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Ich bin rassistisch, ohne es zu merken und wollen, ihr auch?

Nhura]rihty4on


@ LovHus

Machst du bei dir eine Ausnahme, Nurarihyon? Was charakterisiert die Schublade? Denn normalerweise spricht man ja von Schubladen, im Plural, weil es mehrere davon gibt, in die man dann einsortiert.

Nein, das schließt mich selbst mit ein.

Und Schubladen gibt es (im Moment) nur 2. Gut oder schlecht. Gerade ist meine Weltsicht da noch sehr schwarz/weiß, aber ich hoffe im Laufe der Therapie dieses Muster (ein wenig) aufbrechen zu können.

Ich denke die wichtigste Fähigkeit ist das Erkennen von Vertrauenswürdigkeit. Dann weißt du, mit wem du dich einlassen kannst und von wem du dich lieber fernhalten solltest. Natürlich ist das völlig unabhängig von all den äußeren Kriterien, an denen "Rassismus" seine Unterscheidungen festmacht.

Das Erkennen von Personen, die mir wohlgesonnen sind, fällt mir sehr schwer.

Rassismus passt in meinem Fall vielleicht nicht so gut als Oberbegriff.

E_leo:nbora3


Ich finde es schade, dass das eigentliche Thema dieses Threads verflogen ist...

Habe mir mehrmals alles durchgelesen und muss jetzt leider doch meinen Senf dazu geben, weil es ein spannendes Thema ist wie ich finde. Wenn ich alleine höre oder lese, dass jemand so blöde Vorurteile gegenüber Ausländern hat denke ich mir nur eins.PFUI. Es macht mich immer wieder irgendwie wütend und ich frage mich was in diesen Köpfen vorgeht. Als Deutsche mit Migrationshintergrund musste ich mir schon so unglaublich vieles anhören. Irgendwann reicht es doch. Mittlerweile denke ich diese Leute sind auf eine gewisse Art und Weise einfach nur dumm. Da kann man garnicht richtig böse sein :-D

Noch dazu kommt, dass die Medien Ausländer so darstellen, dass es eigentlich klar ist, dass Deutsche Vorurteile bekommen. Niemand kann abstreiten, dass es assoziale Ausländer gibt. Klar diese kleinen Spacken mit Alpha Jacke, Ohrringen und Haare gegeelt als gäbe es kein Morgen mehr kennt jeder. Ihre Lieblingswörter sind : eh du Spasti ich fi** deine Mutter du Hur***sohn. Jaja nette kinder ;-D und irgendwie habe ich das Gefühl, die meisten Deutschen dieses Bild vor Augen haben wenn sie das Wort Ausländer hören. Aber die Realität sieht anders aus Leute. Die meisten Ärzte die ich sehe sind zum Beispiel Iraner oder Türken. Vor allem Türken sind oft selbstständig haben ihr eigenes Geschäft und stehen mit beiden Beinen im Leben. Wenn die Leute nicht so hohl im Kopf wären würden sie sehen, dass eindeutig mehr Deutsche Hartzer sind. Leider Gottes es ist die Wahrheit. Ich habe weder etwas gegen Deutsche oder Ausländer. Das ist meine Meinung und in meinen Augen sollte jeder, der solche Vorurteile hat wie ich es beschrieben habe sich mal ordentlich den Kopf waschen. :)=

LD.va4nPezlxt


Ich habe weder etwas gegen Deutsche oder Ausländer. Das ist meine Meinung und in meinen Augen sollte jeder, der solche Vorurteile hat wie ich es beschrieben habe sich mal ordentlich den Kopf waschen. :)=

Begonnen mit Dir selber? ;-) :

Niemand kann abstreiten, dass es assoziale Ausländer gibt. Klar diese kleinen Spacken mit Alpha Jacke, Ohrringen und Haare gegeelt als gäbe es kein Morgen mehr kennt jeder. Ihre Lieblingswörter sind : eh du Spasti ich fi** deine Mutter du Hur***sohn. Jaja nette kinder ;-D und irgendwie habe ich das Gefühl, die meisten Deutschen dieses Bild vor Augen haben wenn sie das Wort Ausländer hören.

Denn nichts anderes hat der TE doch beschrieben: er ordnet diesen Typ (genau wie Du) das Attribut "Mensch mit Migrationshintergrund" zu. Und dafür schämt er sich. Es geht eben nicht um die umgekehrte Zuordnung: "Mensch mit Migrationshintergrund" -> der von Dir beschriebene Typ.

Aber das ist genau sein Problem: es wird ihm unterstellt bzw. unterstellt er sich diese Zuordnung selber. Es ist auch ein schwieriges Thema und ein schmaler Grad.

Ich habe gewiss auch "Vorurteile" oder Abneigungen gegen ein gewisses Klientel. Da gehört aber der herumprollende Südländer, der distanzlose Macho-Afrikaner ebenso zu, wie der kleinkarierte Spießer mit applikations-verschandeltem Freizeithemd oder der Muckibuden-Asi im zu engem rosa T-Shirt mit modischem Druck. Nope, um alle mach' ich einen großen Bogen.

ERleoWnor:ax3


haha begonnen mit mir ? uhhh schon mies du hast mich wie es aussieht nicht verstanden. klar kann ich verstehen das man solche assis nicht mag denn die mag keiner. aber wenn ein normal aussehender und normal redender türke dann doch einen "fehler" macht und sich dann einer denkt war ja klar finde ich das ziemlich schei**e ganz einfach liebe l.vanpelt

LnovQHuxs


irgendwie habe ich das Gefühl, die meisten Deutschen dieses Bild vor Augen haben wenn sie das Wort Ausländer hören.

So, so, dieses Gefühl hast du also, Eleonora? Na, dann wasch dir mal ordentlich den Kopf, wenn du so ein Vorurteil hast ;-) ;-D .

DQerp kleimne P2rixnz


Tja, dann gibt es wohl wieder Rassismus. Aber diesmal dürfte es schwerer werden, die intellektuelle Elite damit hinter sich zu bekommen.

Täusche Dich da bloß nicht.

Wie schwer war es wohl, die damalige intellektuelle Elite hinter sich zu bekommen? Nicht beim Rassen-Thema, dazu fehlte es schlicht an Wissen, sondern bei allen anderen Themen. Alles kein Problem!

L"ovH%uxs


Täusche Dich da bloß nicht.

Das Risiko halte ich für gering. Ich habe ja nichts sehr Weitgehendes angenommen:

Diesmal dürfte (Konjunktiv) es schwerer (Komparativ) werden, die intellektuelle Elite damit (nur auf diesen einen Punkt bezogen) hinter sich zu bekommen. ;-)

D;er kKlzeinOe Prxinz


Ich bin nicht mal bei diesem wenig Weitgehendem wirklich sicher. Vielmehr gehe ich mittlerweile davon aus, dass die Manipulierbarkeit von Menschen grenzenlos ist.

Aber ich wünsche sehr, dass DU recht hast bzw. behältst.

E#hemal7igegr Nu7tzer A(#3536x55)


Wie sieht's denn aus, wenn man eine Aversion gegen eine oder mehrere Kulturen hat?

Mal angenommen, es gäbe eine Kultur, die "viel von sich hält" und gern auf ihr Reichtum verweist, aber Frauen wie scheiße behandelt ((Massen)Vergewaltigungen, Diskriminierung aller Art usw.). Ich wurde jetzt in eine Kultur sozialisiert, die Frauen den gleichen Wert wie Männer beimisst. Daher habe ich eine Abneigung gegen die erstgenannte "Kultur".

Das ist ja jetzt erst mal nicht rassistisch. Eigentlich sogar im Gegenteil, weil man die Gründe für bestimmte Verhaltensweisen, die in der Kultur gehäuft vorkommen (Vergewaltigungen etc.), nicht durch die Biologie (Gene) der Mitglieder, sondern ihrer Kultur (die außerhalb des Individuum liegt) erklärt.

Weil Menschen nicht die komplette Kultur internalisieren, kann man nicht sagen "Person x kommt aus Kultur y und verhält sich daher v". Allerdings geht die Kultur an einem Menschen auch nicht komplett vorbei, sodass man bestimmte Elemente definitiv wiederfindet. Die Frage ist nur welche und von welchen man sich bspw. durch Bildung emanzipieren konnte. Diese Frage muss man also für jeden einzelnen Menschen beantworten. Man hat also ein Vorurteil aufgrund eigener Erfahrung oder bewiesener Tatsachen, das jedoch revidiert werden kann. Also keine Vorverurteilung ist.

Jetzt die provokante Frage: Was ist aber, wenn man keine Lust auf diesen "Abgleichungsprozess" hat und jene Menschen "meidet", weil die Kultur z.B. aus mehreren Elementen besteht, denen man nicht zusagt, sodass die Wahrscheinlichkeit, dass ein Individuum gar keins dieser Elemente internalisiert hat, gering ist?

Wichtige Anmerkung: Gemeint sind nur private Unternehmungen. Den privaten Kontakt zu mir würde ich jetzt nicht als öffentliches Gut bezeichnen. Anders würde es sich verhalten, wenn ich einen Arbeitsplatz anböte.

Eyleo+noxra3


ja das gefühl habe ich. was dagegen ? ich sage die meisten und nicht alle. und wie gesagt ich habe viele erfahrungen in der richtung gemacht ich denke ich rede nicht von etwas von dem ich keine ahnung habe

Ll.vapnPexlt


haha begonnen mit mir ? uhhh schon mies du hast mich wie es aussieht nicht verstanden.

Ach, eleonora, ich hatte befürchtet, dass Du Dir da auf den Schlips getreten fühlen wirst, das war aber nicht meine Absicht, ich wusste nur nicht, wo ich geschickt entsprechenden Smiley setzen soll, um das rüber zu bringen. ;-)

Es geht doch hier um Stereotype, Millieus und Assoziationen, die man hat und ab wann das umschwenkt in Rassismus bzw. ob dies allgemein als Rasissmus gewertet werden kann. (Und Du hast selbst ein ebensolches Bild gezeichnet, um anschließend aber mit dem Finger auf die bösen anderen zu zeigen, auf nichts anderes wollte ich Dich aufmerksam machen).

Ich versuche nach langen Überlegungen beispielsweise gar nicht mehr, meine "Vorurteile" zu verdrängen, zu bekämpfen oder zu verleugnen. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass es auch nicht zielführend ist, solche Zusammenhänge zu verleugnen. Beispiel Südländer: in den meisten Fällen entstammen sie einer Kultur, der ich nichts abgewinnen kann, oftmals leben sie wiederum in Millieus, in denen Ansichten und Verhaltensweisen an den Tag gelegt werden, mit denen ich mich ebenfalls nicht identifizieren kann. Mir ist aber völlig klar, dass das nichts genetisches ist, sondern eben kulturell bedingt. Daher steht das für mich in keinem Widerspruch damit, meinem iranischen Arzt zu vertrauen oder mit einem libanesischem Kommilitonen zu lernen oder mit nem türkischen Kumpel was essen zu gehen.

Auch sollte man die Augen nicht davor verschließen, dass beispielsweise die problematischen, jugendlichen Flüchtlinge ohne Vormund aus den aktuellen Kriegsgebieten traumatisiert sind, für uns eine völlig nicht fassbare Sozialisation durchleben mussten und aufgrund ihres Ausländer-Status hier noch zusätzlich vor sprachliche und kulturelle Probleme gestellt werden. Da finde ich es sehr wichtig, die Augen nicht davor zu verschließen, dass es "Ausländer" sind, da die damit verknüpften Problemquellen (s.o.) einer besonderen Aufmerksamkeit bedürfen.

EqleonlorTa3


ja das finde ich auch. mir gefällt deine denkweise

L3ovHuxs


Eleonora

ja das gefühl habe ich. was dagegen ?

Du warst diejenige, die etwas dagegen hat. Das mit dem Kopf waschen war ja auch ein Zitat von dir ;-) . Ich habe dir sozusagen deine eigene Medizin angeboten :-) .

ich sage die meisten und nicht alle.

Auf "einige" oder "zu viele" können wir uns einigen. Nicht auf "die meisten". Es ist immer noch der Normalfall und nicht die Ausnahme, NICHT so zu denken.

und wie gesagt ich habe viele erfahrungen in der richtung gemacht ich denke ich rede nicht von etwas von dem ich keine ahnung habe

Klar, so entsteht ja auch das Gefühl. Die Sache mit den "vielen Erfahrungen" ist trickreich und ein in der kognitiven Psychologie gut untersuchtes Phänomen. Wenn man z.B. ein neues Auto kaufen will oder gekauft hat, etwa einen VW Multivan, sieht man plötzlich wie viele davon auf der Straße rumfahren. Ist einem vorher gar nicht aufgefallen. Die Aufmerksamkeit ist ein sehr wirkmächtiger Filter. Man muss sich also hüten, auf der Basis der Erfahrungen, die der Filter durchgelassen hat, auf die Grundgesamtheit zu schließen. Natürlich bleibt es dabei, dass die meisten Autos keine Multivans sind. Rückschlüsse von den eigenen Erfahrungen auf die Allgemeinheit sind das, was man Vorurteil nennt. Vorurteile sind beileibe nicht nur ausgedacht, sie beruhen auf Erfahrung. Das macht sie so hartnäckig.

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