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Werde ich verrückt? Angst vor Verfluchung, Dämonen, etc.

A+kaqsh2a\767


Diese Aussage ist komplett richtig, unterschlägt allerdings, dass empirische Studien genauso belegen, dass die Hypnotherapie deutlich wirksamer (ein auf die Hälfte bis ein Drittel reduzierter Therapieaufwand) ist.

Diese Aussage finde ich gewagt - zumindest, wenn du sie mit denen von dir geposteten Artikeln begründen möchtest. Den Vergleich z.B. zur kognitiven Verhaltenstherapie konnte ich da nicht finden. Verzeih, wenn ich das überlesen habe, hab das lediglich überflogen. Es wäre schön, wenn du besser geeignete Studien verlinken könntest. Ist der Begriff eigentlich geschützt oder wie erkennt man, dass man an einen seriösen Therapeuten geraten ist? Versteh mich nicht falsch, ich bin kein Gegner dieser Therapieform, für entsprechende Studien wäre ich dir deshalb dankbar.

Und es geht hier um ein akutes Problem der TE und um Lebensqualität, wo man nicht erst 10 Sitzungen über drei Monate verstreuen will.

Momentan kann ich bei der TE psychische Störung erkennen, die eine Therapie notwendig macht. Die TE scheint eher selbst den Wunsch nach einer Theapie zu verspüren. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass ein ein Gespräch - auch mit einem nicht-Fachmann erfolgreich wäre.

Psychotherapie wäre mir dafür etwas zu krass, glaube ich...

Was ist denn deiner Meinung an einer kognitiven Verhaltenstherapie krasser als an der von dir favorisierten Therapieform?

Möchte auch keine Psychopharmaka eingeredet bekommen

Wenn du dich an einen psychologischen Psychotherapeuten wendest, ist die Wahrscheinlichkeit, dass dir das passiert, eh gering. Die Medikamente waren ein Vorschlag meinerseits, da ich die Erfahrung gemacht habe, dass viele Patienten sich das in akuten Angstsituationen wünschen. Ich bin selber kein Fan von Psychopharmaka, allerdings können starke Ängste das logische Denken blockieren. Ich kann mir deshalb vorstellen, dass sie dir helfen können, rational mit deinen Befürchtungen umzugehen.

C8hancxe007


@ espanyola

Ich war schon immer etwas ängstlich und habe mich schnell in etwas hineingesteigert, aber so extrem wie jetzt war es noch nie.

Wir lernen nicht nur Positives. Auch Negatives wird mit jeder weiteren Erfahrung verstärkt und abgespeichert. Die Angst wird intensiver mit jeder neuen (vermeintlich) bestätigenden Erfahrung.

Vorher war ich sehr glücklich und zufrieden mit meinem Leben, dieses eine blöde Ereignis hat nun alles verändert...

Es geht nicht nur um dieses eine Erlebnis. Siehe Deine eigenen Worte:

Ich hatte vor einigen Jahren mal (eigentlich unbegründete) Angst davor, HIV zu haben, habe dann einfach einen Test gemacht, der war negativ, also konnte ich diese Sorge vergessen

Die Angst begleitet Dich also nicht erst seit gestern.

Ich glaube nicht, dass es Dir helfen wird, Dich nur auf die Beseitigung dieser einen aktuellen Angst zu beschränken. Das verschafft, wenn es gelingt, kurz Erleichterung. Aber es wird sich einer neuer Grund für eine neue Angst finden und dann geht es von vorne los. Wieder Angst, nur in neuem Gewand, wahrscheinlich in noch größerer Ausprägung.

Irrationalen Ängsten kannst Du nicht mit Logik begegnen. Das funktioniert nur bei berechtigten Ängsten (wurde hier erwähnt, das sind die, die zum Überleben notwendig sind). Aber was Du ganz sicher tun kannst ist, Deinen ganz persönlichen Angstauslösern auf den Grund zu gehen. Genau hin zu schauen, wo diese Art der Angst bei Dir herkommt, woraus sie sich entwickelt hat. Dann kannst Du der Angst auf einer anderen Ebene begegnen und sie hinter Dir lassen.

Ein Hypnotherapeut ist eine tolle Sache. Um in der akuten Situation zu lindern auch sicher hilfreich. Langfristig halte ich in Deinem Fall jedoch tatsächlich eine andere Therapieform für sinnvoller. Es hilft Dir langfristig nicht, wenn Du nicht lernst, die Angst aus eigener Kraft hinter Dir zu lassen.

Ciomrxan


Den Vergleich z.B. zur kognitiven Verhaltenstherapie konnte ich da nicht finden. Verzeih, wenn ich das überlesen habe, hab das lediglich überflogen.

Es ging hier nicht um kognitive Verhaltenstherapie, sondern um den Vergleich zur Körperpychotherapie:

Die Behandlungsformen unterschieden sich in dieser Untersuchung nicht in ihrer Wirksamkeit. Allerdings war

die Therapieintensität bei der Körperpsychotherapie dreimal höher als bei der Hypnotherapie. Die HT- Klienten haben zwischen dem ersten und zweiten Messzeitpunkt durchschnittlich M=1117 (s=759) Minuten in Therapie verbracht. Bei

den KT- Klienten waren es durchschnittlich M=3111 (s=1567). Der Unterschied ist hoch signifikant (t=7,897; p<0,001).

Auch wenn wir etwas offtopic werden, vielleicht helfen dir folgende Quellen mehr:

A comparison study reported in 2007 by American Health Magazine indicates some psychological issues benefit more from hypnotherapy than psychoanalysis and behavior therapy. A German university meta-analysis of 444 studies supported this claim, concluding a 64 percent success rate with hypnotherapy for stress, anxiety and chronic pain.

(Beitrag Washington Times von Paul Mountjoy, member of the American Psychological Association and the Association for Psychological Science)

Zitat aus der benannten Studie:

Psychoanalysis: 38% recovery after 600 sessions

Behavior Therapy: 72% recovery after 22 sessions

Hypnotherapy: 93% recovery after 6 sessions

Auf diese Studie wird sich vielfach bezogen, du findest in Google genügend Referenzen und sie decken sich auch mit anderen Studien, die ich noch in der Literatur habe und somit nicht auf das Web verweisen kann. Etwas Gegenteiliges habe ich bisher nirgendwo gefunden - einzige Ausnahme, der Betroffene ist für Hypnose schlecht geeignet oder ungeeignet.

c[ha|rliexdog


Psychotherapie wäre mir dafür etwas zu krass, glaube ich...

Nun ehrlich gesagt, dein Problem ist ja auch etwas krass... eine wirre Frau brabbelt etwas vor sich hin und du schiebst tagelang die Panik. DAS finde ich krass. Ich würde auch einen Psychologen oder Psychater empfehlen. Und zwar dringend. Bin gespannt, wie die Geschichte weiter geht.

eMs;pan7y|ola


Danke für eure Meinungen! :-)

Evtl. wäre eine Psychogherapie ja wirklich eine gute Idee, aber wie jemand ja sagte ist dort ein Erfolg erst nach längerer Zeit und vielen Sitzungen zu erreichen, diese Panik macht mich aber so verrückt, dass ich das nicht mehr so lange aushalte ohne komplett am Rad zu drehen :-(

Heute Morgen geht es mit wieder sehr schlecht, war um 5h wach und hatte eine Panikattacke, jetzt habe ich immer noch Herzrasen und ab und zu ein richtiges Stechen im Brustbereich. Vielleicht brauche ich doch Beruhigungstabletten? Kann man die denn beim normalen Hausarzt bekommen? Oder einfach in der Apotheke?

c8harl+ied=oxg


Ja ich würde dir empfehlen, schnell bei deinem Hausarzt vorbei zu sehen und ihm erklären worum es geht. Er wird dir dann möglicherweise erstmal etwas zur Beruhigung geben. Fände ich eine gute Idee :)^

Erva Rexlla


Gegen solche Ängste wirkende Medikamente müssen verschrieben werden; frei zu kaufen gibts nur pflanzliche Produkte, und die helfen wenig. Die Nebenwirkungen der echten Tranquilizer sind aber heftig, sie machen meist müde und träge. Und haben Abhängigkeitspotential. Also nicht zu lange einnehmen!

e=span&yola


So, ich war vorhin beim Arzt, habe eine Überweisung zum Psychotherapeuten und ein Rezept für ein Beruhigungsmittel bekommen, das ich dann ab heute Abend nehmen soll. Habe zwar immer noch Angst, aber mir geht es schon besser als heute morgen. Zum Hyponotherapeuten werde ich übrigens trotzdem gehen, bin mal sehr gespannt auf den Termin.

c)harliredxog


Bravo ! Gut gemacht. Jetzt kanns nur noch aufwärts gehen. :)^

E(vla Rtella


Lehrreicher Faden.

Hier kann man sehr gut mitbekommen, dass uns nur eines verrückt machen kann: die eigenen Gedanken.

(Von biochemischen Vorgängen im Gehirn jetzt mal abgesehen).

e~sp&aSn)yola


Danke, ich hoffe auch, dass es jetzt etwas aufwärts geht :-)

Ja, es sind wirklich meine eigenen Gedanken, die mich total verrückt machen... Ich denke noch immer ständig an dieses blöde Ereignis, habe keinen Appetit, Übelkeit, etc. Nichts macht mir so richtig Spaß, am liebsten würde ich die ganze Zeit im Bett liegen :-|

Habe mir eben auch noch Baldrian Tabletten geholt, kann man die problemlos zu den Psychopharmaka dazu nehmen (ist ja pflanzlich)?

eOspPanyoxla


Was ich vielleicht noch erwähnen sollte: Laut Arzt dauert es etwa 2-4 Wochen bis die Tabletten Wirkung zeigen und das ist mir einfach zu lange, bis dahin bin ich komplett verrückt :-| Daher die Überlegung, jetzt erstmal noch Baldrian zusätzlich zu nehmen

ceharli_eddoxg


Dann hat er dir wohl ein Antidepressiva gegeben ? Was genau hast du bekommen ?

eUspanyxola


Sertralin habe ich bekommen. Soll wohl auch gegen die Panikattacken wirken, aber eben erst in ein paar Wochen :-|

csha0rli=edoxg


Ja das ist ein Antidepressiva, hilft auch gegen Angst. Schade, hat er dir nicht "Notfalltabletten" gegeben, die eben sofort wirken, damit du mal herunterfahren kannst. Ich weiss leider nicht, ob du Sertalin mit Baldrian zusammen nehmen kannst, ruf doch schnell in der Apotheke an.

Mit dem Sertalin musst du wohl etwas Geduld haben, ist aber wohl auf längere Frist besser, als ein Notfallmedikament, bei denen man wie schon erwähnt schnell abhängig werden kann.

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