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Alles kaputt, was nun?

m<inni-,mousxe89 hat die Diskussion gestartet


Hey, ich bin noch ziemlich neu hier und möchte jetzt auch mal n bisschen was los werden. :-)

Seit mehr als 3 Jahren geht eine Sache nach der nächsten in meinen Leben kaputt, weswegen ich nun an den Punkt angekommen bin, wo ich mir hilfe suche. In vier Wochen habe ich ein Gespräch in einer psychosamitischen Klinik (Tagesklinik) und hoffe wirklich dass es mir damit dann besser geht, wenn ich einmal dort bin.

Ich hatte immer einen guten Freundeskreis, immer wenigstens einen guten Freund/in wo ich hin konnte, wenn es mir nicht gut ging. Ich war viel unterwegs, hatte meine Ausbildung abgeschlossen, hatte Arbeit, hatte Hobbys, hatte Geld und wollte einfach weitergehen, wie wohl jeder. Gesund war ich auch immer, nie Probleme, außer mal Schnupfen, Husten, Heiserkeit – nie was Großes. Auch eine Beziehung hatte ich – alles gut also.

Doch dann kam das erste mal Arbeitslos.

Dann Umdenken wie solls weitergehen – bin einen neuen Weg gegangen der mir nich gefallen hat. Erzieherin. Ich habe mich schlichtweg überreden lassen diesen Weg zu gehen weil ich sonst länger Arbeitslos gewesen wäre und das wollte ich nicht.

Eines Tages steckte ich mich mit Magen Darm an und seitdem gings immer mehr Bergab. Ich muss dazu sagen, dass ich ganz fürchterliche Angst vorm Erbrechen hab und seitdem ich mich ansteckte, fing die Angst wieder an. Damit verbunden wenig zu essen, überall Keime zu sehen, nichts mehr anfassen zu wollen, die ständige Angst sich anzustecken ecc... Es ging plötzlich nichts mehr, und immer kam was neues dazu. Auch dann, als die Angst wieder verschwunden war. Ich glaubte wieder fit zu sein, mich beruhigt zu haben und trotzdem ...Ein Zwicken hier, ein Ziehen dort und immer diese ständige Übelkeit im Glauben daran mich gleich übergeben zu müssen – in Situationen wo ich fröhlich war, BUM wie aus dem Nichts :(v ... schließlich hab ich nach und nach zu serh auf sämtliche Symptome geachtet und mir nach und nach immer mehr schlimme Sachen ausgemalt, was denn mit mir los sei.

Anfangs versuchte ich mich abzulenken, ging weiterhin den Weg zur Erzieherin, traf mich mit Freunden und so weiter, aber es wurde weniger und weniger. Zudem hab ich, so blöd wie ich war, gegoogelt. Ein ziehen im rechten Bauch, was ist das? Brennen im Unterbauch, was kann das sein und so weiter. Ich hab mich selber ganz uschig gemacht.

Irgednwann spielte mein ganzer Körper verrückt, brach mehrmals zusammen und wurde nicht nur einmal vom Notarzt geholt.

Herzstolpern.

Kreislaufprobleme.

Unruhe.

Schlafstörungen.

ständige Übelkeit und angeblich andauernd ne Magenschleimhautentzündung (jeder Arzt sagte was andres...)

Essprobleme – alles versuchte ich die ganze zeit wegzulächeln und versuchte weiterhin für meine Umwelt ich zu bleiben, was aber unheimlich anstrengte. Egal was ich am Tag machte, je schlechter es mir ging und je mehr ich mich anstrengte alles zu überspielen umso schlechter ging es mir sobald ich zu hause war. :°(

Da fragt man sich eines Tages: Was ist los mit dir? All die Jahre gings dir gut, im Grunde bist du wieder gesund und nicht anfällig Krankheiten aufzusaugen und jetzt rennst du von einem Arzt zum Nächsten und drehst durch?

Ich wusste Stellenweise echt nicht mehr weiter... zumal der eine Arzt A sagte, der nächste B und der dritte F ... es glich sich ja nichtmal eine Aussage, dass ich hätte etwas Sicherheit gehabt oder so, was mit mir los war.

Von Psyche, bis Gastritis, Herzprobleme über Schilddrüse und gar einen Virus im Blut war alles dabei. Das Einzige was sich glich waren die Aussagen: "Das is aber nich weiter bedenklich."

Aha...

Irgendwann war ich mit den Kräften am Ende und wurde wieder Arbeitslos weil ich kündigte. Ich schaffte einfach nichts mehr.

Mit meinen damaligen Freund habe ich schluss gemacht – einfach weil es mir zu anstrengend wurde und ich mich nicht aufgehoben fühlte. Ich denke er konnte nicht damit umgehen (so wie alle anderen auch)

Freundeskreis löste sich also auf, weil ich ständig absagen musste aufgrund meines Befindens. Habe auch viele Krankenhausaufnethalte hinter mir, aber mit jedem Aufenthalt wurden die Besucher weniger :/

Habe mich irgendwann damit abgefunden, dass sich mein Umfeld verändert und dann kam auch wieder eine Phase, wo es mir recht gut ging. Mal eine Woche, mal drei Monate, aber die schlechte Phasen kamen wieder – ganz sporadisch, wie sie lustig schienen.

Mit den Jahren kamen, wie schon gesagt, immer mehr Beschwerden hinzu und mittlerweile glaubte ich sogar fast ich drehe noch durch. Nicht nur dass mir seit drei Jahren andauernd Übel ist und ich mich oft mit Brechreiz durch den Tag quäle oder zu Terminen ... ich habe auch andauernd diese innere Unruhe in mir. Herzrasen. Atemnot und das Gefühl mein Hals ist gelähmt, bzw die Luft kommt nicht durch. Als hätte man alles betäubt. Das Gefühl als stehe man neben sich, ist auch neu dazu gekommen. Manchmal ereilen mich Migräneattacken, ein Kribbeln in den Händen oder am Kopf, auf der Zunge, auf den Lippen und immer wieder denke ich, ich muss sterben – so blöd das auch klingt.

Am Schlimmsten ist eiugentlich die Übelkeit und das Gefühl jemand drückt mir die Luft weg... aber ich frage mich ob das echt alles nur von der Psyche kommen kann?

Ich habe HWS Probleme, und das nicht zu knapp und gestern als ich ein heißes Bad genommen habe, war das Gefühl im Hals zum Bsp komplett weg! Auch das Brennen im Brustkorb (Herzrichtung) war komplett weg. Doch daran habe ich mich schon gewöhnt – ich kann mir gut vorstellen, dass es von meiner Skolliose kommt.

Auch ein Kardiologe meinte, dass meine SD Wert wohl zur Überfunktion neigt... kann doch also auch davon kommen?

Normal bin ich nicht so geknickt und ängstlich. :-|

Deswegen werde ich das noch abklären lassen, Zwecks SD und Rücken/HWS.

Meine Psyche ist natürlich trotzdem hinüber nach all den Torturen...

Normalerweise beschreibt man mich als Sonnenschein.

Ich bin gerade mal 25, weiblich und habe auch trotz allem noch Ziele in meinem Leben.

Ich hänge extrem an der Vergangenheit bzw daran, dass es mir doch so gut ging. Und weil ich keinen mehr habe, hänge ich genauso an einer guten Freundin die mir eigentlich blieb bislang, die ich aber denke seit zwei Tagen auch vergrault habe. Sie meldet sich nicht mehr, nachdem ich ihr sagte dass sie mich genauso vernachlässigt wie alle anderen, bzw im Stich lässt. Sie weiß doch wie es mir geht, und dass es mir zur Zeit extrem schwer fällt, alleine zu sein, warum kommt sie nicht zu mir? Ich fand das nicht fair, dass sie sagte sie habe erst in einer Woche Zeit – wo doch jede Minute für mich endlos lang ist. (Sie ist an keine Arbeit oder sonstwas gebunden, im grunde könnte sie also Zeit für mich einrichten.) Verlange ich zu viel? ??? ":/ :-(

Jetzt sitz ich wieder alleine hier und weiß nicht wie ich diese vier Wochen noch überstehen soll.

Einfach alles ist kaputt.

Kein Job. Kein Antrieb. Keine Freude mehr. Keine Freunde. Ich habe nichts ... außer den Willen wieder gesund zu werden.

Hat denn jemand etwas Ähnliches erlebt oder ist grad in so einer Lage?

Wo von einem zum andren Tag irgendwie immer mehr kaputt geht und man nicht weiß warum und was das soll? Vorallem aber dass man plötzlich total alleine steht? (Eltern mal ausgeschlossen – cih wohne nicht mehr zu Hause und die stehen serh wohl hinter mir!)

Ich habe hier schon so viel gelesen, was alles von der Psyche kommen kann, aber genauso will ich mich trotz allem Stress und meiner Depriphasen nicht als rein psychosomatisch abstempelkn lassen.

Baldrian und Johanniskraut (grad erst begonnen) nehme ich ein bzw habe ich probiert. Auch autogenes Training versuche ich immer wieder. Kennt jemand noch mehr gegen inne Unruhe, Angst und permanenten Gedankenfluss? Wie kann man wieder leichter aufstehen ohne zu denken, dass man sich gleich erstma ausruhen muss? Und glaubt ihr denn es wird auch mal wieder besser – auf dauer? ":/

Würde mich sehr freuen mich mit Leuten zu unterhalten, denen es ähnlich geht und die mich verstehen :-) Sehr gerne auch über Privat Nachricht

LG und danke fürs durchlesen, obwohl es so viel geworden ist.

Antworten
N4umberQ OfR The# Bxeast


Hey, ich kann mich in deinen Ausführungen total wiederfinden. Hatte mal genauso eine Phase wie du. Ich schreibe dir dazu noch eine Privat-Nachricht. Kann aber etwas dauern, weil ich dafür die richtigen Worte finden muss.

LG @:)

m]inniB-mou&sxe89


Das klingt schonmal nach einen Lichtblick, dass ich nicht die einzige bin die sowas in der Richtung erlebt :)

K0ytxta


Mir ging es damals auch so. Erst immer eine der Besten in der Schule, dann eine der Besten bei der Einstellungsprüfung, viele Freunde, viele Feiern...usw...schlank, hübsch und gesund.

Und dann, so ca. mit 23 ging es stetig berab bis hin zum Wrack, bis ich mit mit 26 im Krankenhaus wiederfand. Keine Freunde mehr, mehrere Krankheiten, unfähig zu arbeiten...nur Streß mit den Leuten, nur Ärger, nirgendwo mehr klargekommen, zu empfindlich für alles, lebensunfähig. :-(

1H2taxpsi


Hy

Ich möchte dir doch schreiben, obwohl ich schon 57 Jahre bin. Auch ich war bis vor 3 Jahren total gesund, außer meinen Ohren.

Ich bekam Schmerzen links im Kopf, hinter dem Ohr, hielt meine Brille nicht mehr aus, konnte nicht mehr schauen, da die Augen so schmerzten, alle glaubten, es ist eh nicht schlimm, aber ich ließ es mir auch nicht so anmerken. Bis ich im Dienst (Kaufcenter) , zusammenklappte, mit Rettung ins Kh., Verdacht auf Herzinfarkt. Aber dem war nicht so, sondern ein Mengingiom,

Kopftumor. Aber lt. Ärzte nicht schlimm, schmissen mich am nächsten Tag hinaus, sie gaben alles den Nerven, u. Migräne für meine Beschwerden. Mein Hausarzt wies mich in ein anderes Kh. ein. Dort wurde mir der Tumor entfernt, zur Gänze,

Nun glaubte ich, dass ich meine ganzen Beschwerden los bin. Dem war leider nicht so. Bin dann auf REHA, von dort wurde ich wieder ins KH.eingeliefert, Verdacht auf MYASTHENIE. Ich war total fertig, von dort kam ich wieder auf REHA, mit der Aussage, dass es wahrscheinlich nicht die Myasthenie ist. Die Blutwerte sprechen nicht dafür.

Nun komme ich am 3.10. wieder in das Kh., wo ich operiert wurde, abzuklären ob es doch die Myasthenie ist, oder eine andere Muskelerkrankung ist, erst dann meint der Primar von der Neurologie, kann man das alles den Nerven zuordnen.

Muß derweil schon ein bestimmtes Medikament nehmen, dann wird im Kh. weitergemacht. ???

Zur Info, ich nehme zur Zeit an Medikamente: Venlafaxin 150mg , Lyrica 300mg, u . abends noch Quentiapin 25 mg.

Es geht mir soweit so ollala. Bin wirklich gespannt, was heraus kommt, oder ob ich ein Nerverl geworden bin.

Oder ob ich mir das nur alles einbilde, was ja auch meine Angehörigen schon glauben, nicht alle.

Drumm kann ich dich so gut verstehen, hoffe sie kommen bei dir auf was Reales, u. daß es nicht so schlimm kommt.

:)^

mJinnui-m_ousxe89


Kytta: Das klingt ja auch nicht so toll... ist ja fast so ähnlich dann wie bei mir. Schlimm ist das. Vor allem weil man vorher nie Probs hatte und sich auch nie so den Kopf über alles zerbrochen hat – bei mir ist das zumindest so.

Wie gehts dir denn heute? Steckst du noch in so einem Tief oder gehts bei dir schon wieder Bergauf?

12tapsi: Das Alter spielt doch keine Rolle :) Aber deine Geschichte klingt ja auch nicht so rosig, ich wünsche dir erstmal alles Gute für deinen KH Aufenthalt der bevorsteht und vielleicht bzw hoffentlich ist es der Letzte und danach gehts wieder Bergauf mit greifbaren Erklärungen und Lösungen! Wünsche dir alles Gute!

Ich finds immer schlimm, nur weil sich keiner zunächst einen Reim bilden kann, dass alles gleich auf die Psyche gelegt wird. Ich bin ziemlich davon überzeugt dass meine Psyche JETZT erst im Eimer ist, eben weil mir bislang keiner was greifbares als Lösung gebracht hat ... außerdem wurde ich einfach mit Medis zugepumpt auf VERDACHT es KÖNNTE ja dies und das sein... im Nachhinhein wenn ich so drüber nachdenke, find ichs unverschämt, das man einfach als Testobjekt benutzt wird. Aber hinterher ist man immer schlauer... Ich bin zwar erst 25, aber ich denke auch, dass man schon auf sein eignes Ich hören sollte und wenn man meint, das und das ist es irgdnwie nicht, dann sollte man auch weiterforschen – das ist aber nur meine Meinung.

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