden, und habe begonnen mir hier etwas Neues aufzubauen.

Für meinen Beruf habe ich mich immer engagiert - und oft Lob bekommen, doch leider musste ich bei mir einige Veränderungen feststellen, seitdem ich Vollzeit arbeite, also seit etwa 5 Jahren:

- Ich war permanent unter Zeitdruck, wurde dadurch fahrig und genervt.

- Ich hatte keine Zeit und Energie mehr übrig für die anderen wichtigen Dinge des Lebens: Partnerschaft, Freunde, Haushalt, Hobbies, Interessen, Sport, Kochen, gesunde Ernährung, usw.

- Ich war ständig erkältet und erschöpft, jeder Schnupfen zog sich über Wochen.

- Ich hatte kaum Freude mehr an den oben genannten anderen Dingen.

Als Schülerin und auch als Studentin habe ich stets gute bis sehr gute Leistungen erbracht und hatte trotzdem das Gefühl, ein Leben zu haben, in dem ich auch Zeit fürs Wesentliche hatte. Ich war fröhlich, ausgeglichen und lebensfroh, vielseitig interessiert, habe gerne Sport getrieben und bin meinen Hobbies nachgegangen.

Seitdem ich Vollzeit gearbeitet habe, war mir dies nichtmehr möglich. Lange Zeit habe ich versucht, mit Druck und Durchhalteparolen trotz Vollzeitjob (mit phasenweisen großem Druck und Überstunden, was aber in vielen Berufen üblich ist, daher will ich nicht jammern!) ein Leben zu führen, das mir lebenswert erscheint, doch erst ist mir nicht gelungen.

Nach etwas über 4 Jahren im Berufsleben kam letzten Sommer nach einer stressigen Phase bei der Arbeit der große Zusammenbruch - Burnout, Panikstörung, Hyperventilation. Nichts ging mehr.

Burnout kommt nicht von der Arbeit, sagen Kritiker- aber wovon sonst, frage ich mich? Ich war eine gesunde junge Frau, hatte eine durchschnittlich glückliche Kindheit, keine großen Probleme in der Schule oder dem Studium und eine weitestgehend glückliche Partnerschaft. Durch den Umzug ans andere Ende der Nation hatte ich wenig enge Freunde in der Nähe und meine Familie nicht vor Ort als soziale Unterstützung. Aber ich war bereits als Teenager und während des Studiums mehrere Jahre im Ausland und hatte dort auch niemanden, der mir täglich die Hand hält.

Nach insgesamt 5 Monaten Krankheit, darunter fast 2 Monate in einer psychosomatischen Klinik, ambulanter Therapie, Wiedereingliederung bin ich jetzt wieder gesund - und arbeite jetzt Teilzeit, und das ohne gesellschaftlich akzeptiertem Grund (wie Kinderbetreuung!).

Nach einigen Diskussionen mit meinem Chef schon während der Wiedereingliederung habe auf eine 70% Stelle reduziert, und fühle mich damit sehr wohl - ich habe Zeit und Energie für meine Hobbies, für Sport, Freunde zu treffen, zu kochen, auszugehen. Ich kann von dem Gehalt meiner 70% Stelle gerade eben so leben, ohne auf Unterstützung meiner Eltern oder meines Partners angewiesen zu sein - ich muss mich zwar etwas einschränken im Vergleich zu vorher, aber es reicht. Als Studentin habe ich von viel viel weniger Geld gelebt aber war glücklicher als zu jedem Zeitpunkt meiner Berufstätigkeit.

Trotzdem war das Durchsetzen der Arbeitszeitreduzierung ein Kampf- mein Chef ist noch immer der Meinung, dass ein gesunder Mensch doch nicht allen Ernstes Teilzeit arbeiten wollen könnte? Allein meine Forderung nach Teilzeit würde doch bestätigen, dass ich noch krank bin? Wer verzichtet denn freiwillig auf Geld, mögliche Karriereoptionen für ein paar Stunden mehr Freizeit pro Woche? Er hat es akzeptiert, dass ich jetzt Teilzeit arbeite, aber verstanden hat er es bislang nicht.

Das Feedback in meinem Freundeskreis ist gemischt - meine enge Familie und nahen Freunde haben meinen Zusammenbruch miterlebt und verstehen es daher. Bekannte und nicht so enge Freunde sind da etwas kritischer - wie kann man als junger Mensch Teilzeit arbeiten, ist das nicht unerhört, faul, entgegen allem, was sich gehört?

Ich habe in der Klinik gelernt mich von der Meinung anderer etwas unabhängiger zu machen- das sie mit komplett egal ist, kann ich leider immernoch nicht behaupten.

Für mich gab es keine Alternative - ich konnte nichtmehr schlafen, nichtmehr essen, hatte Panikattaken, schwere Konzentrationsstörungen, konnte mir nichts mehr merken, meine Ärzte haben gesagt, ich muss mein Leben radikal umstellen um wieder gesund zu werden. Den Luxus, etwas auf die Meinung anderer zu geben habe ich erst jetzt wieder, wo ich gesund bin.

Daher hier meine Fragen an euch: Würdet ihr Teilzeit arbeiten, auch finanzielle Einbußen in Kauf nehmen, für mehr Freizeit und Lebensqualität? Gibt es noch andere da draußen, denen Zeit für sich mehr Wert ist als die nächste Gehaltserhöhung, der nächste Karriereschritt, der nächste leistungsabhängige Bonus? Die das Gefühl haben, mit einer Vollzeitstelle und gelegentlichen Überstunden kein Leben mehr zu haben?

Die mutig genug sind, ihre Interessen trotz gesellschaftlichem Gegenwind durchzusetzen und das Leben zu leben, was SIE möchten, ohne ständig das zu tun, was andere von ihnen einfordern?

Ich bin gespannt auf eure Meinungen und Denkanstöße zu diesem Thema!

c:haxot


HannahWeErst mal eine große Hochachtung an das was du geschafft und erreicht hast. Dieses Thema hatte ich erst mit meiner Therapeutin. Ich bin schon lange Zeit aus den Berufsleben raus. Jetzt stehe ich vor der Entscheidung wieder arbeiten zu gehen. Irgendwie bereitet es mir auch Angst. Mein Krankengeldanspruch ist abgelaufen. Jetzt stehe ich davor, Arbeitslosengeld zu beantragen. Dazu muss ich Gesund sein. Ich habe Teilhabe am Berufsleben beim rententräger beantragt. Hoffentlich finde ich was passendes für mich. meine Therapeutin meinte, sie könnten auch Rente beantragen. Hier komme ich mir aber, wie ein Fauler Mensch vor. Sicher Könnte ich gut mit 700€ auskommen, wenn es jeden Zustehen würde als Bedingungsloses Grundeinkommen und ich dennoch Versichert wäre. Jetzt habe ich auch nicht mehr. Die Rente würde sicher niedriger ausfallen, dann müsste ich auch aufstocken. Das kommt etwa auf das Selbe hinaus. Finanziell habe ich mich nie wirklich gesteigert egal ob Arbeit oder nicht. Nein die Arbeit raubt mir zudem die Freizeit. Hier habe ich oft die Sinnlosigkeit in der Arbeit gesehen. Bei mir war auch ein Zusammenbruch ausschlaggebend Komplett auszusteigen. nur stehe ich jetzt vor den Neuanfang Reha und Wiedereingliederung. Sie meinte wenn ich nichts Ändern will geht auch die Rente. Wäre das nicht Asozial? Ich fühle mich jetzt schon so.

g]raueqKatzxe


Ich mache zwar meine Arbeit gern, aber ich würde auch gern nur halbtags arbeiten. Aber das kann ich nicht, weil dann das Geld nicht reichen würde, mir den Lebensstandard zu halten, den ich ich jetzt habe. Und ich bin weiß Gott nicht anspruchsvoll. Im Gegenteil. Ich verzichte auf viele Dinge, weil ich sie mir einfach nicht leisten kann. :-( Dann muss man ja schon wieder aufs Alter schauen - da wird es auch nicht so üppig werden, also muss man heute schon was tun, damit man dann nicht in der Gosse landet. :(v

Bleibt nur: einen reichen alten Mann finden, heiraten...warten bis er gestorben ist (also er müsste schon sehr alt sein, denn Warten ist nicht meine Stärke ]:D ) und dann mit dem Erbe (er hat keine Kinder - nein!), mir mein Leben finanzieren. ;-D ;-D ;-D

Oder im Lotto gewinnen. ":/

Da beides nicht der Fall sein wird, muss ich halt auch meine 40 und mehr Stunden bringen und mich zufriedengeben. Meist gelingt mir das auch gut. Ab und an denke ich aber auch: was wäre wenn....ich Geld hätte, ich einen Mann hätte der genug verdienen würde, ....ich nicht mehr arbeiten müsste. Aber dann kommt auch der Zweifel, ob ich meinen Job nicht vermissen würde (weil ich ihn ja gern mache). Also wäre halbtags optimal. Nur mein Konto sagt: geht nicht :-p

_<Parvazti_


@ HannahWe

Ich hatte, aber in Milkys Faden, auch mal was dazu geschrieben. Bei mir verhielt es sich so, dass ich Anfang 2012 erkrankte. Davor hatte ich eine befristete Anstellung. Zum Glück war die nur befristet, denn auf Dauer hätte ich den Job nicht machen wollen. Nun gut, seit 2012 bin ich arbeitsunfähig und habe seitdem 0 Einkommen, weil ich keinerlei Anspruch auf irgendwelche Leistungen habe. Meine BU-Versicherung will auch nicht zahlen und ich habe keine Lust mich auf einen jahrelangen Rechtsstreit einzulassen. Also finaziert mein Mann mich mit. Auch, wenn ich die A****karte gezogen haben mag, hat das ganze auch Vorteile. Mein Mann und ich haben viel Zeit, die wir miteinander verbringen können. Er lebt stressfreier, weil er "nur" arbeiten und dann nicht noch mit den Haushalt schmeißen muss. Das mach ich jetzt (fast) alles. Wir können auch sehr gut von einem Einkommen leben und mein Mann verdient jetzt wirklich nicht die Welt. Aber wir leben halt bescheiden. Wir brauchen einfach nicht viel, um glücklich zu sein. Es ist halt einfach eine Frage, wie man seine Prioritäten setzt. Es sollte vielleicht jeder mal hinterfragen, wieviel Konsum er tatsächlich benötigt. Denn beides kann man nicht haben... also viel Zeit UND viel Geld um sich viele schöne Dinge leisten zu können. Irgendwo muss man dann Abstriche machen. Und mein Mann und ich haben festgestellt, dass Zeit und Gesundheit im Grunde die höchsten Güter für uns sind.

Viele, auch in meinem Bekannten- und Verwandtenkreis glauben auch, dass mir ja die Decke bei soviel Freizeit auf dem Kopf fallen muss. Nein, das tut sie nicht. Ich weiß mich schon zu beschäftigen und der Tag kann für mich nicht lang genug sein. Zumindest meine Mutter kann mich jetzt auch besser verstehen, seit sie in Altersteilzeit bzw. zu Hause ist. Sie hatte Anfangs auch die Befürchtung, dass ihr langweilig wird, aber der Fall ich nicht eingetreten.

Da ich aber trotz meiner gesundheitlichen Einschränkungen wenigstens etwas zur Haushaltskasse beisteuern will, will ich freischaffend tätig werden. Da kann allerdings noch viel Zeit ins Land gehen, bis ich mir da was aufgebaut habe und ich dachte erst, das ich mit meiner Idee auf viel Gegenwind stoße, aber das Gegenteil war der Fall.

MOa|nn04x2


@ losgetreten

Ich kann dir das Buch "The Law of Attraction – Geld –" von Esther und Jerry Hicks empfehlen. Kostet als Taschenbuch gerade mal 8,95 €. Es ist zwar starker Tobak für "Normalsterbliche", was das drin steht. Aber in deinem Fall würdest du mindestens bestätigt bekommen, dass dein Wunsch wie du dein Leben gestalten willst, absolut in Ordnung ist. Und du deswegen kein schlechtes Gewissen haben sollst.

_NPa~rvatxi_


@ chaot

Sie meinte wenn ich nichts Ändern will geht auch die Rente. Wäre das nicht Asozial? Ich fühle mich jetzt schon so.

Ach, warum? Es ist ja nicht so, dass du dir die Rente erschleichen willst. Die Rente ist schließlich für diejenigen da, die aus gesundheitlichen Gründen nur noch zum Teil oder gar nicht mehr am Arbeitsleben teilnehmen können. Natürlich muss man dann auch lernen dazu zu stehen und wahrscheinlich wird man sich auch die ein oder andere Bemerkung anhören müssen. Aber da sollte man drüber stehen.

c'haoPt


_Parvati_ Ich staune immer nur, wie es Menschen durchhalten, 60 Stunden wöchentlich zu arbeiten und dann noch der Anfahrtsweg und die Pausen. Da würde mir schon alleine der Schlaf fehlen. Meine Therapeutin meinte dazu es sind nicht alle Menschen gleich. Ich liege leider untern Durchschnitt. Wenn das als Krankheit verstanden wird, ist ja gut. Andere sehen das halt nicht. Gerne möchte ich mich Steigern. Da steht aber die Angst vor der Niederlage. Irgendwie wird man auch Langsamer, wenn man sich nicht Fordert. Ich muss mich selbst zu Dingen aufraffen, die mir eigentlich Spaß. Warum bin ich so träge? Viele arbeiten auch trotz Erkrankung. Schon als Jugendliche hatte ich Schwierigkeiten. Für Freizeitaktivitäten und Ausgehen, hatte ich keine Kraft und Lust mehr. Die Arbeit hatte mich komplett verbraucht. Mein Vater hat das nie verstanden. Als ich versucht hatte abends was zu unternehmen. Endete das oft in Panikattacken. genießen konnte ich das nie. Es war eher ein Zwang von Außen. Nicht, dass ich es nicht gerne getan hätte. mein Körper war einfach ausgelaugt. Ja ich habe meine jungen Jahre verkackt. Jetzt bin ich Älter und alles fällt schwerer. dennoch bin ich zu Jung für die Rente.

M!ilky'_e7C7


Ich bin auch dauermüde. zzz

Es ist so furchtbar. Der Tag reicht einfach nicht, um ausreichend schlafen zu können.

Oft schlafe ich wochentags nur 5,5 Stunden und bin morgens wie gerädert und auch tagsüber werde ich manchmal überhaupt nicht fit.

Aber was soll ich machen?

Nur arbeiten und schlafen?

Der Abend ist immer so kurz, ich will für mich auch was machen können :°(

Ich hänge dann halt im Halbschlaf im Büro herum.

Manchmal wird es dann abends besser und werde wieder aktiver, wenn ich der Gefangenschaft Büro für ein paar Stunden entflohen bin.

M;iNlky_+e77


Morgens ist mein allererster Gedanke immer "Heute ist Montag (Dienstag....). Oh Gott, noch 4 mal aufstehen bis zum Wochenende" :°(

Am Freitag krieche ich oft schon am Zahnfleisch daher, bis ich mich am Samstag endlich etwas erholen kann.

Ich lebe in einem fortwährenden Albtraum.

Es ist die Hölle, ich bin Bürosklave.

Seid froh, wenn ihr dieses furchtbare Gefühl nicht kennt!

Manchmal denke ich dass es gut ist dass man irgendwann stirbt, dann ist das endlich vorbei. Traurig dass ich so denke, aber was habe ich denn vom meinem Leben? Den Großteil hocke ich im Büro und den Rest kann ich auch nicht so gestalten wie ich möchte, da ich zumindest halbwegs fit sein muss fürs Büro und die Zeit zur Erholung nutzen muss, um überhaupt die Kraft zu haben ins Büro gehen zu können.

Lange Reisen sind auch nicht möglich. Und abends die paar Stunden, da bleibt nicht viel.

Cgaramxala


Das hört sich für mich fast nach angeborenem Burn-Out an, Chaot. ;-)

Nein im Ernst, dass ist noch mal etwas anderes, aber es wird durch die Anforderungen der Gesellschaft sicher auch nicht besser.

Ich würde mich an deiner Stelle fragen, was bräuchtest du, was wäre dir wichtig, damit du auch die Dinge tun kannst, die du gerne tust. Da kannst du ja mal hinhören und schauen, was dabei herauskommt.

Vielleicht würdest du sagen, ich bräuchte einfach mehr Kraft.

Dann die nächste Frage: Wie kommt man zu mehr Kraft? Was macht überhaupt Spaß?

Nicht das was andere sagen zählt, sondern was man selbst dann denkt. Es muss nicht für jeden erstrebenswert sein Auszugehen, über irgendwelches Zeugs zu reden und es passt für einen selbst gar nicht.

Ich finde es wichtig, dass man sich seine Fragen selbst beantwortet und sich das beschafft, was man da so innerlich hört. ;-)

cbhaokt


Es gibt so viele Arbeitslose, da muss es doch möglich sein die Arbeitsstunden zu reduzieren. Halbtags für jeden. Dann bekommt jeder ein halbes Jahr Urlaub. In der Zeit bekommt er bedingungsloses Grundeinkommen. Das Geld ist ja da. Von irgendwas leben die Arbeitslosen ja heute auch. oder grundsätzlich ein bedingungsloses Grundeinkommen für jeden, wer noch zusätzlich arbeiten möchte und kann um sein Einkommen aufzubessern. Den steht es frei, dies zu tun. Oh, wie zufrieden könnte die Menschheit sein.

OIfennkäxse


Hach Leute, wie oft hab ich mich hier wieder gefunden. Wie oft hab ich gedacht "Ja, GENAU so geht's mir auch"...es tut gut, dass es vielen andern so geht wie mir, dennoch ist es erschreckend...

Ich bin anfang 30, alleinerziehende Mutter von einer 4 jährigen Super-Maus, gehe 38,5 h Arbeiten in meinem Job, wo ich schon seit 14 Jahren bin. Eigentlich macht mein Job mir Spaß, aber eigentlich bin ich total unterfordert...nee, Betriebsblind, nee, ich weiß auch nicht. Ich hab nette Kollegen (ok, nicht alle), keine allzu anspruchsvolle Arbeit (liegt da vielleicht der Hase im Pfeffer), kann eigentlich kommen und gehen wann ich will (klar, meine Zeiten muss ich schon einigermaßen einhalten), aber schaff es nicht mich aufzuraffen. Ich hab machmal Stress, aber eigentlich auch viel zu viel Zeit. Ich surfe den halben Tag im Internet und ärgere mich, dass ich hier so viel Zeit vertrödel. Home-Office ist leider nicht möglich (wäre sicherlich auch grausig). Momentan verlasse ich gegen 6:30 Uhr das Haus - Kita - Arbeit - Kita - Spielplatz oder einkaufen - zu Hause gegen 17:30 Uhr - Abendbrot - Kind fertig und ins Bett - 20 Uhr dann Feierabend...und was mach ich da? Vorm Fernseher/Laptop einpennen und gegen 22/22:30 Uhr ins Bett gehen...Kohle reicht hinten und vorne kaum (ich hab aber blöderweise auch nen gewissen Anspruch), putzen find ich schrecklich, muss es natürlich aber machen...

Oh man, ich könnte diese Liste ewig fortführen...Es ist wahnsinnig schwer sich zu motivieren - vorallem was das Geld angeht. Man hat das Gefühl man geht nur ackern um grad so um die Runden zu bekommen...wenn man sich mal was gönnt bereut man es gleich wieder, weil man das Geld ja eigentlich nicht hat...da kann man schon motzig werden...Man muss sich dabei halt selbst immer wieder irgendwie hoch holen...irgendwie selbst pushen und motivieren...und vorallem glücklich sein, dass man gesund ist (einigermaßen zumindest)

CYarEamaxla


Es gibt ja auch Arbeiten, die man gerne tun würde, aber nicht 12 Stunden am Tag.

M-ilky_ex77


Es gibt so viele Dinge die mir Spaß machen, aber durch die Arbeit fehlen so oft Zeit und Kraft dafür :°(

Ich hoffe dass ich mich irgendwann damit abfinde, dass halt mein Lebenszweck darin besteht im Büro zu hocken und die Lebenszeit dort zu verbringen.

Aber mein ganzes Inneres wehrt sich dagegen und schreit.

Meine Frustration ist oft so schlimm, dass ich gerne laut brüllen und weinen würde, aber es kommt nicht heraus, ich kann es nicht abreagieren. Die Frustration bleibt in meiner Seele und dadurch leide ich umso mehr.

Und ich beneide alle so sehr die einen Weg gefunden haben aus dem Beruf auszusteigen. Für mich finde ich einfach keinen Weg.

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