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Hab das Gefühl durchzudrehen., alles geht kaputt

s'ira-Jchan hat die Diskussion gestartet


Hi, da ich mit derartigen Problemen noch nie zu kämpfen hatte, weiß ich auch leider nicht wie ich am Besten anfangen soll. Also erzähl ich am Besten mal, gehört schließlich auch alles dazu das es mir in Zwischen so unglaublich schlecht geht.

Als Kind in der Schule gemobbt, täglich. Bei Arbeitsstellen tägliches Mobbing. Das Resultat daraus waren Schilddrüsenprobleme und stressbedingte Kurzsichtigkeit. Meine Jugend und Pubertät war geprägt von verständnislosen Eltern und falschen Freunden. Mein .. Erzeuger... hat sich nen Dreck um mich geschert und meine Mutter hat dagegen nie was unternommen weil sie finanziell abhängig von ihm war und Angst hatte das er ihr den Geldhahn zudrehen würde. Mit 18 konnte ich dann von gespartem Geld leben.. bzw. musste ich. Weder Jugendamt, noch ARGE wollte irgendwas von mir wissen. Taschengeld gab es nicht, Kindergeld steckte mein Vater ein. So ging das dann weitere Jahre.

Mit 24 wurde es richtig schlimm. Mein Erzeuger wurde immer unerträglicher und meine Mutter nahm ihn weiter stets in Schutz. Zur allgemeinen Information sei gesagt das er auch meine Mutter wie Dreck behandelte. Schläge allerdings gab es keine, eher Psychoterror. Ich versuchte in Ziwschen auszuziehen und so, doch schoben sich Jugendamt und ARGE wieder gegenseitig die Zuständigkeit hin. Hatte ja keine Arbeit auf die setzen konnte, da es stets wenn überhaupt nur Leihfirmen waren.

Endlich 25 konnte ich den klaren ARGE-Weg einschlagen, da es ja die unter 25 Jahre-Regelung gibt. Doch das war auch mit Problemen verbunden. 8 Wochen dauerte das Ganze, dann kam die Ablehnung. Ich wohne zu Hause da können die Eltern zahlen.. ham se aber nich. Ich stand kurz davor keine KV mehr zu haben, als meine Mutter sich durchrang und mir die KV zahlte. Derweil gab es auch noch ständig riesen Ärger mit Freunden, die mich psychisch zum Ritzen gedrängt haben.

Mitte 26 hatte ich dann diverse Leiharbeits-Firmen durch, die einen auch psychisch in den Wahnsinn getrieben haben.

Mit 27 kam endlich der 4. Hartz4 Antrag durch und hatte den ersten Termin bei meiner Vermittlerin, die mir dann auch direkt mitteilte das mein tolles Leben ja jetz vorbei wär und ich nach 2 Wochen direkt nen 1 Euro Job kriegen würde. Toller Anfang. Es kamen wie erwartet ständig Vorschläge, bevorzugt von Leihfirmen...

dann Mitte des Jahres 2013 fing dann der Supergau an.

Meine Mutter wurde faul und träge. Ich musste zusätzlich ihre Angelegenheiten auch noch regeln, was wieder zusätzlichen Stress bedeutete. Doch dann eine Woche vor Weihnachten kam meine Mutter nachts zu mir. Sie wollte in die Notaufnahme weil sie Nierenschmerzen hatte. Bin mit ihr hin.. und die Diagnose: Leukämie..

Zwei Tage vor Weihnachten wurde sie zur Therapie nach Frankfurt gebracht, seit dem war sie dort. Ich mit meinem Erzeuger alleine, der nun meinte er könne sich alles erlauben. Mama bekam direkt Chemo und war wochenlang weg. Die paar Tage die sie zwischendrin immer zu Hause war, musste sie weiter putzen und kochen weil es meinem "Erzeuger" egal war. Derweil bin ich jeden zweiten Tag zur seelischen Unterstützung zu Mama gefahren und hab weiterhin alles alleine geregelt (hab zwar noch 3 Geschwisterm aber sonderlich drum geschert ham die sich ach nie.)

4 Monate später, nach der REHA, sollte sie wieder nach Hause dürfen.. gesund. Es waren keine Krebszellen mehr zu finden. Doch dann der Schock. Koma, durch 2 Gehirntumore, die durch die Leukämie entstanden waren. Vor 4 Monten starb sie daran.. und seitdem läuft einfach alles mies.

Abgesehen davon das ich nich wirklich trauern konnte durch den ganzen Stress, hatte ich anwaltlich gegen meinen Vater zu tun, wer denn jetzt die Wohnung übernimmt, da Mama alleine im Mietvertrag stand. Für mich war die Wohnung zu groß, daher hab ich die Übernahme verweigert. Mein Erzeuger hats verpasst und maulte gleichzeitig rum warums kein Telefon und kein Fernsehen mehr gab, lief ja alles auf Mama. Und das musste ich eben abmelden. Er hätte es zwar übernehmen können, meinte aber er hat ja Zeit ohne Ende dafür... Im Anschluss dessen setzte mich mein Erzeuger einfach vor die Tür.

Jetzt wohne ich seit geschlagenen 4 Monaten bei meinem Bruder und durchlebe hier die Hölle. Ich fühle mich seit Monaten nicht mehr wohl bei ihm. Er hat Macken die einfach nich ertragbar sind, nen für mich grauenhaften Musikgeschmack und nimmt so gut wie keine Rücksicht. Ich stehe unter Dauerstress und könnte den ganzen Tag heulen. Er hat jetz auch noch seinen Job verloren wodurch er 24 Std am Tag zu Hause ist. Es is nur ne kleine Zwei Zimmer wohnung, 40qm. Also auch kaum Ausweichmöglichkeiten. Zu allem Überfluss gingen bereits 6 "für mich gesicherte" Wohnungen in die Brüche weil ständig was passiert.

1. Einer hat 100 Euro Kaution angezahlt, das war dem Vermieter natürlich lieber

2. Die Vormierter weigerten sich aus der Wohnung auszuziehen, Nomaden

3&4. Vemrieter hat 2 Wochen lang ständig den Unterschreib-Termin verschoben bis der Makler keine Lust mehr hatte und alles abbgebrochen hat

5. Vermieter hat an falschen Mieter vermietet.

6. Älteres Ehepaar konnte nicht mehr aus der Wohnung ausziehen weil das Pflegeheim wo sie rein wollten, Stress gemacht hatte. Da war sogar ein Anwalt mit im Spiel.

Bei allen Wohnung bis auf die erste hatte ich volle Kaution und bei manchen auch eine Ablöse für die Küche vorgezahlt. Das Geld hab ich natürlich zurückerhalten.

Ich hab in Zwischen sogar schon Angst vor dem Haustelefon meines Bruders. Weil immer wenn das Telefon klingelte es nur schlechte Neuigkeiten sind. Das Ganze zieht sich jetzt bereits über 4 Monate. Ich hab bereits nen Hautausschlag im Nacken, Haarausfall und schlafe nicht mehr gut, wobei ich auf der Couch schlafen muss. Ich hab Alpträume von meiner Mutter, meinem Bruder und vom Telefon. Ich komme nicht mehr zu Ruhe und fühl mich die ganze Zeit wie angespannt. Jemanden zum reden hab ich nicht, außer einer Freundin über ICQ. Für Besuche ist sie zu weit weg. Ich versuche immer Haltung zu bewahren weil mein Umfeld ja der Meinung ist das es Leute gibt denen es schlimmer ergeht wie mir. Ich hab ja kein Stress weil ich viel am PC sitze und mir gehts ja eigentlich gut. Die verstehen gar nich welch heftigen seelischen Stress ich seit Monaten ausgesetzt bin. Ich esse auch kaum noch, weil immer schlechten Nachrichten kommen, die mir den Appetit verderben.

Ich war immer der Kämpfertyp und hab meine Beste stets zurecht gewiesen wenn sie mit Suizidgedanken ankam.. aber.. in Zwischen erwische ich mich immer öfter wie ich selbst mit dem Gedanken spiele. Ich hatte mir sogar mal überlegt ne Straftat zu begehen, damit ich ins Gefängnis komme. Nur damit ich mein aktuelles Umfeld nicht mehr ertragen muss. Vllt schups ich meinen Erzeuger ma ausm Fenster oder so..

Es würde eine ganz einfache Lösung geben: Meine Eigene Wohnung.

Aber wie heißt es so schön? .. "Immer wenn ich mir was Vornehme und Hoffnung hab, fällt das Schicksal lachend vom Stuhl." Es kommt immer wieder was dazwischen, so als ob das Leben mich einfach nur leiden sehen will.

Kennt ihr den Film "Truman Show"? .. so fühl ich mich. Der Hauptdarsteller in einer künstlichen Welt und deren Erbauer verbockt mir sämtliche Vorhaben nur damit die Außenwelt sich an meinem Elend erfreuen kann. Ich warte nur noch auf den Mann der mich befreit.. bzw.. kann ich denk ich lange drauf warten.

So das war meine Geschichte. Wie würdet ihr meinen Psycho-Stand einschätzen. Mein Bruder meint dauernd das ich mich nich so anstellen soll, ein "Freund" meinte das ich froh sein kann das mein Bruder mich aufnimmt und das ich deshalb nich ma das Recht hätte meine Meinung zu sagen, obwohl ich die Hälfte von allem zahle. Ne Freundin sagt dauernd ich soll mir ne Arbeit suchen weils damit einfacher wäre ne Wohnung zu finden. Sicher stimmt das, würd ich auch gerne.. aber ich komm im Moment nicht ma mit mir selbst klar. Ich bin nicht faul, keines Wegs, eher im Gegenteil ich träume von einer eigenen Autowerkstatt~ Aber ich kann nicht arbeiten während mein Bruder mit Hardcore-Metall nachts schläft oder sich bis 2 Uhr nachts neben mich an PC setzt und ihm das ma egal is das ich arbeiten müsse (hat er gesagt, is ja seine Wohnung, ne?)

Er hat mich ja schon für 4 Tage aus der Wohnung verbannt weil er sich ne Tusse angeschleppt hatte.. und gestern meinte er auch es würde jemand kommen und ich soll Kopfhörer aufsetzen damit die in Ruhe nebenan rammeln konnten.. Naja vllt bin ich auch tot und DAS hier is meine Hölle...

Ich selbst schätze meinen Psychischen Zustand so ein, das ich bald entgültig zusammen breche. Ich weiß nicht ob ich Depressiv bin, ob ich Verhaltensstörungen oder ähnlich habe. Nur das mir das alles übern Kopf wächst, ich Angstzustände habe, Schweiausbrüche krieg wenn das Telefon läutet und jede Nacht Alpträume habe. Ich glaube normal ist das nicht. Und auch dem Spruch: "Mach dir doch nich son Stress" Das is eig. mein Hauptspruch seit dem Stress mit meiner Freundin. Ich hab mir bei ne "leck mich doch" Einstellung angewöhnt, ganz gleich was sie macht, mir is wurscht. Hab ich, seit ich bei meinem Bruder wohne, auch versucht.. Aber der bringt diese ganzen Sache so, das ichs nich ignorieren kann..

Also: Was kann ich meiner Psyche gutes tun um mir zu helfen, bevor ich entgültig zusammenbreche oder meine Suizidgedanken real werden.. das Übliche "Wohnung suchen" und "Arbeit suchen" mach ich ja schon

Ach und Sorry für den langen Text, hatte es in nem andren Forum mal auf wesentliche beschränkt und da hieß es dann auch, is doch net schlimm.. "dein Bruder is halt anders wie du.. stehs durch und gut is" Deswegen hab ich hier jetz mal das "Schlimmste" und wichtigste aus meinem Leben rausgepickt, das wirklich für meine Auffassung alles andre als schön war.

lG

Antworten
N5umber XOf <Th9e Beast


Hey, sira-chan :)_

Das ist ja wirklich schrecklich, was dir passiert ist und dass du jetzt in so einer Situation bist :-(

Ich weiß auch ehrlich gesagt nicht, was ich dir raten soll. Aber da es dir sehr sehr schlecht geht, ist es das beste, wenn du dir umgehend psychologische Hilfe holst, um das ganze erst einmal zu verarbeiten und um wieder halbwegs stabil zu werden.

LG @:)

d=squa(redx2


Hab keine Erfahrung in diesem Bereich, aber vielleicht versuche doch mal eine stationäre Therapie. Dort bekommst Du neben Beratung auch eine strukturierte Umgebung und triffst auch auf gleichgesinnte Menschen.

Vielleicht bekommst im Anschluss auch eine Beratung, wie Du Arbeit und Wohnung für Dich findest.

FXrau Erdmmännchxen


Eine Möglichkeit wäre auch der sozial-psychiatrische Dienst @:)

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