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Psychotherapie abbrechen

hTavIest3a hat die Diskussion gestartet


ich bin nach einem nervenzusammenbruch in therapie.

bisher habe ich in etwa wöchendlichen abständen jeweils einen termin.

nun fühle ich mich wieder sehr gut.

ich empfinde die therapie eigentlich eher als belastung als erleichternt.

gründe hierfür sind:

- therapeut setzt immer vorraus das ich genau dann zeit habe wenn er sagt ich soll kommen. nur mein job ist ein grund keinen termin an zu nehmen.

- er arbeitet auch wochenende. hatte neulich sonntags einen termin. passte mir garnicht, sagte ich auch. er sagte das ich diesen termin nehmen muss, weil er ansonsten die nächsten 4 wochen nichts frei hat.

- wenn ich einen termin um 16.00 habe sitze ich oft um 17.00 noch im wartezimmer.

- meine frau hat mich einmal zum termin abgesetzt (sonntags) und ist dann mit den kindern nach mcdonalds gefahren zum abendessen. wartete eine stunde im wartezimmer. dann kam meine frau wieder und wollte mich abholen. da hatte ich die sitzung noch nichtmal angefangen. als er dann mich aufreif, sagte ich, das ich jetzt nicht mehr kann weil meine familie jetzt zurück ist und wie besuch erwarten, wurde er sauer. meine frau solle draußen mit den kindern auf den spielplatz gehen (es regnete), alternativ sollten sich die drei ins auto setzen und warten. den besuch sollte ich absagen. als ich sagte das ich nicht von meiner frau erwarten kann das sie jetzt noch eine stunde mit den beiden kindern im auto sitzt sagte er, meine frau soll sich eine beschäftigung ausdenken... "oder hat ihre frau die kinder nicht im griff".

- wir haben zuhause ein sehr harmonischen familienleben. streitereien gibt es kaum bis garnicht. konflickte werden besprochen und kompromisse gefunden. der therapeut meint, dass ich mich durchsetzen müße um meine persönlichkeit zu stärken.

- aktuelle probleme interessieren ihn nicht. will immer nur informationen über meine vergangenheit (ok, verstehe ich ja soweit um ein gesamtbild zu bekommen. aber ich habe aktuell probleme.)

- ich mag ihn nicht. habe aber den platz angenommen, weil ich sonst keinen bekommen konnte.

wie reagiert die krankenkasse wenn ich die therapie abbreche?

Antworten
c<haoxt


Hallo, nach deiner Beschreibung erscheint mir der Therapeut auch sehr unsympatisch. Eine Stunde Wartezeit ist sehr heftig. Das er von dir velangt zu jeder Zeit den Termin anzunehmen ist auch sehr frech. Aber womöglich möchte er dich testen. Seiner Meinung hast du kein Durchsetzungsvermögen. Komisch meine Therapeuten sind selden auf altes eingegangen eher auf dass, was aktuell ist. Bis zu 5 Sitzungen darf man entscheiden ob man gut klarkommt mit den Therapeuten. Danach wird es schwiriger die Therapie zu beenden. Offentsichtlich hat er den Ansvhein, dass deine Frau Zuhause die Hosen an hat.

SWmanragdzauge


Das habe ich so noch nie gehört. Normalerweise gibt es fixe Termine, d.h. z.B. jeden Donnerstag um 15.30h und das über die Anzahl der Wochen.

Rede mit der KK, das ist absolut ein NoGo, dass so willkürlich und unregelmässig Termine gemacht werden ohne Rücksicht auf Deine Möglichkeiten.

cjha{oNt


Ich habe die Thermine auch immer unterschiedlich bekomen. Aber ich konnte auch sagen, wenn es bei mir nicht geht. Der Therapeut nimmt sich wirklich viel raus.

hjave*sCtUa


ich habe kein problem mit meinem durchsetzungsverhalten.

eher damit, einen konflikt einzugehen. ich versuche diesen aus dem weg zu gehen.

wenn es probleme gibt habe ich eher das problem das ich stur werde und mein durchsetzungsverhalten mir im weg ist. ich zwinge mich immer dazu kompromisse ein zu gehen. habe es aktuell gut im griff.

ich habe kein interesse mich in meiner familie durch zu setzen. was bringt es mir, meinen kopf durch zu setzen, wenn es dadurch meiner familie schlecht geht.

ist jetzt aber nicht mein problem, sondern das verhalten meines doc's.

heute muste ich wieder meinen termin und muste eine stunde warten. vor mir hatte er keinen patienten, sondern saß die ganze zeit im behandlungszimmer. dann rief er mich rein. ich sagte ihm gleich das ich jetzt nur noch 30 minuten zeit habe.

er wollte wissen was.

ich: meine frau brauch den wagen, weil sie mit unserer tochter zum schwimmunterricht fahren will und währenddessen einkaufen fährt.

seine reaktion: ist es weit weg, kann sie nicht mit dem fahrrad fahren, kann ihre frau nicht vorher oder später einkaufen fahren...

aber bei der planung des nächsten termins sagte er gleich ich soll mir komplett die zeit nach der termin frei halten.

cPhaout


Irgendwie habe ich das Gefühl der Therapeut hat die total unter Kontrolle. Kannst du nicht auch mal deine Meinung sagen. Schließlich verdient er an dir. Das erscheint mir schon etwas unangepasst von der Seite des Therapeuten. Ich würde ihn mal fragen, warum er Seine Termiene nicht richtig plahnen kann? Was macht er in der verbleibenden Stunde? 15min überziehen, wegen Notfall ist noch ok, aber alles andere ist unverantwortlich.

s+chneocke1P9x85


Naja, ich finde das Verhalten des Arztes nicht so wirklich abnormal. Von der von dir geschilderten Situation kann ich jetzt kein grobes Fehlverhalten des Therapeuten ableiten ":/

Ich würde auf jeden Fall gut überlegen, ob du wirklich abbrechen willst. Eine Besserung kann ohne therapeutische Unterstützung schnell wieder ins Gegenteil umschlagen - da wärst du nicht der erste, dem das passiert.

c@hadot


Wenn ein Therapet sich um eine Stunde vertutx,m finde ich das schon alsf versagen des Therapeuten. Klar soll er sich das gut überlegen ob er die Therapie abbrzicht. Der Arzt schqeint mir schon unvewrschämt mit adger Therminvergabe. Daks ist fast wie Erpressung. Es sollte aurf Vertrauensbasis aufgebaut werdevn. Ich denke das ist ein Armutszeugnis des Arztes. Es kann auch sein er hat so viele Anfragen, dass er sich die Patienten aussuchen kann und daher so unsensibel ist.

:

h]av/es6ta


ichbinn immer überpunktlich. teilweise bis zu 20 minuten früher. ich habe vor mir nie einen Patienten das behandlungszimmer verlassen sehen.

selbst nachdem ich eine stunde gewartet habe, eine weitere stunde therapie hatte und dann wieder herauskam, war kein anderer Patient in sicht.

momisch finde ich aber das er auch an sonntagen termine vergibt.

eine vertrauensbasis habe ich nicht zu ihm.

Zkyda


Hallo.

Ich bin nicht aus Deutschland, kenn mich also mit dem System bei euch da drüben nicht so gut aus, gleich mal vorweg gesagt...

Aber soweit ich nicht völlig falsch liege gibt es doch die Möglichkeit den Therapeuten zu wechseln. Da gibts doch oft eine gewisse Anzahl von Sitzungen die man erst mal auf Probe hat ?

Aber selbst wenn du dort schon länger in Therapie bist, muss da doch was zu machen sein.

Ruf doch mal bei deiner Kasse an und frag nach, wie das bei deiner KK (ich glaub da gibt's ja durchaus Unterschiede) so abläuft, unter welchen Bedingungen etc.

Und schildere auch deine Probleme mit dem Therapeuten, möglichst ruhig und sachlich.

Und auch, dass mittlerweile das Arzt/Patienten -Verhältnis darunter gelitten hat.

Es ist nicht besonders sinnvoll, Therapie bei jemandem zu machen, mit dem man nicht "gut kann" (egal, was jetzt letztendlich dazu geführt hat, das es eben nicht "passt")

Therapie ist schließlich etwas bei dem es um persönliche Dinge geht, Vertrauen und Sympathie sind eben relevant, wenn man sich dort öffnen soll....und das sollte es auch im Interesse der Krankenkasse sein.

Je zielführender die Therapie, desto weniger Sitzungen braucht der Klient um wieder erfolgreich am Arbeits-/Leben teilzunehmen.

Wenn es zB bei deinen Problemen auch um Belastung am Arbeitsplatz geht, ist es sicher nicht hilfreich, wenn der Kampf um einen Termin sich jedes mal mit den Arbeitszeiten "beisst" und man wieder neuen Stress deswegen hat.

Klar sind Termine oft rar gesät, aber das was du beschreibst klingt doch etwas unkonventionell.

Patienten zahlen schliesslich auch die volle Stunde, wenn man einen Termin nicht innerhalb von 14 Stunden vorher absagt. Sollten sich also beide Parteien an Termine halten können.

Es wird wohl von den Kassen nicht gern gesehen wenn jemand "Therapeutenhopping" betreibt, sprich schon zig Therapeuten ausprobiert hat und immer wieder etwas findet, was nicht passt, aber in deinem Fall dürfte es ja durchaus einige Probleme geben, die eben dazu führen, dass das die Beziehung bzw das Vertrauen und damit der Erfolg der Therapie darunter leidet.

Also: Kasse anrufen und fragen kostet nix.

Sorry, war jetzt etwas lang..... *:)

leoveaYb;l\e<x3


Das ist ja mal ein Therapeut!

Wie schon Vorschreiben schrieben, einfach mal bei der Kasse anfragen. Das geht echt nicht!

Es gibt Therapeuten die regelmäßige Termine ausmachen und welche die unterschiedliche Ausmachen, aber in dem Maß wie von dir beschrieben, ist es echt unmöglich.

Ich darf bei meinem Therapeuten unterschiedliche Termine machen. Er selbst gibt mir selten "gleiche" Termine. Ich komme meist regelmäßig dran – max. 15-20 min Wartezeit, bei Notfall oder Neuvorstellung. Dass nehme ich aber gerne in Kauf, da er diese Zeit hinten dran hängt.

Luisjche(nswexlt


Ich denke, du solltest eher die Krankenkasse anrufen, das alles schildern und fragen ob du den Therapeut wechseln darfst. Weil einfach abbrechen kann je nach Krankenkasse eine 2-jährige Sperre für Psychotherapie zur Folge haben und das wäre dann doof.

b(luen heroxn


Wenn du keine Vertrauensbasis zu im hast und du ihn nicht magst, dann bringt es wohl auch nichts so weiterzumachen, denn Vertrauen ist m.E. unerlässlich für eine Therapie. Das ist dann Verschwendung von Zeit und Geld.

Das Verhalten deines Therapeuten finde ich schon respektlos, so sehr, dass es mich schon wieder stutzig macht. Vielleicht will er damit einen Konflikt schaffen, um dich aus der Reserve zu locken? Und macht das Sonntags, weil er nur da die Zeit hat es auszusitzen?

So oder so, ich denke es ist wichtig, ihm gegenüber zu thematisieren, dass du aus den hier beschriebenen Gründen einen Abbruch überlegst. Vielleicht ändert er sein Verhalten, oder er erklärt, was er damit bezwecken will, oder er ist einfach ein Totalausfall. Wenn er einen Konflikt erzeugen will, wartet er wohl darauf, dass du reagierst. Wenigstens weißt du dann was los ist. So oder so könntest du diese Probleme vielleicht der Krankenkasse erklären und dort fragen, was für Optionen du für einen Wechsel hast?

N6umbeTr Of (The BNeaxst


Hmmm... vielleicht will der Therapeut mit seinem Verhalten wirklich erreichen, dass du dich ihm gegenüber mal durchsetzt. Aber von solchen "Methoden" halte ich nicht viel, um ehrlich zu sein... ":/

bBlueM heroxn


Ich auch nicht, ehrlich gesagt. Ich bin auch nicht wirklich überzeugt davon, dass das der Grund ist... und selbst wenn, scheint es ja mehr kaputt zu machen, als zu helfen...

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