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Habe viele Baustellen in meinem Leben, wer unterstützt mich?

mKond+qsterxne


:°(

awnodixc


Ich hatte vor ein paar Tagen ein ganz gutes Erstgespräch mit einer Therapeutin und habe bald einen weiteren Termin dort. Hoffentlich wird das etwas.

Außerdem habe ich in der kommenden Zeit mehrere Vorstellungsgespräche für verschiedene Jobs, wobei ich manche von denen gar nicht so gerne machen möchte. Aber es nützt ja nichts, ich brauche dringend einen Job und kann mir erstmal keine hohen Ansprüche erlauben.

Mein Problem ist derzeit, dass es mir mal wieder sehr schwer fällt, mich zum Arbeiten zu motiveren. D.h. Arbeit an Projekten für meine Doktorarbeit, Vorbereitung der Vorstellungsgespräche, teilweise muss ich für diese Gespräche kurze Vorträge über mir ganz neue Themen vorbereiten und so.

Ich fühle mich einfach sehr niedergeschlagen und einfach leer. Ich bin überraschenderweise nicht permanent traurig in dem Sinne, dass ich am liebsten weinen würde, sondern fühle mich wie gesagt einfach leer. Das erschreckt mich selber ein wenig. :-(

Ich treffe zwar hin und wieder Freunde oder telefoniere mit meiner Familie (der Kontakt ist hier in der letzten Zeit wirklich besser geworden), und das alles lenkt dann natürlich auch immer gut ab, aber trotzdem bin ich natürlich grundsätzlich in so einer sehr schlechten, depressiven und motivationslosen Stimmung, und das alles in einer sehr entscheidenden beruflichen Phase. Ich mache mir daher wirklich etwas Sorgen, wie es bei mir weitergeht. Vielleicht wird alles ganz gut klappen, aber vielleicht auch nicht. :-/

Ich würde gerne mehr unternehmen (Sport, Leute trefffen, neue Sachen und Aktivitäten ausprobieren und sowas), aber ich kann mir das gerade zeitlich nicht so richtig erlauben.

Ich weiß selber gar nicht, was ihr mir jetzt hier schreiben sollt, aber vielleicht tut es mir ja einfach auch mal ein bisschen gut, meine Sorgen hier aufzuschreiben.

mxond+stxerne


Genau. Ich habs gelesen, und denke, es gibt dem nichts hinzuzufügen.

a[nodixc


Wenn man so denkt, dann kann man das Forum ja direkt zumachen. Ich selber weiß zwar gerade nicht genau, was man hier schreiben soll, und du vielleicht auch gerade nicht, aber natürlich kann man "dem etwas hinzufügen". :-) Und ich würde mich auch freuen, wenn jemand anders hier irgendwas schreiben würde. :-)

aPn8odic


Hm, ohne konkrete Fragen scheint es hier schwer zu sein, Leute zum Mitschreiben zu motivieren. :-)

Dann mal konkrete Fragen: Was habt ihr nach einer schmerzlichen Trennung gemacht, um über den Verlust eures Partners hinwegzukommen und einfach zunächst mal alleine mit euch selbst klarzukommen? Was hat euch geholfen?

a1nGodixc


Schade, überschaubare Resonanz hier gerade.

Also, ich versuche weiterhin, mich am Riemen zu reißen und mit meinen verschiedenen Baustellen voranzukommen. Habe weiter Bewerbungen geschrieben, hab auch schon Vorstellungsgespräche hinter mir und auch nächste Woche noch eins. Treffe auch hin und wieder Freunde, so weit es die Zeit (meine und deren) eben zulässt, und telefoniere mit meiner Familie. Heute war ich auch mal wieder ausgiebig Sport machen. Morgen habe ich den zweiten Termin bei der Psychotherapeutin.

Oberflächlich gesehen geht es mir also relativ gut. Aber trotzdem fühle ich mich oft sehr leer und verloren und vermisse meine Frau sehr stark. Ich fühle mich so, als hätte mein Leben alleine keinen rechten Sinn und kein richtiges Ziel (das soll jetzt aber nicht heißen, dass ich Suizidgedanken hätte oder sowas).

Im Prinzip kann ich nur meine obige Frage wiederholen an diejenigen von euch, die so etwas schon mal mehr oder weniger "erfolgreich" hinter sich gebracht haben: Was habt ihr nach einer schmerzlichen Trennung gemacht, um über den Verlust eures Partners hinwegzukommen und einfach zunächst mal alleine mit euch selbst klarzukommen? Was hat euch geholfen?

abnodixc


:)D

a9n_\rxe


Servus

Ich hatte auch mal ein Tief, ähnlich deiner Art. Letztens ist es das Beste, sich unter die Leute zu mischen. Egal ob mit Freunden oder Fremde. Natürlich muss ein Gespräch zustande kommen egal welcher Art nur nicht über deine persönlichen Probleme diskutieren wollen. Am besten suchst du dir einen Stammtisch in einer Kneippe aus.

a9noxdic


Ja, ich versuche auch, so oft es geht was mit meinen Freunden zu machen. Aber das ist leider auch nur begrenzt möglich, da die ja fast alle berufstätig sind und Frau oder Familie haben, und vor allem habe ich auch zur Zeit richtig viel zu tun mit meiner Arbeit, mit Bewerbungen, Vorbereitung für Vorstellungsgespräche etc.

Habe mir auch überlegt, dass ich irgendwie versuchen muss, einfach mal Leute kennenzulernen (zum Ablenken und langfristig auch vielleicht um eine Frau kennenzulernen, wobei darauf gerade nicht mein Fokus liegt). Ich bin halt ein relativ zurückhaltender und eher schüchterner Typ und tue mich wirklich schwer damit, Leute kennenzulernen und dann auch Kontakt zu halten oder die Leute überhaupt dazu zu bringen, Interesse an Kontakt mit mir zu haben.

Stammtisch ist jetzt für mich in meinem Alter und Umfeld nicht so das Richtige, aber natürlich gäbe es auch andere Sachen, wo man versuchen könnte. Aber das ist halt alles sehr schwer für mich.

a nodxic


*andere Sachen, die man versuchen könnte

esxpejrte5x6


google mal die Fallzahlen von psychischen Problemen der Menschen in Deutschland in den letzten 15 Jahren. Nicht ohne Grund nehmen Depressionen, Angst- und Verhaltensstörungen immer mehr zu. Vor allem junge Menschen betroffen.

Zum Thema Einsamkeit, nicht viele Kontakte, Schüchternheit. Es gibt immer Ursachen für derartige Probleme. Niemand gerät völlig grundlos in eine solche Lage. Und diese Ursachen liegen meist in Partnerlosigkeit, Arbeitslosigkeit, Geringverdiener, ungünstigen Erfahrungen (Trennungen) und einer Reihe weiterer Gründe. Es begünstigt sich also gegenseitig und ist ein Teufelskreis. Eine gute private Beziehung und klare Verhältnisse auch im Job schützen also vor psychischen Problemen. Es hat auch viel mit der westlichen Lebensweise zu tun. In Afrika ist ein großes Elend, aber wenige sind depressiv. Die Unsicherheiten der heutigen Zeit sind schuld daran, dass immer mehr Menschen soziale Ängste haben.

aUndodixc


Hm, das mag allgemein stimmen (oder auch nicht, wer weiß), aber was hat das konkret mit meinem Fall zu tun?

Dass meine Probleme gewisse Ursachen haben, ist klar. Darüber habe ich viel nachgedacht, mit Leuten und jetzt auch in den ersten Sitzungen der Therapie gesprochen und hier im Thread auch schon ein wenig geschrieben. Und natürlich hat mir die Beziehung zu meiner Frau Halt und Unterstützung gegeben, was jetzt wegfällt.

Die Frage ist ja jetzt vor allem, was ich jetzt tun kann, um voranzukommen, um besser mit mir selber und einem Single-Dasein klarzukommen, um nicht ewig an meiner Ex zu hängen, da dies mich auf lange Sicht behindern wird, um trotz der Trennung jetzt einen halbwegs klaren Kopf zu bewahren, damit ich mit Arbeit und Jobsuche vorankomme etc.

e}xpetrte5x6


das hat mit deinem Fall zu tun, dass es vielen anderen genauso oder ähnlich geht. Ich würde versuchen, wieder eine Frau zu finden. Vielleicht auch einen Job finden, der halbwegs vernünftig ist. Gerade nach Trennungen oder Kündigungen sollte man schnellstmöglich damit abschließen. Nach vorne schauen. Mehr fällt mir im Moment auch nicht dazu ein.

aAno:dixc


Ja okay, danke. Aber das ist ja eigentlich alles klar. Ich bin ja wie beschrieben seit einiger Zeit dran, einen Job zu finden, und zwar einen der etwas mehr als nur halbwegs vernünftig ist. Und generell versuche ich ja wie hier beschrieben, mit allen meinen Baustellen voranzukommen und vorauszuschauen. Die Frage ist eben wie. Und ob jemand Tipps oder Ratschläge hat und so. Man kann ja (leider) nicht einfach einen Schalter umlegen und abschließen und vorankommen.

ahnodxic


Ich habe zur Zeit manchmal mit meiner Ex Kontakt, und das verläuft meistens eher suboptimal. Ich bin natürlich verletzt und fühle mich von ihr im Stich gelassen und versuche mit ihr zu reden und mache ihr auch manchmal so Vorwürfe, sie ist dann oft von mir genervt und versucht mich zu ignorieren etc., und so haben wir von beiden Seiten blöde Gesprächsverläufe.

Das Ganze zieht mich natürlich immer ziemlich runter. Ganz den Kontakt einstellen können wir nicht, da wir noch einige Sachen miteinander klären müssen. Außerdem kann ich es mir einfach nicht vorstellen, dass wir über zehn Jahre Beziehung jetzt einfach so in den Mülleimer werfen und (abseits von solchen sachlichen Gesprächen zum Klären offener organisatorischer Fragen) nie wieder Kontakt haben sollen.

Wie soll ich damit umgehen? Wie habt ihr das geschafft, in solchen Situation zurecht zu kommen und nicht ständig in so einer negative und traurige Stimmung zu kommen?

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