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Wieso gibt es Menschen, die um ein Tier dermaßen trauern?

Whodeho"use


Weil das Verhältnis Mensch-Hund ein qualitativ ganz anderes ist als das zwischen Mensch und Katze, Hamster oder Papagei. Zu Katze, Hamster und Co. kann man eine sehr enge Beziehung aufbauen, klar. Aber ein Hund rettet Dir das Leben, wenn er es kann, er ist der beste, bedingungslose Freund des Menschen, wenn es drauf ankommt. Katze, Hamster und Co. sind in dieser Beziehung völlig neutral, der Hund nicht.

Wie kann man sich nur zu solch apodiktischen Aussagen hinreißen lassen? Als ob die eigene Erfahrung, der eigene Horizont, die eigene Meinung das Maß aller Dinge und immer und überall und für jedermann gültig wären. Versteh ich nicht.

":/

p/inkni[co7x5


Bei aller Liebe zu einem Tier, aber ich denke mir dann, diese Person hat noch nie einen besonderen Menschen, den er über alles geliebt hat, verloren.

Da sollte doch mit zweierlei Maß gemessen/ getrauert werden.

Das ist wohl m. E. richtig :)^

Ein angemessener Umgang mit Trauer und die Differnzierung ist m. E. sogar überlebensnotwendig. Wie soll ein Mensch sonst erst richtig schwierige Situationen meistern oder überleben können....

Natürlich darf aber auch um ein Tier getrauert werden, dass man in einer eigenen Weise natürlich auch geliebt und geschätzt hat und an das man sich auch gewöhnt hat. Trotzdem tut man sich nichts Gutes dabei, in unkontrollierte Trauer zu stürzen.

Die pragmatische Form hier finde ich auch gut, einem neuen Tier ein schönes Zuhause zu geben und das andere in schöner Erinnerung behalten. Fertig.

d2anae187


Wie soll ein Mensch sonst erst richtig schwierige Situationen meistern oder überleben können....

Wer, außer dem Betroffenen selbst, könnte denn eine Skalierung vornehmen, was im Leben als schwierig empfunden wurde und was nicht? Für den einen ist der Tod der eigenen Eltern schwer, für den anderen leicht, weil ja eh klar war, dass sie vor einem sterben. Dafür trifft den einen der Wohnungsbrand mehr als den anderen und für eine dritte Person ist eben der Tod des Haustieres eine wirklich schwere Situation während sie andere, sonst oft als schwer empfundene Situationen, ganz leicht wegsteckt.

Dse^r kle9ine 4Prinxz


Würd ich so nicht unterschreiben. Für mich gab es gefühlt jedenfalls kein Gefälle zwischen meinen Meerschweinchen und dem Hund oder dem Pferd. Sie alle waren meine Freunde, ich habe sie geliebt und geweint als sie nicht mehr da waren. Pferde retten einem unter Umständen übrigens auch das Leben, gibt ja auch Blindenpferde. ;-)

Sind ja auch alles Freunde, über deren Tod man traurig ist. Und trotzdem gibt es in den Beziehungen Mensch-jeweiliges Tier große Unterschiede und damit auch z.B. in der Tiefe der Trauer.

Würdest Du über eine gestorbene Kuh genau so intensiv trauern wie über Dein gestorbenes Pferd?

dganaze8x7


Über eine Kuh sicher nicht, über meine Kuh sicherlich schon.

Tzewxaxs79


Trotzdem tut man sich nichts Gutes dabei, in unkontrollierte Trauer zu stürzen.

das ist meiner Meinung nach nie gut, wenn man nicht mehr aus der Trauer rausfindet. Aber das ist weder bei der Trauer um ein Tier noch um einen Menschen gut.

pXinkbnicox75


Wer, außer dem Betroffenen selbst, könnte denn eine Skalierung vornehmen, was im Leben als schwierig empfunden wurde und was nicht?

Niemand :)z

Trotzdem braucht ein jeder Mensch ein kleines Schutzmäntelchen, dafür wäre es bestimmt sinnvoll zu lernen in dosierten Maßen mit Gefühlen umzugehen.

Und um Gottes willen ........ das ist jetzt kein Gebot für alle....ein kleiner Tipp am Rande, der auch ignoriert werden darf

D(er `kleiTne Pr9inxz


Okay. Ich nicht ;-).

Ich habe Hunde beerdigt, ich habe Katzen beerdigt und manches andere mehr (eigenhändig), meinen Vater auch (machen lassen). Bei den Katzen war ich traurig, bei meinem Vater war ich etwas trauriger, aber bei dem Tod meiner letzten Hündin war ich wirklich verzweifelt. So sehr, dass ich mir danach nie wieder einen Hund angeschafft habe.

Dler klReine uPrinz


War eine Antwort auf danae, 14:19 Uhr.

SHhojxo


Natürlich darf aber auch um ein Tier getrauert werden, dass man in einer eigenen Weise natürlich auch geliebt und geschätzt hat und an das man sich auch gewöhnt hat. Trotzdem tut man sich nichts Gutes dabei, in unkontrollierte Trauer zu stürzen.

Ja nu - man steht da ja nicht so neutral vor dem toten Tier und überlegt sich in Ruhe: "Stürze ich mich nu in unkontrollierte Trauer, oder geh ich jetzt erst mal was essen, was wäre wohl vernünftiger?" So ein bisschen Menschsein darfst Du dem Menschen schon zugestehen.

Würdest Du über eine gestorbene Kuh genau so intensiv trauern wie über Dein gestorbenes Pferd?

Du weißt gar nix (über Kühe), Prinz Snow!

Und Du hast einen sehr egozentrischen Standpunkt bei der ganzen Trauersache - es kommt bei Dir drauf an, was das Tier für einen empfindet und tut, also: WIe intensiv es um Dich und Deine Bedürfnisse kreist. Das ist nicht bei jedem so.

p7inkInicxo75


oh je...

Na ja ein Hund begleitet mich maximal 20 Jahre

Ein Vater hoffentlich 2 - 3 mal so lang.

Ein Hund ist bestimmt ein guter Freund, denke aber nicht, dass er im Normalfall einen Vater oder eine Mutter ersetzen kann / sollte.

Echt traurig wäre dies, wenn ein Hund eine ganze Familie ersetzt.

Armer Mensch...

dganaex87


Ich glaube, dass da eine weitere Komponente dazu kommt: Es muss passen zwischen dem Tier und dem Menschen. Meine Schwester ist ein Katzenmensch, so richtig ganz und glücklich kann sie ohne einen Stubentieger nicht sein und sie liebt jeden einzelnen. Doch da gab es diesen einen Kater, als der starb brach die Welt zusammen. Die beiden liebten sich. Als sie ein paar Tage mit der Klasse weg war, hat der uns im kompletten Flur vor Wut und Verzweiflung über ihre Abwesenheit die Tapeten von der Wand geschält und als wir in Ägypten waren sprach sie kaum, er fehlte ihr zu sehr als das sie hätte Spaß haben können. Die waren nur zu zweit zu gebrauchen und als dieser Kater starb, leider aufgrund eines Herzfehlers recht jung wenn auch unerwartet spät, da schien ein Stück meiner Schwester mit zu sterben.

D#er QklKeine[ Prixnz


Du weißt gar nix (über Kühe), Prinz Snow!

Doch, ich habe mit ihnen gelebt. Mit Pferden auch. Pferdetode gingen mir viel näher als der Tod von Kühen. Ich vermute, dass bei einer repräsentativen Umfrage ca. 90% das auch so sagen würden ;-)

psinkBniYco7x5


Ja nu - man steht da ja nicht so neutral vor dem toten Tier und überlegt sich in Ruhe: "Stürze ich mich nu in unkontrollierte Trauer, oder geh ich jetzt erst mal was essen, was wäre wohl vernünftiger?"

Das erstmal begraben und dann wass essen gehn ist sogar sehr natürlich und praktisch ;-)

S?hojo


Ich habe Hunde beerdigt, ich habe Katzen beerdigt und manches andere mehr (eigenhändig), meinen Vater auch (machen lassen). Bei den Katzen war ich traurig, bei meinem Vater war ich etwas trauriger, aber bei dem Tod meiner letzten Hündin war ich wirklich verzweifelt. So sehr, dass ich mir danach nie wieder einen Hund angeschafft habe.

Mag ja alles sein. Aber denk mal ans Fischlein - die würde um eine Katze sehr trauern, vermutlich mehr als um einen Hund. Die Trauer entsteht nicht aus der BIndung des Tiers an den Menschen, sondern aus der Bindung des Menschen an das Tier. Und Du hast Dich offenbar emotional mehr/anders an Deine Hündin gebunden als an Deine Katzen (oder Deinen Vater). Das kannst Du aber bitte teufelnochmal nicht so verallgemeinern, Du bist ja nicht der Maßstab der Welt. Und die Bindung an Hunde kann auch unterschiedlich stark sein. So wie man nicht um jeden Menschen gleich trauert, trauert man auch nicht um jeden Hund gleich. Eine Bekannte von mir war bbeim Tod ihres ersten Hundes, mit dem sie keine gute Chemie verbunden hat, zu ihrem eigenen Entsetzen vor allem erleichtert. Jetzt haben sie wieder einen Hund, und den liebt sie hingebungsvoll. Welt ist groß, kleiner Prinz!

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