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Denkfaul?

S[ushwi679x8 hat die Diskussion gestartet


Hey Leute,

ich hab ein riesen Problem.

Vor 1einhalb jahren war ich ein Mädchen froher Natur. Ich hab gerne Späße gemacht und war immer gut gelaunt, total hyperaktiv und mir viel immer etwas neues ein über das ich reden konnte, ohne darüber vorher nachzudenken was ich als nächstes sage. Ich war sehr kreativ. Mein Leben war aufregend und schön.

Jetzt ist es so als hätte sich meine ganze Persönlichkeit einmal um 180Grad gedreht.

Ich kann kaum noch lächeln, nur gezwungen. Ich muss mich dazu zwingen mit jemanden zu reden. Ich muss mich sogar dazu zwingen etwas zu denken. ICh kann plötzlich den ganzen Tag einfach nur dasitzen und nichts denken und nichts machen. Das konnte ich früher nie! Wenn ich mit jemanden versuche zu reden, ist der Stoff schnell alle und es geht über in eine peinliche Schweigeszene. Ich versuche dann etwas zu finden worüber wir reden könnten aber mir fällt nichts ein und ich hab auch nicht wirklich Lust dazu, weil ich davon schnell müde werde. Ich hab auch früher gerne mir die Probleme meiner FReunde angehört und wusste jedes Detail. Nun vergesse ich nach einer Sekunde, was sie mir erzählt haben. Es ist wie als würde mein Hirn überquellen und meine Nervenbahnen blockieren.

Meinen Humor hab ich auch längst verloren. Ich wünsche mir manchmal einfach nur an einem weißen Fleck zu sein, nur ich alleine und ich hab so viel Zeit wie ich will.

Es ist schrecklich dazu ruhig dasitzen zu können und im inneren sich so fremd zu fühlen. Für die Aussenstehenden ist es normal. Sie denken ich bin einfach langweilig und rede nicht gerne und ich sitz genau vor ihnen und würde am liebsten heulen. Das ist wie ein Hilfeschrei den keiner hört.

Das schlimmste ist noch, dass ich mich für ein Austauschjahr entschieden habe, wel ich dachte dass ist nur eine Pubertätsphase. Letztendlich musste ich feststellen, dass es anhält. Jetzt bin ich schließlich im Ausland und finde nur schwer Freunde, weil ich ständig so leise bin. Mein Englisch kann ich dadurch auch nicht wirklich verbessern, weil ich nicht viel rede.

Kann mir bitte jemand aus diesem Teufelskreis heraushelfen ???

:-(

Antworten
m$onLd+stzernxe


Auch wenn es sehr schwer fällt, würde ich es sinnvoll finden, wenn Du versuchst, Deine neue Persönlichkeit zunächst mal zu akzeptieren. Du magst nichts mehr sagen. Also musst Du auch nichts sagen. Je mehr Du Dich zwingst, desto schlimmer wird es.

Es ist ganz natürlich, dass in Gesprächen auch mal Pausen entstehen. Dir ist das peinlich, weil es neu für Dich ist. Aber man kann auch stundenlang dasitzen und schweigen. Man muss nichts sagen.

Da Du gerade im Ausland bist, ist es besonders schwer für Dich. @:)

Hast Du eine Vermutung, was die Ursache Deines Persönlichkeitswandels sein könnte?

Lqewiaxn


Sushi6798

Weisst du, wann das angefangen hat? War es von einem Moment auf den anderen und ohne klare Ursache?

Wie ist dein Kontakt zu wichtigen Menschen (Freunde, Familie) in deinem Heimatland? Hast du mit denen mal darueber geredet? Hast du Leute, zu denen du Vertrauen hast?

Ich vermute, du bist an einer Schule oder Universitaet? Gibt es da sowas wie einen psychologischen Dienst? Es kann nicht schaden, mal jemanden vom Fach (Psychologe/Psychiater) um Rat zu fragen.

SDushi6779x8


Ja. Also vor 2Jahren da war ich an der Ostsee und hab ne Freundin gefunden, die auch sehr viel gequatscht hat wie ich und an einem Abend, gings mir dann so schlecht: Ich hatte kein Übelkeitsgefühl oder irgendein Symptom, ich wollte plötzlich nur für mich allein sein und hab ihr deshalb gesagt "ich geh in mein Bungalo und leg mich hin"(meine Eltern waren nicht da) Ich hab anfangs gedacht, dass ich einfach nur genervt von ihrem vielen gequatsche war. Aber das ist trotzdem sehr unnormal für mich gewesen ALLEINE abends dazusitzen und nichts zu tun! Ob ihrs glaubt oder nicht, aber ich hab es geliebt Menschen um mich zu haben. Ich bin Einzelkind deswegen hab ich immer eine Beschäftigung gesucht.

Und somit begann es. Ab diesem Urlaub konnte ich auch nicht mehr so viel aus dem inneren heraus lachen. Es kam irgendwann dazu dass ich mein Lachen teilweise gekünstelt habe.

Nein! Ich kann mich nicht damit akzeptieren, ich hab es versucht. ICh weiß, dass ich nicht so bin und auch nicht so sein will. Die Amerikaner hier, machen mir meinen Weg auch nicht leichter. Im Gegenteil. Es wird immer schlimmer. Sie sagen immer, dass ich so leise bin (Offensichtlich bin ich ja auch hier hergekommen um viel zu reden, weil ich die englische Sprache lernen will). Und neuerdings bekomme ich so ein schreckliches Gefühl im Bauch, wenn andere Leute um mich so viel Spaß haben und reden können was das Zeug hält und ich sitze da und mache mich kaum bemerkbar. Das ist wie ein innere Hilferuf, den keiner hört und ich will das es aufhört.

Ihr glaubt nicht wie schlimm es ist, wenn euer ganzes Leben einfach umgekrempelt wird. Wenn dein Leben plötzlich sich von total aufregend zu extrem langweilig verändert und du keinen mehr zum Lachen bringen kannst und einfach wie versteinert dasitzt, stumm und gedanklos. Wirklich ich fühl mich manchmal so frei (aber nicht im positiven Sinne), als wäre ich halbtot. Ich hab mich mitlerweile so gut unter Kontrolle, dass mich jemand wegen etwas total laut anschreien kann und ich fühle nichts oder mir passiert etwas richtig peinliches und ich hab es innerhalb 1Minute wieder vergessen...

Ich hab wenig Vertrauen zu anderen Leuten. Ich hab es bis jetzt einem guten Freund erzählt und hab vor mit meiner Freundin drüber zu reden.

High school. Ja, einen Psychologen. Werde ich versuchen, aber ich muss mich erstmal versichern, wie ich ihn kontaktieren kann ohne das jemand davon Wind bekommt.

Danke für die Antworten! :-)

L7ewixan


Sushi6798

Es klingt so, als wenn das wirklich mehr oder weniger geheimnisvoll von einem Moment auf den anderen passiert ist. Ich kann mir schon vorstellen (auch wenn ich kein Experte bin und niemand das ueber das Internet diagnostizieren kann), dass da irgendeine organische Ursache dahintersteckt, irgendwas Neurologisches, oder auch irgendwas Hormonelles. An deiner Stelle wuerde ich wirklich mal professionelle Hilfe suchen, evtl. auch einen Psychiater oder Neurologen. Zu solchen Leuten und auch zum Psychologen zu gehen ist im Grunde "zum Arzt gehen"; das muss man nicht unbedingt geheimhalten.

S=ushXi6|798


Ok danke! Darauf hab ich solange gewartet. Endlich mal jemand der sagt, dass das nicht nur Einbildung ist, sondern ich wirklich "Hilfe" brauche.

Ich werd es versuchen in Kürze umzusetzen und euch dann berichten was herausgekommen ist :) :)=

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