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Wieso gibt es Menschen, die um ein Tier dermaßen trauern?

A+lexa ndrxaT


Diese Grenze ist bei jedem aber woanders. Man kann seine Meinung kundtun... sollte aber nicht mit "lächerlich" oder "krank im Kopf" daher kommen. Trauer hat für mich persönlich auch Grenzen... aber ich würde nie über die Trauer anderer urteilen. Ist also immer eine Sache wie man es in Worte fasst.

d-anaue8x7


Monika

Aber wer legt das fest wo die Grenze ist? Wer ist berufen dazu mir mitzuteilen, dass ich genau ab heute als krank zu gelten habe weil ich noch immer trauere?

M8oini4ka6x5


Es geht doch nicht um peanuts, wie lange, welcher Tag. Eher so um das Ausmaß. Wer das letzten Endes genau festlegt, ist mir ziemlich egal, vermutlich Psychologen und Psychiater, aber es gibt in meinen Augen so etwas wie gesunden Menschenverstand und ab einem bestimmten Punkt, möchte ich auch sagen oder zumindest denken können, dass das nicht mehr gesund ist. Wenn in meinem Job eine Kollegin 2 Wochen ausfallen würde wegen des Tods eines Tieres, wäre meine Veständnis sehr begrenzt, das gebe ich zu. Aber wie schon jemand schrieb, es ist ja noch die Frage, ob das überhaupt stimmt. Und wenn es stimmt, dann hat dieser Mensch ganz sicher gravierende Probleme, ich finde sehr wohl, dass das in Richtung psychische Krankheit geht. Ich nehmen mal an, dass es das ist, was die TE mit "krank im Kopf" meinte, was natürlich eine nicht ernst zu nehmende schnoddrige Ausdrucksweise ist.

d9anae8"7


Ich stehe dem sogenannten gesunden Menschenverstand ziemlich skeptisch gegenüber. Der ist so abhängig vom Zeitgeist, von den Modeströmungen.

M{ess?a8ggixo


Man schreibt dann, dass man mit dem Tod nicht klar kommt und seit Tagen nur noch am heulen ist, nichts mehr essen kann, teilweise nicht mal mehr zur Arbeit gehen kann

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...................................ja, die kleine Maus ist über die Regenbogenbrücke gegangen........

Bei aller Liebe zu einem Tier, aber ich denke mir dann, diese Person hat noch nie einen besonderen Menschen, den er über alles geliebt hat, verloren.

Da sollte doch mit zweierlei Maß gemessen/ getrauert werden.

AKleCxanxdraT


Meine Katzen gehen ebenfalls über die Regenbogenbrücke.... sie sind dann meine Schutzengel und passen auf mich auf... bis wir uns eines Tages wiedersehen. Und ja, ich hab eben meine Mutter verloren und im 2011 meinen Vater. Noch Fragen?

DOer wklein|e P rinz


Bei aller Liebe zu einem Tier, aber ich denke mir dann, diese Person hat noch nie einen besonderen Menschen, den er über alles geliebt hat, verloren.

Da sollte doch mit zweierlei Maß gemessen/ getrauert werden.

Das sehe ich auch so. Es gibt nur eine Ausnahme: wenn das verstorbene Tier ein Hund ist. Wenn ein Hund stirbt, das kann locker schlimmer sein, als wenn ein Mensch gestorben ist.

ANlexLandiraT


Wieso ist der Hund eine Ausnahme und die Katze oder das Kaninchen nicht? Für jemanden der seine Katze, sein Kaninchen, seinen Hamster oder was auch immer liebte kann es genauso schmerzhaft sein wie bei Dir und Deinem Hund.

TrexQas679


Bei aller Liebe zu einem Tier, aber ich denke mir dann, diese Person hat noch nie einen besonderen Menschen, den er über alles geliebt hat, verloren.

Da sollte doch mit zweierlei Maß gemessen/ getrauert werden.

Nein, für mich nicht.

Ich trauere um mir nahestehende Lebewesen (Mensch und Tier)

Mein Pferd musste 2009 eingeschläfert werden, ich vermisse ihn immer noch sehr und habe deshalb auch das Reiten aufgegeben. Mein Bruder ist letzten Dezember jung verstorben, auch er fehlt mir. Ich hatte zu beiden, meinem Pferd und meinem Bruder, eine enge Beziehung. Und ich stelle da keinen über den Anderen, nur weil eines ein Tier und der andere ein Mensch war.

Beide waren wichtig in meinem Leben und haben mich ein grosses Stück meines Lebens begleitet und geprägt.

Hpudilpfupxf1


Ich stehe dem sogenannten gesunden Menschenverstand ziemlich skeptisch gegenüber. Der ist so abhängig vom Zeitgeist, von den Modeströmungen.

Das ist auch so.

Ich kenne jedenfalls in der heutigen Zeit niemanden mehr, der nach dem Verlust des Ehepartners ein Jahr lang Trauer (schwarz) trägt.

Früher war das Trauerjahr üblich.

Hund, Katze, Schwein....ist doch völlig egal, es kommt darauf an wie intensiv die Bindung zu einem Tier war.

Klar ist das bei einem Hund vielleicht etwas intensiver als bei einem Blutegel, da der Hund einem seine Zuneigung besser zeigen kann.

Eigentlich ist diese Diskusion völlig sinnfrei, da keine Seite die andere überzeugen kann.

Soll doch jeder wie er will und wie ers braucht.

Ich liebe meine Tiere sehr und bin untröstlich, wenn ich eines verliere.....basta!

S=hojxo


Bei aller Liebe zu einem Tier, aber ich denke mir dann, diese Person hat noch nie einen besonderen Menschen, den er über alles geliebt hat, verloren.

Da sollte doch mit zweierlei Maß gemessen/ getrauert werden.

Und wer legt das fest? Es darf ja wohl jeder Mensch selbst entscheiden, an wen oder was er sein Herz hängt. Der Tod meiner Schwiegereltern wird meinen Mann dereinst eher erleichtern als tief treffen, vor dem Tod unseres Hundes fürchte ich mich auch um seinetwillen jetzt schon. Der Hund ist ein fröhlicher, lieber kleiner Kerl, den wir sehr gernhaben, die Schwiegereltern sind weder fröhlich noch lieb, noch haben wir sie gern.

Ich würde trotzdem, wenn meine entsetzliche Schwiegermutter und unser Hund in einer lebensgefährlichen Situation wären und ich nur einen retten könnte, die Schwiegermutter retten. Aber nur aus Prinzip und keineswegs gern, und danach würde ich sie bitten, sich zu verpissen, damit ich in Ruhe um den Hund trauern kann, der mir so viel mehr wert war als sie. Letzteres würde ich ihr nicht dazusagen, aber ich empfinde nun einmal so. Der Hund wäre ein großer Verlust in meinem Leben, sie hingegen würde mir ganz schlicht nicht weiter fehlen.

dnana e8x7


Ich finde auch die Sache mit der Bindung seltsam. Meine Güte, ob das Mitleid des Tieres nur in meiner Einbildung existiert oder nicht, es tröstet mich und wärmt mich und das reicht um Bindung aufzubauen. Und Bindungen die wegfallen schmerzen.

Skhoxjo


Eben. Emotional oder scheißkacknüchtern mechanisch betrachtet, beides ergibt ganz schlicht Sinn und ist nun kein so irrsinnig exotisches und nie dagewesenes Phänomen. Wie kann man Trauer um ein Tier NICHT verstehen, wenigstens in der Theorie?

DJer kljeinPe Pirinxz


Wieso ist der Hund eine Ausnahme und die Katze oder das Kaninchen nicht?

Weil das Verhältnis Mensch-Hund ein qualitativ ganz anderes ist als das zwischen Mensch und Katze, Hamster oder Papagei. Zu Katze, Hamster und Co. kann man eine sehr enge Beziehung aufbauen, klar. Aber ein Hund rettet Dir das Leben, wenn er es kann, er ist der beste, bedingungslose Freund des Menschen, wenn es drauf ankommt. Katze, Hamster und Co. sind in dieser Beziehung völlig neutral, der Hund nicht.

d,anaex87


Würd ich so nicht unterschreiben. Für mich gab es gefühlt jedenfalls kein Gefälle zwischen meinen Meerschweinchen und dem Hund oder dem Pferd. Sie alle waren meine Freunde, ich habe sie geliebt und geweint als sie nicht mehr da waren. Pferde retten einem unter Umständen übrigens auch das Leben, gibt ja auch Blindenpferde. ;-)

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