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Wie komme ich in eine psychosomatische Klinik?

R6ajaNni hat die Diskussion gestartet


Nabend!

Ich hatte gestern ein psychologisches Gutachten und es tendiert ganz stark dahin, dass ich wohl wieder als arbeitsunfähig eingestuft werde aufgrund meiner psychischen Probleme. Die Dame dort meinte ich solle auf jeden Fall in eine psychosomatische Klinik und das ich davon ausgehen muss, dass ich nicht nur 6 Wochen dort sein werde. Weiterhin meinte sie, dass ich danach dann noch ambulant eine solche klinik besuchen sollte und dass ich dann während der Umschulung, welche ich machen muss, minimum 2 mal die Woche einen Therapeuten aufsuchen soll.

Jetzt ist es so, dass ich vor 1,5 bis 2 Jahren schon bei meinem Psychater und Therapeuten darauf hingewiesen hab, dass ich gerne in eine Klinik möchte. Das stieß bislang leider auf taube Ohren bzw. der Therapeut untrstellte mir deshalb, dass ich ihn für unfähig halten würde. Meine jetzige Psychaterin meinte, ich kann erst wieder 2 Jahre nach Beendigung meiner letzen Therapie, also in ca. 1 Jahr therapeutische Maßnahmen annehmen.

Die Dame beim Gutachten meine dazu, dass das Quatsch sei und ich direkt bei der Krankenkasse das regel soll oder sowas. Da mein Gedächtnis leider seit der Depressionen irgendwie auf "Durchzug" steht, kann ich mich nicht wirklich erinnern was genau ich jetzt wie tun sollte. Ich weiß nur, dass ich nach Aussage der Gutachterin definitiv wohl in so eine Klinik soll und ich das auch jetzt machen kann und nicht erst in einem Jahr.

Hat jemand mit diesem Thema Erfahrung? Wie gehe ich da am besten vor?

Antworten
dtanaeex87


Hast du eine bestimmte Klinik ins Auge gefasst? Wenn ja könntest du mit denen sprechen und da fragen wie am besten vorgehen. Wenn nein würde ich direkt bei der Krankenkasse anrufen und nachfragen. Die zwei Jahrespause gilt meines Wissens nach nur für ambulante Therapien. Also zwischen einer abgeschloßenen ambulanten Therapie und der nächsten müssen zwei Jahre liegen. Klinik läuft unabhängig davon.

R*ajEani


Nein habe keine Klinik im Auge. Ich hab davon auch keine Ahnung war noch nie in einer Klinik. Weiß auch garnicht worauf ich da achten sollte, wenn ich mir ne Klinik selbst aussuchen kann. Und noch weniger weiß ich was mich da erwartet.

d}an~ae8x7


Neuer Psychiater wäre auch mal eine Idee bei den seltsamen Aussagen. Der könnte dir dann auch bie Klinik und Co besser helfen. Ruf erstmal die Krankenkasse an und lass dir da sagen wie du nach deren Meinung vorgehen sollst.

R=ajanRi


Ok, dann ruf ich da morgen mal an. Wird so eine Klinik eigentlich dann nahe am Wohnort ausgeuscht, oder liegen diese auch schonal recht weit weg?

mLond+YsterFn$e


Hat jemand mit diesem Thema Erfahrung?

Ja. Ich kenne das Problem auch. Habe leider keine Lösung. Gutachter sagen gerne mal, wie sie sich das weitere Vorgehen vorstellen. Der Arzt hat jedoch seine eigene Meinung.

Du kannst nur zum Arzt gehen, Deine Symptome sagen und die Sachlage schildern. Bloß weil die Gutachterin der Meinung ist, Du brauchst eine stationäre Therapie, muss der Arzt noch lange nichts machen. Wenn Du ihm die Pistole auf die Brust setzt, um die Meinung der Gutachterin durchzusetzen, verschlechterst Du das Arzt Patientenverhältnis.

Wenn man bei der Krankenkasse anruft wird man nur abgewimmelt. Die haben eine Liste mit Kliniken, für die sie bezahlen. Aber die Einweisung muss vom Arzt kommen.

Also noch mal zum Arzt gehen, oder den Arzt wechseln. Mehr fällt mir dazu leider nicht ein.

Vielleicht kannst Du der Gutachterin auch einen Brief schreiben, in dem Du ihr mitteilst, dass Dein Arzt einen Klinikaufenthalt nicht für erforderlich hält. (Um Dich abzusichern, weswegen Du ihrem Rat nicht gefolgt bist)

Wird so eine Klinik eigentlich dann nahe am Wohnort ausgeuscht, oder liegen diese auch schonal recht weit weg?

Du kannst Dir auch eine Klinik aussuchen und sagen, dass Du da rein möchtest. Ein Anrecht auf eine bestimmte Klinik hast Du nicht. Aber Eigeninitiative wird eigentlich immer gerne gesehen. Wenn für Dich allerdings das Kriterium die Wohnortnähe ist und nicht der voraussichtliche Therapieerfolg, macht das andererseits den Eindruck, dass Du es nicht so besonders ernst nimmst.

m2on2d+Bsterxne


ps:

Ok, dann ruf ich da morgen mal an.

Schadet natürlich nicht. Ich wollte Dich da nicht abhalten. Aber mach Dir keine falschen Hoffnungen.

R9ajkani


Hmm, ich hab regulär erst wieder am 23. Oktober einen Termin bein Psychater. Wirklich glücklich war sie beim letzten Termin allerdings nicht als ich ihr mitteilte, dass ich erstmal nicht mehr krankgeschrieben werden will. Anfänglich war auch die Rede davon, dass ich ein ERGO-Therapie machen solle, ich aber erstmal stabiler werden müsse, vorher hätte das keinen Sinn. Nächste Woche Donnerstag haben ich außerdem auch noch ein Vorgespräch in einer Schmerz-Klinik. Abhängig davon guck ich dann, ob ich den Termin beim Psychater vorverlegen kann.

Ich ruf aber trotzdem morgen einfach mal die Krankenkasse an. Vielleicht hab ich ja mal Glück.

d6anaGe87


Wenn man bei der Krankenkasse anruft wird man nur abgewimmelt. Die haben eine Liste mit Kliniken, für die sie bezahlen. Aber die Einweisung muss vom Arzt kommen.

Das stimmt so nicht. Ich stand einfach in der Anmeldung und hab erklärt: Ich will hier rein, ich muss hier rein, ich bin am Ende. Die haben mich dann erstmal in die Notfallintervention einer anderen Klinik verlegt, zur Stabilisierung und dann bin ich von da dann wieder in die andere Klinik umgesiedelt. Da hat mich kein Arzt irgendwohin überwiesen.

m0ondi+stexrne


@ danae87

Das stimmt so nicht.

Du hast halt eine andere Erfahrung gemacht.

dYa]nae8x7


mond+sterne

Oh ja, hier haben wir einen Klassiker direkt am Wickel. Ich nutze die Chance mal gleich vor Ort zu erklären wieso dieser Kommentar sehr wahrscheinlich nicht so ankommt wie er sollte. Ich gehe mal davon aus, dass du begütigend, ausgleichend klingen wolltest. Im Kontext dieses Gesprächsverlauf macht dieser Kommentar aber einfach nur keinen Sinn.

Ich darf mal kurz aufdröseln:

Hier:

Aber die Einweisung muss vom Arzt kommen.

stellst du eine Behauptung auf. Keine Klinik ohne ärztliche Einweisung, niemals. Diese Behauptung stellst du aufgrund deiner singulären Erfahrungen auf und erhebst sie zu einer allgemeingültigen Regel.

Hier:

Das stimmt so nicht.

erkläre ich ganz andere Erfahrungen gemacht zu haben. Zeige damit also, dass deine Erfahrung sich nicht in eine allgemeingültige Regel verwandeln lässt.

Das hier:

Du hast halt eine andere Erfahrung gemacht.

ergäbe nur dann einen Sinn wenn du in deinem ersten Beitrag etwas in der Art von Meiner Erfahrung nach ist es nicht möglich ohne ärztliche Überweisung in einer Klinik aufgenommen zu werden. geschrieben hättest. Dann hätte ich erklärt, dass man dies nicht verallgemeinern könne da ich andere Erfahrungen gemacht habe. Alles gut.

Da du aber schon im ersten Beitrag von deiner einen Erfahrung eine allgemeingültige Regel abgeleitet hast, der ich dann widersprochen habe, ergibt dein zurückfallen auf die Meinungsebene an dieser Stelle einfach keinen Sinn.

@ TE

Entschuldige bitte, dass ich deinen Thread kurz ausgeliehen habe um ein mit mond+sterne an anderer Stelle diskutiertes Problem zu verdeutlichen. @:) Ich hoffe dein Anruf hat etwas sinnvolles ergeben.

E"he<maliger4 Nutz_er (^#479x013)


@ mond+sterne

Hier muss ich danae87 ganz klar zustimmen. Eine absolute Behauptung lässt sich durch ein einziges Gegenbeispiel widerlegen.

atug2x33


@ Rajani,

vor 20 Jahren hätte ich Dir als mit der Aufnahme beschäftigter Mitarbeiter eine ganze Reihe Fragen gestellt, begonnen mit dem Versicherungsträger zur Zeit (hier müssen wir fragen wo spielt sich Dein Wunsch ab: Deutschland, Österreich, Schweiz?? überall anders!!!); weiter ob schon in die Rentenversicherung eingezahlt wurde; wer hat schon etwas zu der Notwendigkeit einer Klinikbehandlung gesagt und ist bereit das auch zu schreiben?

Alles anders bei der Aussage: "ich kann euch die Kosten für 30 Tage bar auf den Tisch legen, jetzt sagt mir wann ich kommen kann!" Wird heute vermutlich nicht anders sein; damals fand sich immer ein Weg für eine schnelle Aufnahme.

und als Hinweis für @mond+sterne: ich habe das so in dem einen Haus erlebt; in den etwa 10 Kliniken mit Angebot Psychosomatik / Psychotherapie und auch Psychiatrie im engeren Umkreis war es sehr unterschiedlich; was bei den einen einfach ging das war bei den anderen längst nicht möglich! Das ist die Beobachtung aus weniger als einem Prozent der entsprechenden Fachkliniken; aus der Beobachtung lässt sich auf keinen Fall eine Verallgemeinerung herstellen!

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