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Beruflicher Stress belastet mich

S$inivstra


Meine Frage hier an das Forum wäre, ob es einfache Möglichkeiten gibt, wie ich es schaffen könnte, dass ich die Dinge einfach gelassener sehe? Wieso schaffe ich es nicht, den Job so gelassen zu sehen, dass mir alles, was dort schiefgehen kann, einfach gleichgültig ist? Warum kann ich mir nicht vor Augen halten, was schlimmstenfalls passieren könnte? Meine berufliche Zukunft wäre versaut, aber das ist ja auch nichts wovon die Welt untergeht. Die Sachen plagen mich aber wie Bettwanzen. Ich komme davon nicht gedanklich los.

Du meinst also das hier, was du in deinem Eingangsbeitrag geschrieben hast?

Stimmt ja grundsätzlich auch, denn diese Eigenschaften würdest du dann auch mitnehmen in den neuen Job.

Und warum schaffst du es nicht, das was schiefgehen könnte, gelassener zu sehen? Mal dir Szenarien aus – wärst du plötzlich krank, hättest du einen Unfall, die Firma würde garantiert nicht wegen dir in Konkurs gehen – das ist eine Tatsache. Die Welt dreht sich immer weiter und du bist nur ein Rädchen drin. Magst du dich dir als Rädchen vorstellen? Okay, vielleicht ein schlechtes Beispiel für einen Ingenieur, der glaubt ja wirklich, daß dann alles klemmt ;-)

Aber im Ernst, es gibt Bücher zum Thema Gelassenheit, mir selbst hat damals das von Peter Lauster geholfen. Ich habe zufällig reingeblättert und immer nur das gelesen, was ich gerade aufschlug und dann danach gegrübelt – mach ich das so, kann ich das so zulassen, warum kann ich das so nicht zulassen? Da kommt man dann auf so manches drauf, wo man sich selbst im Weg steht.

Ein bißchen denke ich auch, nimmt man sich selbst zu wichtig, wenn man glaubt, daß ein eigener Fehler oder etwas, was schlimmstenfalls passiert, unbedingt auf sich selbst bezogen wird – siehe Rädchen ;-)

TTenowchtitlxan


Und warum schaffst du es nicht, das was schiefgehen könnte, gelassener zu sehen? Mal dir Szenarien aus – wärst du plötzlich krank, hättest du einen Unfall, die Firma würde garantiert nicht wegen dir in Konkurs gehen – das ist eine Tatsache.

Ja, das ist es aber nicht. Es ist eher so, dass Fehler nicht passieren dürfen, weil sonst andere Leute sehr viel Geld verlieren. Und die haben dann mich auf dem Kieker und nicht die Firma. Das ist leider schwer zu erklären, ohne konkret zu werden!

Die Welt dreht sich immer weiter und du bist nur ein Rädchen drin. Magst du dich dir als Rädchen vorstellen? Okay, vielleicht ein schlechtes Beispiel für einen Ingenieur, der glaubt ja wirklich, daß dann alles klemmt

Wie gesagt, ich bin ja kein Ingenieur. ;-) Ich bin eher ein Theoretiker. Aber ich war wohl schon immer so angespannt und ungelassen. Ich walge in Gedanken immer alles bis zum Erbrechen durch.

Aber im Ernst, es gibt Bücher zum Thema Gelassenheit, mir selbst hat damals das von Peter Lauster geholfen. Ich habe zufällig reingeblättert und immer nur das gelesen, was ich gerade aufschlug und dann danach gegrübelt – mach ich das so, kann ich das so zulassen, warum kann ich das so nicht zulassen? Da kommt man dann auf so manches drauf, wo man sich selbst im Weg steht.

Danke, ich werde mal versuchen mir ein Buch von Peter Lauster zu leihen!

TSenochtxitlan


Hm, es ist nun so viel Zeit vergangen .... Verbessert hat sich leider garnichts. Mir geht es immer schlechter, langsam kann ich einfach nicht mehr, habe keine Lust. Jeder Sonntag ist eine Tortur, weil Montags wieder die Arbeit losgeht ...

S]. wall]isii


Wie heißt's in den Beziehungsfäden immer etwas nervig: "Nimm die Beine in die Hand und lauf!" Das wird noch (wenn's nicht schon ist) zu einer Depression wenn du dich weiterquälst.

TNeno'chtitjlan


Naja einen neuen Job zu finden, versuche ich ja nun schon eine ganze Weile. Leider ohne Erfolg. Eventuell kann ich das noch weiter intensivieren, aber mir fehlt teilweise einfach die Energie, ich binplatt. Mein Rumgejammer nervt mich ja selber tierisch, ich hasse mich dafuer. Wenn ich sonst ein Problem habe, dann versuche ich das meistens irgendwie zu loesen, so dass es verschwindet. Das gelingt mir hier nicht. Ich fuehle mich wie ein strampelnder Kaefer, der auf dem Ruecken liegt. Diese enorme koeperliche Anspannung, die Gereiztheit, die Agressionen, die Wut, die Lustlosigkeiz und Gleichgueltigkeit, die spuere, koennen auf Dauer doch nicht gesund sein.

S].K walElisxii


Falls du genug Geld für 3 Monate Sperrzeit hast kündige doch einfach.

Ttenoch#titxlan


Mit dem Gedanken habe ich auch schon gespielt, aber mir wurde von sehr vielen Personen dringend davon abgeraten, weil ich dann vermutlich kaum einen neuen Job finden wuerde. Ich wuerde als nichtbelastbar gelten etc. Davon abgesehen war es schon schwierig genug ueberhaupt diesen Job zu finden/kriegen. Die Zeit der Suche damals hat mich auch an den Rand meiner Existenz gefuehrt. Ich moechte aber auch mal, dass es einfach mal etwas besser wird und nicht von Jahr zu Jahr schlechter.

T@enomchtlitlaXn


Ich glaube grundsaetzlich koennte ich mal eine Therapie vertragen. Ich habe nur enorme Hemmungen diesbezueglich. Die Wartezeit betraegt hier mindestens 6 Monate, wuerde mir also nicht akut helfen. Vor vielen Jahren war ich mal bei drei verschiedenen Psychiatern und Neurologen mit regelmaessigen Terminen ein Jahr lang und auch bei Psychologen zur Diagnose (also keine Therapie). Irgendwie hatte ich wohl zu hohe Erwartungen damals. Naja, es ist im Endeffekt alles im Sande verlaufen. Damals war die Situation aber auch anders als heute. Heute wuerde es bei einer Therapie vermutlich darum gehen einen unertraeglichen Job zu ertragen, um nicht voellig abzukacken. Seltsame Vorstellung.

e>xpe4rtxe56


gehe in den nächsten Tagen zum Hausarzt und lasse dich krankschreiben. Schildere deine Symptome, deine Zermürbung in allen Einzelheiten. Damit sollte man aktenkundig werden, um Beweise zu haben. Eventuell auch nochmals zu einem Psychiater gehen, so oft wie möglich. Damit hast du gute Chancen auf Frühverrentung, wenn du erstmal jenseits der 45 bist.

TPeno;chti$tlaxn


Danke fuer deinen Tipp. Ich moechte jedoch arbeiten, nur nicht da wo ich zur Zeit bin. Die Jobs, die ich davor hatte, haben mir Spass bereitet, da hatte ich keinerlei jobtechnische psychische Probleme.

Das mit aktenkundig ist so eine Sache. Ich musste mal einen Hausarzt von der Schweigepflicht entbinden wegen einer Einstellungsuntersuchung bei einem Amtsarzt. Ok, ich wurde trotzdem genommen, aber ich habe mich dennoch ueber aktenkundige Dinge ueber mich geaergert.

eqxpXertes5x6


aber du solltest damit zum Arzt gehen. Wenn man durch berufliche Einflüsse psychische Probleme bekommt, sollte man erst Recht zum Arzt gehen. Überleg doch mal, man hat schon noch Rechte als Arbeitnehmer. Sowas ist auf jeden Fall ernstzunehmen. Ich kenne ja nicht die genaue Situation, was belastend in diesem Job ist, aber wie gesagt, die dauerhafte Unzufriedenheit wird dir nicht gut tun.

T;enockhtgitlaxn


Glaub um Rechte geht es garnicht mal. Vermutlich bin ich einfach zu empfindlich und weich.

S\. wnallixsii


Die Zeit der Suche damals hat mich auch an den Rand meiner Existenz gefuehrt. Ich moechte aber auch mal, dass es einfach mal etwas besser wird und nicht von Jahr zu Jahr schlechter.

Verständlich, einfach so aus heiterem Himmel wird's halt nur wahrscheinlich nicht besser werden.

Heute wuerde es bei einer Therapie vermutlich darum gehen einen unertraeglichen Job zu ertragen, um nicht voellig abzukacken. Seltsame Vorstellung.

Ja, ist seltsam. Aber vermutlich könnte man das auch unzynischer und positiver sehen, würde mir allerdings auch sehr schwer fallen muss ich zugeben.

Vermutlich bin ich einfach zu empfindlich und weich.

mag sein, allerdings frag ich mich wer das eigentlich festlegen darf wie viel man gefälligst aushalten können muss. Das kannst du höchstens solange den gesellschaftlichen Konventionen überlassen bis du abstürzt.

qbua{cksa7laberexi


Damit hast du gute Chancen auf Frühverrentung, wenn du erstmal jenseits der 45 bist.

Kann es sein, dass Du Dir das ein wenig zu einfach vorstellst?

eUxpevrte5x6


klar ist es schwierig mit Frühverrentung, aber wer ein Leben lang immer wieder wegen psychischen Problemen krankgeschrieben wird und auch einen Psychiater hat, wer mehrfach aktenkundig wird in diesem Zusammenhang, hat sehr wohl gute Aussichten auf Frühverrentung. Man muss nur oft genug aktenkundig werden damit.

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