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Ich glaube, das Leben hat mir nichts mehr zu bieten

D.ebb;ieJFaxye


Heute ist es wieder ganz schlimm - morgen ist der erste Arbeitstag nach dem Urlaub und ich hab seit einigen Tagen keinen Zugriff mehr auf meine Mails (irgendein technischer Fehler... man weiß das nicht). Ich bin unfassbar nervös und gehe schon jetzt die Arbeitsabläufe der nächsten Tage durch, überlege wie ich möglicher Kritik begegnen kann und was alles schief läuft.

Dabei haben die letzten Tage gut funktioniert. Ich hab sehr wenig gegrübelt und, wenn, versucht mich auf das positive zu konzentrieren und mir zu sagen, dass Arbeit eben nicht alles ist... selbst wenn ich meinen Job verliere, ich was anderes finde.

Ich mag doch einfach neimanden enttäuschen oder Sachen falsch machen und ich frage mich dauernd, ob das, was ich als "läuft schlecht" betrachte, auch von anderen so wahrgenommen wird. %:|

TJestxrale


Ich bin mir sicher, das es total kontraproduktiv ist, irgend ein Ziel erreichen zu wollen und das als Lebenssinn zu definieren. Warum soll es falsch sein, Ziellos durch Leben zu gehen? Warum muss man immer irgend etwas erreichen müssen? Sozusagen als Lebensberechtigung muss man eine Ziel haben, und wenn das erreicht ist, muss man sich gefälligst sofort ein neues Ziel setzen, am besten Nackt und ohne Sauerstofflasche in 4 Stunden auf dem Mount Everest und wieder zurück! Warum können wir ein Leben ohne Ziel nicht ertragen? Außerdem hat die Natur uns alles bereits eine Ziel in die Wiege gelegt, nämlich ein schönes ruhiges Grab.

DCebbieFxaye


Testrale,

danke für deine Antwort - die mich gerade etwas ungläubig schauen lässt. Kannst du mir sagen, wie dann also dein Leben aussieht? Wofür stehst du morgens auf? Wofür strengst du dich an? Wofür lebst du? Alles vollkommen ernst gemeinte Fragen :)

K[lei9o


DebbieFaye

Ich hab Schwierigkeiten mich drauf einzulassen. Es nervt mich irgendwie, also dieses ganze ruhige und sich besinnen und einzelne Körperteile spüren und irgendwie fühlt es sich nicht richtig an %:|

Was fühlt sich nicht richtig an - Dich auf Deinen Atem zu konzentrieren oder einen Gegenstand, Deinen Körper zu spüren?

Ich merke es ca. mittig, würde ich sagen. Erst ist es unbewusst, dann entwickele ich eine Unruhe und dadurch denke ich dann dadrüber nach, worüber ich gerade nachgedacht habe. Dann tritt meistens dieser Punkt ein, dass ich nicht weiß, was passieren wird. Und dann entscheide ich mich bewusst dafür, es noch einmal zu analysierenund durchzudenken - vielleicht findet sich ja noch eine Lösung. Nur 5 Minuten. Dann drehe ich mich im Kreis und es macht mich panisch und dann setzt die Dauerschleife ein. Und mit 5 Minuten ist es dann nie erledigt.

Für den Anfang könntet Du also an dem Punkt, an dem Du Dich bewusst dafür entscheidest noch einmal zu analysieren, könntest Du also entscheiden, es zu unterlassen, oder?

Heute ist es wieder ganz schlimm - morgen ist der erste Arbeitstag nach dem Urlaub und ich hab seit einigen Tagen keinen Zugriff mehr auf meine Mails (irgendein technischer Fehler... man weiß das nicht). Ich bin unfassbar nervös und gehe schon jetzt die Arbeitsabläufe der nächsten Tage durch, überlege wie ich möglicher Kritik begegnen kann und was alles schief läuft.

Hast Du probiert dagegen zu steuern?

Ich mag doch einfach neimanden enttäuschen oder Sachen falsch machen und ich frage mich dauernd, ob das, was ich als "läuft schlecht" betrachte, auch von anderen so wahrgenommen wird. %:|

Naja, das wird sich nicht von alleine lösen. So lange Du Dich von anderen abhängig machst, wirst Du immer in diesen Denkkreis steigen.

danke für deine Antwort - die mich gerade etwas ungläubig schauen lässt. Kannst du mir sagen, wie dann also dein Leben aussieht? Wofür stehst du morgens auf? Wofür strengst du dich an? Wofür lebst du? Alles vollkommen ernst gemeinte Fragen :)

Was macht der Buddhist vor der Erleuchtung?

Holz hacken und Wasser tragen.

Was macht der Buddhist nach der Erleuchtung?

Holz hacken und Wasser tragen.

Die Triebe bleiben - mit oder ohne abstrakten Zielen. Somit wärst Du wieder bei den Reflektionen vom Anfang des Fadens. Warum tust Du, was Du tust und willst Du das so machen?

D\ebbie}Fxaye


Was fühlt sich nicht richtig an - Dich auf Deinen Atem zu konzentrieren oder einen Gegenstand, Deinen Körper zu spüren?

Dieses "einen Gegenstand, deinen Körper" spüren eher als das Atmen. Warum das so ist? Mh... erscheint mir irgendwie albern. abgesehen mag ich meinen Körper aber auch nicht besonders, hatten wir irgendwo oben schonmal kurz

Für den Anfang könntet Du also an dem Punkt, an dem Du Dich bewusst dafür entscheidest noch einmal zu analysieren, könntest Du also entscheiden, es zu unterlassen, oder?

Genau. Das hat die letzten Tage auch ganz super geklappt. Hab dann in den Momenten ganz bewusst gedacht "Das hattest du ja jetzt schon alles. Es kommt wie es kommt und dann wird es gut sein" und hab mich einer anderen Aufgabe/ Buch/ Unterhaltung/ was auch immer zugewandt. Die letzten Tage waren, wie gesagt, gut.

Hast Du probiert dagegen zu steuern?

Hab ich, wie die letzten Tage auch. Aber ich war irgendwann trotzdem so unruhig, dass ich mich auf nichts mehr konzentrieren konnte - selbst wenn ich dann eben nicht nachgedacht hab. Hab daraufhin versucht mit meinem Freund zu reden, das entspannt meistens auch, aber ich war übermäßig gereizt und zickig. Hab ihn ziemlich angeblafft und im Anschluss eben auch noch deprimiert. Hab es dann irgendwann doch noch einmal versucht zu durchdenken, natürlich wie immer ohne Konsequenz, und jetzt bin ich wieder im bekannten Gefühl der "Ohnmacht" und furchtbar genervt von mir.

Ich versteh nur gerade überhaupt nicht, wieso es die letzten Tage so gut war - ja förmlich von einem Tag auf den anderen - und heute wieder so miserabel. In den letzten Tagen hatte ich mir schon eine "und selbst wenn es schlecht läuft, Arbeit ist nicht alles"-Einstellung zugelegt, die ist auch immernoch da... aber gekoppelt mit der Unruhe/Versagensangst.

Die Triebe bleiben - mit oder ohne abstrakten Zielen.

Ich kann das, bzw den Beitrag von Trestale, gerade überhaupt nicht greifen. Klingt zuerst logisch, ja, aber irgendwie auch falsch. Kann bloß nicht meinen Finger auf das legen, was daran für mich falsch scheint.

Warum tust Du, was Du tust und willst Du das so machen?

Ach Kleio, ich bin dir ja so dankbar für deine Geduld mit mir. Bislang drehe ich mich nämlich tatsächlich im Kreis, bemerke ich vor allem beim Versuch, diese Frage zu beantworten.

M&etax4


Irgendwie habe ich den Eindruck, dass es hier immer zu sehr an der Oberfläche hergeht.

Es geht schon in eine tiefere Richtung, (Unsicherheit, gemobbt worden), aber da fehlt noch was für meine Begriffe.

Wenn das Leben nichts zu bieten hat, dann vermute ich da eine größere Enttäuschung oder Verletzung, die bisher nicht die Möglichkeit hatte, zu Tage zu treten.

Also vielleicht hat das Leben ja in einer anderen Richtung mehr zu bieten, will sagen: in der Tiefe.

Es gibt viele interessante Selbsterfahrungskurse, Familienaufstellung, usw. Ich würde mich da mal umgucken und schauen, ob etwas anspricht.

M%etax4


oh, stelle gerade fest, ich hatte doch nicht bis zum Ende gelesen, ähem

Kole7iyo


DebbieFaye

Dieses "einen Gegenstand, deinen Körper" spüren eher als das Atmen. Warum das so ist? Mh... erscheint mir irgendwie albern. ??abgesehen mag ich meinen Körper aber auch nicht besonders, hatten wir irgendwo oben schonmal kurz?

Das war mir nicht mehr bewusst, entschuldige. Ich frage mich gerade, ob es einen unbedingten Zusammenhang gibt, aber gut, Du bringst es in Zusammenhang. Ich mag meinen Körper nicht, also will ich ihn auch nicht spüren. Klingt zumindest so. Selbstbewusstsein ist bei Dir wirklich nicht viel vorhanden. Es ist der Beruf - ja? Durch den spürst Du Dich, der macht Dich aus und der verschafft Dir Anerkennung. Was sagst Du zu meinem Eindruck?

BTW: Warum magst Du Deinen Körper nicht?

Hab ich, wie die letzten Tage auch. Aber ich war irgendwann trotzdem so unruhig, dass ich mich auf nichts mehr konzentrieren konnte - selbst wenn ich dann eben nicht nachgedacht hab. Hab daraufhin versucht mit meinem Freund zu reden, das entspannt meistens auch, aber ich war übermäßig gereizt und zickig. Hab ihn ziemlich angeblafft und im Anschluss eben auch noch deprimiert. Hab es dann irgendwann doch noch einmal versucht zu durchdenken, natürlich wie immer ohne Konsequenz, und jetzt bin ich wieder im bekannten Gefühl der "Ohnmacht" und furchtbar genervt von mir.

Du bist ja auch nervig. :-p ]:D Spaß beiseite. Wie gehst Du denn mit Dir um, wenn Du dann doch weiteranalysierst, Dich versuchst zu bewegen aufzuhören und es doch nicht tust? Bist Du dann die nervige unfähige Verliererin? So hört es sich an.

Ich kann das, bzw den Beitrag von Trestale, gerade überhaupt nicht greifen. Klingt zuerst logisch, ja, aber irgendwie auch falsch. Kann bloß nicht meinen Finger auf das legen, was daran für mich falsch scheint.

Aber das sind doch die spannenden Fragen, die die nächste Frage aufwerfen und die nächste, bis es sich irgendwo greifen lässt und Du aufgrund dessen das Thema für Dich erarbeiten kannst - sicher auch mit Information von außen, wie es denn nun andere so sehen.

Ach Kleio, ich bin dir ja so dankbar für deine Geduld mit mir. Bislang drehe ich mich nämlich tatsächlich im Kreis, bemerke ich vor allem beim Versuch, diese Frage zu beantworten.

Wie kann ich es mir vorstellen? Inwieweit hast Du versucht Erkenntnisse zu gewinnen und inwieweit hast Du Dich unter Druck gesetzt?

Muedta4


Immer noch der Eindruck, dass da was "im Verborgenen" ist.

Warum magst du deinen Körper nicht?, das ist für mich eine wichtige Frage oder ein Ansatzpunkt.

Ich habe das Gefühl, da ist etwas, was sich meldet, was gehört werden will. Etwas ganz aus der Tiefe.

DJebb4iexFaye


Das war mir nicht mehr bewusst, entschuldige.

So war das gar nicht gemeint, wollte mich nicht beklagen - aber das weißt du ja hoffentlich ;-)

Ich mag meinen Körper nicht, also will ich ihn auch nicht spüren. Klingt zumindest so.

__

Eher: Wenn ich mich auf meinen Körper konzentriere, fällt mir mehr auf was mich stört bzw. rufe ich mir das bewusst ins Gedächnis. Das widerum nervt mich dann so, bzw. lenkt mich so ab, dass alles andere in den Hintergrund gerät.

Es ist der Beruf - ja? Durch den spürst Du Dich, der macht Dich aus und der verschafft Dir Anerkennung. Was sagst Du zu meinem Eindruck?

Ja, stimmt genau. Und dann kommen wir wieder hierzu:

Warum tust Du, was Du tust und willst Du das so machen?

Und ich beziehe die Beantwortung der Frage komplett auf den beruflichen Aspekt: Weil es dem CV gut tut, weil es ein weiterer notwendiger Schritt in Richtung Karriere ist (oder so hoffe ich zumindest), weil ich mich ja nun irgendwann für diese Berufsrichtung entscheiden habe und weil ich irgendwann mal gehofft habe, so etwas bewirken zu können.

Und dann halte ich inne, denn einem Teil von mir ist ja vollkommen klar, das Arbeit überhaupt gar nicht alles ist, vor allem dann nicht, wenn sie keinen Spass macht und sowieso schonmal nichts bewirkt in der Welt.

Aber was dann? Meta4 spricht von mehr Tiefe. Aber was ist Tiefe? Liebe, Familie? Vielleicht. Ich möchte Familie haben, ja, aber dafür ist gerade nicht die Zeit. Meine Beziehung ist sicherich nicht einfach, aber ich liebe meinen Freund. Freundschaft? Sie bedeutet mir nichts. Religion? Ich bin gläubig. Aber auch die Religion verlangt, dass man etwas beiträgt zur Gesellschaft. Ich dachte eine Weile, mit meiner Arbeit könnte ich das, aber das ist ja leider nicht wahr. Glücklichsein... vielleicht, aber gleichzeitig ist dies ja auch ein egoistisches Ziel. Ich finde es irgendwie falsch, auf der Welt zu sein, einfach um glücklich zu sein.

Und dann sind wir wieder bei Testrale und der nicht-Notwendigkeit eines Zieles. Ich habe die vergangenen zwei Wochen Urlaube gehabt und nichts "sinnvolles" gemacht. Bin meinen Hobbies nachgegangen, habe Zeit mit Menschen verbracht. Klar, so lässt es sich aushalten. Aber man bewirkt doch nichts. Man sollte doch irgend etwas bewirken im Leben (anderer Menschen). Braucht man dafür ein Ziel oder kann man auch durch reines existieren etwas bewirken? Aber ist dann nicht schon das "etwas bewirken wollen" ein Ziel?

Wie gehst Du denn mit Dir um, wenn Du dann doch weiteranalysierst, Dich versuchst zu bewegen aufzuhören und es doch nicht tust? Bist Du dann die nervige unfähige Verliererin? So hört es sich an

Ich bin, genauso wie du (;))und mein Freund, genervt von mir, aber als Versagerin fühle ich mich nicht. Unnormal, trifft es eher. Ein bisschen krankhaft, vielleicht.

BTW: Warum magst Du Deinen Körper nicht?

Ich -ähm- kann nicht einschätzen, ob ich dick/dünn/normal bin bzw. finde ich mich prinzipiell zu dick bzw. habe eine übersteigerte, negative Wahrnehmung meines Körpers, bedingt durch Mobbing und einige Kommentare meines Vaters. Hab dann mit 16 das Essen irgendwann mal ganz eingestellt und mich bei 1.80 auf 55kg runtergehungert. Damals habe ich dann Anerkennung durch dünn sein/ hübsch sein gesucht. Das hat sich mittlerweile erledigt, aber so richtig "gesund" ist meine Einstellung zu meinem Körper/ zum Essen immernoch nicht.

Wie kann ich es mir vorstellen? Inwieweit hast Du versucht Erkenntnisse zu gewinnen und inwieweit hast Du Dich unter Druck gesetzt?

Das mit den Erkenntnissen klappt mit euren Denkanstößen ja schon ganz gut. Bei der Umsetzung und Lösungsfindung haperts. Druck bislang keiner da, also abgesehen von der "Filmabspielerei".

KSleio


DebbieFaye

Ich finde es irgendwie falsch, auf der Welt zu sein, einfach um glücklich zu sein.

Sondern?

Man sollte doch irgend etwas bewirken im Leben (anderer Menschen). Braucht man dafür ein Ziel oder kann man auch durch reines existieren etwas bewirken? Aber ist dann nicht schon das "etwas bewirken wollen" ein Ziel?

Inwiefern kannst Du etwas bewirken oder gib mir doch ein Beispiel, in dem jemand etwas bewirkt, damit ich verstehe, wie Du es meinst?

Ich bin, genauso wie du (;))und mein Freund, genervt von mir, aber als Versagerin fühle ich mich nicht. Unnormal, trifft es eher. Ein bisschen krankhaft, vielleicht.

Ich bin nicht genervt - Du bist von Dir genervt. Du meinst genervt also wertfrei? Ich verstehe noch nicht ganz, wie Du dieses "Ich bin von mir genervt" meinst. Ich meine, es steckt eine Wertung dahinter und die hätte ich gerne gewusst. Was ist dieses genervt?

Das mit den Erkenntnissen klappt mit euren Denkanstößen ja schon ganz gut. Bei der Umsetzung und Lösungsfindung haperts. Druck bislang keiner da, also abgesehen von der "Filmabspielerei".

Vielleicht liest Du mal in diese Fäden:

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/644997/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/379818/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/149822/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/239176/]]

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/148970/]]

Vielleicht kannst Du ja einen Ansatz finden.

IxCS


Hallo Debbie,

ich kann deine Ängste teilweise nachvollziehen. Vielleicht liest du mal meinen recht ähnlichen Faden:

[[http://www.med1.de/Forum/Psychologie/693898/]]

:)*

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