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Über Hauptschüler herziehen, warum muss sowas sein?

mlnef


Es ist auch praktisch nötig. Warum gleich zwei hier meinen, nur weil sie niemanden kennen, gäbe es die Möglichkeit wohl auch nur in der Theorie.... manmanman

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Nötig = Möglich

SAumnflowHer_7{3


Tja, weil man vielleicht involviert war in die Auswahl der Bachelor-Studenten und es klare Vorgabe war, dass es ohne Abitur nicht geht? Ich rede jetzt sicherlich nicht für ganz Deutschland, aber wenn eine Uni vorgibt, was sie zur Zulassung erwartet, dann ist das so. Macht ja auch kein Blinder mit 12 Jahren Autoführerschein, weil es da nun mal auch die Kriterien Sehvermögen und Mindestalter gibt.

Kurzum: Uni gibt Kriterien vor und wählt Studenten dementsprechend aus. Kriterin in dem Fall: Abiturnote und Wartezeit.

Das heißt nicht, dass es nicht geht. Aber es soll deutlich machen, dass es sehr selten/schwer ist, auf anderem Weg (= ohne Abitur, via berufliche Qualifikation oder anderen Abschluss) einen Studienplatz zu bekommen.

mHne[f


Eben, eine Uni. Das ist nicht die Regel und heißt auch nicht, dass es bundesweit sehr selten oder schwer ist.

m_neef


Und die Zulassung vor 4-10 Jahren kann auch anders gehandhabt worden sein, als 2014.

SVunflNow<e.r_73


Habe auch nie behauptet, dass es die Regel ist. Aber ich kenne etliche Leute, die an diversen Unis in den Auswahlkommissionen sitzen. Aber was soll's.

bhod2y8z4


DarkS2014

Was genau ist denn jetzt dein Problem? Ausgangspunkt waren doch ein paar Facebook-Diskussionen, in denen scheinbar Akademiker über Hauptschüler gelästert haben und du meintest, das würde im Alltag ähnlich ablaufen. Jetzt hast du doch schon selbst gesehen, dass diese Äußerungen von Teenagern stammten und dass Onlinediskussionen doch meist sehr spitz verlaufen können, was im Alltag doch eher unüblich ist. Falls du dich davon einmal kurieren möchtest, schau doch einfach mal in die Kommentare bei Youtube. Nach zwei Zweilen schlagen sich die Leute da verbal die Köpfe ein; wenn das im Alltag stattfände, wäre bald die halbe Stadt im Krankenhaus.

Kann es sein, dass du dich ausschließlich über deinen Bildungsabschluss definierst? Bist du denn 'nur' ein Hauptschüler oder gibt es noch andere Eigenschaften, die dich als Menschen ausmachen? Warum reduzierst du dich so auf diese eine Eigenschaft?

DDa+rkHS20x14


Gute Frage, vorneweg möchte ich sagen dass ich absolut nicht neidisch auf Menschen mit höherer Bildung bin. Aber im Leben gibt es leider nichts dass dich neben Schule und Beruf auszeichnet. Sprich wenn jemand meint ich wäre hässlich, dann kann er dies gerne denken das ist seine persönliche Meinung. Aber wenn rumgehackt wird "Höhöhö dummer Hauptschüler du wirst von uns abiturienten geknechtet" dann finde ich das absolut nicht okay. Kein Thema demütigt mich so, wie die Lästerei über meine ehemalige Schulart. Welches Auto man fährt, welche Klammoten man trägt etc. sagen garnichts aus, der Schulabschluss umso mehr. Wenn es wirklich so schrecklich wäre in meiner Schulzeit, dann hätte ich wohl auch kein Problem damit dass es die anderen denken. Aber in wirklichkeit gab es kaum Grenzfälle mit Gewalt, Mobbing etc. (war die letzten zwei Jahre auf einer Realschule +). Mag vielleicht daran liegen dass ich auf dem Land auf die HS gegangen bin, das Klischee dass dort viele Ausländer wären traf auch nicht zu, wir hatten vielleicht 3 Leute aus anderen ländern, zwei von ihnen haben direkt die mittlere Reife gemacht.

Sdunflxower_7x3


Aber im Leben gibt es leider nichts dass dich neben Schule und Beruf auszeichnet.

Doch. Interessen, Persönlichkeitseigenschaften, ehrenamtliches Engagement,... REALE Leistung. Leistungsbereitschaft. "Alte" Werte wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit,...

Einfach DU als Person.

b2odyW84


Ich schließe mich Sunflower an.

Dazu noch: Du kennst doch die Klischees über Hauptschüler, die eben mal mehr, mal weniger auch zutreffen. Und du kannst doch für dich in Anspruch nehmen, dass du auf keiner typisch-klischeehaften Hauptschule warst und du auch kein typisch-klischeehafter Hauptschüler gewesen bist. Also sollten doch alle abfälligen Äußerungen über die Hauptschule ins Leere treffen, weil es eben auf dich und deine Situation nicht zutrifft.

Aber im Leben gibt es leider nichts dass dich neben Schule und Beruf auszeichnet.

Was wären denn für dich die Eigenschaften, die eine Rolle spielen sollten?

fmountaDin=mtoss


Noch einmal kurz OT:

Ich weiß von zumindest einem Bundesland und dessen Universitäten, das es so handhabt, dass FH-Reife dem Abi gleichgestellt wird und die Studienplätze dann nach Noten + Wartezeit vergeben werden. Nicht nur für Psychologie (ich studiere nicht "angewandte Psychologie"!), sondern auch für viele andere Studienfächer (ausgeschlossen sind -soweit ich weiß-: Lehramt und Medizin).

Um zum Thema zurück zu kommen:

Das

Aber im Leben gibt es leider nichts dass dich neben Schule und Beruf auszeichnet.

Doch. Interessen, Persönlichkeitseigenschaften, ehrenamtliches Engagement,... REALE Leistung. Leistungsbereitschaft. "Alte" Werte wie Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit,...

Einfach DU als Person.

sehe ich ganz genauso. Es ist viel wichtiger, wie Du lebst und wer Du bist, als welchen Abschluss Du erlangt hast.

Sbu8nfloIwexr_73


@ body:

:)z :)^

Aber im Leben gibt es leider nichts dass dich neben Schule und Beruf auszeichnet.

Mir persönlich sind meine verkopften Akademiker-Freunde, die in der Kneipe nur über das Fach reden, bspw. ein Graus. Mein Freund hat "nur" Realschule, Legasthenie – und einen körperlichen Knochenjob, der kein Abitur erfordert, aber dennoch anspruchsvoll ist.

Mit dem kann ich sicherlich nicht über's Studium und mein Fach reden – aber er hat eine Menge anderer Interessen und die Gespräche mit ihm sind spannend, interessant,...

EBh.emalFiger Nutzeri (G#47901x3)


@ DarkS2014

Prinzipiell das gleiche Problem wie du haben nicht studierte Abiturienten mit diversen Studenten, die sich mit Beginn des 1. Semester quasi einbilden, dass Studieren schon ein Abschluss ist. Aber Letztere sind definitiv nicht repräsentativ für die Masse, sondern vielmehr die unterste Kategorie ihresgleichen und regelmäßige Studienabbrecher.

b0od?y8x4


DoN_

Ich weiß nicht, ob es ratsam ist, jemandem, der ganz streng in hierarchischen Kategorien denkt – Hauptschüler scheiße, Abitur/Studium gut – jetzt noch mit anderen hierarchischen Kategorien zu kommen. Das macht die Sache ja nicht besser.

Aber Letztere sind definitiv nicht repräsentativ für die Masse, sondern vielmehr die unterste Kategorie ihresgleichen und regelmäßige Studienabbrecher.

Können wir nicht einfach festhalten, dass es auch unter Studenten Leute gibt, die sich hauptsächlich über ihren (potentiellen) Bildungsabschluss definieren? Das ist doch einfach der Gegenpart zur Einstellung des Fadenerstellers, nur dass es hier nicht zu Unterlegenheitsgefühlen, sondern zu Überlegenheitsgefühlen kommt. Das legt sich oft mit der Zeit aber auch wieder. Wer sich dann noch dran aufgeilt, hat sicher, ähnlich wie der Fadenersteller, einen Minderwertigkeitskomplex.

HGybri_dX9x9


Das Problem hat JEDER. Menschen sind halt so, sich über diverse Sachen (teils aus neid?) lustig machen zu müssen. Ich habe selbst studiert, musste mir auch von anderen Menschen anhören, dass Studenten ein assoziales, nur saufendes gesockse ist. Es ist halt auch ein vorurteil, dass studieren nur aus party, alk und weibern besteht. Das ist aber nicht so. Da musst du einfach drüberstehen. ich vertrete die meinung, dass niemand besser oder schlechter als jemand anders ist. mit der einstellung für dich selbst kommt man eigentlich ganz gut durch.

Mal einige Beispiele:

- ich bin sofort überall als "Nerd" abgestempelt, weil ich IT studiert habe und hobbymäßig opensource entwickle < – Vorurteil, Programmierer = Nerd

- Es hieß zu meiner Studienzeit, ich wäre doch eh nur am pennen und saufen < – Ich saß nächtelang über hausarbeiten, Thesis, Studienarbeit, Laborabgaben, etc.

Was viele Leute einfach nicht sehen: Ohne die Leute, über die sie sich lustig machen, wäre ihr leben nicht so angenehm, wie es ist. Über Müllmänner wird bspw. oft gelacht. Mal schauen, wie lange gelacht wird, wenn sich der Abfall stapelt. Oder glaubst ein Studierter ist in der Lage, sein Auto selbst zu reparieren (außer er hat FMT studiert...). Die leute, die über irgendwas lachen, wissen garnicht, was ihnen ohne diese Menschen fehlen würde. Ich lache immer, wenn mich jemand als assozialen nerd bezeichnet, der eh nicht gebraucht wird, und sehe zu, wie die leute ihre Smartphones nutzen, die natürlich einfach plötzlich da waren und nicht entwickelt wurde...

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