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Beleidigungen gegen dünne Menschen

z\werg/elxf


Und nach meine Wahrnehmung werden mittlerweile aus normalen Frauen, Übergewichtige gemacht. (Dove).

ja, das stimmt leider. Dabei sind diese Frauen wunderbar natürlich und einfach x:)

Echemal1i`ger Nut^zer' (#53032x18)


... und schon ist er da der zwei Fronten-Krieg. %-|

(Ich freue mich ja über jeden, der nicht mitmacht – auch nicht versehentlich – und differenziert bleibt)

S0mUaraEgdaxuge


Also hat dir nie jemand fremdes, der einfach an dir vorbeigeht, sowas zugerufen? Ist mir schon öfter passiert. In jungen Jahren mehr, jetzt weniger.

Als Teenager war das schon ziemlich übel, da habe ich wirklich schlimme Beleidigungen zu hören bekommen, obwohl ich damals vielleicht 60 oder 65kg gewogen habe. Aber so ab Anfang 30 hatte ich definitiv Ruhe, und da hatte ich schon die 100-Kilo-Grenze geknackt, leider. Ich kann mich nur mal erinnern, dass mir mal zwei Kolleginnen (ich war um die 25) so was zugeworfen haben, von wegen, ich könnte meinen dicken Hintern ja auch mal bewegen (es ging darum, dass sie meinten, ich müsste ihnen die Eingangspost persönlich vorbeibringen). Die eine hatte ganz klar eine Essstörung, nicht nur mir fiel auf, dass sie sich beim Essen absolut quälte, sie LITT beim Essen, jedes Fitzelchen Fett wurde fein säuberlich vom Fleisch getrennt und ihr Gesicht war verkrampft beim Essen. Die andere war - da wär ich nie draufgekommen - eifersüchtig auf mich, weil ich mich mit dem Chef so gut verstanden habe. Mir wurde später zugetragen, dass sie schon die Frage in den Raum gestellt hatte, was der Chef nur an mir finden würde... und da passt eben wieder das, was schon vorher gesagt wurde: Wenn man jemanden nicht mag, beleidigt man ihn am besten mit dem, was am Offensichtlichsten ist. Über meine Schlitzaugen herzuziehen haben sie sich nicht getraut, das wäre ja rassistisch, über meine Arbeit konnten sie auch nichts sagen, also hat man dann eben einen dicken Hintern.

Zu meinem persönlichen Geschmack sei gesagt, mein eigenes Gewicht ist mir definitiv zu hoch, aber Frauen in meiner Größe mit sagen wir 70 - 80 kg, die gut verteilt sind, finde ich wunderbar weiblich. Daher finde ich es total blöd, wenn die Dove-Mädels als dick abgestempelt werden oder für meinen Geschmack normale Frauen als XL-Models dargestellt werden. Ich habe letztens ein XL-T-Shirt in den Händen gehabt, und im Ernst, das wäre früher locker als M durchgegangen.

Lzorde Hoxng


@ Snaiperskaja [VSS]

... und schon ist er da der zwei Fronten-Krieg. %-|

(Ich freue mich ja über jeden, der nicht mitmacht – auch nicht versehentlich – und differenziert bleibt)

Ich glaube das liegt daran, dass es sehr schwer ist in diesem Falle sich in die Position des Anderen hineinzuversetzen. Jemand der immer schon übergewichtig war wird ei Probleme eines untergewichtigen nicht so leicht verstehen können. Es geht mir auch so, da ich selber eher zu Übergewicht neige kann ich mich kaum in jemand hineinversetzen der darum kämpfen muss sein Gewicht zu erhöhen. Und genauso wird es so jemanden gehen wenn er sich in jemanden hineinversetzen muss der dagegen ankämpfen muss nicht immer schwerer zu werden.

Es scheint auch so, dass auf den ersten Blick das was ein Übergewichtiger zur Reduktion des Gewichts tun muss, eben Bewegung und Ernährungsumstellung als schwieriger angesehen wird als das was ein Untergewichtiger tun muss, einfach mehr essen.

Hier lässt man schnell außer acht, dass beides eine Krankheit ist und nicht immer mit diesen beiden recht einfachen Schritten geheilt werden kann.

LIittlEe-mit-L1otte


Also beleidigen wir, die etwas von der Norm abweichen, uns gegenseitig. Toll!!!!!

Wieso? Ich würde normal mal mit schlank gleichsetzen, also Normalgewicht...ich beleidige übrigens niemanden, keine Dicken und keine Dünnen. Meine Cousine ist zB sehr übergewichtig und sieht trotzdem super aus, hat eine wahnsinnieg Ausstrahlung. Warum sollte man so einen tollen Menschen beleidigen?!

Piaul_R/everxe


Es scheint auch so, dass auf den ersten Blick das was ein Übergewichtiger zur Reduktion des Gewichts tun muss, eben Bewegung und Ernährungsumstellung als schwieriger angesehen wird als das was ein Untergewichtiger tun muss, einfach mehr essen.

Und inwiefern ist "einfach mehr Essen" keine Ernährungsumstellung? ;-D

Für Menschen die zu dünn sind gilt das gleiche wie für Menschen die zu dick sind: Sport (bei Frauen weniger) und Ernährungsumstellung.

Beides gleich "schwierig"

Hier lässt man schnell außer acht, dass beides eine Krankheit ist und nicht immer mit diesen beiden recht einfachen Schritten geheilt werden kann.

Nicht immer aber meistens. Die meisten Leute die ihr Gewicht ändern wollen stellen sich nur tierisch an und suchen Ausreden.

Wenn tatsächlich eine Krankheit für die Gewichtsprobleme verantwortlich ist, ist das was anderes. Aber in den meisten Fällen mangelt es einfach an Disziplin. Auch das ist bei Dicken und Dünnen gleich.

b ellakgxia


Es ist immer falsch, andere wegen Äußerlichkeiten zu beleidigen.

Sei es nun die Figur, die Kleidung oder sonst ein Merkmal.

Man weiß doch sowieso nichts über den Menschen.

Warum er dick/ dünn geworden ist, wie es ihm geht, in welchen Umständen er lebt.

Man weiß auch nicht, ob der 45kg Mensch bereits 5kg zugenommen hat oder der 100 kg Mensch bereits 20 kg abgenommen hat.....

Schweigen ist im Falle von Äußerlichkeiten und fremden Menschen einfach immer noch Gold.

Oder besser "einfach mal die Klappe halten".

Statt das aber gemeinsam so zu sehen, haut jeder auf dem anderen rum.

Fühlt man sich tatsächlich besser, weil man andere schlechter macht?

Ich verstehe es nicht.

nVimm+erniedxlich


Ich glaube das liegt daran, dass es sehr schwer ist in diesem Falle sich in die Position des Anderen hineinzuversetzen. Jemand der immer schon übergewichtig war wird ei Probleme eines untergewichtigen nicht so leicht verstehen können.

Jep. Ich war nie dünn und schon gar nicht zu dünn. Immer nur zu dick. Ich hab einen Azubi der sehr sehr schlank ist. Und er isst mehr als ich. Morgens schon 3-4 Brötchen, Mittags die doppelte Portion. Bei mir gibt es morgens nur Kaffee und Mittags die halbe Portion. Trotzdem nimmt er nicht zu. Und ja, wenn ich ehrlich bin, da kommt mir der Neid hoch. Tut mir leid, aber es ist so. Das soll jetzt kein Angriff sein und ich kann da auch recht wenig dagegen machen. Immer kämpfen, immer dieses verbeissen, dass esse ich jetzt nicht weil es dick macht... ein Leben lang immer aufs Gewicht achten und trotzdem geht's nicht so wirklich runter.. Und dann sitzt täglich jemand neben dir, futtert das doppelte wie du und ist rank und schlank. |-o Is schon fast peinlich aber auch menschlich.

Für mich, ein lebenlang nur auf mein Übergewicht reduziert, wäre das ein Traum. Für ihn scheinbar nicht. Er wäre gerne schwerer und hätte gerne einen muskulösen Körper. Es ist wirklich sehr schwer sich da reinzufühlen aber ich probiere es. :-D

E=hemaliAger NuktzerK (#53021x8)


@ Lord Hong (aber eigentlich auch @ all)

Ich glaube das liegt daran, dass es sehr schwer ist in diesem Falle sich in die Position des Anderen hineinzuversetzen.

Ich glaube das ist jetzt ein Missverständnis zwischen uns.

Es ging mir um das Beleidigen eines anderen wegen irgendeines Merkmals (hier im Threadtopic explizit: Wegen tatsächlichen oder behaupteten UGs einer Person). Und das Verständnis dafür, dass das jemanden verletzen kann, wenn da derartige Abwertungen kommen.

Da verstehe ich nicht, warum in Threads dieser Art irgendwann immer so eine Relativierung dieser Verletzungen einsetzt von manchen. Speziell bei diesem Gewichts-Thema: Dieses Gruppen-Aufmachen in "ihr Dünnen" [vs.] "ihr Dicken", was in diesen merkwürdigen Lagerzuordnungen mündet. Also dass man den Leidensdruck der einen Gruppe relativiert, indem man den Leidensdruck der Gruppe herausstellt, der man sich zugehörig fühlt/sich zuordnet/zugeordnet wird aufgrund seines Körpergewichts.

Ich fand die Beiträge hier gut und wichtig, in denen gesagt wurde, dass nicht nur die eine Gruppe jeweils angefeindet wird bzw. es diese Gruppen so pauschal nicht gibt, weil es immer um einzelne Menschen geht dabei. ... Und eben auch um das Ziel von Fremdabwertung zur Eigenaufwertung bei derartigen Anfeindungen. Diese Leute sind mit sich selbst im Unreinen bzgl. ihrer Figur oder anderer Aspekte und lassen ihren persönlichen Frust an anderen aus – auf eine Art & Weise, die ich abstoßend finde.

Egal ob man selbst über-, unter- oder normalgewichtig ist, ich wage zu behaupten dass jeder halbwegs empathische Mensch sich in einen anderen hineinversetzen kann, der verletzt auf diese Kommentare/Abwertungen/Seitenhiebe/Beleidigungen reagiert. Nicht 1:1 wie derjenige das fühlt, aber eben ansatzweise nachempfinden.

Da du es ansprachest mit dem "schwer hineinversetzen in etwas, das man von sich selbst nicht kennt", greife ich das mal weiter auf:

Ich war nie übergewichtig; aber gleichwohl würde ich keinen Übergewichtigen (oder wenn ich dafür halten würde) derartige Bemerkungen an den Kopf werfen -> Weil das sehr verletzend sein kann/bei vielen so ist. Selbst wenn ich denjenigen unsympathisch fände und seinen Körper nicht attraktiv für mich. Man muss nicht etwas selbst 1:1 kennengelernt haben, um gleichwohl empathisch und rücksichtsvoll gegenüber anderen zu sein an der Stelle.

... Und es wäre auch konstruktiver für einen selbst, sich um die eigentliche Ursache für seinen eigenen Frust zu kümmern statt andere zur Eigenaufwertung missbrauchen zu versuchen.

EPhexmaligger Nutze"r (=#53021x8)


Ergänzung:

Dieses Gruppen-Aufmachen in "ihr Dünnen" [vs.] "ihr Dicken", was in diesen merkwürdigen Lagerzuordnungen mündet. Also dass man den Leidensdruck der einen Gruppe relativiert, indem man den Leidensdruck der Gruppe herausstellt, der man sich zugehörig fühlt/sich zuordnet/zugeordnet wird aufgrund seines Körpergewichts.

Oder sonstwie eine "Fraktion" davon hochjubelt durch positive Pauschal-Unterstellungen bzw. negative Unterstellungen über die andere Gruppe. Gerne auch charakterlicher Art (mit den entsprechend positiv/negativ verzerrten Klischées – je nachdem welche Gruppe man ab- oder aufwerten möchte.)

z<wer6gexlf


... Und es wäre auch konstruktiver für einen selbst, sich um die eigentliche Ursache für seinen eigenen Frust zu kümmern statt andere zur Eigenaufwertung missbrauchen zu versuchen.

so wie die Bekannte es bei mir gemacht, fand ich es hinterher in Ordnung. Erst die etwas holperige Bemerkung, dass ich auch nicht mehr (an Gewicht) werden würde...um dann aber zuzugeben, dass Sport bei ihr eben nicht den erhofften Erfolg zeigt. Dafür habe ich Verständnis, dennoch kann ich dafür aber nichts. Und ich zeige mittlerweile, dass ich mich in meinem Körper wohlfühle. Ich möchte so bleiben, wie ich bin. Ich sage zu Bekannten, die sehr gewichtig sind, auch nicht, dass sie ja immer mehr würden. Das ist unhöflich und kränkend. Aber ich lasse mir auch nicht mehr alles gefallen, wenn es um mein Gewicht geht.

zAwer.gelxf


Zu mir hat auch schon mal ein Mann gesagt, ich wäre ihm zu schlank, weil er auf etwas fülligere Damen stünde. Das war überhaupt kein Problem für mich, er war nur ehrlich und das finde ich in Ordnung. :)^

Da fällt mir ein, dass ich neulich auf einem Fest einen Mann getroffen habe, der auch etwas mehr auf die Waage bringt und ich ihn sowas von attraktiv fand. Es war aber auch die Art, wie er rüberkam und diese wunderschönen blauen Augen. x:)

LHittlLe-mi/t-ZLottxe


Und dann sitzt täglich jemand neben dir, futtert das doppelte wie du und ist rank und schlank.

Ja, so ein bißchen Veranlagung ist sicher dabei! Ich esse auch ziemlich viel und bin trotzdem schlank, ich verstehe schon, dass das Neid auslösen kann...aber ich denke mit Ernährungsumstellung und Sport kann es jeder schaffen :)^

Ebllagxant


Achja und wenn es konkret um die Thematik Lied und Dicke geht dann gibts da von Westernhagen das passende Stück zu, das ist allerdings eher nicht ironisch gemeint.

Ich hab mir den Text durchgelesen und das ist wirklich ziemlich beschissen :-/ Gabs da damals keinen auf den Deckel? Sowas könnte man doch heute nicht mehr bringen! Egal ob man direkt über Dicke herzieht oder umgekehrt aufzählt, wieso dünn sein so viel toller ist. Kann mir nicht vorstellen, dass man für so ein Lied nicht in der Luft zerissen werden würde. Umgekehrt sind heute solche Lieder und Werbungen pro viele Kurven aber okay, weil sich mehr Leute damit identifizieren können und Übergewicht in den Köpfen vieler vermutlich keine Krankheit sein kann. Wobei ich nix gegen pro Kurven habe (so wie bei "[[http://www.magistrix.de/lyrics/Mika/Big-Girl-you-Are-Beautiful-166362.html Big Girls]]" von Mika zB), nur stört es mich wenn man den anderen herabsetzt, egal ob dünn oder dick.

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