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Puer Aeternus - Für alle noch nicht erwachsenen Männer

wQiRllg3eGsundfseixn hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute *:) ,

schön, dass ihr euch für diese Thematik interessiert! Das heißt, die meisten wissen wahrscheinlich schon, was das bedeutet (man ist ja selten "zufällig" im Internet unterwegs). Hier nochmal meine eigene Kurzdefinition:

Der Puer Aeternus ist im Grunde ein Mann, der in seiner geistigen Entwicklung noch Kind oder Teenager ist und tief innerlich nicht erwachen werden will: Er scheut Verantwortung (mind. anderen Gegenüber), will haben ohne zu geben (materiell und auch emotional), nimmt Einschränkungen als Gefahr und flieht oft (Beziehungen sind besonders gefährlich) und sucht rastlos nach seinem Platz im Leben ohne sich bewusst zu sein, dass er ihn in sich selber suchen muss...

Je nach Lebensumständen können diese Persöhnlichkeitsmuster kaum ertragbares Leid verursachen :°( !

Hier gibt es einen (zwar etwas ausführlicheren aber deswegen die Thematik zumindest oberflächlich vollständig beschriebenen) sehr gut verständlichen Text dazu:

[[http://www.sein.de/geist/persoenliches-wachstum/2013/von-maennern-die-niemals-erwachsen-werden.html]]

Und natürlich den dazugehörigen (englischen, weil auf deutsch nicht vorhandenen) Wikipedia-Eintrag:

[[http://en.wikipedia.org/wiki/Puer_aeternus]]

Ich selber bin leider ein Vorzeigemodel und habe vor ein paar Tagen beschlossen, aktiv dagegen anzugehen, weil es so in meinem Leben einfach nicht mehr weitergehen soll (kann schon, aber es ist nicht angenehm :|N )

Ich freue mich auf unseren Austausch über die Schwierigkeiten und Umgangsmöglichkeiten :)^

Antworten
SSkbazraboaeusx94


Es trifft erstaunlich viel von dem Geschriebenen auf mich zu. :-X Ich find das ziemlich interessant, dennoch auch sehr verallgemeinernd. Dann vieles davon, kann doch unabhängig voneinander existieren und ganz anderen Erkrankungen geschuldet sein.

Wie es z. B. bei mir ist. Ich denke, dass die Punkte, in denen ich mich wieder erkenne, auf die anderen Erkrankungen zurück zu führen sind. ":/ z. B. habe ich keinerlei Probleme damit, mich partschnerschaftlich zu binden und narzisstisch bin ich auch nicht. :-D Also bin ich vermutlich kein Betroffener. %:|

Eqhemalviger Nu5tpzer (#l46x7193)


Je nach Lebensumständen können diese Persöhnlichkeitsmuster kaum ertragbares Leid verursachen :°( !

Können. Manche fühlen sich hingegen darin recht wohl bzw. sehen darin kein Problem. Gibt nicht umsonst den Spruch "ab einem gewissen Alter wachsen Männer nur noch" ;-)

wDillgensundhsein


Ja, das stimmt! Bei mir ist es auch nicht so eindeutig wie ich es gerne hätte ???

Ich pendle zwischen zwei Extremen und auf der jeweiligen Seite fehlen mir dann die Anteiles der anderen Seite. Wahrscheinlich muss ich lernen, mit der Spannung umzugehen und beide Seiten zu integrieren!

Gibts denn sonst keine Männer, auf die das oben Geschriebene zutrifft?

TWhe bes%t revZenge


Ach ist das witzig, das trifft zu 100% auf mich zu. Wie alt bist du denn? Ich bin 25 und fühle mich nicht wirklich erwachsen. Mich freut es aber dass es andere "Leidensgenossen" noch gibt.

Ich habe extreme Schwierigkeiten mich zu binden. Sei es wenn es um den Partner , Freunde oder den Beruf geht. Man lebt im möglichen denn eine Entscheidung für etwas ist gleichzeitig immer eine Entscheidung gegen zig andere. Ich bevorzuge generell ein einfaches provisorisches Leben

"Disziplin, Routine und Tätigkeiten, für die man geduldig üben muss, sind ihnen ein Gräuel, weshalb sie meist nicht in der Lage sind, beruflich ihren Platz zu finden oder ihre Gaben voll zu entfalten."

So steht es geschrieben bei sein.de und das trifft bei mir voll zu.

Auch das Geühl von ewiger Suche begleitet mich seit langem. Man sucht etwas aber man weiß nicht genau was. Und jeder Versuch es zu ergründen scheitert und frustriert Im Grunde ist es die Suche nach Identität die mein Leben bestimmt. Ich könnte noch viel mehr darüber schreiben aber ich bin jetzt zu müde.

*:)

w}illgCesundsdexin


Kennt das sonst niemand ???

SS. .wal|lisxii


doch, trifft zumindest teilweise zu. Einiges auch nicht. Ein megaaugenöffnendes Label ist dieser Puer aeternus jedenfalls nicht, und wie Skarabaeus94 schon schrieb kann da noch einiges anderes reinspielen. Ich glaub wenn man wirklich mit sich klarkommen will muss man schon etwas tiefer graben, sonst verlagern sich jetzige Leerheiten und Rastlosigkeiten einfach nur auf später. Aber ein Wegbeginn könnte das schon darstellen.

Je nach Lebensumständen können diese Persöhnlichkeitsmuster kaum ertragbares Leid verursachen** :°( !

Können. Manche fühlen sich hingegen darin recht wohl bzw. sehen darin kein Problem.

jo genau^^ ... aber wenn jemand leidet ist es natürlich sinnvoll etwas zu unternehmen und ich schätze die meisten Menschen leiden unter einer Ersachsenwerdenverweigerung wirklich irgendwann, dann ist es die naheliegenste Lösung. Vermutlich ein kleiner Schritt zu, wie sie im Text sagen: einer echten Herzöffnung^^

Der Jüngling ist Teil des reifen Mannes - seine Spontanität, Risikobereitschaft, Kreativität, sein Idealismus und sein Charme sollen nicht abgeschafft, sondern vielmehr in ein größeres Ganzes integriert werden. Das bereitet den Weg für eine echte Herzöffnung: gegenüber sich selbst, gegenüber dem Leben, den Beziehungen und der Welt.

schaut euch "die Erwachsenen" doch an, der Anteil derer die zufrieden, selbstreflektiv und insichruhend sind ist nun nicht wirklich groß. Dass die die es sind durchgehend alle total erwachsen sind bezweifle ich doch stark.

Ich freue mich auf unseren Austausch über die Schwierigkeiten und Umgangsmöglichkeiten

was genau macht dir denn Schwierigkeiten, du hast zwar oben einiges gefettet aber das ist ja erstmal nur kopiert und bis auf "sucht rastlos nach seinem Platz" sind die Lösungen ja ziemlich straight: konfrontieren, geben, stand-/aushalten und sowas.

Beschreib dein Leiden und Schwierigkeiten mal genauer, ich glaub da kriegst du hilfreichere Postings als so.

wGillYgesunrdseixn


Also für mich war dieser Artikel sehr augenöffnend. Ich wollte hier eigentlich gar nicht so unbedingt über mich schreiben, aber warum nicht, einer muss ja den Anfang machen. Die Sachen die unten stehen machen mir das Leben manchmal sehr schwer, aber insgesamt gehts seit ein paar Jahren stetig bergauf und ich habe das gute Gefühl, mich inzwischen echt gut zu kennen.

Ich hatte den Artikel gelesen und mich einfach in wirklich fast allem wiedererkannt. Also diese ganzen unreifen Muster wie sie bei Kindern oder auch Teenagern noch oft der Fall sind (und das ist auch ok, nur halt mit fast 30 oder älter nicht mehr):

Sehr schnell schlechte Laune oder starke Selbstzweifel bekommen, sobald ich was machen muss, was ich nicht will oder gut kan (was mir keinen Spaß macht, ich als "niedere Tätigkeit" betrachte oder mir nach kurzer Anstrengung nicht gelingt).

Schwierigkeiten, mich auf eine Frau einzulassen, wenn ich sehe, wie viele es sonst noch so gibt und eigentlich ständig auf der Suche nach echter Liebe, Verbindung und Nähe zu sein.

Sich auf einen Job festlegen und dann auch wirklich durchbeißen, auch wenns mal keinen Spaß oder Erfolg gibt.

Eine leichte latente Unsicherheit und daraus resultiernde Arroganz Menschen gegenüber.

Die stetige Suche nach unmittelbarer Befriedigung in Form von Essen, Anerkennung (Erfolg, Respekt), sexueller Stimulation usw.

Ich könnte ne ganze Seite damit vollschreiben, aber das ist nicht nötig. Ich bin mir dieser Sachen inzwischen (nicht zuletzt durch diesen Artikel) bewusst und arbeite daran, mich zu ändern (Und das klappt!!!). Ich muss dazu sagen, dass ich extrem reflektiert bin! Das ist keine Selbstbeweihräucherung! Ich war mal in Therapie und der Therapuet meinte, er hätte selten einen so (hyper)reflektierten Menschen kennen gelernt und das ist auch nicht unbedint angenehm, weil ich mir eben extrem vieler Dinge bewusst werde, die mir dann erst Kummer bereiten. Aber es gibt mir auch die Möglichkeit, diese schödlichen Muster zu verstehen und entgegenzuwirken und das ist sehr gut. Der Schlüssel zu einem emotional und kognitiv sehr erfüllten Leben, man muss nur damit umgehen können!

Es gibt viele viele alte nicht erwachsen gewordene, die sich dessen aber nicht bewusst sind und es sie deswegen auch nicht stört. "Selig sind die geistig armen!"

schaut euch "die Erwachsenen" doch an, der Anteil derer die zufrieden, selbstreflektiv und insichruhend sind ist nun nicht wirklich groß. Dass die die es sind durchgehend alle total erwachsen sind bezweifle ich doch stark.

Das muss ja auch nicht sein, denn es geht ja um die, die nicht erwachsen sind und Probleme haben... Und ich glaube, dass ein Mensch, der wirklich mit sich im Reinen ist, meistens auch mit der Welt und die Welt mit ihm klar kommt, was ja quasi lapidar ausgrdrückt "erwachsen sein" heißt...

wYillDgesundsxein


Sonst keine erwachsenen Männer hier, die erst in der Mitte des Lebens merken, dass sie die ganze zeit geflohen sind und sich niemals auf ernste Dinge wirklich einlassen konnten ???

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