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Habe viele Baustellen in meinem Leben, wer unterstützt mich?

m%ond3+sterxne


Also doch ein Lebens-Coach?

Gibt es das?

wie könnte der Lösungsweg dann aussehen?

Der Lösungsweg sieht dann so aus, dass Du reale Probleme löst und keine inneren Probleme.

Du schreibst gerade an Deiner Doktorarbeit und möchtest sie fertigstellen. Das ist ein reales Problem, bzw. eine reale Aufgabe.

Anschließend brauchst Du einen Job. Dafür musst Du Dich bewerben. Auch das ist eine relae Aufgabe. Du hast auch schon Bewerbungen geschrieben. D.h. Du hast Dich an die Lösung dieser Aufgabe gemacht.

Du hast nicht so ein tolles Verhältnis zu Deiner restlichen Familie. Weihnachten steht vor der Tür. Die Frage ist wie Du Dich gegenüber Deiner Familie verhältst. Auch das ist eine reale Aufgabe.

Deine Frau ist auf Abstand gegangen. Du möchtest wieder mit ihr zusammenkommen. Auch das ist eine reale Aufgabe.

Bei allen diesen drei Aufgaben, kannst Du Dich fragen, wie Du damit umgehst, was Du machst.

Du kannst auch, polemisch gesagt, zum Therapeuten gehen und ihm die Ohren voll jammern, weil Du so wenig Selbstbewusstsein hast, und Dir das alles nicht so recht zutraust. Dann könnt ihr jahrelang Deine Kindheit aufarbeiten. Ihr findet heraus woran das alles liegt und Du machst auch ganz viele tolle therapeutische Fortschritte. Du kannst dann hier im Forum posten, wieviel Selbstbewusstsein Du inzwischen hast. Derweil bist Du arbeitslos geworden, Deine Frau hat sich von Dir getrennt, und Deine restliche Familie ist genervt, weil Du ständig damit beschäftigt bist, Deine Kindheit aufzuarbeiten.

Ein guter Coach würde Dir die Enscheidung, ob Du eine Therapie machst, oder ob Du versuchst auf Deinen Baustellen zu arbeiten, sicherlich selbst überlassen.

Ich bin leider kein Coach. ;-) Deshalb gebe ich Dir einen guten Rat.

Arbeite auf Deinen Großbaustellen. @:)

J[an74


Ich fühl mich auch oft so, dass es "diffus falsch läuft" und ich einen "rundum-Lebens-Coach" haben will, der mir sagt, was ich tun muss, damit "es gut" wird. Aber so gehts vermutlich nicht so wenigen Leuten.

Die ganzen Probleme haben alle einen geinemsamen Kern, und das ist eine beschädigte Persönlichkeit, durch ein suboptimales Elternhaus. So ist es bei vielen und es würde mich nicht wundern, wenn es bei Dir auch so ist. Allerdings hilft die Erkenntnis alleine auch nicht so wahnsinnig viel.

Man muss sich dem wohl von zwei Seiten nähern - zum einen erkennen, was eigentlich im Kern los ist, was mit einem "nicht stimmt", zum anderen auch auf der reinen Symptomseite versuchen, die Probleme in den Griff zu kriegen.

Ich finde durchaus, dass da mal ein Profi einen Blick drauf werfen könnte. Warum nicht auf zum Psychologen.

a0nomdixc


Also was mond+sterne hier schreibt, ist ja sicher in Grundzügen richtig, aber erstens etwas zu sehr schwarz-weiß gedacht (entweder beim Therapeuten rumheulen oder die konkreten Probleme lösen ;-)) und zweitens ist der Ratschlag, ich solle meine konkreten Probleme angehen, zunächst mal auch nicht soo hilfreich, da ich das ja auch selber weiß und soweit mir möglich es ja bereits auch probiere. ;-) Aber trotzdem vielen Dank für deinen Input, bitte nicht falsch verstehen. :-)

Es kann sicher wie Jan74 schon schreibt nicht schaden, begleitend zu den Versuchen, meine konkreten Baustellen anzugehen, auch therapeutisch über die Gründe für meine Probleme nachzudenken und darüber, wie ich mein Verhalten zukünftig grundlegend ausrichten soll.

mBond+rsterunxe


Es kann sicher wie Jan74 schon schreibt nicht schaden, begleitend zu den Versuchen, meine konkreten Baustellen anzugehen, auch therapeutisch über die Gründe für meine Probleme nachzudenken und darüber, wie ich mein Verhalten zukünftig grundlegend ausrichten soll.

Ja genau. Ich habe den Eindruck, Du siehst da einen Widerspruch zu meinem vorangehenden Beitrag.

@ Jan74

Ich fühl mich auch oft so, dass es "diffus falsch läuft" und ich einen "rundum-Lebens-Coach" haben will, der mir sagt, was ich tun muss, damit "es gut" wird. Aber so gehts vermutlich nicht so wenigen Leuten.

Ich kann mir auch gut vorstellen, dass Dir jemand helfen könnte, der Dir sagt, was Du tun musst, damit es gut wird.

Leider wird das wohl an zwei Dingen scheitern. Zum einen gibt es so jemanden nicht. Wenn es so jemanden gäbe, hättest Du zweitens keine Chance, ihn zu erkennen.

Es gibt sicherlich viele Leute, Dir Dir gerne sagen, was Du alles tun musst. Aber wie willst Du unter den vielen Leuten denjenigen herausfinden, der Dir sagt, was Du tun musst, damit es gut wird?

Jemand, der Dir sagt, was Du tun musst, würde ich jedoch nicht als Coach bezeichnen. Unter einem Coach stelle ich mir jemanden vor, der einem hilft herauszufinden, was man will.

Ach nochwas: Du musst endlich Deine Eltern loslassen. ;-)

aLnodixc


Ja genau. Ich habe den Eindruck, Du siehst da einen Widerspruch zu meinem vorangehenden Beitrag.

Du hast halt geschrieben, ich könne zum Therapeuten gehen, da rumjammern, und derweil lösen sich meine konkreten Probleme nicht oder werden schlimmer.

Wie gesagt, beides (allgemeine Therapie und konkrete Problemlösungsversuche) sind sicher sinnvoll, und wenn du das auch so siehst, dann ist ja alles gut.

Du musst endlich Deine Eltern loslassen. ;-)

Hm, keine Ahnung wie ernst das jetzt gemeint ist, aber das trifft nicht so recht den Punkt. Ich hab hier wohl ein paar wenige Mal am Rande geschrieben, dass ich ein etwas schwieriges Verhältnis zu meinen Eltern habe, da wir eine relativ schwierige familiäre Geschichte haben. Ich habe meine Eltern aber sozusagen schon längst "losgelassen", da ich zu ihnen und eventuellen familiären Belastungen ziemlich distanziert habe. Ich liege nicht jede Nacht wach ob meiner schwierigen Kindheit oder so. ;-D Also ich versuche, im Rahmen unserer Möglichkeiten ein "gutes" Verhältnis zu meinen zu pflegen und das klappt auch so einigermaßen.

Hab das Gefühl, dass in solchen Threads immer viel zu schnell bestimmte Vorstellungen entstehen, die nicht immer zutreffen. Das soll jetzt keine Kritik sein, ist halt relativ schwer, eine einigermaßen komplizierte Gemengelage von Problemen etc. anhand einiger weniger Forumsbeiträge zu verstehen. ;-)

Ich bin wie gesagt froh über jegliche Antworten hier und es geht ja wie gesagt nicht darum, dass ihr mir hier Patentrezepte für meine Probleme präsentiert. Ein bisschen lockeres Plaudern in meiner derzeit etwas schwierigen Lage hilft mir ja schon sehr weiter. Also vielen Dank euch allen schon mal! :)^

mqond+>ster{ne


Du hast halt geschrieben, ich könne zum Therapeuten gehen, da rumjammern, und derweil lösen sich meine konkreten Probleme nicht oder werden schlimmer.

Das ist Polemik, hatte ich geschrieben. Ich wollte damit auf eine Gefahr hinweisen, wenn man sich in die Hände von professionellen Helfern begibt.

Hm, keine Ahnung wie ernst das jetzt gemeint ist, aber das trifft

nicht so recht den Punkt.

Das war an Jan74 gerichtet, und das Ironie-Smiley ist schon wichtig.


Ich bin echt nicht locker. Den Job muss ich leider anderen überlassen. ;-) :-D

aunodxic


Okay, dass das an Jan74 gerichtet war, hab ich übersehen. :-)

a@nodxic


So, Weihnachten und Silvester habe ich hinter mich gebracht. War auch echt ganz schön, meine Familie zu sehen und viele von meinen Freunden zu treffen. Mit meinen Eltern gab es zwar durchaus die erwartbaren Streitereien, aber wir haben uns auch über unsere Probleme unterhalten. Mal sehen, vielleicht schaffen wir es ja in diesem Jahr, unser Verhältnis etwas zu verbessern.

Mit meiner Frau habe ich derzeit noch sporadischen Kontakt auf elektronischem Wege. Kann weiterhin überhaupt nicht einschätzen, wie es hier weitergeht, aber es gibt zumindest keine Zeichen dafür, dass sich sie mehr als vorher dazu bereit, es noch einmal zu versuchen und weiter an uns zu arbeiten. Also habe ich hier keine großartigen Hoffnungen. Aufgeben werde ich aber dennoch nicht.

Ich muss nun versuchen, mit meinen Baustellen etwas voranzukommen. Ich werde mich gleich mal bzgl. meiner Bewerbungen und evtl. interessanter Stellenausschreibungen orientieren und schauen, ob ich jetzt in den nächsten Tagen ein paar weitere Bewerbungen rausschicken muss. Daneben ist das Wichtigste, mit ein paar Projekten meiner Arbeit voranzukommen. Habe da ein bestimmtes Projekt, an dem ich bis zum Ende nächster Woche dringend etwas geschafft haben muss.

Stimmungsmäßig geht es mir mal besser und mal schlechter. Vorletzte Nacht lag ich irgendwann eine Zeitlang wach und habe ziemliche Zukunftsängste gehabt hinsichtlich Job und Beziehung. Das ist bei mir häufiger so, dass ich nachts solche beklemmenden Gefühle bekomme. Gestern und heute tagsüber ist das nicht so präsent.

Immerhin war ich in den letzten paar Tagen schon zweimal Sport machen. Das hat auch echt gut getan und ich will jetzt unbedingt versuchen, trotz aller anderen Belastungen weiterhin regelmäßig (d.h. mindestens zweimal die Woche) Sport zu machen. Hab mir auch ein paar andere kleine Dinge vorgenommen, die ich jetzt anders oder besser machen will. Alles nix Großes, aber in der Summe bringt mich das alles ja nach vorne, wenn ich das durchziehen kann. Hört sich jetzt vielleicht etwas abgedroschen nach Neujahrsvorsätzen an, aber genau jetzt ist ja für mich der richtige Zeitpunkt, mein Leben zu verändern, denn so wie bisher kann es nicht dauerhaft weitergehen.

Wünscht mir Glück dabei. Ich wünsche euch allen auch das Beste für das neue Jahr. :)*

m?ond+/stexrne


Da Du keine Fragen gestellt hast, verkneife ich es mir mal, meinen Senf dazuzugeben. Wünsche Dir viel Glück auf Deinen Wegen und alles Gute für das neue Jahr. :)*

aenModixc


Vielen Dank. Nein, ich habe keine Fragen gestellt, wollte einfach mal ein kleines Update geben, falls das jemanden interessiert. Ich freue mich aber über jeden, der hier mit mir schreibt. :-)

aynod:ic


Naja, eine Frage möchte ich doch mal stellen: Falls ich mich dazu entschließen sollte, es mit einer Psychotherapie zu probieren, wie geht man am besten vor, eine(n) gute(n) Therapeuten/Therapeutin zu finden? Einfach im Internet suchen? Auf Bewertungsportale achten? Ich kenne niemanden, der mir aus eigener Erfahrung konkrete Ratschläge zu Therapeuten in meiner Gegend geben könnte.

mEo,nd+!s$terknxe


Meiner Meinung nach muss man im persönlichen Gespräch herausfinden, ob die Chemie stimmt.

atnoxdic


Das ist klar. Aber hat jemand Tipps, um geeignete Kandidaten zu finden? Einfach drauflos googeln? Hier in meiner Stadt gibt es jede Menge Therapeuten, da fällt die erste Orientierung natürlich etwas schwer.

m/ond+Hsternxe


Das ist klar.

Warum machst Du es dann nicht so?

a@nodxic


Habe ich doch geschrieben: Es gibt in meiner Umgebung so viele Psychotherapeuten, vermutlich Dutzende, alle mit unterschiedlichen Schwerpunkten, Zusatzqualifikationen etc., und ich habe nicht allzu viel Ahnung, worauf man achten muss und so.

Da stellt sich die Frage, wie man eine sinnvolle Vorauswahl trifft. Dass man dann die potentiellen Kandidaten persönlich abchecken muss, ist wie gesagt klar.

Wenn also jemand Tipps für die Auswahl von Therapeuten hat oder vielleicht angesichts meiner Geschichte Tipps für sinnvolle therapeutische Herangehensweisen hat, dann immer her damit.

Vermutlich wird es ja auf eine Art Verhaltenstherapie oder sowas hinauslaufen. Habe in dem Zusammenhang auch mal etwas von der Schematherapie gehört, aber kann das alles nicht so richtig einordnen.

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