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Wieso gibt es Menschen, die um ein Tier dermaßen trauern?

M[arlexne9


Liebe NinaleinPB

Wenn ich jetzt hier anfangen würde auf deine Frage zu Antworten, dann wäre ich morgen noch nicht fertig damit. Bei dem Durchlesen, deiner Beitrage und auch anderer Beitrage ist mir so viel durch den Kopf geschossen, dass ich damit wahrscheinlich ein dickes Buch hätte füllen können :)z

Aber um das ganze abzukürzen möchte ich dir nur eines sagen. Bei deinen Beiträgen hast du immer nur versucht uns mit Logik zu erklären, warum es abnormal wäre um ein Tier zu trauern, aus Gründen bei denen ich dir teils zustimme und großteils auch nicht.

Was ich mich aber frage wie willst du erklären, dass man um ein Individuum, das man liebt, bei dem man sich freut, wenn man es anschaut mit dem man Freude und Leid teilen kann, das einen nur durch anschauen trösten kann, dass uns durch seine eigenart zum Lachen bringen kann, dass uns Dinge zeigt von denen wir nicht mal wissen das sie existieren Tieren die uns neue Dinge lernen, neue Sichtweisen und Herangehensweisen. Lebewesen an die man sich gewohnt hat und einfach nur ihr dasein als angenehm findet gerade mit all ihren Eigenarten und Macken. WIe willst du mir erklären das es nicht normal ist, wenn man traurig ist wenn man all diese Sachen und Gefühle mit einem Schlag verliert. Zu Wissen das man nie wieder mit einem Tier mit den selben Eigenschaften zusammenleben kann, nie wieder diesselben glücklichen Gefühle erleben kann.

Mir zereißt das, dass Herz!

p;hilipx10


Für mich ist Trauer um geliebte Tiere sehr verständlich und nachvollziehbar. Ich selbst trauere auch sehr, wenn ich ein geliebtes Tier verliere. Dabei finde ich aber wichtig, daß die Trauer im Laufe der Zeit leichter wird und schönen Erinnerungen Platz macht. Wenn trauern über Jahre geht und gar nicht besser wird ist sicher was krankhaftes dran. :-/ Ansonsten darf jeder trauern, so stark und lange er will. Da ist man niemanden Rechenschaft schuldig. Allerdings sollte nicht das Umfeld desjenigen darunter leiden.

Srap-ienxt


Mich interessiert nun wirklich aus psychologischer Sicht, wie es so weit kommen kann, dass ein Erwachsener wirklich so dermaßen abgebrüht und empathielos Menschen ins Lächerliche zieht, die ihre Tiere von Herzen lieben und nach ihrem Tod um sie trauern? Finde nur ich das befremdlich?

:)^

genau das wollte ich auch schreiben. die TE schreibt über ein haustier wie über eine sache. bitteschön, jeder, wie er mag.... aber ich frage mich ernsthaft: WARUM hat so jemand überhaupt ein tier?

ich werde auch zu den lange trauernden gehören, wenn mein jetzt 16,5 jahre alter hund gehen muss. niemand - ausser meiner mutter - hat mich in meinem leben so lange begleitet. so viele tränen getrocknet und so viel bedingungslose liebe gegeben. und nein, das hat nichts mit vermenschlichen zu tun. es ist und bleibt ein hund. dennoch habe ich eine tiefe, emotionale bindung zu diesem tier. und wer nichtmal fühlen kann, was man zurückbekommt und ein solches lebewesen wie ein stück dreck im mülleimer entsorgt - sorry, der ist in MEINEN augen ein fall für denn psychologen und da sollte man mal hinter die fassade schauen. nicht bei denen, die zu empathie fähig sind.

p]hiUlipx10


Was ich mich aber frage wie willst du erklären, dass man um ein Individuum, das man liebt, bei dem man sich freut, wenn man es anschaut mit dem man Freude und Leid teilen kann, das einen nur durch anschauen trösten kann, dass uns durch seine eigenart zum Lachen bringen kann, dass uns Dinge zeigt von denen wir nicht mal wissen das sie existieren Tieren die uns neue Dinge lernen, neue Sichtweisen und Herangehensweisen. Lebewesen an die man sich gewohnt hat und einfach nur ihr dasein als angenehm findet gerade mit all ihren Eigenarten und Macken. WIe willst du mir erklären das es nicht normal ist, wenn man traurig ist wenn man all diese Sachen und Gefühle mit einem Schlag verliert. Zu Wissen das man nie wieder mit einem Tier mit den selben Eigenschaften zusammenleben kann, nie wieder diesselben glücklichen Gefühle erleben kann.

Mir zereißt das, dass Herz!

Du hast das gut beschrieben. Mir zerreißt es ebenfalls das Herz, wird besser mit der Zeit, meist gebe ich dann einem neuen Tier ein Zuhause.

zrimtz'icke


Diese Frage stellt sich mit in den Tierforen, in denen ich ab und an unterwegs bin, auch oft. Da werden Trauerblogs geschrieben, Kerzen angezündet, einige User (vorwiegend Frauen übrigens) sind oft sogar nicht mal mehr in der Lage zu arbeiten, wenn ihr Haustier gestorben ist.

Ich kann das bei aller Liebe und beim besten Willen nicht nachvollziehen. Als mein Vater gestorben ist, bin ich in tiefe Trauer verfallen, den Tod meiner Mutter, meines Partners oder gar meiner Kinder mag ich mir gar nicht erst vorstellen. Aber wenn unser Hund eines Tages stirbt - klar werde ich traurig sein und er wird ein Begräbnis kriegen. Aber mich krank schreiben lassen, weil ich vor Trauer nicht arbeiten kann, mich tage- und wochenlang in Erinnerungen ergehen - das wird mir garantiert nicht passieren. Da ist es dann eben doch "nur" ein Hund und hat in meiner persönlichen Wertigkeit einen anderen Stellenwert als die Mitglieder meiner Familie.

Muss ja jeder für sich selbst wissen, aber manchmal finde ich, dass Haustiere oft ängst nicht mehr Haustiere sind, sondern total über Gebühr vermenschlicht werden.

n_igec84


Wenn mir wirklich mal ein Hund stirbt

Wie viele Hunde hattest du denn schon?

Normalerweise leben die ja doch einige Jährchen?

M#ar-lenex9


Liebe Leute ich glaube der TE ist nicht unbedingt gefühlslos. Ich glaube sie versteht Gefühle einfach nur nicht, weil sie sie mit Logik erklären will. Aber Gefühle kann man eben nicht lenken und bestimmen.

Außerdem finde ich das die Trauer einer Person sehr Charakter - abhängig ist. Einer der seine Mutter verliert trauert z.B. ein halbes Jahr lang und muss sich extrem davon ablenken. Und trauert dann um sein geliebtes Tier eine Woche. Das ist in Relation gesehen, natürlich eine viel geringere Zeit. Genauso, wie manche mit einem Tod eines geliebten Mensche sichs chon nach ein paar Wochen arrangieren können und dann um ein Tier ein paar Tage trauern. Jeder Mensch hat andere Wege seine Emotionen zu verdauen, deshalb fällt man aber auch nicht gleich aus der Norm. :)z

P#ummeTllufxf


Muss ehrlich sagen ich bin nicht der Typ, der sich seinen Schmerz von der Seele schreiben würde und krank habe ich mich bisher auch noch nie schreiben lassen wenn ein Tier gestorben ist. Ich leide da lieber still, wobei krankschreiben wäre ne Option, weil wenn man in der Arbeit plötzlich an sein Tier erinnert wird und dann das weinen anfängt, wäre es besser.

Aber jeder soll trauern wie er will. Ich bezeichne die Glucken-Mütter auch nicht als psychisch krank, nur weil die Ewigkeiten um den Furz eines Kindes diskutieren müssen, was für kinderlose auch seltsam ist, in meinen Augen.

Und ich persönlich habe auch schon mehr um Tiere geweint als um Menschen. Wenn ne überfahrene Katze irgendwo auf der Straße liegt muss ich Tränen zurückhalten, weil ich mir vorstelle "oh die Arme Katze" und "die arme Familie die jetzt nach der Katze sucht" Bei Menschen gehen mir Unfälle nicht ganz so Nah.

Und wie gesagt ich bin in net Großfamilie aufgewachsen und sehe Tiere nicht als Menschenersatz an. ABER Tiere bereichern das Leben

m0ond)+st}ernxe


Du hast einige sehr krasse Dinge geschrieben. Wohl deshalb wurden ein paar Grautöne überlesen.

Wenn so ein wichtiges Tier stirbt dann finde ich Arbeit zwar sehr hilfreich um sich abzulenken, aber ich kann auch verstehen, dass man da trauert bei einem Pferd. Mit so einem Tier verbringt man ja teilweise 40-50 Jahre zusammen und sieht es täglich 1-2 Stunden, länger als so manch einer mit seinen Partner...

Du kannst also durchaus verstehen, wenn man um ein Tier trauert.

Genau so sehe ich das aber, dass Haustiere "Menschen zweiter Klasse sind", die einfach nicht den selben Stellenwert haben wie ein geliebter Mensch (aber immer noch einen höheren als ungeliebte Menschen, wie die Schwiegermutter ]:D ) somit auch nicht so viel Trauer verdient haben.

Deiner Meinung nach haben auch Haustiere Trauer verdient. Ich finde es genau wie Du auch nicht gut, Menschen auf eine Stufe mit Tieren zu stellen.

Ich habe Hunde, weil ich diese als Freizeitpartner ansehe. Ich treffe mich mit anderen Hundehaltern, gehe zum Hundesport, nehme den Hund beim Fahrradfahren mit und freue mich, wenn ich zuhause nicht alleine bin, jemand das Haus bewacht und ich ein anderes Lebewesen glücklich machen kann.

Du betrachtest Hunde als Lebewesen. Den Vorwurf, Du würdest Tiere als eine Art Möbelstück ansehen, finde ich unberechtigt.

Ist das nun herzlos, dass Meerschweinchen und Co ihre Partner so schnell durch einen neuen ersetzen? Nein, oder? Warum soll es dann herzlos sein, wenn ich ein totes Tier schnell ersetze?

Es klingt sehr herzlos, wie Du darüber schreibst. Es muss jedoch nicht herzlos sein. Wenn Du Dir direkt im Anschluss an den Verlust Deines Hundes einen anderen Hund besorgst, finde ich das nicht unbedingt herzlos.

Ein Blinder würde sich vermutlich auch einen neuen Blindenhund zulegen, ohne dass man ihm deswegen gleich Herzlosigkeit vorwerfen könnte.

A3lex?andrxaT


Ein Blindenhund wird ersetzt sobald er zu alt wird d.h. es wird ein neuer kommen bevor der alte Hund gestorben ist.

Lzola2e010


Wenn mir wirklich mal ein Hund stirbt zu dem man ja eine engere Beziehung hat, dann empfinde ich eher eine Erleichterung, wenn der kranke alte Hund nun nicht mehr da ist, man nicht mehr ständig zum Tierarzt muss, man nicht täglich wegen Inkontinent wischen muss, etc. Ich fühle mich dann eher befreit und freue mich auf den Nachfolger.

Das finde ich z. B. sehr befremdlich. Jeder Mensch ist anders und ich kenne viele Menschen, die um ihr geliebtes Tier sehr trauern. Menschen sind in vielen Dingen sehr unterschiedlich-eine Erklärung dazu ist nur in ihrem Charakter zu finden. Manche trauern ewig, wenn eine Beziehung gescheitert ist und sie verlassen wurden, andere wieder dann, wenn ein geliebtes Tier stirbt, wieder andere nehmen es sich extrem zu Herzen, wenn sie ihren Job verlieren und fallen in eine Depression. Andere hingegen tauschen ihre Tiere fix aus ohne groß zu trauern und fühlen Erleichterung, andere fühlen Erleichterung, wenn sie verlassen wurden oder es ist ihnen schlicht egal, wieder andere stehen nach dem Verlust ihres Jobs schnell auf und sagen: Ja, und jetzt beginnt ein neuer Lebensabschnitt und ich werd schnell etwas Neues, noch Besseres finden. Tja, so unterschiedlich sind die Menschen. Für mich gibt es kaum etwas Schlimmeres wie ein lieb gewonnenes, treues Haustier oder einen geliebten Menschen durch den Tod zu verlieren-das tut mir mehr weh als alles andere. Ich bin übrigens auch sehr froh drum, dass ich so empfinde und daran finde ich absolut nichts befremdlich.

gQaulboise


Wenn ne überfahrene Katze irgendwo auf der Straße liegt muss ich Tränen zurückhalten, weil ich mir vorstelle "oh die Arme Katze" und "die arme Familie die jetzt nach der Katze sucht" Bei Menschen gehen mir Unfälle nicht ganz so Nah.

Oha. DAS muss man sich erstmal auf der Zunge zergehen bzw. im Gehirn ankommen lassen. :-o

Ich glaube, ihr kommt in diesem Faden nicht zusammen. Außer vielleicht, um aufeinander einzuschlagen...ja, die TE hat vielleicht etwas grob und ungeschickt formuliert, aber ganz grundsätzlich mag sie ja Haustiere, sie versteht nur nicht, warum man sich bei Verlust eines Tieres dermaßen im Schmerz suhlt, wie das manche tun. Ich fand das auch schon immer befremdlich.

Ich habe schwer um unsere Hunde getrauert. Ich hab' heftigst geheult und gelitten. Da war ein sehr geliebter Teil meines Zuhauses nicht mehr da und damit ein Teil meiner eigenen Geschichte. Aber das hat mich nie soweit aus der Bahn geworfen, dass ich im täglichen Leben nicht mehr klargekommen wäre.

Nö, tut mir leid, das finde ich merkwürdig und auch ein wenig denaturiert.

Die allermeisten Tiere - jetzt vielleicht mal abgesehen von Galapagos-Schildkröten, Krokodilen und so - haben naturgemäß ein weitaus kürzeres Leben als Menschen. Wenn man sich ein Tier anschafft, weiß man, dass das wahrscheinlich irgendwann stirbt und dass das dazugehört.

Dann darf man traurig sein, klar - aber man muss nicht zusammenbrechen und seelenvoll vom besten Freund etc.blabla reden. Mich beschleicht dann immer der Verdacht, dass man über das unschuldige Tier Defizite im Umgang mit Menschen kompensiert hat. Mein Eingangszitat belegt das ziemlich exakt.

Haustiere sind eine wunderschöne Bereicherung des Lebens und immer-geliebte Genossen. Und wenn sie sterben, ist man sehr, sehr traurig. Aber nicht verzweifelt.

P/ummeOllxuff


Ja mir tun Unfälle mit Haustieren(nicht Igel oder andere Wildtiere) mehr leid als mit Menschen.da ist nun mal jeder anders. Mir liegen Katzen z.B. mehr (Nein ich habe keine) als Menschen, was nicht heisst, dass ich keine sozialen Kontakte hätte, nein im Gegenteil, aber ich genieße die Gesellschaft von Tieren, die sind ehrlich usw.

Als Mensch weiß ich, wenn ich mich auf ne Straße begebe ob mit Auto oder sonst was, kann es Unfälle geben, ich könnte sterben, aber weiß das ein Tier?

Und Tiere haben bei mir den selben Stellenwert wie ein Mensch, wenn nicht sogar mehr.. Und von was stammt der Mensch ab?

Wie gesagt ich muss mir von anderen Personen oft anderen Mist anhören, den ich befremdlich finde, mach deswegen auch kein Fass auf. Und irgendwo ist jeder Mensch irgendwo verrückt, jeder hat andere Macken, die einen trauern mehr um fremde Katzen als um menschliche Unfallopfer o:) , andere jammern seitenlang um den Tod ihres Tieres, andere entfachen Diskussionen weil sie nicht Gefühle anderer verstehen, oder verstehen wollen.

D&arumxa


Vorweg: Man kann sein Tier genauso lieben wie einen Menschen, der einem nahe steht - OHNE das man es vermenschlicht!

Der Tod unserer Hündin, mit der ich zusammen aufgewachsen bin (ich war 6 als wir sie bekamen und sie lebte fast 15 Jahre bei uns) hat mich tief getroffen. Ich habe sehr lange geweint und muss noch heute öfters schlucken, wenn ich an sie denke. Bei meiner Katze (war knapp 18 Jahre bei mir, seit ich 3 Jahre alt war), ist es ähnlich. Ich vermisse sie, war sie doch so lange ein Teil meines Lebens. Bei meinen Kaninchen war es nicht ganz so schlimm, muss ich zugeben. Aber traurig war ich jedes Mal sehr.

Was passiert, wenn mein Pferd mal nicht mehr ist, welches nun seit 10 Jahren mein absolutes Ein und Alles ist, mag ich mir nicht vorstellen. Ich liebe dieses Tier mit jeder Faser meines Körpers. Allein der Gedanke, dass er irgendwann mal nicht mehr sein könnte, macht mich fertig.

Wie kann man das nicht nachvollziehen können?

Als mein Opa starb habe ich nicht halb so gelitten, wie bei dem Tod meines Hundes oder meiner Katze - aber daraus schließe ich doch nun nicht, dass es befremdlich ist, wenn Menschen um ihre Großeltern sehr trauern, nur weil ich dieses nicht getan habe?

gwauUloixse


aber ich genieße die Gesellschaft von Tieren, die sind ehrlich usw.

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