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Keiner versteht mich

aqug2.33


Zu diesem Satz:

Ich diskutiere gerne mit Menschen, die bereit sind ihre Vorurteile zu erkennen und aufzugeben.

würde ich gern erfahren, wie das praktisch ablaufen sollte. Woran erkenne ich, ob mein Gegenüber bereit ist seine Vorurteile aufzugeben? Ein praktisches Beispiel kann ich hier nicht anführen, weil sich sonst jemand beleidigt fühlt.

und zu

wenn alle anderen rückwartsgewandt diskutieren

was ist darunter zu verstehen? Ich diskutiere auf der Grundlage meines Erfahrungsschatzes – der ist in der Vergangenheit gesammelt worden! Selbst Ideen für die Zukunft greifen weitgehend auf die Vergangenheit zurück.

m3ond+4st2ernxe


vom 10.09.14 17:43 im Faden Keiner versteht mich

Es gibt ja aber einen Unterschied zwischen "auf eine Meinung festgelegt sein" und überhaupt "eine Meinung haben".

(Shojo)

Genau. Ich nehme mal ein Beispiel. Ich finde es gut, dass es eine juristische Regelung für gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaften gibt. Ich bin gegen die vollständige juristische Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften mit der Ehe. So, das ist meine Meinung mit der ich vor langer Zeit in eine Diskussion eingetreten bin.

Dann ging es um drei Dinge. 1) Diese Meinung zu verbalisieren. Das hätte ich am Anfang der Diskussion gar nicht gekonnt. Denn ich hatte viele Gedanken zu dem Thema. Die Zusammenfassung meiner Eingangsmeinung habe ich rückblickend formuliert.

Es ist natürlich schwer, so eine Meinung zu verbalisieren, wenn nicht konstruktiv diskutiert wird, sondern Einwände und Unterstellungen kommen, bevor ich meine Meinung überhaupt ausformuliert habe.

2) Schlüssige Argumente zu finden.

3) Die Meinung zu verfeinern, d.h. welche Meinung habe ich jetzt genau in Steuerfragen, welche Meinung habe ich beim Adoptionsrecht.

In Beziehungsfragen bilde ich mir mehrere Meinungen. Nämlich zu jeder beteiligten Person. Dann frage ich mich, was die betreffenden Personen im Rahmen ihrer menschlichen Möglichkeiten anders machen können.

Ich bin also nicht neutral, sondern erlaube mir auch mal mehrere sich widersprechende Meinungen. Das können dann die Betroffenen theoretisch unter sich ausmachen. Leider läuft es praktisch so nicht.

Es ist mir in einer konkreten Diskussion unmöglich, eine Meinung zu notorischen Opfern zu formulieren. Sie melden meine Beiträge schon an die Moderation, wenn ich noch dabei bin, sachliche Feststellungen zu machen. Da Opfer sehr sensibel sind, werden meine sachlichen Feststellungen bisweilen wieder aus den Beiträgen entfernt. Manchmal ist die Sensibilität der Betroffenen verständlich. Manchmal ist es emotionale Erpressung. Aber das zu diskutieren ist jenseits der Möglichkeiten des Forums.

Wenn es Dir um eine konkrete Diskussion geht, kannst Du von mir aus gerne den entsprechenden Faden benennen.

Verstehst Du Dich also selbst nicht?

Genau! ;-D

"Keiner versteht mich", ist eine gefühlte Aussage. Was genau dahinter steckt und welche Konsequenzen ich daraus ziehe, weiß ich noch nicht. Deshalb dieser Faden.

Swhojxo


Es ist mir in einer konkreten Diskussion unmöglich, eine Meinung zu notorischen Opfern zu formulieren. Sie melden meine Beiträge schon an die Moderation, wenn ich noch dabei bin, sachliche Feststellungen zu machen.

Das geht uns doch allen so. ;-D

Ich bin gegen die vollständige juristische Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften mit der Ehe. So, das ist meine Meinung mit der ich vor langer Zeit in eine Diskussion eingetreten bin.

Ich hatte bei Dir mehrfach den Eindruck, dass Du eine solche Meinung dann aber nicht mehr zu hinterfragen bereit bist und sie auch nicht erklärst. Warum bist Du dafür? Bei Dir scheinen da einige Setzungen vorzuliegen, gerade in Bezug auf irgendwelche geschlechtlichen Differenzierungen, die ich nicht nachvollziehen kann und die Du argumentativ auch nicht zu berühren bereit bist. Nach einem konkreten Beispiel allerdings müsste ich jetzt ganz schön wühlen. Ich achte aber in Zukunft darauf und sage Bescheid, wenn mir so etwas auffällt.

J<an74


@ mond+sterne

Vielleicht solltest Du Dir auch mal bewusst machen, dass das hier über weite Strecken kein konstruktives Diskussionsforum ist, sondern ein herumgetrolle von lauter Profilneurotikern, die nicht sachdienlich diskutieren wollen, sondern sich lediglich an ihrem Geschreibe hochziehen wollen. Natürlich sind nicht alle so, aber immer noch mehr als genug. Wenn Du wirklich konstruktiv, sensibel und sachlich diskutieren willst, bist Du hier einfach falsch. Dieses Forum ist eher ein Gemetzel.

w?eihina2chtssuterncWhexn3


Da Opfer sehr sensibel sind, werden meine sachlichen Feststellungen bisweilen wieder aus den Beiträgen entfernt.

Ich denke jedoch nicht, dass der Doc sachliche Feststellungen löscht. Du musst da auch entsprechend immer mal wieder einen Nerv treffen, der darüber hinaus geht.

L4ewixan


mond+sterne

"Keiner versteht mich", ist eine gefühlte Aussage. Was genau dahinter steckt und welche Konsequenzen ich daraus ziehe, weiß ich noch nicht. Deshalb dieser Faden.

Die Fragen, die ich auf der vorherigen Seite gestellt habe, waren dazu gedacht, dir evtl. dabei zu helfen, das herauszufinden.

-QCrazyaleni-


Dieses Forum ist eher ein Gemetzel.

Und Mond und Sterne ist der Gott des Gemetzels? 8-) Dann hätten wir diese Frage ja schon mal beantwortet.

Sphojxo


Wenn Du wirklich konstruktiv, sensibel und sachlich diskutieren willst, bist Du hier einfach falsch. Dieses Forum ist eher ein Gemetzel.

Ich habe das, wenn ich wirklich ein Anliegen hatte, nie so empfunden. Ja, ich musste ein paar komische Beiträge ausfiltern, aber davon abgesehen war es für mich dann sehr hilfreich.

dfana3e8x7


1) Diese Meinung zu verbalisieren. Das hätte ich am Anfang der Diskussion gar nicht gekonnt. Denn ich hatte viele Gedanken zu dem Thema. Die Zusammenfassung meiner Eingangsmeinung habe ich rückblickend formuliert.

Eigentlich macht man das vor Eintreten in eine Diskussion mit sich aus. Man informiert sich und bildet daraus eine Position die man auch formulieren und begründen kann, besten falls mit Fakten. Im Laufe einer Diskussion hört man vielleicht noch unbekannte Fakten, andere Blickwinkel werden einem erklärt und so kann man seine Meinung anpassen.

3) Die Meinung zu verfeinern, d.h. welche Meinung habe ich jetzt genau in Steuerfragen, welche Meinung habe ich beim Adoptionsrecht.

Hiermit machst du deutlich das du nicht bereit bis deine grundlegende Meinung zu überdenken wenn du in eine Debatte einsteigst. Die grundsätzliche Bereitschaft zu sagen: "Oh, wusst ich nicht. Das ändert meine Einstellung.", finde ich aber für eine Debatte wichtig. Alles andere hinterlässt so ein Gefühl als würde man gegen eine Wanda nreden weil da eine Meinung eh gsetzet ist und das zusammen mit Punkt 1 ohne das man über diese genaue Position in Kentnis gesetzt wird.

Siehe dazu auch shojos Eindruck:

Ich hatte bei Dir mehrfach den Eindruck, dass Du eine solche Meinung dann aber nicht mehr zu hinterfragen bereit bist und sie auch nicht erklärst.

Ich bin also nicht neutral, sondern erlaube mir auch mal mehrere sich widersprechende Meinungen.

Hier wäre ein einleitender Satz dann hilfreich. So etwas wie: ich könnte mir a) vorstellen oder aber auch b). Deine Ambivalenz zu verbalisieren könnte helfen dir zu folgen. Wenn du erst a vertrittst und verteidigst und dann plötzlich zu b übergehst dann kommt gerne der Aal-in-Vase-Eindruck auf.

Jan74

Wenn Du wirklich konstruktiv, sensibel und sachlich diskutieren willst, bist Du hier einfach falsch. Dieses Forum ist eher ein Gemetzel.

Das finde ich nicht. Es gibt ein paar User die immer und grundsätzlich mit dem Hackbeil ihre Meinung vertreten ohne wirklich zu diskutieren, aber die verschwinden eigentlich wenn man sie ignoriert. Einmal hab ich auch in Abgrenzung zu den Beiträgen meine Position gefunden, aber meistens hatte ich den Eindruck, dass die allermeisten Schreiber sich sehr bemüht haben einen Weg mit mir zusammen zufinden.

mKond+s)ternxe


Ich habe bis hierhin jetzt alles gelesen (und verstanden ;-) ). @:)

Es stehen jetzt viele Themen im Raum. Ich muss das erstmal gedanklich sortieren, um mir zu überlegen, wo ich näher drauf eingehe...

Leew4iaxn


danae78

1) Diese Meinung zu verbalisieren. Das hätte ich am Anfang der Diskussion gar nicht gekonnt. Denn ich hatte viele Gedanken zu dem Thema. Die Zusammenfassung meiner Eingangsmeinung habe ich rückblickend formuliert.

Eigentlich macht man das vor Eintreten in eine Diskussion mit sich aus. Man informiert sich und bildet daraus eine Position die man auch formulieren und begründen kann, besten falls mit Fakten. Im Laufe einer Diskussion hört man vielleicht noch unbekannte Fakten, andere Blickwinkel werden einem erklärt und so kann man seine Meinung anpassen.

Ich finde die Formulierung "eigentlich macht man das so" hier unangemessen. Wenn informell, unter Freunden oder auch in einem Laienforum im Internet, ueber etwas diskutiert wird, was einen interessiert, muss man nicht schon vorher eine Meinung haben. Man kann auch hier und da mal eine Frage hereinschiessen, die einem hilft, sich eine Meinung zu bilden. Ich sehe nicht, was daran falsch sein sollte.

Ich persoenlich habe ueber vieles keine klare feste Position, z.T. auch ueber Fragen, zu denen ich ziemlich gut informiert bin. Ja, manchmal denke ich sogar, je mehr man von einem Thema versteht, desto weniger ist es klar, welche Position man verteidigen "sollte", wenigstens unter den Positionen, die sich halbwegs einfach auf wenige klare Saetze herunterbrechen lassen. Ich sehe das nicht als Problem an, im Gegenteil, mir schaudert manchmal angesichts von Leuten, die gar zu genau zu wissen glauben, was richtig ist.

dWa=naex87


Lewian

Das meinte ich so auch nicht. mond+sterne schrieb jedoch er habe irgendwo in sich drinne schon eine Position und könne die nur nicht verbalisieren. Wenn jemand noch nicht so genau weiß was er darüber denken soll oder einer Sachlage einfach ambivalent gegenüber steht, finde ich das ganz normal und bei manchen Themen fällt es mir sogar schwer zu verstehen wie man da starr auf einer Position beharren kann ohne die Zweischneidigkeit zu würdigen. Wenn der andere aber eine Position hat und sie mir nicht mitteilt weil die Person sich in seinem stillen Kämmerlein nicht genug Gedanken gemacht hat um immerhin eine grobe Tendenz anzugeben ergibt sich dies doofe Gefühl des Schattenboxens.

m1ond+xsterne


als wollte man einen klatschnassen Aal in eine sehr kleine Vase stecken

Warum einen Aal? Wenn Du willsst, kannst Du es als rhetorisch gefragt betrachten. Aber eine Antwort ist auch willkommen

Ich stecke Blumen in eine Vase. Betrachte mich doch bitte lieber als eine Blume denn als einen Aal. ;-) :-D @:)

@ Lewian

Ich begeb mich erstmal auf die Ebene jenseits aller Vernunft. ;-) :-) Aber ich habe Deine Fragen nicht vergessen. ;-D

@ Kleio Snaiperskaja [VSS]

Das Mars-Venus-Bild kommt ursprünglich aus der Paarberatung, um zu illustrieren, dass der Ehemann anders als die Ehefrau ist.

Wenn man das auf gesamtgesellschaftliche Ebene bringen möchte, muss man Männer und Frauen vielleicht besser in zwei Paralleluniversen stecken, wo jeder auf seinem eigenen Stern sitzt. :-|

ELhemKaligier oNutqzer (#53x0218)


Das Mars-Venus-Bild kommt ursprünglich aus der Paarberatung, um zu illustrieren, dass der Ehemann anders als die Ehefrau ist.

Wenn man das auf gesamtgesellschaftliche Ebene bringen möchte, muss man Männer und Frauen vielleicht besser in zwei Paralleluniversen stecken, wo jeder auf seinem eigenen Stern sitzt. :-|

ok, danke für die Erklärung. @:)

(... Mein Menschen- und Geschlechterbild ist ein anderes und ich würde von einer solchen Paarberatung auf Grundlage eines solchen Mars-Venus-Bildes gar nichts halten und dafür eher Schmerzengeld verlangen als welches dafür hinzublättern.)

SNho.j3o


Warum einen Aal?

Na, weil extrem glitschig und flutschig und sich windend und einen aus den Händen rutschend?

Das Mars-Venus-Bild kommt ursprünglich aus der Paarberatung, um zu illustrieren, dass der Ehemann anders als die Ehefrau ist.

Wenn man das auf gesamtgesellschaftliche Ebene bringen möchte, muss man Männer und Frauen vielleicht besser in zwei Paralleluniversen stecken, wo jeder auf seinem eigenen Stern sitzt.

Menschen. Nicht Männer und Frauen, sondern Menschen ganz generell. Jeder sitzt auf seinem eigenen kleinen Stern, hat seine ganz persönlichen Definitionen und Befindlichkeiten und Eigenheiten, und jeder versteht unter etwas, das mit demselben Wort bezeichnet wird, etwas um eine ganz hauchzarte bis deutlich schärfere Nuance anderes als sein Nachbar. Die Berührung von einem Bewusstsein mit dem anderen ist immer nur eine Berührung, nie eine vollständige Überlagerung.
Das Geschlecht spielt bei den Unterschiedlichkeiten auch eine Rolle, und ob das genetisch oder kulturell bedingt ist, kann uns in der Praxis und im konkreten Moment vergleichsweise schnuppe sein, es lässt sich ja nicht aufdröseln. Trotzdem ist es nur ein Faktor unter vielen, und ich finde es befremdlich, wenn ausgerechnet um diesen einen Faktor so viel Aufhebens gemacht wird. Ich habe schon oft Momente großen Gleichklangs mit Männern erlebt und welche großer Dossinanzen mit Frauen, ebenso umgekehrt. Dass Du Frauen als so ungeheuer unterschiedlich von Dir selbst erlebst, ist in meinen Augen eine selbsterfüllende Prophezeiung, weil Du durch Deine Grundannahme bei Männern vor allem auf die Ähnlichkeiten, bei Frauen auf die Unterschiede achten wirst, und dadurch würden sich bei genau demselben menschen, den Du durch diese beiden Filter betrachtest, zwei völlig unterschiedliche Bilder ergeben. Zudem, wie Du bei Snaiperskaja und jetzt auch bei mir gerade feststellst, fühlen sich viele Menschen sehr von einem so fixierten Geschlechterdenken abgestoßen. Da Du insbesondere Frauen bestimmte Eigenschaften zuschreibst beziehungsweise das besonders häufig betonst, und da insbesondere Frauen (nicht geschlechtlich, sondern durch die gesellschaftliche Entwicklung bedingt, da einige dieser zugeschriebenen Eigenschaften als negativ oder zumindest sehr festlegend empfunden werden) sich gegen diese Zuschreibungen verwahren werden, ist es nahezu unabdingbar, dass Du in Deinen Auffassungen immer wieder bestätigt wirst. Wäre das ein Experiment, dann wäre es ein Kontrollexperiment zur Bestätigung, keins, das neue Erkenntnisse zu gewinnen versucht. Dein inneres Setting bestimmt die Welt, wie Du sie erlebst, und die Welt hat keine Chance, zu Dir durchzudringen, um Dir zu zeigen, dass sie zwar genau so sein kann, aber auch vollkommen anders, wenn Du nur die Scheuklappen ablegst und Dich auf einen größeren Radius einlässt.

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