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Keiner versteht mich

m8ontd+st|erne


Was haben Dir Deine Therapeuten zu diesem Thema gesagt oder andere? Hast Du rein vom Wissen her etwas abgespeichert, das eine Erklärung liefert oder auch mehrere Erklärungen?

Therapeuten oder auch andere professionelle Helfer interessiert es nicht, wie es mir geht. Sie helfen mir höchstens, um wieder zu funktionieren.

Vom Wissen her habe ich keine Erklärung. Ich könnte mir vielleicht mühsam eine Erklärung zusammenschustern. Vom Gefühl her würde ich sagen, es geht mir so schlecht, weil ich gegen meine Natur lebe.

Um was damit zu machen?

Eure Denkweise könnte eventuell ein Vorbild oder eine Inspiration sein. Ganz grundsätzlich brauche ich Vorbilder. Aber es will niemand Vorbild sein.

L~iBchtA+mHeorRizonxt


@ mond+sterne

Ich kann aus dem Fenster sehen und die Sonne scheint. Ich sitze in meiner warmen Wohnung, ich bin satt und ich könnte eigentlich zufrieden sein.

Ich bin es aber nicht. Ich fühle mich Scheiße und ich frage mich, warum?

Weil die Wärme der Wohnung, der volle Magen und die Sonne stimmen - aber der Rest nicht. Und der Rest überwiegt leider gnadenlos. So ist es bei mir.

In solchen Lagen male ich mir aus, wie geeeeeeeeeiiiiiiil das Leben sein könnte, wenn nur …… (…….)…… (?) kommt/passiert. Und weiß gleichzeitig, dass ….. (wasauchimmer)….. niiiiiiiiiiie kommt und alles scheiße bleibt.

Verstehe ich mich dann?

Ja. Aber ich werde es hier nicht schreiben, weil… Du weißt sowieso schon, was es ist, worauf ich warte

Aber es will niemand Vorbild sein.

Vielleicht kann es auch einfach niemand.

K1leixo


mond+sterne

Eure Denkweise könnte eventuell ein Vorbild oder eine Inspiration sein. Ganz grundsätzlich brauche ich Vorbilder. Aber es will niemand Vorbild sein.

Meiner Ansicht nach müssen sich Vorbilder nicht explizit als solche präsentieren, speziell hier im Forum. Wenn mir jemand auffält, bei dem ich mir denke, aha, interessant, dann brauche ich nur seine Beiträge zu lesen. Betrifft es nur ein Thema, dann lese ich seine/ihre Beiträge zu diesem Thema. Wenn ich eine Haltung sehe, die mir für mich auch als erstrebenswert sehe, dann probiere ich das, entweder so, wie es derjenige macht oder angeglichen an meine Denkweise, wie ich mir vorstelle, dass es funktioniert. Ansonst gibt es sehr sehr viel Literatur zu diesem Thema und die unterschiedlichsten Ansätze. Hier gilt aus meiner Sicht dasselbe, sich damit beschäftigen und schauen, welcher Ansatz sujektiv der Richtige wäre. Letztlich ist es im Forum allerdings so, dass es allgemein immer in dieselbe Richtung geht und das ist die Richtung, die auch in Therapien verfolgt wird. Zwar gibt es da unterchiedliche Arten, aber es geht immer auf dasselbe hinaus. Da müsste aber eben schon jetzt im Faden genug stehen und es müssten schon mehrere Vorbilder da sein. Darum auch meine Frage, ob Du den Faden jetzt noch einmal durchgelsen hast, mit dieser Haltung, die Du jetzt eingenommen hast?

mDond+stexrne


Ich würde in dieser Diskussion gerne eine klare Linie verfolgen.

Dafür würde ich gerne mit Euch besprechen, was eigentlich meine Linie ist.

Denn ich bin mir über meine Linie selbst nicht ganz im klaren.

Ich habe jedoch eine Linie, auch wenn sie für Euch nicht erkennbar ist, und wenn ich mir darüber nicht vollständig bewusst bin.

LJovHuus


mond+sterne

Vom Gefühl her würde ich sagen, es geht mir so schlecht, weil ich gegen meine Natur lebe.

Hier wieder das gleiche Muster, nur durch den Konjunktiv "würde" zweifelnder, ob das stimmt, was du da sagen würdest:

Mich: schlechtes Lebensgefühl

Ich: "Ich lebe gegen meine Natur"

Mich: stimmiges oder unstimmiges Körpergefühl?

Die Linie scheint mir zu sein, verstehen und fühlen in Einklang zu bringen.

Lvic=htAmHordizo]nt


@ mond+sterne

weil ich gegen meine Natur lebe.

Wie ist denn Deine Natur?

m4ondY+\steJrne


Ich würde sagen, von Natur aus bin ich ein liebender Mensch.

L ovHxus


Da ist wieder das "würde", das Zweifel an der darauf folgenden Aussage signalisiert. Wie fühlt sich denn die folgende Verschiebung in deiner Aussage an, mond+sterne:

"Es schmerzt mich, dass meine Verbundenheit mit der natürlichen Liebe oft unterbrochen / kaum spürbar ist."

meo)nd+stxerne


Mein Satz passt gut zu mir. Auch wenn die Bedeutung des Wortes "würde", die sich im Graubereich zwischen Konjunktiv und Höflichkeitsform bewegt, einen gewissen Interpretationsspielraum zulässt, der zu Missverständnissen führen könnte.

Dein Satz mag rational richtiger sein. Passt aber nicht so gut zu mir.

m!ond{+stekrne


Hier ist noch ein rational etwas richtigerer Satz: Ich kann meine Liebe nicht so leicht zeigen.

Aber, wie gesagt, mir gefällt der ursprüngliche Satz besser, weil er gut zu mir passt.

mXond+ost+emrnxe


Weil die Wärme der Wohnung, der volle Magen und die Sonne stimmen - aber der Rest nicht. Und der Rest überwiegt leider gnadenlos. So ist es bei mir.

Ja, der ganze Rest stimmt nicht. Aber was das eigentlich so genau ist, ist mir nicht so klar.

Es ist mein Gefühlsleben, könnte man sagen. Das wäre zumindest eine Erklärung. Es ist mir völlig durcheinandergeraten, und ich kann in diesem ganzen Wirrwar kaum noch sagen, was ich fühle außer Scheiße.

L>icht`AmHOorxizont


Meist fängt es ja mit dem Gefühlsleben sich selbst gegenüber an. Ich selbst bin mir beispielsweise relativ egal - und es ist schwierig, etwas für jemanden zu tun, der einem egal ist. Da müsste schon jemand mit guter Bezahlung winken… Also ist es auch schwierig, etwas für mich selbst zu tun. Wenn das Verhältnis, das man zu sich selbst hat, vielleicht sogar noch ablehnend ist, dann tut man gar noch etwas gegen sich selbst (oder unterlässt das Gute, das man für sich tun könnte, absichtlich).

Nur gerade so ein paar Gedanken, die mir in den Kopf geströmt sind.

SH. 1w=al%liseixi


@ mond+sterne

Ja, der ganze Rest stimmt nicht. Aber was das eigentlich so genau ist, ist mir nicht so klar.

Routinen ändern/über den Haufen schmeißen kann da vielleicht (generell helfen und) Klarheit schaffen. Ich rate aber ganz dringend davon ab! (;-D ne sorry, umgekehrte Psychologie^^)

@ LichtAmHorizont

Da müsste schon jemand mit guter Bezahlung winken…

Also bist du sozusagen Berufsbeitragsschreiber? :-o (;-))

L>ichtAm#Horcizont


@ S. wallisii

Da müsste schon jemand mit guter Bezahlung winken…

Also bist du sozusagen Berufsbeitragsschreiber? :-o (;-))

Nun ja, man könnte auch den Schluss daraus ziehen, dass mir selbst anonyme Forumsmitglieder weniger egal sind als ich selbst… :=o

m3ond+[s^teDrxne


Ich habe diese Diskussion gestartet aus einer kindlichen Sichtweise heraus. Es wäre selbstverständlich besser gewesen, wenn ich etwas erwachsener an dieses Thema herangegangen wäre. Nur leider fühle ich mich dazu zu schwach.

Aus dieser Notlage heraus habe ich das Konzept eines "Erwachsenen zweiter Klasse" entwickelt. Ein Erwachsener zweiter Klasse verhält sich zwar nicht erwachsen. Aber er hat immerhin eine Einsicht, dass er sich nicht wirklich erwachsen verhält, und er versucht, bestmöglich damit umzugehen.

Mein Vorbild sind dabei Alkoholiker, die in eine Selbsthilfegruppe gehen. Denn sich mit übermäßigen Alkoholgenuss der Verantwortung für sein Leben zu entziehen halte ich nicht für erwachsen.

Dies einzusehen und sich deshalb eine Selbsthilfegruppe zu suchen, halte ich demgegenüber für erwachsen. Eine derartige Selbsthilfegruppe im Bedarfsfall zu gründen, halte ich darüber hinaus sogar für eine große Leistung.

Wie seht ihr das?

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