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Wieso gibt es Menschen, die um ein Tier dermaßen trauern?

E?hemali1ger Nutrzer (e#515$6x10)


Die meisten Tiere, die wir Menschen uns so als Haustiere halten sind domestiziert. Und gerade Hunde würde es ohne Menschen nicht geben. Hunde begleiten Menschen schon verdammt lange. Seite an Seite.

Und auch andere Haustiere sind in der Regel soziale Lebewesen, von denen sich viele sehr eng an ihre Menschen binden. Nicht für alle Haustiere ist der Mensch ein vollwertiger Sozialpartner. Vögel zum Beispiel sollte man in der Regel nicht in "Einzelhaft" halten. Aber Hunde ziehen Menschen oft als Sozialpartner ihren Artgenossen vor.

Und auch Katzen, Ratten und anderes Getier kann sich sehr enge an Menschen binden. Und wenn man einige Monate bis viele Jahre eng aneinandergeschweißt verbracht hat, dann halte ich es für durchaus normal den Verlust mindestens als traurig zu empfinden bis gar den Verlust intensiv zu betrauern.

H)ybrid,X99


@ blackheartedqueen:

Sehe ich ähnlich. Besonders im Vogelpunkt hast du recht. Ein einzeln Gehaltener Vogel, der sonst im Schwarm unterwegs ist, ist ein anderes Lebewesen nur mehr ein Ersatz für einen gleichartigen Partner. Deshalb werden einzeln gehaltene Wellensittiche sehr schnell sehr zahm, trauern aber, wenn der Mensch dann eben mal keine Zeit hat. Ich sehe das bei meinen Vögeln. Die hocken seltenst mal alleine rum. Die andere zeit wird sich zwitschernd unterhalten, gemeinsam geflogen und sich gegenseitig gekrault und geputzt.

cLapr4ime


Ferner würde mich mal interessieren, was manche Leute unter Vermenschlichen verstehen. Schliesslich sind wir Menschen auch nur Tiere, ausser das unser Gehirn etwas weiter entwickelt ist, unterscheiden wir uns nicht im Geringsten. Was also heisst "Vermenschlichen" ?

Hallo,

also was ich damit meine, ist dass Tiere eigentlich einen eigenen "Lebensstil" und Rhytmus haben. Ich hatte letztens bei YouTube ein "witziges Tiervideo" gesehen, wo Tiere irgendwas witziges getan haben. Eine Katze hat sich zB in aufrechter Position auf die Couch gesetzt, neben ihre Menschen oder ein Hund hat versucht zu sprechen und untypische menschenartige Laute versucht von sich zu geben. Das finde ich grundsätzlich nicht schlimm, da die Tiere das freiwillig machen. Aber psychologisch betrachtet (vermute ich jedenfalls) ahmen die Tiere die Menschen nach. Haustiere müssen immer die Regeln ihrer Menschen beachten, bekommen mit, dass sie "unterlegen" sind und auch, dass sie "sonderbar" sind. Denn die Mehrheit an Lebewesen um sie rum ist menschlich und lebt ganz anders und ist "mächtiger". Ich stelle mir vor, dass sie sich minderwertig vorkommen und am liebsten gleichwertig mit ihrem Menschen sein wollen und ihn versuchen nachzumachen. So erkläre ich mir jedenfalls dieses Verhalten auf dem YouTube Video.

Der andere Punkt ist, dass ein Haustier nie Stress hat Futter zu suchen oder ein Nest zu bauen etc. Denn sie leben (vermenschlicht) in der Wohnung, bekommen Fressen etc. und damit den Lebensstil ihres Menschen aufgedrückt. Haustiere die viel Auslauf haben, zB auf dem Land, und nicht das einzige Haustier ihrer Art sind, wird es vielleicht schon ziemlich gut gehen. Je enger der Lebensraum den der Mensch ihm zur Verfügung stellt (im Vergleich zum natürlichen), desto schlechter denke ich. Und ich bin mir auch nicht sicher inwiefern es psychisch gut ist nie "einen Job" oder ein Ziel zu haben. Wenn man zB Rentner im Altenheim beobachtet sind die auch nicht zufrieden, weil sie eigentlich nur "rumhängen". Ein Haustier sieht in vielen Fällen sein Leben lang die gleichen vier Wände oder seine Käfiggitter, frisst und schläft. Zwischendurch wird es noch gestreicherlt. Und das solange bis es stirbt. Ich würde bei solchen Lebensverhältnissen durchdrehen.

H7ybr;idxX99


Der andere Punkt ist, dass ein Haustier nie Stress hat Futter zu suchen oder ein Nest zu bauen etc. Denn sie leben (vermenschlicht) in der Wohnung, bekommen Fressen etc. und damit den Lebensstil ihres Menschen aufgedrückt.

Das ist eine verallgemeinerung, die so nicht stimmt. Vögel z.B. bauen sehr wohl ein Nest, wenn sie brüten wollen. Dazu müssen sie sich ihr Nistmaterial auch zusammenklabustern (bei mir sinds meist die Tapeten :-/ ). Und meinen Lebensstil kann ich denen garnicht aufdrücken, weil sie das nicht annehmen. Die können aus dem Käfig raus, wann sie wollen und sitzen und fressen, wo sie wollen (und was zu futtern finden).

Plorngxo


@ Ninalein PB

Die eigenen Tiere nach ihrem Tod dann aber wie einen Joghurtbecher einfach in der Tonne zu entsorgen und ohne Traurigkeit erleichert zu sein, wenn der kranke, treue Gefährte Hund gestorben ist, ist das andere Extrem, finde ich.

:)z :)= :)= :)= :)=

Das ist für mich z.B. auch nicht normal...wenn du deine Tiere einfach so wegwirfst..Für mich sind Menschen, wie du es bist...gefühlsarm und nicht sonderlich empathiefähig.

Ich habe mal einen alten Mann gekannt...er war arm, hatte ein schweres arbeitsreiches Leben hinter sich gebracht, seine Frau war gestorben. Er war ziemlich eigenbrötlerisch geworden und sein einziger Kamerad war ein auch mittlerweile alter Hund. Er tat alles für ihn und für den Hund war es sein einziger Mensch.

Dieser Hund wurde irgendwann krank, die Tierärztin wurde gerufen, und sie konnte nur noch eines tun, weil dem Hund nicht zu helfen war: Ihn einschläfern.

Der Mann weinte bitterliche Tränen, trug seinen Hund in den garten und begrub ihn. Es hat nicht mehr lange gedauert, und der Mann starb kurz danach.

Was fällt dir dazu ein Ninalein? Was ein dummer alter Mann? Heult um eine Töhle? :-| :-| :-|

CUhancse00x7


Ich stelle mir vor, dass sie sich minderwertig vorkommen und am liebsten gleichwertig mit ihrem Menschen sein wollen und ihn versuchen nachzumachen.

Genau dieses Beispiel ist ein Beispiel für Vermenschlichung. Allerdings von Deiner Seite aus, liebe caprime. ;-)

Tieren wird menschliches Denken und Fühlen unterstellt.

Ein Tier kommt sich weder minderwertig vor, noch möchte es dem Menschen unbedingt etwas nachmachen. :|N Das ist so ähnlich wie das oft in Tierverhalten vom Menschen hinein interpretierte schlechte Gewissen (das Tiere nun mal nicht haben, auch wenn es so aussieht).

E>hemaliger uNutzer (O#53021x8)


Anscheinend bin ich dann aber immer der einzige...

Bist Du männlich?

Chance007

Generisches maskulinum. Ich sage auch "derjenige", "der einzige" etc. und nicht "diejenige", "die einzige" wenn ich von mir rede. Das hat für mich nichts mit Geschlecht zu tun - nur im grammatikalischen Sinn als für w & m benutzbare Form.

C/hanoce007


Generisches maskulinum.

Mag sein. Aber es wäre auch nicht das erste Mal, dass sich jemand bei Neuanmeldung mit der Farbe vertut. Auch wenn hier der Name vorerst auf Weiblichkeit schließen lässt. Hätte ja sein können, der/dem TE ist der Unterschied nicht bewusst, daher meine Nachfrage.

r;atloosx01


tiere (insbesondere hunde) sind mitunter das schönste, was die welt zu bieten hat. sie werten nicht nach aussehen, geld und geist. sie geben unendlich viel und verlangen eigentlich nichts dafür zurück. wie einfach ist es, ein tier mit futter und liebe zufriedenzustellen! ihre dankbarkeit ist unendlich und vor allem ehrlich.

M>ada\me Cxharexnton


trauern um ein Tier hat nichts mit Vermenschlichung im negativen Sinne zu tun, aber anderen Lebewesen genauso viel Wert einzuräumen wie einem Menschen ist in meinen Augen die einzig gesunde Einstellung.....hätte diese jeder könnte man sehr viel Tierleid verhindern.

man kann ein Tier artgerecht halten aber es trotzdem so lieben wie einen guten Freund, immerhin begleitet es einen über Jahre hinweg.

und Menschen zu unterstellen sie "wären nicht richtig im Kopf" ist ja wohl die Höhe - Trauergefühle darf man haben, sind etwas sehr persönliches und wenn ein Mensch etliche Rituale braucht um sich von seinem Tier zu verabschieden ist das auch in Ordnung.

S?marYagdauxge


Sehe nur ich das so? Ich meine bei mir sterben ja auch öfters Kaninchen, Meerschweinchen und Co. Die werden dann aus rein praktischen Gründen in der Mülltonne oder unter der Erde entsorgt, weiter mache ich mir dann aber keine Gedanken um das tote Tier. Was tot ist, ist tot.

Wenn mir wirklich mal ein Hund stirbt zu dem man ja eine engere Beziehung hat, dann empfinde ich eher eine Erleichterung, wenn der kranke alte Hund nun nicht mehr da ist, man nicht mehr ständig zum Tierarzt muss, man nicht täglich wegen Inkontinent wischen muss, etc. Ich fühle mich dann eher befreit und freue mich auf den Nachfolger.

Das wiederum finde ich gestört, vorsichtig formuliert. Wer nicht den Unterschied kennt zwischen einem lebendem Wesen und einem Gegenstand, dem fehlt ganz objektiv irgendetwas. Ich frage mich gerade, warum Du Dir überhaupt ein Tier hältst? Wenn Dir öfter mal eins wegstirbt, solltest Du Dir besser keine mehr anschaffen.

E6hemalige7r Nut*zer `(#530x218)


@ Chance007

ach so ok. Wobei ich außer der (neutralen) Sache mit dem Wort "derjenige" keinen Anhaltspunkt dafür sehe, dass Ninalein in Wirklichkeit männlich sein könnte.

Cihkancex007


Wobei ich außer der (neutralen) Sache mit dem Wort "derjenige" keinen Anhaltspunkt dafür sehe

Nein, ich ja auch nicht. Ist mir nur im anderen Faden von ihr auch schon aufgefallen und ich dachte, ich frage mal. So üblich ist es in der Form der Verwendung ja doch nicht.

BLrovmbekerk[üchleixn


Wenn so ein wichtiges Tier stirbt

Wieso ist denn ein Pferd wenn es stirbt wichtiger als ein Hund oder ein Vogel? ":/

Echemalig<er ENutzer (t#53021x8)


Was das mit der Trauer angeht:

Bei meinen Großeltern gab es praktisch keine Haustiere im heutigen Sinn. Es gab für die Kinder eigene Kanninchen als eine Art Haustier; die Kinder hatten dazu auch einen emotionalen Bezug, so wie es heutzutage verbreitet ist. Aber irgendwann wurden diese Kanninchen geschlachtet und als Sonntagsbraten serviert. ... Für meine Großeltern ein völlig normales Vorgehen; für eines meiner Elternteile ein gefühlskaltes Verhalten + eine lebenslange Abneigung gegen Kanninchenfleisch.

Es ist oft Ansichtssache, ob man ein Tier eher als Nutztier betrachtet oder als eine Art "Gefährten".

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