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Was tun mit all den Zwängen?

SEinist2ra56x5 hat die Diskussion gestartet


Hallo an alle,

Und danke an jeden, der sich die Zeit nimmt, das durch zu lesen...

Ich quäle mich nun schon seit dem Kindergarten, also eigentlich fast schon seit ich denken kann mit extrem heftigen Zwängen rum.

Sie kamen einfach, gänzlich ohne Auslöser, denn nie ist mir irgendein Trauma widerfahren, in der Familie verstehen sich alle gut und ich wurde auch nicht daraufhin konditioniert.

Allerdings gab es in der Verwandtschaft schon andere Fälle von Zwangsneurose.

Angefangen hat es mit Wasch- und Symmetriezwängen, die am Tag zwischen 2 (an guten Tagen) und 5(an schlechten Tagen) Stunden in Anspruch nahmen.

Meine Haut war dementsprechend in schlechter Kondition, ich hab sie mir blutig geschrubbt nicht nur an den Händen, ich habe richtige Waschorgien veranstaltet, wo andere nur eine Katzenwäsche vornehmen.

Und jede Berühung mit allen möglichen Gegenständen, schon angefangen beim Telefon hat wieder weitere Waschrituale verursacht, sodass ich ständig ins Bad rannte und nach der Schule war es am schlimmsten, da gab es jeden Tag eine 1-3 stündige 'Generalreinigung'.

Hände, Arme, Gesicht schrubben, putzen, Kleider sortieren, denn Schulkleider waren verseucht und mussten von 'Freizeitkleidung' getrennt werden...

Nach diesen Waschsitzungen ging es dann weiter an Zeitschriften auf dem Tisch, die ich parallell zur Tischkante ausrichten musste, Platzdeckchen, den Laptop, das Telefon usw...

Irgendwann habe ich Striche auf Oberflächen gemalt um zu sehen wo die Gegenstände vorher standen, und wie ich sie wieder ausrichten muss.

Weil ich nicht nur an Gegenständen, sondern auch an mir selbst auf Symmetrie bedacht war (und leider immer noch bin, auch wenn es irrsinnig ist) habe ich mir meine Haare abrasieren lassen, bin jetzt wieder kurz davor, in der Vergangenheit hatte ich auch Trichotillomanie, habe mir am Tag bis zu 50 Haare ausgerissen, sogar in der Schule konnte ich nicht aufhören.

Man kann sich nun vorstellen, dass für Freizeitbeschäftigungen und Schule kaum noch Platz bleibt...

Zur Schule noch: Ich habe vor jeder Unterrichtsstunde meinen Tisch mit Seife putzen müssen und ich habe oft andere Leute beauftragt meine Aufgaben aufzuschreiben, ich hab das dann diktiert, da ich wahnsinnige Angst vor Tinte hatte, als später dann Kulis erlaubt waren wurde das besser...

Nun die Lage heute:

Die Zwangshandlungen haben sich teilweise in Gedanken transformiert, die aber nicht weniger Zeit beanspruchen und sich nun sogar als noch schlimmer erweisen, in die Schule zu gehen ist jeden Tag ein Graus, und ich musste schon ein Jahr deswegen und wegen lang anhaltenden Schmerzen (s.u.) wiederholen, ich kann mir das nicht mehr erlauben... :-(

Sobald die Sonne scheint, kann ich mich nicht mehr konzentrieren, mehr noch, ich bekomme Schweißausbrüche, Magenkrämpfe, panische Angst, das Bedürfnis zu fliehen...werde ich ihr länger ausgesetzt denke ich den restlichen Tag und noch nachts nur noch darüber nach zu lange in der Sonne gewesen zu sein und verbrannt/ von ihr geschädigt worden zu sein.

Hinzu kommt, dass ich Rosazea habe und ich bei Stress/Hitze/Kälte sofort in hohem Maße erröte und Hitzewallungen bekomme.

Das macht die Tatsache nicht besser...

Ebenso muss ich alle Objekte zählen, in denen sich die Sonne spiegelt und sie in Kategorien einteilen, da ich den Schaden so irrsinnigerweise zu beheben glaube.

Dann muss ich dieses Sonnenlicht mit anderen von den Menschen erzeugten Lichtquellen summieren und es in bestimmte Verhältnisse setzen, bis sich das Gefühl einstellt 'die Aufgabe' erledigt zu haben und sich Beruhigung einstellt...

Der Waschzwang bleibt zu alle diesen Gedanken weiterhin 'abgemildert' bestehen (nach JEDER Tätigkeit einmal mit Seife waschen), der Symmetriezwang wurde ersetzt.

Des weiteren habe ich Angst davor ich selbst oder andere könnten mich, andere Menschen oder Gegenstände verletzen/schädigen.

So bin ich sehr lange mit rekonstruieren von Situationen beschäftigt, wenn jemand bzw ich zb ein Messer in der Hand hatte, einen spitzen Stift, Feuerzeug und dann überlege, ob und mit wem und was es in Kontakt gekommen sein könnte/ob es Schaden genommen hat...

Zu diesen Gedanken über Verletzungen kommt hinzu, dass ich oft unter starken Rückenbeschwerden leide und dann sehr lange darüber nachdenken muss, ob dies jetzt der Zeitpunkt sein könnte, an dem sie gar nicht mehr weggehen, und dann versuch ich meinen Rücken irgendwie zu 'knacksen' also dass es eben so knackst und das zähle ich dann in Zahlenfolgen die mir 'gut' erscheinen.

Also alles in allem, Zählzwänge sind ganz schlimm (manche Zahlen sind gut, andere böse, bei jeder graden Zahl wird die vorherige ungerade Zahl annuliert, da sich Zahlenpaare unter bestimmten Konditionen, zumindest in meiner Vorstellung, aufheben, genauso wie ungerade Zahlen ein wiederkehrendes Schema darstellen und einen Beginn mit einer Pause und einem erneuten Beginn darstellen, dann muss ich vom alten zum neuen quasi nochmal zum alten Gedanken ankommen...6 ist unter allen Umständen schlecht, und wenn 2 und 4 gemeinsam auftreten fällt das logischerweise auch darunter...das ist aber schwer zu erklären ":/ ),

Nachts lieg ich wach und mir gehn zig Gedanken durch den Kopf, nach einem Blutstau nach einer Nasenmuschel-Op sind Schmerzen zurückgeblieben, bzw sie sind nicht mehr direkt da, nachdem es sich nach 9 Monaten heftigsten Beschwerden (welche mich psychisch und physisch unglaublich strapaziert haben) entstaut hat, aber der Körper und der Geist scheinen sich daran zu 'erinnern'....

In der Schule sitze ich fast nur noch wie gelähmt und in größter Angst die Zeit ab, Sportunterricht ist die reinste Strapaze, aber ich habe kein Attest (bekäme ich eins?) da krieg ich aus lauter Beklemmung und Angst nur 5er und 6er und werd schräg angeschaut...Schon morgens beim Aufstehen kommt Panik in mir hoch, wenn ich an Sport denke, seitdem durch meine Ungeschicktheit und Steifheit meine Nase beim Fußball geschädigt wurde, ist es selbstredend schlimmer geworden...

Ich bin den lieben langen Tag am ritualisieren, egal was ich tue, die Gedanken begleiten mich, manchmal gefolgt von Handlungen, zu zählen gibt es immer etwas und die Sonne scheint leider auch nicht allzu selten...

Es erschöpft einem und man weiß nicht was man tun soll...manchmal dauert es sogar Tage bis ich einen Gedanken 'abhaken' kann bzw bis ein 'Schalter' in meinem Körper das tut (es fühlt sich so an als würde ein Schalter umgelegt werden, plötzlich ist es okay und trotz des Wissens, dass es meistens, wenn auch nach Tagen, wieder 'okay' ist, ist es jedes mal das gleiche...)

Tut mir leid, wenn es nun so lange geworden ist, aber ich hoffe eventuell Rückmeldung von anderen bekommen zu können, die auch mit solch starken Zwängen zu kämpfen haben/hatten.

Wie soll ich vorgehen um das alles etwas besser in den Griff zu kriegen? Zum Neurologen?

Wenn ich zum Psychologen gehe komme ich wieder auf eine unüberschaubare Warteliste...

Nochmals danke wenn ihr bis hierhin gelesen habt :-)

Antworten
N[umber AOf tThe 'Beast


Hey, ich weiß nicht so recht, was ich dir raten soll. Ich kann dir nur sagen, dass ich früher (vom Kindergartenalter bis ich 18 war), auch sehr starke Zwänge hatte. Die leichteren Zwänge, wie z.B. mein Zählzwang haben sich irgendwann gelegt. Die stärken Zwänge konnte ich irgendwann auch "überwinden", indem ich die Dinge bewusst anders gemacht habe und nicht in einer bestimmten Reihenfolge o.ä. Klar, dann kommt erstmal ne große Anspannung und Angst, aber ich habe mich zusammengerissen, weil ich nicht irgendwann als 80 Jährige Oma enden will, die mit so unwichtigen Dingen ihre Zeit verplempert hat. Das klingt vielleicht etwas fies, aber genau das hat sozusagen den Schalter in mir umgelegt. Diese Zwänge haben mir immer ein Gefühl von Sicherheit gegeben und ich kann verstehen, wenn es jemandem schwerfällt, sich davon zu lösen. Ich finde es auf jedem Fall schon mal gut, dass du dich hier an das Forum gewandt hast, denn das zeigt ja, dass du etwas ändern willst. Wenn du professionelle Hilfe in Anspruch nehmen willst, wäre ein Therapeut/Psychologe der richtige Ansprechpartner. Auch, wenn die Wartelisten sehr lang sind, bis dahin kannst du auch viel aus eigener Kraft schaffen. Wichtig dabei ist nur, dass man sich kleine Ziele setzt, denn dann ist das Risiko einen Rückfall zu bekommen,, auf jeden Fall geringer.

CXlond8yWke


Unbedingt psychiatrische Behandlung. Als Medikament begleitend vlt. Sertralin.

N@umber Of eThe Beaxst


Unbedingt psychiatrische Behandlung. Als Medikament begleitend vlt. Sertralin.

Und warum? Ich mein das nicht böse, sondern würde gerne den Sinn dahinter verstehen, die TE aus ihrem Alltag (den sie ja bewältigen WILL) rauszureißen und ihr Medikamente zu geben (die ja nur die Symptome, aber nicht die Ursache bekämpfen).

S!inistrLax565


@ Number Of The Beast

Danke für deine schnelle Rückmeldung. :-)

Manche Dinge kann man sicherlich anders machen, das stimmt.

Aber bei manchen ist das auch schlecht möglich, da heißt es dann mehr die Panik überwinden, aber wie...

Die Sache mit der Sonne zum Beispiel, die ist nunmal da und ich kann auch an den schulischen Verhältnissen kaum Änderungen vornehmen.

Ein Gefühl von Sicherheit gibt mir das in dem Sínne ja auch nicht denke ich?

Und Konfrontation besteht da ja jeden Tag, ich kann auch in der Regel nicht weglaufen, die Panik nimmt durch das Ausharren aber auch nicht ab, und die Gedanken die hinterher auftreten lassen sich partout nicht abstellen...

Ich hab schon alle möglichen Ablenkungsversuche gestartet, aber ich bleibe nicht bei der Sache, reagiere über...

Den Waschzwang hatte ich schon einmal geschafft in den Griff zu bekommen, an den Tag an dem endlich damit Schluss war erinnere ich immer wieder, und hoffe ich bekomme das noch einmal hin. Dieser ist wie man heute sieht aber auch nicht aus meinem Leben verschwunden sondern war nur kurzfristig verdrängt...die anderen Zwänge scheinen mir schwerer anzugehen zu sein, das Problem mit dem Lichter zählen hatte ich auch schonmal und es ist nun wiedergekehrt... ":/

Wie kann man sich bloß vor einer Wiederkehr oder schleichender Umwandlung in neue Zwänge schützen? Das bahnt sich ja total unbewusst heran...

Es sind ja Höllenqualen das Ritual auszusetzen...Rückfälle sind da in der Tat vorprogrammiert wenn man das von einem aufs andere Mal versucht anzugehen. Aber davor wird man wenn wohl nie ganz sicher sein, da darf man dann wohl echt nicht enttäuscht sein...

Ich finde es beachtlich, dass du es geschafft hast, aus dem Teufelskreis des Zwanges zu entkommen :)z

Hoffentlich wird es mir auch irgendwann gelingen die Zwangsgedanken/handlungen auf ein etragbares Niveau zu verringern.

Bei einem Therapeuten habe ich mich ja schonmal auf die Warteliste setzen lassen, aber ich habe irgendwie nichts mehr gehört, das heißt das war umsonst und ich müsste das jetzt nochmal ganz neu angehen, und das ist irgendwie frustrierend.

Als ich damals beim Neurologe war, hat er mir nur Fluvoxamin verschrieben.

Aber das brachte kaum etwas und hat dafür aber Nebenwirkungen.

Dass du sagst, man solle seine Zeit nicht so verplempern bis man später mal alt ist und sich fragt was man aus seinem Leben gemacht hat, hast du vollkommen recht, daran denke ich auch oft.

Ich bin zwar erst 20 aber ich fühle mich richtig schlecht wenn ich daran denke, dass ich all die Jahre so viele unzählbare Stunden verschwendet hab, die man mit viel schöneren, konstruktiveren Sachen hätte verbringen können, das ist schon ein Antrieb etwas zu ändern, entweder das oder man denkt, wenns damals so war, warum soll es jetzt anders werden? (was narürlich eine ganz schlechte Alternative ist, aber leider doch oft der Fall)

Hat sich dein Zählzwang irgendwann einfach so gelegt?

War es bei dir dann nicht so, dass selbst wenn man sich vornimmt das Zählen zu unterlassen, die Zahlen eine Hintertür gefunden haben, wieder um einen herzuschwirren?

Weil wenn man lange 'in Zahlen denkt' dann ist das ja fast schon wie das Formen von Gedanken in Worten, das tut man einfach so :-(

@ Clondyke

Wie Number Of The Beast schon geschrieben hat, weiß ich nicht so wirklich ob mir das langfristig etwas bringen würde, wenn man es nicht direkt in der alltäglichen Umgebung zu bewältigen schafft...am Ende wäre das vielleicht umsonst sobald man zurück in die alte Situation kommen würde.

Außerdem wie sollte ich soetwas mit der Schule vereinbaren?

Mein Umfeld versucht ja schon mir so gut es geht dabei zu helfen, von den Zwängen los zu kommen.

sHcIhneUckeN198x5


Psychiatrische zw. psychologische Behandlung kann ja problemlos auch ambulant laufen. ;-)

Natürlich ist es kacke, dass die Wartezeiten beim Psychologen so lang sind, aber wenn du heute mit der Therapeutensuche beginnst, dann hast du vielleicht in drei Monaten einen Platz. Wenn nicht, dann wirst du auch in zehn Jahren keinen Platz haben, denn von alleine klopft nun mal keiner an die Tür. ;-)

Zumindest einen Termin beim Psychiater / Neurologen kriegt man deutlich schneller, ob man dann Medikamente nehmen will / muss, das bleibt dir selbst überlassen. Aber es wäre ein Anfang, um die Schwere deiner Probleme fachkundig ausloten zu lassen und schon mal mögliche Behandlungswege aufgezeigt zu bekommen. Zwänge verschwinden in der Regel nicht von alleine - je länger man eine Behandlung aufschiebt, umso schwerer wird es, wieder ganz gesund zu werden.

Alles Gute!

N~umb|er Odf Th.e EBexast


Aber bei manchen ist das auch schlecht möglich, da heißt es dann mehr die Panik überwinden, aber wie...

Die Sache mit der Sonne zum Beispiel, die ist nunmal da und ich kann auch an den schulischen Verhältnissen kaum Änderungen vornehmen.

Ein Gefühl von Sicherheit gibt mir das in dem Sínne ja auch nicht denke ich?

Richtig, es gibt Dinge, die kann man bewusst ändern/etwas anders machen als sonst, und es gibt Dinge, die lassen sich nicht ändern. Aber dann musst du diese Situationen aushalten. Genau das wird dir ja auch in einer Therapie beigebracht. Es "einfach" auszuhalten. Wenn man von Leuten liest, die irgendwelche Zwänge überwunden haben (wie ich z.B.), dann klingt das vielleicht so, als ob man das "mal eben" schaffen kann. Aber das ist jahrelange harte Arbeit. Und was die Sicherheit angeht: Bei jedem haben diese Zwänge andere Funktionen. Bei mir war es ein Sicherheitsgefühl. Was es bei dir auslöst..schwer zu sagen. Dabei könnte dir dann ein Psychologe helfen.

Und Konfrontation besteht da ja jeden Tag, ich kann auch in der Regel nicht weglaufen, die Panik nimmt durch das Ausharren aber auch nicht ab, und die Gedanken die hinterher auftreten lassen sich partout nicht abstellen...

Ich hab schon alle möglichen Ablenkungsversuche gestartet, aber ich bleibe nicht bei der Sache, reagiere über...

Das kenne ich zu gut. Wie schon gesagt, das ist ein langer Prozess und am Anfang denkt man sich "Ablenken hab ich schon versucht, hat nichts gebracht, also lasse ich es". Bei mir hat Ablenkung auch erst mal nichts gebracht, was aber daran lag, dass ich einfach nur "irgendwas" gemacht habe, Hauptsache, ich kam aus der Situation raus... oder anders gesagt: die Ablenkung sollte eigentlich nur etwas "überdecken". Erst, als ich Dinge getan habe, die mir wirklich Spaß gemacht haben, haben die Ablenkungsversuche geholfen.

Wie kann man sich bloß vor einer Wiederkehr oder schleichender Umwandlung in neue Zwänge schützen? Das bahnt sich ja total unbewusst heran...

Ich denke, dass es nicht so sehr darauf ankommt sich zu schützen, sondern dass man lernt, diese Zwänge nicht ausarten zu lassen. Wenn du dich mal im Freundes- oder Familienkreis umhörst, wird mit Sicherheit jeder irgendeine Art von Zwang haben. Man sollte sich deshalb nicht das Ziel setzen, einen oder mehrere Zwänge komplett "auszurotten". Bis zu einem gewissen Grad sind Zwänge auch nicht schädlich, es darf halt nur keine Überhand gewinnen.

Hat sich dein Zählzwang irgendwann einfach so gelegt?

War es bei dir dann nicht so, dass selbst wenn man sich vornimmt das Zählen zu unterlassen, die Zahlen eine Hintertür gefunden haben, wieder um einen herzuschwirren?

Ich kann gar nicht mal so genau sagen, warum das aufgehört hat. Der Zählzwang hat schleichend angefangen als ich noch im Kindergarten war, hat dann seinen Höhepunkt bekommen als ich in der Grundschule war und hat dann stetig abgenommen als ich auf die Realschule kam. Dort wurde ich nämlich jahrelang auf übelste gemobbt und hatte davon unter anderem Angstzustände, psychosomatische Beschwerden, habe mich selbstverletzt etc. Und da hat sich die Zählerei irgendwie abgeschaltet.

o,h aMnnaMbe9llxe


du arme. das tut mir sehr leid!

ich leide auch unter zwängen, aber nicht in dem ausmaß wie du.

ich bin in therapeutischer behandlung und es hat schon geholfen. weg sind sie noch lange nicht, aber einiges hat sich massiv verbessert. ich rate dir unbedingt, dich für eine therapie anzumelden. vielleicht sogar in einer klinik? die schönklinik in bad staffelstein bietet z.b. behandlungen von zwangserkrankungen an. ich war selbst dort und halte die klinik für sehr gut.

du musst vielleicht länger auf einen platz warten und dann auch dort mehrere monate verbringen, aber das ist ehrlich gesagt das beste, was du für dich tun kannst. selbst wenn du insgesamt ein jahr lang in deinem alltag fehlst, auf lange sicht wirst du damit dafür sorgen, viel mehr kostbare lebenszeit für dich selbst nutzen zu können.

ich empfehle dir auch, fachbücher zum thema zu lesen. wenn man die mechanismen hinter den zwängen besser versteht, kann man manchen zwängen besser widerstehen.

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