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Ich glaube, das Leben hat mir nichts mehr zu bieten

DzebbieeFxaye hat die Diskussion gestartet


Ich weiß gar nicht, wie ich erklären soll, was genau ich meine... ich glaube, dass das Leben keine Überraschungen mehr für mich haben wird (haben kann). Ich fühle mich ziellos, weiß nicht, was ich noch erreich kann (erreichen will) und mir erscheint alles nutzlos, trist, grau. Mein Leben ist nicht schlecht, ganz sicher nicht, aber es ist eintönig, ohne Höhepunkte, ohne etwas, das es wirklich lebenswert macht.

Ich denke, dass ich ein Ziel brauche und ich verwende viel Zeit darauf, ein neues Ziel zu finden... bloß erscheint mir alles... sinnlos.

Ich wollte studieren und hatte das Ziel, in der Entwicklungspolitik tätig zu sein und einige Zeit im Ausland zu leben. Nun, ich habe studiert und es nur so mittelmäßig genossen - schließlich war es mehr Weg zu Ziel - und anschließend habe ich auch direkt, ohne wirkliche Praktika, einen Job im gewünschten Bereich gefunden. Ich weiß, ich hatte Glück. Aber, nach einigen Jahren Berufserfahrung, erscheinen mir viele Projekte heuchlerisch, nicht gewinnbringend, falsch...

Ich bin gereist und habe eine Weile im Ausland gelebt. Ich habe wunderschöne Flecken dieser Erde gesehen, habe Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte, und beeindruckende Menschen kennen gelernt.

Ich habe geliebt, wurde geliebt und habe meine Liebe wieder verloren. -ich bin zerbrochen und habe das Weiterleben gelernt. Ich habe vertraut, wurde enttäuscht und habe das Vertrauen wieder gelernt. Ich habe gelacht, geweint und war manchmal ganz, ganz leise.

Ich weiß nicht, was die Welt mir noch bieten soll. Ich weiß nicht, wie man es schafft, sich neute Ziele zu setzen.

Antworten
miariasjchwinSdelxts


Hi Debbie *:)

Verdammt, ich bin grad ziemlich neidisch auf deinen spannenden Werdgang ;-D *ichauchwill*

Das Problem der Ziellosigkeit, hast du ja nicht seit kurzem. Auch schon nach dem Studium bestand da ein gewisses Problem, oder? (hab ich gelesen..)

Aber, nach einigen Jahren Berufserfahrung, erscheinen mir viele Projekte heuchlerisch, nicht gewinnbringend, falsch

Hehe jep, willkommen in der Realität. Ich kann mir vorstellen, dass dich das ziemlich desillusioniert hat!

Ein Ziel könnte es ja sein, das alles selber besser zu machen, oder?! Vielleicht ein eigenes, neues in deinen Augen wirklich sinnvolles Projekt zu starten. Das ist nicht einfach, aber mit einbisschen Kampfwillen und überzeugung durchaus möglich!

Auch schonmal überlegt den Doktor zu machen?!

Arbeitest du denn nun in der Privatwirtschaft?

D=ebbi6euFxaye


Danke dir für die Antwort :)*

Das Problem der Ziellosigkeit, hast du ja nicht seit kurzem. Auch schon nach dem Studium bestand da ein gewisses Problem, oder? (hab ich gelesen..)

Nach dem Studium wars irgendwie anders... da wusste ich zwar nicht so recht, wo ich hin will... aber irgendwie gab es Perspektiven für mich und ich hatte zumindest grobe Ziele "was mit Entwicklungspolitik" und "im Ausland leben". Ziellos war ich da mehr was das konkrete Ziel angeht... so von wegen vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen und so. Letztendlich hat sich dann aber alles problemlos irgendwie so ergeben.. Glück gehabt :-D

Ein Ziel könnte es ja sein, das alles selber besser zu machen, oder?! Vielleicht ein eigenes, neues in deinen Augen wirklich sinnvolles Projekt zu starten. Das ist nicht einfach, aber mit einbisschen Kampfwillen und überzeugung durchaus möglich!

Hab ich sogar schon gemacht, aber Projekte müssen ja zumeist irgendwie an Organisationen gekoppelt sein (damit es mit der Förderung klappt) und sind zu einem Großteil auch immer von den Teilnehmern abhängig. Das Hauptproblem habe ich mit den Organisationen: Die kleinen Organisationen sind eben doch immer zu einem sehr großen Wohl am eigenen Wachstum interessiert (und davon ja verständlicher Weise auch abhängig) und entsprechend stehen die Projekte an zweiter Stelle. Wenn man als idealistisch-naive Person sich dann also für das Projekt "aufopfert" bringt das nur begrenzt viel, bzw. verdienen da immer andere Personen noch mehr dran als es dem Projekt was bringt und das stört mich irgendwie gewaltig. Die größeren Organisationen... tja... da gehts dann nicht mehr um Geld, sondern um Prestige und irgendwo stand in meiner Erfahrung auch hier das Projekt, das konkrete etwas Bewirken, immer an zweiter Stelle. Das nächste Problem sind die Teilnehmer (lässt sich weiß Gott nicht verallgemeinern) aber auch hier finde ich die Erwartungshaltung oftmals sehr ungesund: Es geht nicht mehr um von dem Projekt "etwas lernen/ Erfahrungen sammeln/ irgendwie profitieren z.B. durch Wissensaustausch" (in "" damit klar ist, dass ich es nicht von oben herab meine) sondern wird mehr als lustiger Klassenausflug verstanden. Worum es geht? Teure Unterkunft in guten Hotels, genug Eseen, etc... die Inhalte werden immer eher hintergründig wargenommen. Klar, das ist auch nicht die Schuld der Projektteilnehmer sondern der Entwicklungsindustrie, aber teilweise packt man sich dann eben doch an den Kopf.

Auch schonmal überlegt den Doktor zu machen?!

Überlegt ja, aber ich bin ja nun seit einigen Jahren aus der Uni raus und denke, ich müsste erst einen zweiten Master machen, um eine halbwegsaktzeptable Bewerbung hinzubekommen (ich hab es irgendwie "versäumt" zwischendrin wissenschaftlich zu arbeiten) und hierfür fehlt mir das nötige Kleingeld... müßte dann ja schon eine entsprechnd gute Uni sein, damit es sich im Lebenslauf wirklich rentiert. Bin nämlich durchaus schon auf Leute mit Doktortitel gestoßen, die keine entsprechende Anstellung gefunden haben und dann von Praktikum zu Praktikum gehüpft sind.

Arbeitest du denn nun in der Privatwirtschaft?

Nein... bin im gemeinützigen-nonprofit Bereich... nur das der Name eben irgendwie täuscht ;-)

KTleoixo


DebbieFaye

Ich weiß nicht, was die Welt mir noch bieten soll. Ich weiß nicht, wie man es schafft, sich neute Ziele zu setzen.

Hattest Du denn persönliche Ziele? Ich meine, das, was Du hier beschreibst ist immer ein Glied in der Kette, das wie Du auch schon schreibst, gewissen Gesetzen folgt. Ich kann nicht erkennen, was Deine persönlichen Ziele waren.

Worum soll es in diesem Faden gehen?

D*ebrbieF|ayDe


Ich kann nicht erkennen, was Deine persönlichen Ziele waren.

Ich kann mich auch nicht daran erinnern, jemals greifbare Ziele gehabt zu haben. Also halt Dinge wie "glücklich sein", "beruflich erfolgreich sein", "was in der Welt bewegen", "mit mir zufrieden sein", "in einer Partnerschaft leben"... aber nichts greifbares wie "mit 30 die erste Milion haben" oder "eine Anstellung bei xyz". Verstehst du, wie ich meine?

Worum soll es in diesem Faden gehen?

Ich bin gerade in einem Loch, wo es mir schon zu viel ist, mit Freunden zu reden oder mich mit irgend etwas auseinander zu setzen. Ich muss da rauskommen, denn dieses Loch führt zu noch mehr Unzufriedenheit ("Du verschwendest dein Leben") und ich glaube, dass mir andere Sichtweisen und neues Input helfen können. Daher auch am Anfang keine konkrete Ausgangsfrage sondern eine Momentaufnahme meiner Gefühlslage/ Situation.

Kfleio


DebbieFaye

Ich kann mich auch nicht daran erinnern, jemals greifbare Ziele gehabt zu haben. Also halt Dinge wie "glücklich sein", "beruflich erfolgreich sein", "was in der Welt bewegen", "mit mir zufrieden sein", "in einer Partnerschaft leben"... aber nichts greifbares wie "mit 30 die erste Milion haben" oder "eine Anstellung bei xyz". Verstehst du, wie ich meine?

Ich finde glücklich sein ist sehr greifbar, zumindest für mich. Wenn ich sage, ich will glücklich sein, dann muss ich doch wissen, was mich glücklich macht, was ich dazu brauche, etc. etc. Beruflicher Erfolg ist wie schon erwähnt, nichts, was nur von mir abhängt, aber ich kann mir sehr wohl definieren, was meinen Teil betrifft. Du erwähnst z. B., dass Dir eine gewisse Einstellung bei anderen fehlt, aber was ist mit Dir. Du hast die Welt geändert, wenn Du für die Dinge eintrittst, die Du für richtig hälst, Dein Engagement dort einsetzte, wo Du es für richtig siehst, etc. Mit Dir zufrieden sein ist für mich auch greifbar darzustellen, wenn Du es für dich definiert hast.

Ich muss da rauskommen, denn dieses Loch führt zu noch mehr Unzufriedenheit ("Du verschwendest dein Leben") und ich glaube, dass mir andere Sichtweisen und neues Input helfen können.

Als ich Deinen ersten Absatz las, stellte ich folgende Fragen:

Ich weiß gar nicht, wie ich erklären soll, was genau ich meine... ich glaube, dass das Leben keine Überraschungen mehr für mich haben wird (haben kann).

Wie kommst Du darauf, dass das Leben irgenwie verpflichtet ist, Dir Überraschungen zu bieten? Mal abgesehen davon, dass es Deine Entscheidung ist, ob Du etwas abtust, als "habe ich schon alles gemacht", "kenne ich schon alles" - also etwas als etwas Besonderes ansiehst oder als "gewöhnlich" und nicht mehr beachtenswert.

Ich fühle mich ziellos, weiß nicht, was ich noch erreich kann (erreichen will) und mir erscheint alles nutzlos, trist, grau.

Was Du als trist, nutzlos und grau bezeichnest, ist Deine Entscheidung.

Mein Leben ist nicht schlecht, ganz sicher nicht, aber es ist eintönig, ohne Höhepunkte, ohne etwas, das es wirklich lebenswert macht.

Dasselbe hier: Wenn Du keinen Höhepunkt findest, wird es ihn nicht geben.

Nun, ich habe studiert und es nur so mittelmäßig genossen - schließlich war es mehr Weg zu Ziel - und anschließend habe ich auch direkt, ohne wirkliche Praktika, einen Job im gewünschten Bereich gefunden.

Kann sein, dass ich Dich hier falsch verstehe, aber der Weg ist das Ziel sagt für mich etwas ganz anderes aus, als was ich hier verstehe. Es heißt gerade das, dass der Weg, der Schritt, den ich auf dem Weg zum Ziel mache, ich genauso genieße, mit Leidenschaft mache, wie, wenn ich das Ziel erreiche bzw. dass es somit auch nicht wirklich einen Unterschied macht, ob ich nun den Schritt mache, damit ich das Ziel erreicht habe oder den erste, auf dem Weg dahin.

c8h'aoxt


Eigendlich hast du ja dasLeben, was sich viele erhoffen. Du hast sehr hohe Ansprüche an das Leben. Warscheinlich bist du so ein richtiges Energiebündel. Wenn du unterfordert bist bist du schlicht unglücklich. Schon eigenartig, dass selbst die Starken und Gesunden in ein tiefes Loch fallen, auch wenn der Grund entgegengesetzt schein mag. Unterforderung ist nicht anders wie überforderung. Nimm mir bitte nicht die Fehler übel.

DUeb]bieFaaxye


Liebe Kleio,

ich denke du hast recht, dass ich zu passiv bin und zu sehr in eine Erwartungshaltung verfalle. Aber es ist gar nicht so einfach zu sagen, was mich glücklich macht?! Klar, ich habe immer mal wieder glückliche Momente, aber sobald sich Routine einstellt, wird bei mir eigentlich alles eher zur Belastung. Aber ich werde mich bemühen mir die o.g. Ziele etwas klarer zu definieren und sehen, wo es mich dann hinführt @:)

Unterforderung ist nicht anders wie überforderung

Spannend... aber, um ehrlich zu sein, komme ich mir manchmal eher überfordert vor: zu viel Verantwortung, zu viele Erwartungen...

Dgebbi_eFayxe


Und noch einmal: Liebe Kleio,

würdest du mir sagen, wie du etwa Glück für dich definiert hast? Sehr persönlich, ich weiß... :)

m~ariatsch<wind\eltxs


Also wenn wir schon beim Thema Glück sind... Glück ist für mich nichts beständiges und kann sich im kleinen wie im grossen zeigen. Immer glücklich zu sein ist nicht möglich. Ein Tief gibt es immer mal wieder im Leben. Das braucht es auch und dann braucht es Veränderungen und das Tief verschwindet wieder. So gesehen sind die kleinen Tiefs auch die Antreibsmotoren für das Leben, sonst würde alles stehen bleiben. Deshalb nim das Tief als Chance und als Zeichen wahr und du wirst es überwinden können.

Das war mal der philosophie Teil. Jetzt zum Konkretem.

Mir persönlich kämen in deiner Situation mit deiner Ausbildung gefühlte tausend Möglichkeiten in den Sinn, wie du dich weiter entwikeln könntest. :)z

zB Bereich Diplomatie oder Beratungstätikeit in der Privatwirtschaft aber auch in staatlichen Stellen. Du sagst aber, dass dir es mit der ganzen Verantwortung und Erwartungen dich auch übervordert fühlst. So gesehen wäre eine wissenschaftliche Tätikeit für erste gar nicht so verkehrt! Friedens/Kriegsforschung kommt mir da zB in den Sinn.

Die Tätigkeit in einer noprofit organisation bietet auch noch lange nicht alle Möglichkeiten. Du hast da noch viel mehr Potential mit deiner Ausbildung. Du stehst erst am Anfang und du hast noch lange nicht alles gesehen!

Auch im privaten Bereich gibt es noch die ein oder andere Erfahrung, die du noch nicht gemacht hast. zB Mutter werden, eine Familie zu gründen. Das kann, je nachdem was du für ein Typ bist, durchaus deinem Leben mehr Sinn und vorallem Zufriedenheit geben.

Kurz gesagt, du hast in meinen Augen noch lange nicht alles ausgeschöpft und ja der Weg ist meistens selber das Ziel! :)z

K<leixo


DebbieFaye

ich denke du hast recht, dass ich zu passiv bin und zu sehr in eine Erwartungshaltung verfalle. Aber es ist gar nicht so einfach zu sagen, was mich glücklich macht?! Klar, ich habe immer mal wieder glückliche Momente, aber sobald sich Routine einstellt, wird bei mir eigentlich alles eher zur Belastung. Aber ich werde mich bemühen mir die o.g. Ziele etwas klarer zu definieren und sehen, wo es mich dann hinführt @:)

In ein unentdecktes Land, das ganz aufregend und spannend ist - der Auseinandersetzung mit Dir. Bezüglich Routine - Du kannst jeden Sonnenaufgang,

-untergang, Regen, Schnee einmal sehen und das zweite Mal denken, kenne ich schon, oder Dich jedes Mal aufs Neue einlassen.

Spannend... aber, um ehrlich zu sein, komme ich mir manchmal eher überfordert vor: zu viel Verantwortung, zu viele Erwartungen...

Wenn Du Dir Deiner Bedürfnisse bewusst bist, bei Dir bist, dann merkst Du auch schnell, was Dir nicht gut tut und bezüglich Erwartungen - mit denen können sich manche schon das Leben zermartern, weil sie nicht reflektieren, wie realistisch ihre Erwartungshaltung überhaupt ist, egal ob nun sich gegenüber oder anderen.

würdest du mir sagen, wie du etwa Glück für dich definiert hast? Sehr persönlich, ich weiß... :)

Sicher, ich kenne ähnliche Aussagen, wie Du sie beschrieben hast von früher von mir. Gerade die Formulierung zeigt ja auch die Einstellung. Dies Ohnmacht, allem hinterher zu rennen und doch nie die Anerkennung zu bekommen um seelisch befriedigt zu sein, weil ich nicht genüge, wenn ich anderen nicht genüge und anderen genüge ich nie und den Alltag als Belastung zu empfinden. Etwas zu "erreichen" und im herkömmlichen Sinne ist das in der Regel zumindest für die nähere Umgebung, sei sie nun die familiäre oder berufliche als etwas "Besonderes" zu sein, besondere Leistungen zu erbringen, etc. Lauter Bedingungen, dich ich zu erfüllen habe und sie auch selbst aufgestellt habe und das alles mit Selbstbewusstsein und Selbstwert zu verwechseln, wenn die Anerkennung kommt. An dem Punkt stand ich damals auch und fragte mich, wann ich denn die Fähigkeit verloren hatte die Welt mit Neugier, Interesse, unbefangen und Wissensdurst zu betrachten, denn das war auch die Zeit, als ich glücklich und zufrieden war und das war die Zeit, als ich einfach so war, wie ich eben war. Ich wurde mir bewusst, dass ich mich in einem Kreis bewegte, in dem mir Forderungen gestellt wurden, wie ich zu sein hatte und das mir das überhaupt nicht gefiel und das mich das so gar nicht glücklich machte, denn ich wollte ich sein können und so angenommen werden, wie ich war. Das war also der Anfang meiner Reise. Was mich glücklich macht, das hatte ich nicht vergessen und ich stellte fest, dass es nach wie vor dieselben Dinge waren, vor allem Kreativität, Kunst, Sprachen, Menschen beobachten, sich mit ihnen auseinander zu setzen. Da ich etwas ändern wollte, hatte ich zu lernen mich abzugrenzen, mich vor Energieräubern zu schützen und lernen, was mir immer Spaß gemacht hat und auch das hat nie aufgehört. Wenn ich bei mir bin, nicht vergleiche, dann spüre ich meine Bedürfnisse und das sind nicht viele. Ich brauche nicht viel. Ich erlaube mir durchaus einiges zu wollen. Ich kenne auch den Anspruch einen gewissen Idealismus beruflich zu verwirklichen, aber ich sehe keine großen Möglichkeiten. Es heißt auch zu erkennen, was realistisch ist und dass das, was in meinen Möglichkeiten ist, deswegen nicht weniger "gut" ist. Manches auch schlicht nicht zu können. Das muss einen nicht unglücklich machen, tut es auch nur, wenn ich ständig darauf konzentriert bin, was alles nicht geht, anstatt den Blick darauf zu wenden, was geht und es geht unglaublich viel. :-) Es heißt auch sehr oft, dass "man" doch nicht ständig glücklich und zufrieden sein kann. Nein? Warum denn nicht? Hängt natürlich von der Definition ab, aber das geht durchaus. Ich denke trotzdem, dass es auch eine Veranlagung ist, aber schon auch Einstellung. Du selbst schreibst, dass Du zufrieden sein könntest, da es Dir an nichts fehlt. Wie schaffst Du es also, nicht das zu genießen und unzufrieden zu sein?

D'ebbi]eF|ayxe


Deshalb nim das Tief als Chance und als Zeichen wahr und du wirst es überwinden können.

Ich bin generell bei dir und deiner Philosophie rund ums Glück - das Leben ist ein beständiges Auf und Ab und man muss sich andauernd selbst neu (er) finden. Also ja, Tiefs gehören dazu... nur dieses Tief geht schon recht lange und eben obwohl ich subjektiv weiß, dass alles gar nicht so schlecht ist.

Kurz gesagt, du hast in meinen Augen noch lange nicht alles ausgeschöpft und ja der Weg ist meistens selber das Ziel! :)z

Das ist lieb von dir und es tut gut, etwas aufbauendes zu hören :)_ und ja, vermutlich hast du recht... nur da geht dann wieder die Ziellosigkeit los: Was soll ich bloß mit mir anfangen?!

Wenn ich bei mir bin, nicht vergleiche, dann spüre ich meine Bedürfnisse und das sind nicht viele.

Ich nehme von dir, Kleio, mit öfter einmal zu reflektieren was mir gut tut/ was meine Bedürfnisse sind und mich bewusst auf das Positive zu konzentrieren. Danke für den persönlichen Einblick :)

Wie schaffst Du es also, nicht das zu genießen und unzufrieden zu sein?

Ich habe viel "Angst" und schaffe es daher nicht, in der Gegenwart zu leben. Ich grübel viel nach, darüber was vielleicht falsch läuft, wann ich wie hätte anders handeln können, ob bestimmtes Handeln negative Folgen haben wird... habe "Angst" meinen Job zu verlieren oder Menschen, die mir wichtig sind, zu enttäuschen. Habe "Angst" falsche Entscheidungen für meine Zukunft zu treffen/ bzw. keine Wahl zu haben. Es lähmt mich und bis jetzt habe ich nicht rausgefunden, wie ich dieses Gedankenkarussel stoppen kann.

K+leio


DebbieFaye

Ich habe viel "Angst" und schaffe es daher nicht, in der Gegenwart zu leben.

Was kann denn passieren? Ich meine lass mal den Film zu Ende laufen: habe "Angst" meinen Job zu verlieren oder Menschen, die mir wichtig sind, zu enttäuschen.

Was passiert denn, wenn Du Deinen Job verlierst?

Was passiert, wenn Du Menschen verlierst, die Du enttäuscht, wie Du das schreibst. Worin könntest Du denn jemanden enttäuschen?

Habe "Angst" falsche Entscheidungen für meine Zukunft zu treffen/ bzw. keine Wahl zu haben.

Wow - Was ist denn der Anspruch hinter der "richtigen" Entscheidung für die Zukunft? Wenn Du bei Dir bist und entscheidest, dann ist die Entscheidung doch zum Zeitpunkt der Entscheidung richtig, oder triffst Du bewusst Entscheidungen, die Du für falsch hälst?

Klar kann es vorkommen, dass Du nach einiger Zeit diese Entscheidung so nicht mehr treffen würdest, aber deswegen war sie doch zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht falsch. Und zum Zeitpunkt, wenn Du es feststellst, dass es nicht mehr das richtige für Dich ist, kannst Du doch eine andere Entscheidung treffen.

Ich grübel viel nach, darüber was vielleicht falsch läuft, wann ich wie hätte anders handeln können, ob bestimmtes Handeln negative Folgen haben wird..

Klingt sehr unsicher. Wie kommt das?

Dmebb'ieFxaye


Was passiert denn, wenn Du Deinen Job verlierst? Was passiert, wenn Du Menschen verlierst, die Du enttäuscht, wie Du das schreibst. Worin könntest Du denn jemanden enttäuschen?

Wenn ich meinen Job verliere... wird es schwieriger einen entsprechenden neuen zu finden, da nicht hervorragendes Arbeitszeugnis. Heißt ich müßte im schlimmsten Fall erstmal wieder zu meinen Eltern ziehen. Ich kenn so viele Leute, die den selben Abschluss haben wie ich, und keinen vernünftigen Job finden.

Menschen enttäuschen, die mir wichtig sind... meine Eltern/ Familie und primär durch "Versagen" im Job, würd ich sagen. Was dann passiert... keine Ahnung. Vermutlich nichts dramatisches, außer eben, das ich weiß, sie enttäuscht zu haben ;-)

Wenn Du bei Dir bist und entscheidest, dann ist die Entscheidung doch zum Zeitpunkt der Entscheidung richtig, oder triffst Du bewusst Entscheidungen, die Du für falsch hälst?

Natürlich hast du recht. Aber mir kommen doch recht häufig Zweifel daran, ob die Entscheidund denn nun tatsächlich richtig war und, vor allem, ob andere die Entscheidung ebenfalls als richtig an sehen (vor allem im Job). Da wären wir dann eben wieder bei dem "bei sich selbst sein"... muss ich wohl ebenfalls lernen. Tipps? :-D

Klar kann es vorkommen, dass Du nach einiger Zeit diese Entscheidung so nicht mehr treffen würdest, aber deswegen war sie doch zum Zeitpunkt der Entscheidung nicht falsch. Und zum Zeitpunkt, wenn Du es feststellst, dass es nicht mehr das richtige für Dich ist, kannst Du doch eine andere Entscheidung treffen.

In der Theorie leuchtet mir das auch alles ein, bzw. ist mir klar, dass es genauso sein sollte. Ich bewundere ja durchaus auch Leute, die ihren Standpunkt so klar vertreten, nur gehöre ich da derzeit nicht zu.

Klingt sehr unsicher. Wie kommt das?

Ich hab nie ein besonders großes Selbstbewusstsein gehabt (Mobbing in der Schule) und obgleich ich jetzt einen anderen Eindruck erwecke, nach außen, siehts in mir drin immernoch ziemlich... unsicher aus. Wobei... privat trete ich schon recht selbstbewusst auf, sage was ich denke und kann auch zu meinen Entscheidungen/ Wünschen stehen. "Nur" im Berufsleben und in Bezug auf meinen Körper hab ich es irgendwie nicht so raus und mache mich vor allem von meinem Job abhängig, dient mir ja auch als Identifikation bzw ist der Grund für meine Selbstständigkeit.

m{ari"asc~hw)indexlts


Also ja, Tiefs gehören dazu... nur dieses Tief geht schon recht lange und eben obwohl ich subjektiv weiß, dass alles gar nicht so schlecht ist.

Was heisst recht lange? Eins zwei Monate oder länger? Könnte hier vielleicht auch eine leicht depressive Verstimmung vorliegen?! Wie arg empfindest du denn dein jetztiger Zustand?! Zum aushalten oder drehst du bald durch?

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