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Wieso gibt es Menschen, die um ein Tier dermaßen trauern?

L"it"tleX-mit]-Lotxte


Für mich fängt das vermenschlichen aber z.B. schon an wenn das Tier mit ins Bett oder der Hund aufs Sofa darf. In extremen Fällen hab ich schon erlebt das dem Hund ein Brot geschmiert wurde weil er das ja angeblich so gern mag.

Dann vermenschlichen die Tiere sich aber irgendwo selbst. Hunde wollen gerne auf dem Sofa liegen, weil es schön ist und weil das Rudel da ja auch sitzt. Unsere Hündin hat eine eigene Decke in einer Sofaecke, weil sie von Anfang an immer aufs Sofa gestiegen ist und ich aber nicht wollte dass sie alles zerkratzt. Daher Decke in eine Ecke, beigebracht dass sie zwar hoch darf aber bitte nur dort und gut war es.

Ins Bett darf sie nicht, aber würde sicher sehr gern :=o bzw bei meiner 6jährigen Tochter liegt sie definitiv ab und zu im Bett, auch wenn sie es abstreitet :=o .

Ein Brot hätte sie wohl auch gerne ;-) aber da ich keinen Bettler möchte, gibt es das nicht.

doasgesMundeOplxus20


Wenn mir wirklich mal ein Hund stirbt zu dem man ja eine engere Beziehung hat, dann empfinde ich eher eine Erleichterung, wenn der kranke alte Hund nun nicht mehr da ist, man nicht mehr ständig zum Tierarzt muss, man nicht täglich wegen Inkontinent wischen muss, etc. Ich fühle mich dann eher befreit und freue mich auf den Nachfolger.

Wie bist du denn drauf? Machst du das bei Menschen dann auch so? Wenn deine Mutter mal Pflegefall wird und du dich evtl. mal um sie kümmern musst!? Freust du dich dann auch, wenn sie endlich tot ist, damit du nicht mehr ihre Windeln wechseln und auf sie aufpassen musst bzw. zu Ärzten fahren musst!?

Genau wegen solchen Aussagen sind mir Tiere lieber als Menschen. Denn auf solche Menschen kann man echt verzichten, sorry. Das ist ja mal eine bodenlose Unverschämtheit deine Aussage!

cJaprxime


Ich selbst finde es definitiv nicht normal, wenn ein Erwachsener in dem Ausmaße um ein Tier trauert und denke, dass da wirklich im Kopf was nicht in Ordnung ist.

Dafür finde ich es leider "normal" aber moralisch zweifelhaft, dass Menschen sich Tiere ins Haus holen. Denn wie du richtig festgestellt hast, werden sie "vermenschlicht", was meist aber nicht artgerecht ist. Das sind dann Kreaturen zweiter Klasse in deinem Haushalt, was sich schon daran zeigt, dass du nicht wirklich trauerst. Das soll kein Vorwurf sein. Ich denke, dass viele es gut meinen. Aber auch Tiere haben den Wunsch nach Gemeinschaft mit Artgenossen und einem natürlichen für sie artgerechten Leben haben.

Z.B. Vögel. In der freien Natur, würden sie sehr viel Fliegen, die Weite des Himmels sehen etc. und das nimmt man ihnen alles, auch den natürlichen Stress, wie Nahrung besorgen, anstrengende Flüge, wenn man sie im Käfig hält. Ich denke dass das psychisch für Tiere schlecht ist, da sie nicht ausgelassen sind, keine geistigen Reize, Inspirationen etc. haben. Klar sind sie nett zu ihrem Menschen, sie haben auch das Bedürfnis nach Liebe und freunden sich mit ihrer Gefangenschaft an, aber es ist eben ein nicht selbstbestimmtes Leben, dass anders ist, als es ihre biologische Natur vorgesehen hat. Man müsste sich mal vorstellen, Menschen würden im Zoo gehalten werden oder immer an die Leine gelegt, damit sie etwas frische Luft schnappen können und nur einen Weg langlaufen den ihnen jemand anderes vorgibt. Auch über ihre eigene Fortpflanzung dürfen Haustiere meist nicht frei bestimmen.

hbauska*tze


Zu dem Vermenschlichen von Tieren fällt mir gerade noch was ein. Meine Tiere habe ich nie vermenschlicht, es geschah mit der Zeit eigentlich genau das Gegenteil: ich wurde "veranimalischt", oder wie men es nennen soll.

Ich lebe seit Jahrzehnten ohne Menschen und nur mit Tieren. (Seit einem Jahr aus Wohngründen leider auch tierfrei).

Mit der Zeit verhielt ich mich in manchen Dingen wie meine Viecher. Schon lange esse ich auch aus einem Trog. So eine Tupperbox. Da klatsche ich mein Essen rein und fertig. Den Katzen klatschte ich das auch einfach so in den Napf, ohne Heckmeck. Tiere brauchen das nicht. Die wollen leckeres, ausreichendes Essen. Die brauchen kein Stück Petersilie am Tellerrand. Und bei mir im Trog sah es mit der Zeit auch so aus. Ein bisschen Stil, Hauptsache die Nährwerte stimmen und es schmeckt. Wenn meine Katzen mich nervten oder etwas taten, was sie nicht sollten, dann fauchte ich sie grell und deutlich an. Das kapierten sie und unterließen sofort ihren Blödsinn.

So richtig weiß ich gar nicht, was nun genau mit Vermenschlichung von Tieren gemeint ist. Welches menschliche Verhalten nehmen die Tiere denn dann an?

Eine unmögliche Sache sah ich vor langer Zeit mal im TV, also das war wirklich schon krank: da versuchte eine Katzenhalterin ihrer Katze das Essen mit Besteck beizubringen und band dem Tier mit Paketkordel die Gabel an die Tatze. Das finde ich schon Tierquälerei, weil die Katze dann nicht mehr weglaufen kann und auch nicht in normaler Katzenhaltung fressen kann. %:|

Hmudi~pfuxpf1


das jemand zwei Tage krank gemeldet war weil das Pferd gestorben ist. Dafür fehlt mir einfach das Verständnis.

Ich kann das schon verstehen, da ich selber ein altes Pferd habe.

Es steht ja meistens viel mehr dahinter, als nur der Verlust dieses Tieres, sondern auch der Verlust bestimmter Freizeitaktivitäten, denn ein Pferd zu haben ist ein sehr zeitintensives Hobby.

Auch der Freundeskreis besteht zum grössten Teil aus Pferdefreunden- oder Besitzern, da versteh ich schon, wenn das Leben beim Tod des Pferdes kurz aus den Fugen gerät, denn man muss sich komplett neu orientieren.

Jedes Tier ist ein Individuum, man kann es nicht einfach ersetzen.

Vielleicht ist es auch das Bewusstsein, nie mehr genau dieses Tier, mit all seinen Eigenheiten und auch Marotten zu finden, welche man in der gemeinsamen Zeit so liebgewonnen hat.

Allerdings kenne ich auch Leute, die Pferde (und Tiere allgemein) regelrecht sammeln.

Kaum haben sie ein neues, wird ein riesen Halligalli darum gemacht, wie schön und toll das ist und nach kurzer Zeit wird es in die Ecke gestellt, weil das Interesse verloren gegangen ist.

Dann wird es relativ emotionslos wieder verkauft.

Positiv an dem Ganzen ist, sie haben diese Tiere nie lange genug, um mit deren Tod umgehen zu müssen.

h:ausvkatxze


Ein bisschen Stil = Kein bisschen Stil

HdyObridxX99


Anscheinend bin ich dann aber immer der einzige, der sowas befremdlich findet. Sobald mal jemand vorschlägt einen Psychologen aufzusuchen und zwar nicht, weil man trauert, sondern weil man (und da muss ich zustimmen) doch wohl geistig nicht ganz klar ist, wenn man so sehr wegen eines Haustieres trauert, wird derjenige gleich als gefühlskalt und pietätlos dargestellt und es werden Rufe laut dieser pietätlosen Person sofort die Tiere wegzunehmen.

Ich selbst finde es definitiv nicht normal, wenn ein Erwachsener in dem Ausmaße um ein Tier trauert und denke, dass da wirklich im Kopf was nicht in Ordnung ist.

Ist schön, das du findest, dass Menschen, die um ihr Tier trauern nicht ganz richtig im Kopf sind. Finde diese aussage wirklich assozial. Es ist schön für dich, dass du da schneller drüber wegkommst oder es dir sogar egal sein kann, aber manche Leute sind da anders. Ich werde für einige Tage trauern, wenn meine Wellensittiche sterben. Ich weiß, der Tag wird kommen und ich weiß, es wird mich gefühlsmäßig erstmal aus der Bahn werfen. Ich habe eine sehr enge Bindung zu den Tieren und ich bin froh, das ich sie habe, da sie mir über eine sehr einsame zeit weggeholfen haben und auch wenn ich alleine Tagelang wegen depressionen in der Wohnung saß, haben die mich trotzdem mit frohem gezwitscher erfreut. Warum sollte ich nicht um sie trauern? Warum bin ich dann nicht ganz richtig im Kopf? Ich finde sowas muss man sich nicht anhören, diese aussage ist wirklich pietätlos. Du weißt nichts über diese Menschen die da trauern, du weißt nichts über ihre bindung zum tier. Abgesehen davon funktioniert das auch in die andere richtung. Als mein Opa gestorben ist, hat sein Dackel tagelang nichts gefressen, weil er nichtmehr da war und lag nurnoch traurig in einer Ecke rum. Ist das Tier auch nicht ganz richtig im Kopf?

Ich will jetzt nicht sagen, dass du deine eigene Meinung nicht haben darfst, das ist mir auch um ehrlich zu sein ziemlich schnuppe. Aber das du leuten nachsagst, die um ihr Tier trauern, einen an der Klatsche zu haben finde ich wirklich einfach nur dumm. Ich würde dir eher mal raten, einen Psychologen aufzusuchen, so wie du hier an die Sache Tod herantrittst klingt für mich nach einer krassen psychischen Verdrängung. Und das geht auf dauer nicht gut.

@ caprime:

Z.B. Vögel. In der freien Natur, würden sie sehr viel Fliegen, die Weite des Himmels sehen etc. und das nimmt man ihnen alles, auch den natürlichen Stress, wie Nahrung besorgen, anstrengende Flüge, wenn man sie im Käfig hält. Ich denke dass das psychisch für Tiere schlecht ist, da sie nicht ausgelassen sind, keine geistigen Reize, Inspirationen etc. haben.

Was du gesagt hast ist alles richtig. Leider sprichst du hier vor allem über die Menschen, die die Tiere nicht artgerecht halten. Dazu gehört als allererstes die Einzelhaltung, die meiner Meinung nach verboten gehört. Ich führe das jetzt nicht weiter aus, das kann man sich leicht ergoogeln, warum. Ebenso gibt es Menschen, die ihre Vögel dauerhaft im Käfig halten. Auch das ist eine sauerrei, da die Muskulatur komplett verkümmert. Wellensittiche sollten wenn, dann nur Nachts im Käfig sitzen müssen.

c]harloiedoxg


Wieso gibt es Menschen, die um ein Tier dermaßen trauern?

Dazu könnte man ganz einfach eine Gegenfrage stellen: Wieso gibt es Menschen, die das nicht respektieren ?

HNybri1dXx99


Dazu könnte man ganz einfach eine Gegenfrage stellen: Wieso gibt es Menschen, die das nicht respektieren

Würde ich anders formulieren: Wiese gibt es menschen, die das nicht nur nicht respektieren, sondern einem direkt einen Dachschaden diagnostizieren wollen?

Sorry das ich so aufbrausend schreibe, aber der Erstbeitrag macht mich wirklich stinksauer!

Nrina~lceinPB


@ melinka:

Genauso sehe ich das aber, dass ein Hund oder anderes Tier beliebig austauschbar ist. Ich habe Hunde, weil ich diese als Freizeitpartner ansehe. Ich treffe mich mit anderen Hundehaltern, gehe zum Hundesport, nehme den Hund beim Fahrradfahren mit und freue mich, wenn ich zuhause nicht alleine bin, jemand das Haus bewacht und ich ein anderes Lebewesen glücklich machen kann. Ganz ehrlich erfüllen fast alle Hunde diese Funktion und sind damit nach dem Tod ganz einfach zu ersetzen.

Bei Menschen sehe ich das anders. Den Partner oder die Kinder kann man eben nicht so einfach ersetzen, da sie mehr sind als nur ein Freizeitpartner.

Bei Verwandten kann man drüber streiten. Da gibt es Verwandte, die man gar nicht braucht, somit auch nicht ersetzen muss oder die man eh nur alle 10 Jahre sieht.

@ Wodehouse:

Ich finde deine Sichtweise sehr menschlich. Wenn bei Tieren ein Artgenossen stirbt und das verbliebene Tier dann nicht mehr frisst wird das ja gerne als Trauer interpretiert. In Wahrheit ist es aber für Gruppentiere wie Meerschweinchen, Vögel und Co sinnlos alleine weiter zu leben, da diese Tiere in der Natur alleine nicht überleben könnten. Und natürlich weiß das Tier auch nicht, warum nun der Artgenosse gestorben ist und da ist es logisch, dass man dann erstmal aus Vorsicht das Futter stehen lässt. Leben die Tiere aber in einer Gruppe, dann ist es den anderen piepegal, wenn da mal einer stirbt. Und wenn das "trauernde" Meerschweinchen oder der Vogel einen neuen Partner bekommt, dann fängt er sofort wieder an zu fressen. Ist das nun herzlos, dass Meerschweinchen und Co ihre Partner so schnell durch einen neuen ersetzen? Nein, oder? Warum soll es dann herzlos sein, wenn ich ein totes Tier schnell ersetze?

Und ja andersrum gibt es genug Hunde und Katzen, die ihre Menschen zu sehr als Tiere ansehen und dann anfangen das Baby zu hüten, den Menschen Mäuse zu bringen oder sich als Chef aufzuspielen. Man denke da nur mal an die vielen Papageien, die alleine gehalten werden. Die sehen ganz oft ihren Menschen wirklich als echten Partner an.

Zwischen traurig sein und trauern ist für mich aber ein großer Unterschied. Wenn mein Lieblingsfußball Verein verliert bin ich traurig, aber ich trauere nicht. (Es sei denn man ist BVB Fan, dann hat man wirklich Grund zum Trauern ;-D )

Dennoch habe ich auch um meinen einen Wellensittich sehr getrauert und viel geweint, der hat mich nämlich von 15 Jahre lang von Kindheit durch Pubertät begleitet und mein Herz hing an dem Tier.

Ein Wellensittich der 15 Jahre lang alleine leben musste würde mich viel trauriger machen als ein Wellensittich der irgendwann nach einem guten Leben einfach stirbt.... Und wenn ich am Ende sagen kann "Mein Tier ist jetzt gestorben, es hatte aber ein schönes Leben, nun gehe ich ins Tierheim und gebe einem anderen Tier die Chance auf ein neues tolles Leben, die es sonst nicht kriegen würde, dann gibt es für mich keinen Grund den Tod des Tieres nun als Weltuntergang zu sehen, sondern eher als Neuanfang. Wenn ich aber nach 15 Jahren sagen muss mein Tier hatte kein schönes Leben, denn es war immer alleine, dann wäre ich wirklich traurig.

@ caprime:

Genau so sehe ich das aber, dass Haustiere "Menschen zweiter Klasse sind", die einfach nicht den selben Stellenwert haben wie ein geliebter Mensch (aber immer noch einen höheren als ungeliebte Menschen, wie die Schwiegermutter ]:D ) somit auch nicht so viel Trauer verdient haben.

So richtig weiß ich gar nicht, was nun genau mit Vermenschlichung von Tieren gemeint ist. Welches menschliche Verhalten nehmen die Tiere denn dann an?

Da denke ich wieder an einzeln gehaltene Papageien. Die zeigen tatsächlich ihrem Partner gegenüber oft ein Paarungsverhalten, fangen an zu sprechen oder greifen andere Personen an, die sich ihrem Menschen nähern. Oft akzeptieren sie dann auch gar keine Artgenossen mehr und trauern dann auch tatsächlich, wenn der menschliche Partner stirbt. Oder wenn sich jemand einen Chihuahua ins Haus holt, weil man Angst vor großen Hunden hat, dann zeigt der Hund meist das selbe menschliche Verhalten und verbellt den bösen großen Hund aus Angst.

das jemand zwei Tage krank gemeldet war weil das Pferd gestorben ist. Dafür fehlt mir einfach das Verständnis.

Das kann jetzt sogar ich nachvollziehen. Wenn so ein wichtiges Tier stirbt dann finde ich Arbeit zwar sehr hilfreich um sich abzulenken, aber ich kann auch verstehen, dass man da trauert bei einem Pferd. Mit so einem Tier verbringt man ja teilweise 40-50 Jahre zusammen und sieht es täglich 1-2 Stunden, länger als so manch einer mit seinen Partner...

N!ina]lejinP'B


Dazu könnte man ganz einfach eine Gegenfrage stellen: Wieso gibt es Menschen, die das nicht respektieren ?

Weil das ein atypisches Verhalten ist. Dann könnte man ja auch anfangen andere atypische menschliche Verhaltensweisen wie Pädophilie zu akzeptieren. Klar mir kann es egal sein, wenn jemand in tiefe Depressionen fällt, wenn sein Hamster stirbt, aber es interessiert mich eben was in einem Menschen vorgeht, dass es soweit kommen kann.

MVarvieCurxie


Wow, mittlerweile kann ich auch nachvollziehen wieso man dich für einen Freak hält.

Hier fehlt eindeutig ein "Facepalm"-Smiley

M@ari9eCuVrie


Weil das ein atypisches Verhalten ist

Sagt wer?

D{ieFvüch?si[n8x0


???

NinaleinPB

Das Verhalten ist nicht atypisch, um ein Tier zu trauern ist menschlich.

N|inale\i<nxPB


Das sagen sicherlich eine menge Menschen...

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