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Keiner versteht mich

Lpov&Huxs


Die Aufgabe einer Fehlerkultur ist es dann, den Fehler auszuräumen.

Da hätte sie viel zu tun. Der Kern einer Fehlerkultur ist m.E. erstmal, Fehler nicht übel zu nehmen. Und sich dann auf jene Fehler zu konzentrieren, mit denen das größte Risiko verbunden ist, wie sie vermieden werden können und auf jene, von denen man am meisten lernen kann.

L0ovSHus


nicht die anderen sind zu blöd, DU drückst dich nicht richtig aus.

Das ist jetzt aber kein entweder-oder ]:D . Vielleicht könnte ich manches verstehen, wenn m+s sich anders ausdrücken würde. Ich glaube aber nicht, dass er da viel Wahlmöglichkeiten hat. Also was soll's, bin ich eben zu blöd, ihn zu verstehen. Scheint mir beides zutreffend und beides keine besondere Aufregung wert.

bGody8K4


Ich soll meinen Schreibstil so ändern, wie Du es Dir wünscht. Darum geht es Dir eigentlich. Das meinst Du genau genommen mit Kritik. Oder?

Grundsätzlich gibt es einen Unterschied zwischen deinen Ansichten zu Kritik, die ich nicht teile, und deinem Schreibstil. Wobei es selbstredend zusammenhängt.

Kritik steht für mich neutral als Rückmeldung. Auch Lob ist Kritik und ich freue mich jedes Mal über ein ernst gemeintes und nachvollziehbares Lob. Konstruktive Kritik ist aber auch toll, auch wenn es in einem Moment unangenehm ist. Wenn mir zum Beispiel jemand sagt, mir würde ein Popel im Bart hängen, ist mir das erst mal relativ unangenehm, bin dann aber froh, dass es (hoffentlich) nur diese eine Person gesehen hat und nicht alle weitere Menschen, die ich danach treffe. Nach deinen Begriffen würde der Popel ausgelöscht und entfernt - und mei, was bin ich dankbar dafür!

Natürlich sind nicht alle Fälle im Leben so eindeutig. So kann ein Beitrag von mir hier als witzig, von einer anderen Person als informativ und von weiteren als arrogant, nervig und beleidigend aufgefasst werden. Dann muss ich auswählen und abwägen, wie ich diese Kritik aufnehme und wie ich in Zukunft agiere. Ich könnte zum Beispiel alle (negativen) Rückmeldungen komplett ignorieren oder im Gegenteil nie wieder etwas schreiben aus Angst, etwas falsch zu machen. Vermutlich ist ein Mittelweg besser, in dem ich versuche, positive Aspekte beizubehalten und allzu negative wegzulassen. Meiner Meinung nach ist beides bis zu einem gewissen Grad möglich, wenn man darauf achtet, nicht sein komplettes Profil zu verlieren. Ich zum Beispiel habe kein Problem mit Reibungen und einem gewissem Konfliktpotential und will es auch nicht allen Menschen recht machen.

Was mir aber wichtig ist, ist dass meine Beiträge so ankommen, wie sie gemeint sind. Das klappt natürlich bei einem so heterogenen Publikum wie bei med1 niemals, weil Lesekompetenzen, Bildungsgrade, persönliche Erfahrungen und vor allem Wertekanone @Shojo: korrekte Pluralbildung?. unterschiedlich verteilt sind. So kann der Satz "Frau geht fremd" bei der einen Person eine Assoziation von einem asozialen Miststück hervorrufen, bei der anderen Person kommen alte Verletzungen hoch und ein Dritter denkt an eine selbstständige, emanzipierte Frau, die mit ihrer Tat das Patriarchat ganz persönlich vom Thron schubst. Dementsprechend reagieren diese alle emotional unterschiedlich auf ein und denselben Satz. Das lässt sich nicht vermeiden. Weder bei mir noch bei dir.

Dennoch ist es stark befremdlich, wie du ständig mit deinen Beiträgen herumlavierst. Was du meinst und was du aussagst geht anscheinend regelnäßig getrennte Wege. Da entstehen ständig vermeidbare Missverständnisse, die dadurch entstehen, dass du auf deine Wortwahl nicht achtest. Entweder verwendest du sie einfach falsch - und ja, falsch im Sinne von: die Mehrheit der Deutschsprecher versteht etwas anderes darunter und du erklärst deine alternative Verwendung nicht sofort - oder begibst dich auf gefährlich dünnes Eis. Themen wie sexuelle Belästigung von Frauen - online wie offline - sind momentan ziemlich heiße Eisen. Unter Freunden bei nem gemütlichen Bierchen kann man da vielleicht mal ein paar gewagte Thesen heraushauen, die einem nicht allzu krumm genommen werden. Wenn du dich aber online dazu äußerst, wirst du beim Wort genommen. Da gibt es Aussagen und Wörter, die emotional aufgeladen sind und sofort heftigen Widerspruch provozieren. Da wird aus dem verbalen Selfie schnell mal ein verbales Penisbild, welches nicht angefragt wurde. Und auch wenn mein Penis gerne ein wenig mehr Aufmerksamkeit bekäme, würde ich ihn weder ungefragt auf der Straße noch online einfach so zeigen, sondern eher in einem ... geschützten Rahmen. ;-)

Sprich: Bei sensiblen Themen musst du einfach extrem auf deine Wortwahl achten, weil sonst sofort der Teufel los ist. Und das machst du einfach nicht. Und dann dreht sich die Diskussion nicht um das eigentliche Thema - was ja anscheinend von dir gewollt ist, sondern um dich. Hier in deinem Faden ist das ja okay, aber du solltest vielleicht nachvollziehen können, dass das in anderen Fäden nerven kann. Vor allem dann, wenn man selbst Interesse am Thema hat.

Du sollst deinen Schreibstil nicht einfach in eine von mir gewünschte Form pressen. Du solltest dich - allein in deinem Interesse! - so auszudrücken lernen, dass deine Intention mit deiner Aussage möglichst zusammenfällt. Dann hast du auch diese unnötigen und sicher auch für dich nervigen Diskussionen nicht mehr. Das geht zum Beispiel darüber, dass du dir bei wichtigen Wörtern bewusst machst, was sie eigentlich bedeuten und sie dementsprechend benutzt, und nicht einfach anders. Und pack sensible Themen vorsichtig an, wenn du keine Lust auf Widerspruch hast.

Soviel von mir. Ich geh ins Bett.

b#eetlejuMixce21


Tolle Ausführung body :)^

m{ond+sxterne


Hallo Body,

... und ich bin wieder aufgestanden. ;-)

Du hast einen langen Beitrag geschrieben. Schon im ersten Satz gibt es einen Klärungsbedarf. Du behauptest, Du würdest meine Ansichten zum Thema Kritik nicht teilen. Um das zu verstehen, müsste ich erstmal wissen, was Du meinst, was meine Ansichten zum Thema Kritik eigentlich sind.

Also: Wie hast Du mich verstanden? Was glaubst Du, sind meine Ansichten zum Thema Kritik?

Bitte gib mir eine Rückmeldung. @:)

@ LovHus

Der Kern einer Fehlerkultur ist m.E. erstmal, Fehler nicht übel zu nehmen.

Das tue ich auch nicht. Anschließend muss das auch noch beim Gegenüber ankommen. Das gelingt mir jedoch häufig nicht. Dann muss man die Fehlersituation verstehen. Das gelingt mir meistens ganz gut. Es nützt mir nur nichts, weil es beim Gegenüber nicht ankommt.

Wenn man die Fehlersituation verstanden hat, kann man sich fragen, wie man da wieder raus kommt. Das finde ich im konkreten Fall auch schwierig, weil es meistens Endlosdiskussionen gibt, wer den Fehler gemacht hat, und wer was hätte machen müssen. So kommt man da nicht raus. Soviel steht für mich schon mal fest.

Das war jetzt ganz grob meine persönliche Vorstellung von einer Fehlerkultur, und da sind wir beim entscheidenden Haken. Eine Kultur sollte schon aus mehreren Personen bestehen. ;-) :=o

Bei Fehlerkultur denke ich übrigens an den Umgang mit Fehlern, und nicht an die Fehlervermeidung.

@ gauloise

Da ist es wieder. Boah. >:( Versteh' es doch bitte: nicht die anderen sind zu blöd, DU drückst dich nicht richtig aus.

Du verstehst mich nicht, weil Du mich nicht verstehen willst, sondern mir etwas sagen möchtest, was ich "bitte" annehmen soll.

Ich verstehe Dich übrigens auch nicht. Ich weiß nicht, warum Du diesen Beitrag gepostet hast.

SuhFojo


Kanons, Herr Body. Kanonen aber auch immer gern, nur her damit!

Ich verstehe Dich übrigens auch nicht. Ich weiß nicht, warum Du diesen Beitrag gepostet hast.

Weil Du ihr irrsinnig auf den Sack gehst.

M7oIsquxit%


Was genau bedeutet eigentlich "Keiner versteht mich"?

Herr M. Keiner

(alias "Mosquit%") versteht Dich.

gaauuloixse


Schon im ersten Satz gibt es einen Klärungsbedarf. Du behauptest, Du würdest meine Ansichten zum Thema Kritik nicht teilen. Um das zu verstehen, müsste ich erstmal wissen, was Du meinst, was meine Ansichten zum Thema Kritik eigentlich sind.

Das ist doch jetzt echt nicht wahr?!. ;-D

biodyx84


Du hast einen langen Beitrag geschrieben. Schon im ersten Satz gibt es einen Klärungsbedarf. Du behauptest, Du würdest meine Ansichten zum Thema Kritik nicht teilen. Um das zu verstehen, müsste ich erstmal wissen, was Du meinst, was meine Ansichten zum Thema Kritik eigentlich sind.

Also: Wie hast Du mich verstanden? Was glaubst Du, sind meine Ansichten zum Thema Kritik?

Heißt das, du hast nur den ersten Satz gelesen? Kannst du nicht auch den Rest lesen, denn dann hättest du meine Äußerungen zum Thema "Kritik" ja mit deinen Ansichten zum Thema "Kritik" abgleichen können, nicht? Hast du denn meine Ansichten zum Thema "Kritik" verstanden? Soll ich jetzt jedes Mal zehntausend Mal nachfragen, wie du etwas gemeint haben könntest, wenn es doch glasklar in deinen letzten Beiträgen stand, auf die ich mich bereits bezogen habe. Du hältst Kritik für destruktiv und ist dementsprechend abzulehnen. Und wenn du mir jetzt kommst, dass du was anderes damit gemeint hast, raste ich aus. Nein, tue ich jetzt schon. Außer einer Ex-Freundin von vor zehn Jahren konnte mich schon lange keiner mehr so dumm auf die Palme bringen. Was schreibe ich denn so einen langen Beitrag, dass ich mich nur mit so einer dümmlichen Gegenfrage konfrontiert sehe.

Frage von mir: Willst du mich verarschen oder ist das tatsächlich keine Absicht? Das ist der entscheidende Punkt, den ich bei dir gerne verstehen würde. Der Rest interessiert mich bis auf weiteres nicht mehr.

m-on8d]+sternxe


Und wenn du mir jetzt kommst, dass du was anderes damit gemeint hast, raste ich aus. Nein, tue ich jetzt schon.

Ok, dann lass uns eine Pause machen. :)D

Sah)ojo


Und wenn du mir jetzt kommst, dass du was anderes damit gemeint hast, raste ich aus.

Hier ist Deine Clubkarte, Body.

Was schreibe ich denn so einen langen Beitrag, dass ich mich nur mit so einer dümmlichen Gegenfrage konfrontiert sehe.

Und hier Dein Schlüssel fürs Clubhaus.

mond+sterne ist ein Fass ohne Boden. Du musst ihn als eine Art Online-Tetris betrachten, das schummelt. Ein bodenloser Brunnen, aus dem eine leise, verzweifelte Stimme flüstert: "Fütter mich!" Verbring Zeit damit, wenn Du halt gerade magst, aber investiere nie Zeit und Hirnschmalz hinein, wenn Du nicht sagst: "Macht nix, wenns hinterher weg ist."

Schojxo


Ok, dann lass uns eine Pause machen. :)D

Tja. Begriffsstutzig und ungeschickt - oder bösartig? Ich glaube nicht, dass diese Frage letztgültig zu beantworten nicht. Vielleicht auch deshalb nicht, weil es kein Oder ist, sondern ein Und? Wie auch immer, ich verabschiede mich auch mal hier.

S4hojxo


Ich glaube nicht, dass diese Frage letztgültig zu beantworten nicht.

ist.

LhovHuxs


body

Also ich fand deinen Beitrag auch klasse @:) Ich hoffe, diese lobende Kritik kommt auch an, ohne, dass ich sie ausführlicher begründe. :-D .

Aber so ein bisschen verstehe ich auch m+s Reaktion.

Kritik steht für mich neutral als Rückmeldung.

Damit ist klar, dass du von etwas anderem schreibst, als von dem, was m+s für destruktiv hält.

Auch Lob ist Kritik

Vielleicht im Kontext einer Theaterkritik. Aber sonst kommt mir dieses Kritikverständnis sehr abgehoben vom Alltagsgefühl vor, das dieses Wort auslöst.

Achte ich auf meine automatischen somatischen Marker, so lösen die Wörter "Lob" und "Kritik" völlig unterschiedliche Körpergefühle aus.

Kritik: enger Hals, angespannte Muskulatur, Blitze im Bauch, roter Kopf, allgemeine Kampfbereitschaft

Lob: Erleichterung, Lächeln, Schmetterlinge im Bauch, Freude

Damit ist über den Inhalt der jeweiligen Rückmeldung noch gar nichts gesagt.

Ein wesentlicher Gedanke deines Beitrags war, wie vorsichtig man bei sensiblen Themen mit der Wortwahl sein muss, sonst: Teufel los. m+s verstehe ich so, dass er das gleiche sagt und dazu detailliert: "Kritik" ist so ein Teufel-los-Wort. Ich vermute, dass er da näher an der empirischen Wirkung dieses Wortes auf Otto-Normalbenutzer von Sprache ist, als der kultivierte, intellektuelle Hochflug in die Diskurstheorie.

Du hast als Beispiel für sensible Themen sexuelle Übergriffe genannt. Ich kann mir gut vorstellen, dass sich für viele Menschen das Wort "Kritik" mit der Erfahrung von mentalen Übergriffen verbindet und so die unangenehme somatische Reaktion auslöst. Eltern, Lehrer, Geschwister sind ja nicht immer die mitfühlendsten Kritiker. Das kann die Offenheit für Kritik schon mal empfindlich einschränken. Und dann wird der Teufel auch dann losgebunden, wenn von außen betrachtet die Kritik einwandfrei war und keineswegs übergriffig.

E'he6maSliger Nut"ze%r (#g53021x8)


Das kann die Offenheit für Kritik schon mal empfindlich einschränken. Und dann wird der Teufel auch dann losgebunden, wenn von außen betrachtet die Kritik einwandfrei war und keineswegs übergriffig.

Daraus lässt sich kein Verbot an andere ableiten, dass sie keine Kritik und alles, was auch nur in die Nähe einer solchen kommt, äußern dürfen. Sind persönliche Dämonen desjenigen, der nicht mit Kritik umgehen kann (warum auch immer).

Es ist keine Legitimation den Kritiker anzugreifen und dem zumindest eine Mitschuld geben zu wollen, dass der Teufel los ist. Der Teufel ist kein ominöses mystisches Wesen hierbei, sondern entsteht durch destruktive Muster & Prägungen im Kopf eines konkreten Menschen.

Eine Welt, in der Kritik zu üben verboten wird, führt zum Phänomen des nackten Kaisers, dem man das Offensichtliche nicht sagen darf, da dies als pfui-bäh-Kritik-Teufel-los-Verhalten gewertet wird (zu Ungunsten desjenigen, der es ausspricht).

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