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Ich mag nicht mehr und habe starke Suizidgedanken

KOrabbe[l;käferxle


Er drückt sogar meine Anrufe weg und möchte mit niemandem sprechen. Er braucht dingend psychologische Hilfe, aber über eine Entfernung von 600km ist das für mich schwierig, wenn er selbst nicht möchte und sich wehrt. Sobald ich eine Zeile in Whatsapp Hilfe anbiete, kommt "STOP" ... tja .

Ach mist. Und wie war die Beziehung bisher? Kam das plötzlich und wie lange ist es schon so?

Hast du die Möglichkeit hinzufahren über das Wochenende? Oder schicke ihm einen Brief, in dem du dich erklärst und dass er dir fehlt.

c>air3a78


Naja, es kam relativ plötzlich. Warum das jetzt schlimmer wurde, weiß ich nicht recht. Früher haben wir viel telefoniert, Skype usw. – aktuell zieht er sich sehr zurück und schottet sich ab. Eine Zugfahrt dauert halt super lange, weil die Anbindung auch doof ist. 8-10h leider und mal eben übers Wochenende geht kaum – da muss man dann schon Donnestag los, Montag zurück, sonst lohnen sich die 150,-€ nicht.

Wir haben das hundert Mal gerechnet ... ich wollte eigentlich demnächst zum ihm. Nun kommt aber eine OP dazwischen, wo ich 14 Tage Urlaub nehmen muss. Ich hoffe ja immer noch, dass alles wieder gu wird, weil ich ihn über alles liebe und gar keinen anderen möchte. Es würde mir das Herz brechen. :°(

KMrabbexlkäf`erlxe


Das glaube ich, dass das schlimm ist. :°_ Vielleicht doch einen Brief schreiben?

Hast du eine Ahnung was es sein könnte? Wo du ansetzen kannst?

:)_

c~ai\rxa78


Naja, bin ja auch kein Psychologe ... Soziophobie oder sowas in die Richtung. Kann man ja behandeln.

SVmarWagdDaugxe


Nicht jede Frau ist hübsch. Damit mußt Du Dich abfinden. Eine Frau ist aber auch mehr als ihre äußeren weiblichen Attribute. Ob sie anziehend ist oder nicht, hängt auch von ihrer Ausstrahlung ab, ihrer Persönlichkeit.

Hier im Forum gibt es seitenweise Threads von Männern, die sich beklagen, dass sie keine Frau abkriegen. Ich habe dort auch öfter mal mitgeschrieben und erwähnt, dass es so viele Lebensmodelle gibt, und dass Partnerschaft zwar etwas wunderschönes sein kann (es gibt auch zur Genüge unglückliche Beziehungen), aber dass man auch ohne Partner ein erfülltes Leben führen kann. Davon gehen zwar die Bedürfnisse nicht weg, aber man kann sie in andere Bahnen lenken. Man kann sich für andere Menschen engagieren, man kann schöne Hobbys ausüben, man kann sich eine Lebensaufgabe suchen, ein großes Projekt, ein Lebenswerk. Das Leben ist mehr als nur Partnerschaft. Viele bedeutende Menschen waren nicht unbedingt beziehungsfähig, aber sie haben viel bewegt und die Menschheit kann ihnen nicht genug danken.

Mach Dein Leben nicht davon abhängig, ob es mit einem Freund klappt oder nicht. Und hör auf, Dein Empfinden an Deiner Äußerlichkeit festzumachen. Das Leben bekommt den Sinn, dem man ihm gibt.

d\eep b1lue dsexa


Ich hab nicht alle Beiträge gelesen, möchte aber was dazu sagen:

Ich brauche auch nicht zum Psychologen, denn ich habe ja reale Probleme und die müsste man lösen und mir nicht einreden, dass alles nur eine Frage der Perspektive ist.

Kein Psychologe wird dir sagen, dass es nur eine Frage der Perspektive ist. Deiner Annahme von Psychologe -> Antidepressiva zeigt mir auch, dass du es wohl nie wirklich versucht hast – Psychotherapeuten lösen die Probleme nicht mithilfe von Medikamenten. Diese kann man unterstützend bekommen wenn garnix mehr geht, aber wichtig ist, darüber zu reden.

Ich habe mich auch eeewig gedrückt. Das schaff ich schon, oder ich lass es einfach. Hab geheult, kam nicht aus dem Bett. Irgendwann dachte ich – ich ruf jetzt da an und frage mal nach. Und wenn ich nach dem ersten Termin nicht mehr will, dann geh ich halt nimmer hin. Also rief ich an, die Dame am Telefon war sehr nett. Und in der ersten Sitzung erzählte ich von meinem Thema, habe Rotz und Wasser geheult wegen der ganzen Probleme, die sich angestaut haben.

Als ich nach der ersten Sitzung aus der Tür rausging hab ich nochmal fast geheult. Weil ich wusste, ich habe mich richtig entschieden. Habe mich entschieden, meine Probleme anzugehen und nicht aufzugeben. Ich habe mich damals, vor 2 Jahren FÜR MICH entschieden. Es ist ein Haufen Arbeit. Es ist nicht leicht, nicht schön. Aber ich erlebe heute Momente, von denen ich mir NIE gedacht hätte, dass ich soetwas schönes je wieder sehen kann. Und meine Therapie ist noch lange nicht zu Ende, und ich freue mich auf das, was danach kommt.

Ruf da an, entscheide dich für DICH!!

cKairax78


1. Antwort:

Ich habe geschrieben, dass ich 20 Jahre lang bereits ein alternatives Lebensmodell gelebt habe und ich fand das damals auch nicht schlecht. Ich habe aber keine Lust darauf. Es ist einfach nicht meins. Ich möchte mein Leben mit lieben Menschen verbringen, die mir etwas bedeute und nicht mein Leben mit "sinnlosen Lebenswerken" füllen. Ich habe Plattenverträge, Geld uns son Haufen Scheiß und bin doch letztlich super arm. Der Sinn des Lebens besteht definitiv nicht darin für etwas zu arbeiten. Zumindest nicht für mein Leben!!! Und ich möchte bitte auch nicht dazu gezwungen werden mir auf Krampf einen Lebenssinn zu suchen.

2. Antwort:

Ich bin beim Psychologen. War erst da. Wenn ich sage, dass ich unter meinem Körper leide, sagen die, das wäre normal für eine Frau, dass die sich nicht hübsch finden und Probleme haben. Ja, toll – das es dabei um männliche Merkmale geht und nicht etwas mit 2kg mehr Bauchfett zu tun hat verstehen auch die nicht. Das Thema ist in der Psychologie gar nicht erst erwähnt. Da gibts F64.0 und basta – alles nach Schema F und dann ist gut. Ich werde das sicherlich noch ansprechen, aber im Endeffekt wird auch der Psychologe sagen, dass man das Schicksal annehmen muss – was soll der sonst sagen?

Ich kenne mich mit Psychologie sehr, sehr gut aus ... kleines Hobby von mir. Ich kenne auch sämtliche Medikamente und das komplette ICD-F-Register, begleite aktuell jemanden mit Psychose – ich bin einer der wenigen Menschen, die er mag. Naja, das nutzt alles aber wenig, wenn man in einer Situation gefangen ist wie meiner – die quasi von meiner Seite Konditionierung verlangt, die ich aber nicht willig bin aufzubringen.

d\ee'p blu=e sexa


Hmmm. Wenn du dich so gut auskennst weißt du sicher, auch, dass man den Therapeuten wechseln kann, wenn es zwischen euch nicht "stimmt". Das kann immer mal passieren.

cfairxa78


Okay, anders gefragt: Wie sähe denn eine erfolgreiche Behandlung mit einem Therapeuten aus? Wenn ich eine Angststörung habe, ist die im Idealfall nach der Behandlung weg usw., usf. – wie sähe denn mein, persönliches Idealergebnis aus?

d3eep ?blSue sxea


Ich kann dir mein persönliches Idealergebnis sagen ;-) aber dein Idealergebnis musst du selbst kennen. Davon kann man dann auch das Therapieziel ableiten.

c&airxa78


Mein Idealergebnis? Dass ich beim Anblick im Spiegel nicht mehr weinen muss und das ich mit einem lieben Menschen durchs Leben gehen darf.

s/chnqeck&e1}985


Ich fand deinen Beitrag einerseits schon hilfreich, aber irgendwie auch vorwurfsvoll – so als hätte ich mir nie solche Gedanken gemacht. Natürlich war ich beim Psychologen, denn das ist Voraussetzung für eine TS-Behandlung. Da renn ich seit 2 Jahren rein und raus. Ich habe sogar zwei psychologische Gutachten für 2000,- und da steht nicht drin, dass ich depressiv bin

Das konnte ich ja nicht wissen ;-) :)_

Zweitens bin ich auch "nichts zwischendrin", denn ich bin weiblich – das steht so in meiner Geburtsurkunde und genau solche Vorurteile sind es, die man irgendwann satt hat und dann auch mal ganz rational und depressionsfrei vom Dach springt

Das hast du wirklich falsch verstanden. Es ging mir nicht um Vorurteile, sondern darum, dir zu sagen, dass du wertvoll bist. Als Mensch, mit Gefühlen, mit Gedanken, Stärken, Schwächen. Vielleicht kann man das nicht 1:1 vergleichen, aber mein bester Freund ist schwul, mein Bruder ist schwul. Beide kommen vom Dorf und hatten es alles andere als leicht mit ihrer sexuellen Orientierung.

Ich muss jeden Tag neu entscheiden, wie lebenswert mein Leben ist und habe keine Chance auf Heilung – einerseits weil ich den gesellschaftliche Kriterien nicht entspreche und zweitens, weil ich selber nicht dem entspreche, was mein Gehirn von einem "weiblichen" Körper erwartet.

Ich leide selbst unter einer unheilbaren Persönlichkeitsstörung, nämlich Borderline. Ich bin hässlich, oder zumindest nicht annähernd das, was der Durchschnittsmann als attraktiv empfindet. Mit deinem Statement zum Krebs hast du mich auch verletzt. Ich habe über drei Jahre meinen Partner durch die Krankheit begleitet, im Krankenhaus tagtäglich gesehen, wie Menschen diesen Kampf verloren haben. Es war die weitaus schrecklichste Erfahrung in meinem Leben, aber auch die beste: Denn ich habe gesehen, dass meine Probleme und meine Sorgen nicht alles sind. Ich habe gelernt, mich absolut zurückzustecken für einen anderen Menschen.

Der Punkt ist doch eine völlig rationale Überlegung: Die Wahrscheinlichkeit, dass ich Kinder habe ist NULL, das ich einen Partner bekomme als Transfrau 10-20% (laut Studien)...

Mein Partner ist seit der Chemo zu 100% unfruchtbar. Demnach auch keine Kinder. Die Frage ist nur, ob man den Fokus auf das richtet, was man nicht hat, oder auf das, was man hat und kann. Ich weiß, das klingt nach bescheuertem Religions-Gesäusel :)_ aber es macht mir mein Leben sehr viel leichter. Es geht nicht um Stolz oder irgendwelche moralischen Prinzipien, es geht darum, das Leben so gut es geht zu meistern und die Irrwege ertragen zu können.

Nochmal: Ich habe mich mit Transsexualität recht eingehend beschäftigt und ich möchte dir in keiner Weise deinen Schmerz oder deine Probleme absprechen, denn sie sind da! In ganz brutaler Weise! Die Frage ist nur, ob man sich einer Prozentrechnung ergibt, oder ob man gegen alle Vernunft und alle Zahlen kämpft. Mein Lieblingsspruch: Ein Tropfen Liebe ist mehr, als ein Ozean Verstand.

Und Liebe fängt in erster Linie bei der Selbstliebe an. Wie soll mich jemand lieben, wenn ich mich selber nicht ertragen kann?

Leider habe ich die, nachdem ich meine TS beichten musste, nicht mehr gesehen. Kann ja schlecht mein Fehler sein. Da hilft leider auch kein Antidepressiva!

Das ist mir auch unzählige Male passiert :°( weil ich nicht gut aussehe, auch wenn ich von Geburt an eindeutig eine Frau war. Will heißen: Transsexualität macht die Partnerwahl mit Sicherheit nicht leicht, aber man kann es sich selbst leichter machen. Was kratzt die Außenwelt, ob ich mich mit Antidepressiva besser fühle als ohne? Geht es nicht darum, wie du dich fühlst, nachdem nun mal niemand in deiner Haut steckt? Ist es nicht egal, woher ein gutes Gefühl kommt, solange du glücklich dabei sein kannst? Warum empfindest du es als Niederlage, wenn man sich mit Hilfsmitteln ein lebenswertes Leben erschafft? Kann es nicht sein, dass genau der Stolz zu der Misere beiträgt, in der man lebt? :)_

Genau sowas will ich nicht. Ich bin eine normale Frau und kein Sexobjekt für verdrehte Männerfantasien. Ich möchte ganz normal eine heterosexuelle Beziehung, Eis essen gehen und im Park auf der Decke liegen – und nicht womöglich im Lackkleidchen durch die Bude rennen, weil mein "Lover" drauf steht. Ich sehne mich nach Normalität, mehr nicht.

Und wieder: Was ist schon normal? Es gibt Frauen, für die es normal ist, von ihrem Partner eine Tracht Prügel zu kassieren, wenn sie nicht kuscht. Die Normalität ist ein Trugbild, denn was nach außen so normal und einfach erscheint, ist oft in der Tiefe betrachtet auch nur ein Dilemma, ein fauler Kompromiss. Das heißt: Das, was wir als Normalität sehen, ist oft auch nur ein oberflächlicher Trugschluss. Es geht nicht um irgendwelche sozialen Durchschnitte, sondern um DICH. Das Individuum kann in statistischen Durchschnitten nicht erfasst werden und darin liegt auch die Gefahr des Vergleichs mit dem Durchschnitt. Denn du bist nun mal nicht durchschnittlich, du hast eine große Last auf deinen Schultern, die dich geprägt hat und für die du nichts kannst. :)_ Das Schicksal (oder wie man es nenne will) hat dich erstklassig gearscht. Aber - wie du schreibst - kann man trotz allem glücklich sein und lachen. :)_ :)_ :)_ :)* :)* :)*

Das ist nicht einfach, das ist sauschwer. Das will ich auch gar nicht bestreiten. Aber du hast die Möglichkeit, geliebt zu werden. Jeder hat die Möglichkeit. :)_ Und besonders dann, wenn man anfängt, sich selbst zu lieben. Denn die Beziehung zu dir selbst, der wirst du - ob mit, ob ohne Partner - nie entkommen können. Ich habe z.B. irgendwann angefangen, den gehassten Körper zu pflegen. Mit gut duftenden Cremes einzureiben, mir die Nägel zu machen, die Beine zu rasieren. Ich werde davon nicht schöner, aber ich fühle mich schöner und weniger entkoppelt von dem Körper, der in meinem Kopf NULL zu dem passt, wie ich mich fühle. Was ich nach außen tragen will.

Die Abspaltung von meinem Körper ging soweit, dass ich mein Gesicht nicht mehr im Spiegel erkannt habe. Rational natürlich schon, emotional blickte mich ein völlig fremdes Gesicht an. Das Gefangen-Sein in einem Körper, den man nicht will, das ist ein riesiger Fluch. Aber man kann soweit kommen, dass man das, was man im Spiegel sieht, akzeptieren kann. Es ist nicht leicht, aber es wäre ein Versuch.

Nochmal: Du bist es wert, dass du eine Chance bekommst. Du bist es wert, dass du glücklich sein kannst - egal, wie die Umstände gerade sind! :)_

Mein Lieblingsspruch aus einem Film: "Lerne, deine Gedanken auszuwählen, so, wie du jeden Tag deine Kleidung auswählst". Das klingt pathetisch, aber es bedeutet gleichzeitig die Rückgewinnung über die Kontrolle über das eigene Denken und Fühlen. :)_ :)* :)*

c:airxa78


wow, selten so tolle Worte gehört :)=

Ich danke Dir wirklich dafür! :)*

d}e{ep bOluex sea


Mein Idealergebnis? Dass ich beim Anblick im Spiegel nicht mehr weinen muss und das ich mit einem lieben Menschen durchs Leben gehen darf.

Ersteres halte ich auf jeden Fall für ein erreichbares Ziel!! Es gibt doch so viele "hässliche" Menschen, ob nun trans oder nicht. Wer entscheidet überhaupt, was hässlich ist? Ich weiß, du hälst das für so ein Beschwichtigungs-Gequatsche ;-) aber meine Freundinnen fanden meine Partner eigentlich immer hässlich. Für mich waren sie die schönsten x:) weil Charakter schön macht. Oder auch hässlich, je nachdem...

Zweiteres ist sicher auch Glückssache. Aber bestimmt nicht unmöglich.

cbairax78


Ich entscheide für mich, ob ich hässlich bin oder nicht. Da kommen sicher auch biologischen Dinge ins Spiel, die ein Mensch nun mal instinktiv als hässlich/hübsch empfindet bzw. maskuline Merkmale, die eine Frau hässlich machen.

Ich möchte mir Gefallen und nicht anderen. Mich aber jetzt so zu konditionieren, dass ich mich trotzdem als hübsch empfinde halte ich für nahezu unmöglich bzw. auch den falschen Weg. Darum mache ich ja eigentlich auch diese Behandlung.

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