» »

Wieso gibt es Menschen, die um ein Tier dermaßen trauern?

SMhojxo


Wie gesagt finde ich es merkwürdig, dass man als Vegetarier Milch konsumiert, weil Milch am einfachsten zu ersetzen ist und doch relativ viel Leid erzeugt. Also ich rede hier jetzt von "direkter Milch", also Milch, die man trinkt oder verwendet, um bspw. Pfannkuchen zu backen oder sich ein Müsli zu machen. "Indirekte Milch", also Milch, die in verarbeiteten Produkten, die man wo auch immer kauft, ist damit nicht gemeint, da da die Alternativen etwas schwieriger sind.

Mit demselben Argument könntest Du fragen, weshalb überhaupt noch jemand Fleisch isst, wenn es doch Tofuwürstchen und sonstige vegetarische Alternativen gibt. Es ist einfach ein anderes Nahrungsmittel. Ich zum Beispiel verabscheue Sojamilch mit einer Inbrunst, die ihresgleichen sucht. Hafer- oder Reismilch sind halbwegs okay, aber begeistern mich - abgesehen vom deutlich höheren Preis - nur sehr phasenweise. Ich liebe Käse, Joghurt, Quark, Ayran etc. Es gefällt mir, wenn jemand vegan lebt, ansatzweise oder vollständig, und ich kenne eine ausgezeichnete und sehr leistungsfähige Sportlerin, die das tut und keinerlei Mangelerscheinungen hat, ohne sich allzu gründlich mit der Ernährung auseinanderzusetzen, sie führt also keine Tabellen und rechnet nichts aus, sie sagt, vielseitig und fertig, das sei eigentlich sehr einfach. Für mich wäre ganz vegane Ernährung mit großen Opfern verbunden, die ich derzeit noch nicht zu bringen bereit bin, und die Verdrängung funktioniert ganz gut. Fleischlose Ernährung ist für mich kein Opfer, da ich als Kindergartenkind aufgehört habe, Fleisch zu essen, und es mittlerweile einfach nicht mehr als Nahrungsmittel wahrnehme.

SFhojho


Ich trauere aber trotzdem sehr um meine Haustiere. Auch wenn ich das Leid von Kühen und Hühnern mitverschulde. Ich finde nichts leichter nachvollziehbar als das. Was man von der Beschaffenheit des menschlichen Charakters halten mag, steht auf einem anderen Blatt, aber vergleichbare Verdrängungsmechanismen sind doch wirklich alltäglich, es irritiert mich, dass manche Leute das offenbar nicht verstehen.

d(a<nahe8x7


Ist doch eh immer alles Abwägungssache. Ich lebe als Vegetarierin, esse immer wieder auch gerne vegan, aber nicht immer, dafür liebe ich meine Lasagne zu sehr. Am Ende hinterlässt alles mögliche Schäden, sieh sich nur eine die Ökobilanz der Internetnutzung an, Auto, Handys, Altersvorsorge, Kleidung... Jeder muss sehen wo der Verzicht möglich scheint und abwägen und ob er nun Lederschuhe bedenklicher findet oder die Schäden die bei der Förderung und Herstellung von synthetischen Fasern schwerer wiegen.

E"ishoe'rnchexn


ich werde dazu nichts mehr posten.Wie gesagt,die Eier die man kauft,sind unbefruchtete,hat nichts mit Tötung von Hühnern zutun. Das Kuhmilch für Erwachsene nicht gesund ist oder eine Unverträglichkeit auslöst,ist doch Schmarrn!

S4hojRo


ich werde dazu nichts mehr posten

Das ist auch, angesichts der Tatsache, dass Du offenbar nicht einmal die simpelsten Zusammenhänge verstehst oder zumindest vorgibst, es nicht zu tun, mit großer Sicherheit besser so.

Rwoger=Rabbixt


Leider konntest du den Ball noch nicht abspielen ;-D .

E'ish|oernchxen


das ist eine Unterstellung,die ich dir genauso unterstellen kann. :=o

AiE19x77


Nein, mir gehts damit genauso. Natürlich ist so ein Tier bei vielen Teil der Familie. Was mir aber immer sauer aufstößt, ist die "Vermenschlichung" tierischen Verhaltens die dann in beliebige Richtungen gedeutet wird.

Schon mal daran gedacht, dass der Mensch auch nur ein Tier ist? Und dass Tiere nun mal oft menschenähnliches und Menschen oft tierähnliches Verhalten an den Tag legen?

Mir gefällt weder die Kategorisierung, wonach bestimmte Lebewesen mehr Recht auf Würde und Leben haben als andere, noch gefällt mir, dass manche Leute darüber bestimmen wollen, worüber und wie andere zu trauern haben. Leben und leben lassen, sag ich dazu nur.

Generell sollte man als Mensch mal weniger egozentrisch sein und sich nicht immer für die Krone der Schöpfung halten. Das sind wir einfach nicht. Vielleicht muss man sich für diese Erkenntnis aber auch erst mal ein Weilchen mit Biologie und vor allem mit astrophysikalischen Phänomenen befasst haben. Der Mensch sollte sich nicht immer so wichtig nehmen, in kosmischen Maßstäben sind wir nichts.

Ansonsten kommt es doch immer auf die Einzelfälle an. Wenn jemand von frühster Kindheit an mit einem Hund aufwächst, dieser Hund dann verhältnismäßig sehr alt wird und stirbt, wieso sollte man um ihn dann nicht genauso trauern wie um einen Menschen? In meinem Fall habe ich nicht ganz so extrem getrauert, aber das lag nur daran, dass ich mich schon 2, 3 Jahre vor ihrem Tod immer wieder gedanklich damit auseinandergesetzt habe. Weil viele Tiere nun mal eine wesentlich kürzere Lebenserwartung als Menschen haben.

Ich persönlich kann jetzt auch nicht nachvollziehen, wie man extrem um Hamster oder Wellensittiche trauern kann. Aber ich würde mir niemals anmaßen, andere Menschen dafür zu verurteilen oder sie schräg anzugucken. Ich hatte solche Kleintiere noch nie, also kann ich auch nicht beurteilen, welche Bindung zwischen Mensch und solchen Tieren möglich ist.

Für meinen Fall kann ich nur sagen, dass mit Hunden eine sehr intensive und "vermenschlichte" Bindung möglich ist. Zumindest dann, wenn man es zulässt und den Hund von Anfang an nicht als minderwertiges Tier, sondern als vollwertiges Familienmitglied betrachtet.

COhancxe007


Wie gesagt,die Eier die man kauft,sind unbefruchtete,hat nichts mit Tötung von Hühnern zutun.

%:|

Srhojxo


das ist eine Unterstellung,die ich dir genauso unterstellen kann. :=o

Nur halt ohne sachliche Grundlage. ;-D

WdaschNSoda


Liebe Leute, es ist immer wiede erstaunlich, in welche Richtung diese Diskussionen gehen. Da fragt jemand, ob es natürlich ist, dass Menschen wochenlang um einen toten Vogel oder ein Meerschweinchen traueren und einige Seiten später geht es um Veganismus und Massentierhaltung und und und. Bleibt beim Thema!

Ich persönlich finde es einfach nur lächerlich, wenn man so übertrieben um Tiere trauert. Letztens hat sich meine Kollegin zwei Wochen krank geschrieben, weil ihr Kanarienvogel gestorben ist. Hallo ??? ? Wenn ich an meine Oma denke, die den Krieg miterlebt hat, ihre Kinder an Keuschhusten gestorben sind und und und. Die war so robust und abgehärtet, dass sie in ihrem Leben nicht einen Tag nicht gearbeitet hat. Und heute sind die Leute wegen eines kleinen Tieres wochenlang außer Gefecht gesetzt. Das ist lächerlich.

Tiere haben auch für mich eine große Bedeutung, aber trotzdem bleibe ich auf dem Boden der Tatsachen.

A[le&xwandraxT


Das ist lächerlich.

Nein, dies ist es nicht. Ich bin zwar auch nach dem Tod meiner Mutter zur Arbeit und auch nach dem Tod meiner Katze. Aber ich hab trotzdem bei beiden gelitten wie ein "Hund". Lächerlich ist da nichts... beide standen mir nahe. Ich hab selbst auch viel Gewalt erlebt... bin aber trotzdem nicht "hart" geworden und lasse Gefühle aller Art nach wie vor zu.

E{schelHbachexr


Jeder sollte selbst mit dem Verlußt eines Tieres klar kommen,genau so wie mit dem Verlußt eines Menschen!!!

Und ganz sicher hat kein weiterer Mensch das Recht sich über diese Trauer zu äußern!!!

Für mich war der Verlußt meines ersten Hundes nach 12 Jahren schlimmer als der Verlußt meiner Frau nach 22 Ehejahren! Is halt so!!!

H#ud6ipfbupf1


Wenn ich an meine Oma denke, die den Krieg miterlebt hat, ihre Kinder an Keuschhusten gestorben sind und und und. Die war so robust und abgehärtet, dass sie in ihrem Leben nicht einen Tag nicht gearbeitet hat. Und heute sind die Leute wegen eines kleinen Tieres wochenlang außer Gefecht

Das ist sicher ganz schlimm, wenn man so ein Schicksal hat.

Glücklicherweise wissen jüngere Generationen in unseren Breitengraden nicht, wie es ist im Krieg zu leben.

Der Verlust eines geliebten Tieres, ist für die betreffende Person einfach nur schlimm und dass deine Grossmutter ein Kind durch Keuchhusten verloren hat, kann daran auch nichts ändern.

Es werden bei uns auch tonnenweise Lebensmittel weggeschmissen und in Afrika verhungern Menschen....

Trauer ist Trauer und es gibt keine Kategorien.

Trauer lächerlich zu nennen finde ich einfach nur geschmacklos!

Abgesehen davon erlebe des öfteren, dass Leute tagelang wegen eines Schnupfens nicht arbeiten.

Wochenlang wegen eines toten Kanarienvogels nicht zu arbeiten, finde ich etwas übertrieben und ich glaube auch nicht, dass das der Wahrheit entspricht.

Ich finde jeder soll mit dem Tod eines Tieres umgehen dürfen wie es für ihn gut ist, ohne gleich für verrückt erklärt zu werden.

MLoniyk1a65


Irgendwo muss es doch aber auch eine Grenze geben und man muss das doch auch mal aussprechen dürfen.

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH