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Wieso gibt es Menschen, die um ein Tier dermaßen trauern?

Tzex8abs7x9


Wenn ein Mensch nach dem Tod seines Haustieres regelrecht zusammenbricht, wie soll er erst nach dem Verlust eines nahestehenden Menschen weiter funktionieren.

es gibt ja auch noch viele Zwischenstufen von leichter Trauern und vor Trauer regelrecht zusammenbrechen.

Wenn man sich in der Trauer über längere Zeit verliert, empfinde ich das auch nicht als gesund, aber da ist für mich kein Unterschied ob Tier oder Mensch.

Ich habe um mein Pferd sehr getrauert, bin aber beim langsamen Tod meines Bruders vor Trauer nicht zusammengebrochen.

Die Trauer um ein Tier, sagt über die Trauer für einen Menschen und wie dieser dann damit umgehen kann gar nichts aus.

p`ink.nico7x5


Manch einer wäre der Meinung, dass Du das auch nicht kannst, wenn Du ÜBERHAUPT eine Bindung an ein Tier entwickelst.

Wer denn?

pEinknSico7x5


Ich unterscheide zwischen Trauer um Tier und Mensch

Habe ein Haustier

Bin Vegetarier

Habe einen Mann

Einen Vater (mit einem nicht besonders einfachen Beziehungsverhältnis zu einander)

Weitere Familie die mir wichtig ist

Ich würde härter getroffen sein, meinen Vater zu verlieren, als meine Katze. Ich gebs zu.

Warum?? Weil ich meine Wurzeln verliere, wenn mein Vater weg wäre und die Katze, ja um die würde ich weinen aber ganz schnell würde sie in meinen Erinnerungen weiter ihre Späßchen treiben und ich würde ihr dafür keinen Schrein der Trauer bauen....

Ich bin halt rationaler.... nennen wir das so.

Und für mich ist alles andere sehr seltsam.... und eben für mich auch echt fragwürdig...

MKessagxgio


Ich kenne jedenfalls in der heutigen Zeit niemanden mehr, der nach dem Verlust des Ehepartners ein Jahr lang Trauer (schwarz) trägt.

Früher war das Trauerjahr üblich.

Wer hat zu sagen, was üblich ist? Niemand!

phinknic\o75


Die TE schrieb

ich bin ja durch meine Haustiere auch öfters in Tierforen unterwegs und da lese ich immer wieder, dass Menschen schreiben, dass sie mit dem Tod ihres Meerschweinchens, Wellensittichs, etc. nicht klarkommen.

Da wird dann so einem Tier ein ganzes Thema gewidmet, man erstellt quasi einen Trauer-Blog und schreibt seitenlange Romane an das tote Tier, berichtet von 100 Erlebnissen, welche man zusammen hatte, teilweise zahlt man 400 Euro für eine Einzeleinäscherung oder gestaltet ein richtiges Grab im Garten, etc.

Man schreibt dann, dass man mit dem Tod nicht klar kommt und seit Tagen nur noch am heulen ist, nichts mehr essen kann, teilweise nicht mal mehr zur Arbeit gehen kann.

So könnte ich nur um einen Menschen trauern....ehrlich {:(

p)indk0nicox75


Und auch wenn ich so um einen Menschen trauern müsste, müstte ich mir psychologische Hilfe suchen, da ich befürchten müsste, das nicht alleine zu packen.

Echt schlimm {:(

SahFojxo


Na, das oder einfach Zeit und Gespräche. Und manchmal zerreißts einen auch einfach. Ich kann mir auch nicht vorstellen, mich nach dem Tod eines Hundes aus Trauer umzubringen oder jeglichen Lebenssinn zu verlieren - nach dem Tod eines Kindes, wenn kein anderes da ist, das einen dringend braucht, allerdings möglicherweise schon. Ich weiß es nicht und will es auch nie erfahren. Ich habe nur keine Lust, das zu bewerten - ja, im Fall der Trauer um einen Wellensittich ist das ein Grenzfall, und ja, die Frage ist immer, weshalb trifft die Trauer jemanden so hart, und wie findet er da wieder raus, und will er das überhaupt. Und man kann auch nicht mit jeder Art von Trauer was anfangen. Ich beispielsweise kann mit sehr nach außen getragener Trauer nichts anfangen, ich käme nicht auf die Idee, da meine rausgerissenen Eingeweide vor lauter Fremden auszubreiten, entsprechend ist es mir suspekt, weil ich es nicht gut nachvollziehen kann.

Ich weiß nur nicht, weshalb man es unbedingt mit Attributen wie "krank" oder "unnatürlich" bewerten muss. "Kann ich persönlich nicht nachvollziehen" reicht doch?

p_inkniicOo75


Weil man sich immer wieder im Leben mit solchen Fragen auch beschäftigen darf.....

und sich Fragen stellen darf, um zu reflektieren??!

Oder hast Du / ihr aufgehört Fragen zu stellen, weil ihr alle Antworten wisst ??

R6ogerGRa"bbit


...................................ja, die kleine Maus ist über die Regenbogenbrücke gegangen........__~~

Bei aller Liebe zu einem Tier, aber ich denke mir dann, diese Person hat noch nie einen besonderen Menschen, den er über alles geliebt hat, verloren.

Da sollte doch mit zweierlei Maß gemessen/ getrauert werden.

Oder sie haben schon so einige Schicksalsschläge erfahren und das ist nun ein weiterer. Ich halte diese These für gewagt.

Getrauert wird mit zweierlei Maß, und wenn es um einen Hund geht, kann es auch mal anders sein.

Warum stellst du aufgrund deines ganz persönlichen Empfindens generalisierte Regeln für alle auf?

Weil das Verhältnis Mensch-Hund ein qualitativ ganz anderes ist als das zwischen Mensch und Katze, Hamster oder Papagei. Zu Katze, Hamster und Co. kann man eine sehr enge Beziehung aufbauen, klar. Aber ein Hund rettet Dir das Leben, wenn er es kann, er ist der beste, bedingungslose Freund des Menschen, wenn es drauf ankommt. Katze, Hamster und Co. sind in dieser Beziehung völlig neutral, der Hund nicht.

Ich verstehe zum Beispiel schon sehr lange nicht, warum man zwischen einzelnen Tieren derartige Unterschiede macht. Ich mag Hunde, kann aber deren Glorifizierung gegenüber anderen Tieren nicht nachvollziehen. Für mich ist es tatsächlich seltsam, welchen Stellenwert der Hund für viele Deutsche (?) hat, die gleichzeitig große Mengen Fleisch verzehren und somit stark kategorisieren. Mir ist aber bewusst, dass ich damit in der Minderheit bin.

Liebe Leute, es ist immer wiede erstaunlich, in welche Richtung diese Diskussionen gehen. Da fragt jemand, ob es natürlich ist, dass Menschen wochenlang um einen toten Vogel oder ein Meerschweinchen traueren und einige Seiten später geht es um Veganismus und Massentierhaltung und und und. Bleibt beim Thema!

Jawoll, Ma'am! Die Querverbindung zwischen den Themen besteht meiner Meinung nach sehr wohl.

Skhoj%o


Weil man sich immer wieder im Leben mit solchen Fragen auch beschäftigen darf.....

und sich Fragen stellen darf, um zu reflektieren??!

Oder hast Du / ihr aufgehört Fragen zu stellen, weil ihr alle Antworten wisst ??

Nein, im Gegenteil. Für mich ist "Ach, die sind doch krank!" das Ende der Fragen und eine Positionierung, unter der man sehr unterschiedliche Erlebnisse in einer Weise subsumiert, die dem Einzelfall weder gerecht werden kann noch Interesse für ihn zeigt.

peink5nicEo7x5


"Ach, die sind doch krank!"

ist für mich genauso eine Wertung wie

"Nein das ist nicht krank sondern normal"

Und Ende der Fragestellung.... schade eigentlich...

Liebe Leute, es ist immer wiede erstaunlich, in welche Richtung diese Diskussionen gehen. Da fragt jemand, ob es natürlich ist, dass Menschen wochenlang um einen toten Vogel oder ein Meerschweinchen traueren und einige Seiten später geht es um Veganismus und Massentierhaltung und und und. Bleibt beim Thema!

und das habe ich glatt überlesen, egal den Einwurf verstehe ich eh nicht so ganz...

S hojKo


ist für mich genauso eine Wertung wie

"Nein das ist nicht krank sondern normal"

Und Ende der Fragestellung.... schade eigentlich...

Dann haben wir uns missverstanden. Es ist nicht "normal", beispielsweise so heftig um einen Wellensittich zu trauern, weil es eben nicht die Norm ist - die meisten Menschen tun das nicht. Mich würde dann, wenn ich dem Trauernden in irgendeiner Weise zugetan bin, interessieren, weshalb er so heftig trauert, was ihm der Vogel bedeutet hat, und ob er Hilfe möchte und ich ihm helfen kann. Im Rahmen meiner Grenzen eben. Ich finde es weder per se "krank" noch "normal".

A_lex[andraT


Und einen Menschen zu verlieren, den man liebt, glaubt mal, das ist um Meilen härter..

Ich habe bereits mehrere Menschen die ich geliebt habe verloren.... und ich hab um sie nicht mehr und nicht weniger getrauert als um meine Katzenfreundin Jule zb. Jule und ich hatten eine kurze - aber unheimlich intensive - Beziehung.

AFlexkandr_axT


Sie können aber nicht natürlich differenzieren zwischen Mensch und Tier und es bleibt fraglich, ob sie mit schwersten, traumatischen Schicksalschlägen überhaupt gut zurechtkommen werden

Ich kann zwischen Mensch und Tier differenzieren... aber Freund ist Freund - egal wieviele Beine er hat.

Und ich hab einiges erlebt und überlebt in meinem Leben.... ich bin damit zurecht gekommen. Trauer ist wichtig um mit dem Ereignis fertig zu werden.... es zu verarbeiten. Und dies tut jeder auf seine Weise. Und nichts davon ist krank oder falsch. Ich hab zb. heute noch Tränen in den Augen wenn ich an Katze Jule denke.... nicht aber wenn ich an meinen Vater denke. Und dies nicht weil ich ihn nicht geliebt hätte.... aber Katze Jule war eben für mich was spezielles... eine wunderbare und unersetzbare Freundin.

M aja-GCarlottxa


Wie viel Trauer um ein Tier ist normal? Darf getrauert werden?

Als unsere Melody mit nicht einmal einem Jahr überfahren wurde, war ich sehr traurig. Zwei Wochen war ich fertig mit der Welt. Denn indirekt war ich schuld. Ich war in Ohnmacht gefallen und die Treppe hinab. Daraufhin wurde der Krankenwagen gerufen und hat sie überfahren. Sie war immer für mich da. Sie fühlte, wenn es mir nicht gut ging. Dann weigerte ich mich 6 Monate, eine neue Katze aufzunehmen. Ich sah es als Verrat.

Ist das jetzt noch normale Trauer oder nicht? Ich denke, keiner kann beurteilen, wann es zu viel ist. OK, Selbsttötung wegen eines Tieres finde ich jetzt doch ein Extrem.

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