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Nach Burnout ein tolal neues Leben starten

c7hakot


Brummbiene ich bin ende 30 hatte einige Zusammenbrüche. Konnte nie richtig Fuß fassen. Februar 2013 totales Burnout. Nichts ging mehr. Habe mich föllig aus den Leben zurückgezogen. Ich habe keine Freunde und Hobbys, welche mich binden. Ich hatte nach den Burnaut alles gekündigt um Abstand zu gewinnen.

FTrau E>rdhmänncxhen


Ich habe jetzt deine anderen Fäden noch nicht gelesen, nur diesen hier.

Aus deinem Eingangsbeitrag schließe ich, dass du aktuell noch gesundheitliche Probleme hast, da du Erwerbsminderungsrente beantragt hast.

Für einen kompletten Neuanfang braucht man einiges an Energie, hast du die zur Zeit? Falls deine gesundheitlichen Probleme dich zur Zeit noch belasten, was sie ja vermutlich tun, sonst würdest du keine Rente bekommen; wird es eh kein "kompletter" Neuanfang werden können. Du kannst ja deine Probleme nicht einfach in der alten Wohnung zurück lassen, wie z.B. Möbel. Sie werden dich weiter begleiten, leider. Daher ist es wichtig, erstmal diese Baustelle zu bearbeiten, das kostet viel Kraft. Und in deinem Fall befürchte ich auch, dass das ganze eher eine Flucht wäre, getarnt als Neuanfang. Könnte das sein?

Jetzt hätte ich die Möglichkeit etwas auszuprobieren ohne von irgendetwas abhängig zu sein. In eine andere Gegend eine neue Freundschaft aufbauen. Bisher hatte sich für mich noch keine Möglichkeit ergeben, doch jetzt habe ich Hofnung und kindliche Träume. Eine Partnerschaft mit Nachwuchs. Ist das nicht der Traum vieler Frauen?

Unabhängig sein und neue Freundschaften aufbauen – klar, super Idee...

Mit Kind wirst du aber nicht mehr unabhängig sein und bedeutend weniger Freiheiten haben...

Partner u. Kind ist sicher Traum vieler Frauen, aber nicht aller ;-)

Ich kenne aber das Gefühl sehr gut. Ich habe selber psychische Erkrankungen, bin nicht mehr in der Lage zu arbeiten und würde nur allzu gerne irgendwo komplett neu anfangen, einfach ein normales Leben, eben so eins wie gesunde Menschen auch führen. In den letzten Jahren hatte ich viele Ideen, was ich verändern könnte, aber ich habe erkannt, dass vieles davon nur Wunschvorstellungen sind und an meiner eigentlichen Situation nichts ändern würden.... Und meine Kraft reicht halt nur für das nötigste aus und das ist im hier und jetzt zu leben und versuchen, klarzukommen, kleine Veränderungen hinbekommen... Geht mal besser, mal schlechter.

Auch ein Traum von mir ist, einen Partner zu finden, mit dem es mir gut geht (und dem es mit mir gut geht ;-) ) – und natürlich eine eigene Familie zu gründen. Bislang ist es nur ein Traum, wobei ich auch sehr oft in Versuchung gerate, mir so eine heile glückliche kleine Welt herbeizuträumen und am liebsten sofort jemanden an meiner Seite haben möchte. Aber aus den Erfahrungen der letzten Jahre habe ich gelernt, dass gerade soetwas mich noch viel mehr Energie kosten würde. Partnerschaft bedeutet ja ein geben und nehmen – im "glücklichen" Fall, würde ich behaupten.

Und mir ist bewusst, dass meine Krankheit es für mich schwierig macht, eine glückliche Partnerschaft zu führen. Wie das bei dir ist, weiß ich nicht.

Für ein Kind muss man aber auf jeden Fall fest im Leben stehen und mit sich selber klar kommen. Ich würde niemals ein Kind planen, solange ich mich selbst nicht glücklich bin und durch meine Erkrankung noch eingeschränkt bin. Manche Menschen neigen ja dazu, sich vorzustellen, mit Mann und Kind ist alles viel schöner – heile Welt, quasi alles automatisch gut. Äh nein, so geht das leider nicht :-/

Wenn es mir mal wieder schlechter geht und ich das Haus kaum verlassen kann, dann stelle ich mir vor, wie es wäre, wenn jetzt noch ein Kind da wäre. Und dann weiß ich ganz schnell, dass es momentan besser ist, nur für mich allein verantwortlich zu sein.

Also doch lieber erstmal das eigene Leben in den Griff bekommen...

Wie habt ihr den Weg aus der Isolation ins Leben gefunden?

Inwiefern bist du denn isoliert?

Hir bin ich noch von so viel Abhängig. Uch von Behörden, da kann ich nicht einfach weg ohne Zustimmung. Wenn ich auf die Behörden pfeife bin ich endlich frei. Jetzt fühle ich mich wie ein Gefangener auf Bewärung, an einen Ort gebunden mit Fessel an den Füßen. Zu viele Vorschriften und Zwänge blagen mich.

Naja, so wirklich frei ist wahrscheinlich nur ein Landstreicher, der durch die Gegend zieht und keinen festen Wohnsitz hat und von der Hand in den Mund lebt.. Irgendwelche Verpflichtungen hat man doch immer. Bei dir sind es momentan Behörden, für die du erreichbar sein musst. Andere haben eine Arbeitsstelle, die brauchen auch die Zustimmung für eine Ortsabwesenheit, in dem Fall Urlaub :)z Und wenn die Kinder erstmal in die Schule gehen, ist man nochmal mehr eingeschränkt...

Warum versucht du nicht, dein Leben in kleinen Schritten zu ändern?

Ein Umzug, wenn dir deine jetzige Umgebung nicht gut tut...

Ein neues Hobby suchen, um eine Beschäftigung zu haben, die dir Spaß macht.

Vielleicht ein Ehrenamt übernehmen oder ein Praktikum machen, um mal zu spüren, was du gerne tust...

Wenn es gesundheitlich wieder besser geht, evtl. Gedanken über eine berufliche Umorientierung machen....

Einen Partner finden und eine Beziehung ausprobieren....

Wenn es die Finanzen zulassen, mal eine Reise machen...

Aber wichtig dabei: probieren! Nicht erzwingen, mit der Vorstellung, dann wäre alles gut. Das funktioniert nicht.

Ich kann dir jetzt leider keine Erfolgsgeschichte bezüglich eines kompletten Neuanfangs liefern. Aber ich habe die Erfahrung gemacht, dass auch kleine Veränderungen großes bewirken können :)z

FLrauU ErdWmännmchen


Dieser Mann hätte schon alles, was ich brauche.

Und dann bist du ganz schön abhängig :-(

cIha=oxt


Ja dann wäre ich abhängig von einem Mann den ich liebe, dass ist anders als von Behörden abhängig zu sein. So wie ich jetzt dastehe, war es mit kleinen Schritten nie möglich. Es war immer zu viel. Mit Rente könnte das anders aussehen, da habe ich auch Zeit für mich.

Ijsa4bexll


chaot

Isabell was findest du daran oberflächlich?

Von "oberflächlich" habe ich doch nichts gesagt? Ich rede von "nicht-konstruktiv", sprich, nicht wirklich hilfreich.

Mit den Ausbruch könnte die jetzigen Ängste und Sorgen durchaus verschwinden.

Ja, die bezüglich der Ämter vielleicht schon. Du würdest aber in eine erneute Abhängigkeit rutschen, die wesentlich emotionaler, näher und eben deswegen auch "gefährlicher" wäre.

Zu viele Vorschriften und Zwänge blagen mich.

Und Du meinst, Dein (neuer) Partner würde keine Forderungen stellen? Oder sein schon vorhandenes Kind?

Meinst Du, Du kommst in eine Situation in der Du so weitermachen kannst wie bisher, nur übernimmt ein Anderer Deine "Versorgung" – ohne, dass Du was dafür tun mußt?

Ich bin wenige Jahre älter als Du. Auch ich hatte/habe eine psychische Erkrankung (generalisierte Angststörung). Habe zwei Kinder mehr oder weniger alleine großgezogen (bzw. bin zum Teil noch dabei).

Mein Bestreben an sich war und ist aber immer Eines: Zu wissen, ich kann unabhängig von Anderen existieren. Leider war/bin ich die letzten Jahre gezwungen vom Amt zu leben, zumindest was die Grundexistenz angeht. Aber ich strample mich da raus, immer wieder, immer wieder auf's Neue. Ich versuche, ich tue, ich überlege....aber von einer Abhängigkeit in die Nächste, sprich, mich an einen Mann zu binden der mich dann "aushält" (anders kann man es nicht ausdrücken) – niemals. Das drückt die Augenhöhe zwangsläufig, selbst wenn er oder Du oder Ihr beide das niemals so wollt. Damit kommt man nicht vom 'Regen in die Traufe', sondern vom 'Regen in den Tsunami'.

cHhhaxot


Isabell er hat kein Kind. Wenn es nicht funktionieren sollte, kann ich immernoch in das jetzige Leben zurück. Ändert sich damit nicht auch automatisch das Leben an sich. So wie jetzt geht schlecht in einer Partnerschaft. Es wird definitiv anders. Sollden Kinder dazu kommen ändert sich noch mehr. Das ist aber eine gewollte Abhängigkeit, jetzt ist es nur ein muss.

I+sabxelxl


chaot

Isabell er hat kein Kind.

Ok – habe ich so verstanden, weil Du irgendwas von "Anhang" oder so geschrieben hast. ;-)

Wenn es nicht funktionieren sollte, kann ich immernoch in das jetzige Leben zurück.

Darum geht es doch gar nicht. Deine Ursprungs-Themen-Aussage ist im Kern:

Jetzt hätte ich die Möglichkeit etwas auszuprobieren ohne von irgendetwas abhängig zu sein. (siehe Eingangsbeitrag).

Du wärst aber von "etwas" abhängig – weiterhin.

c[haoxt


Isabell so gesen hast du recht. Irgendwie wäre ich da noch abhängig. Die Rente she ich jetzt nicht als Abhängigkeit, ich habe dafür auch eingezahlt. Sie steht mir somit zu. Ich meine von den Jopcenter weiterhin abhängig zu sein und alles zu machen was mir vorgeschrieben wird, dazu gehören auch unmögliche Jopangebote. Da ist die Rente direckt ein Segen. Ich werde auch gerne arbeiten, wenn möglich. Ein wenig geht auch als Zuverdienst. Später schaffe ich es vielleicht auch mit Teilhabe. Bei Grundsicherung, Hatz4, oder gar Sozialhilfe komme ich mir so niederwertig vor. Die Schriftstücke sind auch immer so abwertend formuliert. Das klingt wie eine Unterstellung. Jeder der Hatz4 bekommt ist nur ein Schmarotzer und kostet nur unnötig. So fühle ich mich dabei. Wenn sie ihrer Aufforderung nicht gerecht werden, dann kann Sanktion erfolgen. Sogar bei Krankheit muss ich auf den Arbeitsammt erscheinen.

ckhaoTt


Ich empfinde es als diskriminierend. Klar bin ich froh, dass es Hilfe gibt, aber die Unterdrückende Handhabung ist sehr grausam. Mag sein, dass ich da etwas überreagiere. Jedenfals hat das meiner Psyche nicht weitergeholfen.

Fbrau 4ErdmäUnngchxen


Ja dann wäre ich abhängig von einem Mann den ich liebe, dass ist anders als von Behörden abhängig zu sein.

Möchtest du unabhängig sein wie du vorher geschrieben hast oder nicht?

Davon mal abgesehen, kann eine zwischenmenschliche Abhängigkeit ganz übel aussehen / ausgehen.

Wie gut kennt ihr euch?

Was sagt er denn überhaupt dazu, dass er dich dann finanziell mittragen soll?

N o rdi8x4


Wie gut kennt ihr euch?

Was sagt er denn überhaupt dazu, dass er dich dann finanziell mittragen soll?

Das ist richtig. Reden wir hier von ungelegten Eiern oder von ner Beziehung die auch über nen längeren Zeitraum funktionieren kann ?

Davon mal abgesehen, kann eine zwischenmenschliche Abhängigkeit ganz übel aussehen / ausgehen.

Das ist fast noch gefährlicher und zerstörerischer als Abhängigkeiten von irgendwelchen Substanzen. Gerade wenn man psychisch angeschlagen ist kann eine emotionale Abhängigkeit das eigene Leben und auch das des Partners zerstören.

c.haoZt


Ich denke nicht, dass ich mich so emotional von einem Menschen abhängig machen lasse. Es ist nur spekulation. Noch lange nicht der Wahrheit geschuldet. Klar ist es immer besser auch irgendwie unabhängig zu sein so gut es möglich ist. Ein wenig gegenseitige Abhängigkeit ist auch nicht schlecht. Zum Neuanfang gehört auch eine Portion Mut es umzusetzen. Sicher sollte man sich erst gut kennenlernen bevor man so einen Schritt wagt. Ich möchte durchaus eine Beziehung die langwirig anhält. Finanziäl mittragen, das hört sich an. In einer Beziehung hat jeder seine Aufgaben. Oh ja psychisch angeschlagene Menschen können zerstörerisch, aber ebenso auch heilen in einer Beziehung. Hir gild es auch mal optimismuss zu zeigen. Es sind einfach Gedanken, welche mich beschäftigen. Aber eure Gedanken sind durchaus berechtigt.

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