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Mein Zuhause verloren und tieftraurig

dEeviliRndisOguisxe


Wenn jemand meint, dass er keine Therapie benötigt, liegt es meistens daran, dass man an tiefliegende Probleme nicht ran möchte

Oder daran, daß er tatsächlich keine braucht.

D:iscJedere


Oder daran, daß er tatsächlich keine braucht.

devilindisguise

Halte ich in diesem Fall für eher unwahrscheinlich....

Ein neues Leben habe ich nicht in Angriff genommen, denn ich weiß nicht, wofür?! Noch ca. 1 1/2 bis 2 Jahre kann ich von meinen Ersparnissen leben (ich habe alles gekündigt, was ich kündigen konnte, ich stehe dann finanziell wieder wie am Anfang da, als ich 16 war). Was nach den kommenden zwei Jahren sein wird, ist mir schlichtweg egal. Ich hoffe fast auf einen neuen Ausbruch meiner Krebserkrankung, die ich nicht nochmal behandeln lassen würde oder ansonsten spiele ich mit dem Gedanken, dann alles selbst zu beenden.

Ejva @Relxla


Ich hoffe fast auf einen neuen Ausbruch meiner Krebserkrankung, die ich nicht nochmal behandeln lassen würde oder ansonsten spiele ich mit dem Gedanken, dann alles selbst zu beenden.

Ich lese hier sehr viel Wut.

SEweFe-t Fannwy[ Adamxs


Und in erster Linie ist ein Haus ein Ding.

Das ist es. Und alles andere was du dir draus machst ist nur in deinem Kopf. Wenn keiner guckt ist es nur ein Ding. Dem Haus ists egal. Es beherbergt die neuen Bewohner mit ihren neuen Geschichten genauso wie dich früher. Es hat sich quasi weiterentwickelt, im Gegensatz zu dir ;-) Was es dir bedeutet hat kannst du mitnehmen und anfangen dich in deinem jungen Leben erstmal einzurichten. Oder du kannst auch sterben wenn das deine Entscheidung ist. Deine Mutter und dein Onkel haben dich trotzdem nicht auf dem Gewissen, falls das dein finales Statement sein sollte.

Ich glaube allerdings auch eher, dass du den Fakt dem Tod gerade von der Schippe gesprungen zu sein in Kombination mit der großen Veränderung nicht wirklich verkraftet hast. Insofern > lass dir helfen :)*

M\in|yixp


Gleich zu Anfang möchte ich sagen, dass ich zu manchen Beiträgen nichts zu schreiben weiß und es daher auch nicht tun werde. Dennoch danke an alle, die geschrieben haben.

Eine Bitte noch:

Man kann mich gerne alles fragen, aber auf haltlose Unterstellungen oder irgendetwas Zusammengereimtes von sog. Hobbypsychologen kann ich verzichten, weil es mir das Gefühl gibt, dass man mich nur provozieren möchte. Auf solche Beiträge werde ich beim nächsten Mal gar nicht mehr eingehen.

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@ lerchenzunge

woher willst Du eigentlich so sicher wissen, dass Dein Onkel das Geld nicht brauchte? 

Sei dir sicher, dass ich es weiß. So etwas würde ich nie behaupten, wenn ich es nicht zu 100% wüsste.

Du schreibst selbst, dass das Haus und der Garten sehr viel Arbeit gemacht haben. Früher haben Deine Oma und Du sich darum gekümmert, ja, aber Deine Oma war nun tot, Du schwerkrank, an wem wäre also die Arbeit hängengeblieben? An Deiner Mutter.

Ich finde es schwierig, wenn Dinge einfach mal so behauptet werden, die ihr gar nicht sicher wissen könnt.

Nichts wäre an meiner Mutter hängengeblieben! Ich habe mich auch während meiner Krebserkrankung ums Haus gekümmert und hätte mir jederzeit Hilfe für draußen dazu holen können, was ich schon jahrelang gemacht habe, da meine Oma mir nicht mehr bei allen Arbeiten helfen konnte. Meine Mutter war nie involviert, weder in Arbeiten im Haus (Renovierungen), noch außerhalb des Hauses.

Meine Mutter hatte aber alles Recht (schrieb ich schon mal), sich für ein anderes Leben zu entscheiden. Darum geht es nicht.

Wenn Banken Dir keinen Kredit geben wollten, so ist das ein sehr gutes Indiz, dass das Projekt wenig aussichtsreich war. Du schreibst selbst, dass Du seither aus der Substanz, aus Ersparnissen gelebt hast. Wenn Du die Ersparnisse als Anzahlung verwendet hättest, womit hättest Du dann Deinen Lebensunterhalt und die Zinsen und Kredittilgungen für den Hauskredit bestreiten wollen?

Du scheinst meine Beiträge nicht sehr aufmerksam gelesen zu haben.

Es ging nur um die Überbrückung einer kurzen Zeit, in der mir mein Onkel hätte entgegenkommen müssen. Nach meiner Erkrankung wollte ich mich beruflich verändern/neu einsteigen und der Kredit wäre kein Problem mehr gewesen und er hätte den Rest des Geldes sofort bekommen.

Wäre es wirklich besser gewesen, wenn Du ein paar Jahre um das Haus gekämpft hättest, Dich extrem eingeschränkt hättest, Deine Ersparnisse eingesetzt hättest, um am Ende notverkaufen zu müssen oder gar von der Bank das Haus "unterm Hintern weg" gepfändet und zwangsversteigert zu bekommen?

Wie gesagt, ich hatte nicht vor, arbeitslos zu bleiben.

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@ Comran

 Natürlich sagt deine Mutter nicht zu Lebzeiten der Oma "Wenn ich das Haus erbe, kommt's unter den Hammer.". Dazu muss man erst mal in der Situation sein, um sich ernsthaft Gedanken zu machen. Du hast dich da in etwas reingesteigert, und zwar schon als Heranwachsende. 

Das entspricht so nicht der Wahrheit.

Wir haben sehr oft ganz offen darüber gesprochen, dass meine Mutter und ich selbstverständlich dort im Haus wohnen bleiben werden, sonst hätten wir auch nicht Jahr für Jahr so viel Geld in selbiges investiert. Wir hatten auch öfter schon überlegt, wie wir das Leben zu zweit dort gestalten würden, Aufteilung etc.

Hat sich deine Mutter jemals genauso liebevoll um den Erhalt, Renovierungen und Einrichtung gekümmert? 

Meine Mutter hat vor allem gerne eingerichtet und dekoriert, das war ihr Ding, während sie die Arbeit draußen nicht mochte, wozu sie aber auch niemand gezwungen hat. Jeder hatte seine Aufgaben.

Vielleicht hat deine Mutter auch vernünftiger erkannt, dass eine Instandhaltung des Hauses für zwei Menschen zu teuer wird. 

Bevor ich erwachsen war, wurde das Haus auch nur von zwei Menschen finanziell instandgehalten, was kein Problem war, zumal meine Mutter und ich zusammen mehr gehabt hätten, als meine Mutter und Oma zuvor zusammen gehabt haben.

Es stand in absehbarer Zeit sowieso nichts Größeres an.

Vor drei Jahren hätte sie deinen Onkel auszahlen müssen. Hätte sie genug Geld dafür gehabt oder hätte sie sogar einen Kredit dafür aufnehmen müssen? 

Das war ja gar nicht mehr der Punkt. Sie wollte es nicht mehr und das habe ich akzeptiert.

Oder möchtest du deine Mutter damit strafen? 

Ich will niemanden strafen.

Meine Mutter hat damit nichts zu tun. Nochmal: es war ihr gutes Recht. Außerdem weiß sie in keinster Weise, wie es mir wirklich geht.

Nur etwas Unterstützung gegen meinen Onkel, sprich einen kleinen Zeitaufschub, hätte ich mir gewünscht.

Du bist erst Anfang 30 und tust so, als hättest du dein Leben verloren. 

So fühlt es sich auch an, ja.

Ansonsten danke für deine Wünsche!

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@ devilindisguise

Eigentlich könnte ich fast deinen gesamten Text zitieren und darunter nur einen kopfnickenden Smiley setzen.

Selten habe ich mich so gut verstanden gefühlt, ich danke dir.

Für andere gehören bestimmte Orte zur Person selbst, vergleichbar mit Körperteilen, Charakterzügen, unverzichtbaren Menschen, die "schon immer da waren" und so zu einem gehören, daß nicht ohne heftige Trauer und Erschütterung der Gesamtpersönlichkeit darauf verzichtet werden kann.

Das stimmt so sehr, dass ich beim ersten Lesen dieses Abschnitts weinen musste. Genauso empfinde ich es und deshalb tut es auch so sehr weh.

Minyip, du hast etwas für dich Wesentliches verloren und du befindest dich gerade in TRAUER darüber. Das ist normal, angemessen und o.k.. DU entscheidest, auf welche Weise und wie lange du trauerst. Laß dir da keine Vorschriften oder moralischen Vorhaltungen machen.

Danke.

Da es dir aber momentan sehr schlecht geht, würde ich dich ermutigen wollen, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Und zwar NICHT, weil du irgendwie unnormal wärest, sondern einfach nur, weil es ganz normal ist, sich Unterstützung zu suchen, wenn es einem nicht gut geht. 

Ich setze mich momentan intensiv mit diesem Gedanken auseinander.

Nein, das bringt dir nicht dein Haus zurück. Und nimmt auch nicht die Trauer weg. Aber du kannst lernen, mit der Trauer zu leben und zwar so zu leben, daß es sich trotzdem lohnend anfühlt. Daß du dir das im Moment nicht vorstellen kannst und vielleicht auch gar nicht willst, ist klar.

Stimmt, ich kann es mir tatsächlich nicht vorstellen, aber es wäre schön, mal wieder so etwas wie "Zufriedenheit" zu empfinden, von wieder "glücksich sein", möchte ich noch gar nicht sprechen, das ist unvorstellbar weit weg.

Nochmals danke für deinen Beitrag.

Es geht mir auch nicht um Mitleid, wie viele hier angesprochen haben, sondern darum, ein bisschen verstanden zu werden und natürlich auch, um ein paar Tipps zu bekommen, wie es andere aus ähnlichen Situationen heraus geschafft haben.

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@ mori.

Es kann dir natürlich niemand sagen, ob du wirklich eine Chance bekommst, auch nicht wenn du ihnen irgendeine Summe bietest. Aber mein Gedanke dabei war, es wenigstens zu versuchen. Nicht alles versucht zu haben, finde ich persönlich schlimmer, weil immer eine letzte Ungewissheit bleibt.

Das ist wohl richtig.

Weißt du, es kommt mir nur so unrealistisch vor, dass es mir wirklich gelingen könnte.

Ja, besser wäre es, ich würde den Rest meines Geldes, in Anbetracht dieses möglichen Vorhabens, nicht einfach so verleben.

Ich war immer ein Arbeitstier, aber wenn ich jetzt daran denke, mich um den neuen Job kümmern zu müssen, bekomme ich leichte Panik. Es kostet mich an manchen Tagen schon Kraft überhaupt aufzustehen.

Auf Hausarzt, Therapie usw. gehe ich jetzt nicht näher ein, da ich mich mit dem Gedanken erstmal ganz für mich alleine anfreunden muss und nachdenken, ob es infrage kommt.

Das Haus war gut in Schuss, es musste in keinster Weise saniert werden, wir haben uns immer gut darum gekümmert. Das war mir auch wichtig, da ich eben dachte, dort für immer leben zu können.

Heizung, Dach, Rohre, auch die Badezimmer, Fassade, Türen, Treppen, Geländer, Balkone waren tiptop und im Außenbereich war auch alles picobello. Deshalb waren neue Eigentümer auch nicht schwer zu finden. Nur dass der gute Zustand des Hauses in keinster Weise meinem Onkel zu verdanken war. >:(

Das Einzige, was die neuen Eigentümer vorhatten, war eine Wand im EG zu durchbrechen, aber sicher war auch das nicht gewesen, dafür wollten sie einen Statiker holen, um erstmal überprüfen zu lassen, ob das überhaupt möglich war. Ansonsten hatten sie, außer dem üblichen Kram, wie neu streichen, Teppichboden raus, nichts Weltbewegendes vor.

Ich weiß natürlich nicht, ob es wirklich richtig ist, dir das zu raten, weil ich natürlich Bedenken habe, wie es dir erst gehen könnte, wenn es nicht klappt.

Danke für deine Umsicht.

Damit müsste ich mich tatsächlich im Vorfeld auseinandersetzen, vor allem aber dürfte ich mich nicht darauf versteifen, dass es klappt.

Wahrscheinlich kommt dir das wie ein riesiger Berg vor

Ja, das ist richtig. Dabei kommt es mir so lächerlich vor, da ich in meinem Leben schon ganz andere Dinge gewuppt habe und gar nicht wieder aufstehen musste, weil ich erst gar nicht gefallen war. Der Sinn in meinem Leben ist mir einfach verloren gegangen und meine ganzen Pläne, die unweigerlich mit dem Haus, dem Ort und den Menschen dort verknüpft waren. Ich hatte eine genaue Vorstellung von meinem Leben und solche Freude an den verschiedenen Vorhaben das Haus und Grundstück betreffend. Das alles los zu lassen, gelingt mir einfach nicht.

Danke auch dir für deine Wünsche.

M"inyi$p


@ Eva Rella

Das schreibst Du in Deinem ersten Beitrag, und hier ist zu erkennen, dass Du loslassen KANNST im Sinne von Einsicht, dass sogar schmerzliche Einschnitte ihren Sinn haben können.

Das war in dem Fall gar nicht schwierig, weil mir diese Arbeit einfach nicht mehr gut tat, schon lange vor meiner Erkrankung. Den endgültigen Schlussstrich zu ziehen, war dann gar nicht mehr schwierig.

Aber mit dem Haus verbinde ich eben nur Schönes und kann deshalb nicht loslassen.

Es soll kein billiger Trost sein, aber wenn Du wirklich darauf verzichten musst, kann auch das am Ende vielleicht sogar gut sein - was Du jetzt nicht sehen kannst. Wer weiß, ob es nicht doch Enttäuschungen mit sich brächte, wäre es in Deinen Besitz gelangt?

Das mag ich natürlich nur ungern glauben, aber man weiß nie, wie etwas weitergegangen wäre, das ist richtig.

Und am Ende des Lebens nimmt niemand sein Haus mit - oder was auch immer. Dann sind wir ohnehin aufgefordert, uns von sämtlichen Gütern und auch vom Liebsten, was wir haben, zu trennen. Besser, wir lernen frühzeitig, wenn es sein muss, loszulassen.

Das finde ich schwierig. Wenn ich sterbe, existiere ich nicht mehr, dann ist es mir gleich, was ich (an Besitztümern) zurücklassen muss, weil ich es sowieso nicht mehr erleben kann. Ich habe kein Problem mit der Endlichkeit des Lebens. Wenn man sich außerdem darum kümmert, dass es in gute Hände übergeht, kann man auch zufrieden gehen.

Ich lese hier sehr viel Wut.

Das ich Wut in mir habe, habe ich ja selbst schon eingeräumt.

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@ Discedere

Ein großer Teil der Menschen zieht irgendwann aus seinem Elternhaus aus - freiwillig. 

Das darf doch auch jeder handhaben, wie er mag. Ich zwinge niemanden, daheim wohnen zu bleiben, halte es aber auch nicht für unnormal, wenn man es gerne bleibt und mal alles übernimmt.

Das stimmt nicht - ich hatte eins, und sage trotzdem, ein Haus sind "Steine, Mörtel, Tapete und mehr nicht.". 

Gut, das empfindet eben jeder anders.

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@ This Twilight Garden

es gibt ein Australisches Sprichwort der Ureinwohner, das da ganz schlicht lautet:

du sollst dein Herz nicht an Dinge hängen.

Ich bewundere jeden aufrichtig, der es fertig bringt, so zu leben.

Wenn du da wohnen geblieben wärst und du das Haus aus anderen Gründen verloren hättest (Brand, Überflutung etc.) was wäre dann gewesen?

Das kann ich eigentlich nicht beantworten, da ich es nicht erlebt habe.

So, wie ich mich aber kenne, und da ich den Grundbesitz nicht verloren hätte, hätte ich es wohl an Ort und Stelle wieder aufgebaut, bzw. saniert.

Und ich denke auch, dass du dich nicht abgenabelt hast. Wer wohnt denn schon sein ganzes Leben im Haus der Eltern? Normalerweise zieht man mit ca. 20 Jahren aus und baut sich ein eigenes Leben auf.

Ich finde solche Verallgemeinerungen immer sehr schade.

Wenn es deine persönliche Meinung ist - ok, aber zu schreiben "normalerweise" finde ich unangebracht.

Jeder kann und darf so leben, wie er möchte. Mehrgenerationen-Häuser sind nicht so ungewöhnlich, wie du es darstellst.

Ach und ich hatte mein eigenes Leben. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Ich habe schließlich nicht in meinem Kinderzimmer gelebt und mich von Mutti umsorgen lassen.

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@ Furuba

Deine Geschichte tut mir aufrichtig leid, alles Gute und danke für deine Wünsche.

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@ IceLady_50

Hat das Haus Dich glücklich gemacht, oder warst Du glücklich? Oh doch, das ist ein himmelweiter Unterschied. 

Mir ist klar, worauf du hinaus willst ... dass, wenn ich glücklich gewesen wäre, mir der Verlust des Hauses auch nichts hätte anhaben können.

So sehe ich das aber nicht, weil ich es für mich persönlich nicht trennen kann. Ich war ein glücklicher Mensch, aber aufgrund meines ganzen Lebens, zu dem eben auch das Wohnen dort gehörte. Für mich ist das nicht trennbar.

Du hast Dich regelrecht gegen eine Beziehung und damit einhergehende Veränderungen geschützt, indem Du einen Umzug ausgeschlossen hast. 

Ich habe mich vor gar nichts geschützt! Ich hatte vor langer Zeit eine Entscheidung getroffen und zwar die, dass ich mein gesamtes Leben dort verbringen wollte. Und? Das machen viele Menschen und viele Frauen ziehen zu ihren Männern in deren Elternhaus, ich wüsste nicht, wo da ein Problem gewesen sein sollte.

Hier lassen Deine Beiträge darauf schließen, dass Du grundsätzlich Probleme mit wirklichen, engen Beziehungen hast und dies dann mit nettem Beisammensein mit Nachbarn kompensierst.

Entschuldige, aber bist du Therapeutin?

Ich mag solche Unterstellungen nicht.

Mit keinem Wort habe ich hier über meine Liebesbeziehungen gesprochen, nur dass ich in den letzten Jahren Single war und bin. Du kannst doch überhaupt nicht wissen, ob und wie viele enge Beziehungen ich außerhalb von Familie, Freunden und Nachbarn schon hatte.

Und scheinbar scheint es allen anderen Beteiligten nicht so ganz wichtig gewesen zu sein, was mit dem Haus passiert, sonst hätte man sich viel dezidierter darum gekümmert, dass genau so etwas nicht passieren kann. Hier die Frage: wie und worüber habt Ihr denn in welcher Ernsthaftigkeit überhaupt geredet?

Dazu habe ich weiter oben und in vorherigen Beträgen eigentlich schon alles beantwortet.

Aber nochmal in Kurzfassung:

Testamentarisch war alles schon zu Lebzeiten meines Opas geregelt, daran hätte meine Oma gar nichts mehr ändern können und es bestand auch kein Anlass dazu, da allen Beteiligten klar war, dass meine Mutter und ich das Haus übernehmen würden und mein Onkel ausbezahlt werden würde.

Die Gründe der plötzlichen Meinungsänderung meiner Mutter kann ich aus Unwissenheit nicht beantworten.

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@ Zwack44

Du liest meine Texte nicht richtig, bzw. zitierst Satzfetzen ohne den Zusammenhang. Nochmal werde ich auf so etwas nicht antworten, weil du mir damit die Worte im Munde umdrehst, irgendetwas schreibst, was ich so nie behauptet habe.

Das spielt rechtlich gesehen keine Rolle. Der gemeinsame Wille Deiner Großeltern war testamentarisch festgelegt. Das Besondere am Berliner Testament ist, dass es nach dem Tod des erstversterbenden Ehepartners nicht mehr geändert werden kann. Und so, wie es war, ist das Testament auch erfüllt worden.

Nichts anderes habe ich geschrieben und es ging nie um das Testament als solches. ":/

Es ist aber keine Ungerechtigkeit geschehen. Wenn zwei Personen ein Haus erben, kann jeder der beiden die Auseinandersetzung, d.h. die Auszahlung, den Verkauf, die Versteigerung jederzeit verlangen. Genau das ist geschehen.

Die angesprochene Ungerechtigkeit bezog sich einzig und allein auf das fehlende Entgegenkommen meines Onkels, das man innerhalb einer Familie erwarten kann.

Dass meine Mutter alles Recht der Welt hatte so zu entscheiden, wie sie es tat und dass mein Onkel rein rechtlich verkaufen durfte (an wen er wollte), habe ich selbst mehrmals geschrieben!

Ein Traum, der vom Einfluß Dritter abhängt, steht aber immer auf unsicherem Fundament. Das hast Du ab einem bestimmten Alter gewußt oder hättest es wissen können.

Falsch. Zum letzten Mal (da ich das nun schon öfter schrieb):

Es war immer, von allen Seiten (!) der Plan, dass meine Mutter und ich dort wohnen bleiben würden, mit diesem Wissen wuchs ich auf! Wäre das nicht der Fall gewesen, hätte ich entweder nicht so viel Geld und Arbeit in das Haus investiert oder es zu Lebzeiten meiner Oma noch versucht anders zu regeln.

Duisc/ederxe


Und ich denke auch, dass du dich nicht abgenabelt hast. Wer wohnt denn schon sein ganzes Leben im Haus der Eltern? Normalerweise zieht man mit ca. 20 Jahren aus und baut sich ein eigenes Leben auf.

Ich finde solche Verallgemeinerungen immer sehr schade.

Wenn es deine persönliche Meinung ist - ok, aber zu schreiben "normalerweise" finde ich unangebracht.

versus

Das Haus war schlichtweg 30 Jahre lang mein Lebensmittelpunkt, mein Zuhause (wer gibt schon freiwillig sein geliebtes Zuhause auf?!).

Wie war das mit den Verallgemeinerungen? %-|

Die angesprochene Ungerechtigkeit bezog sich einzig und allein auf das fehlende Entgegenkommen meines Onkels, das man innerhalb einer Familie erwarten kann.

Nö. Ein Entgegenkommen ist nichts, was "man erwarten" kann. Man kann darum bitten, man kann gewährt bekommen - es ist aber nichts, zu dem man verpflichtet ist.

I4ceLafdy_5x0


Ob ich Therapeutin bin oder nicht (bzw. welche fachlichen Kompetenzen ich besitze), werde ich hier nicht beantworten, steht aber auch nicht zur Debatte, weil ich im Grunde genommen Dich zitierte bzw. Deine Postings als solches ankamen.

Dort steht ganz klar geschrieben, dass Du für einen potentiellen Partner nicht umgezogen wärest und dass das Haus dort Dein Leben war. Dass Du immer wiederholst, dass es genügend Frauen gibt, die zu den Männern ziehen und es eben daher auch umgekehrt möglich sein sollte, ändert daran gar nichts.

Es geht doch hier nicht um richtig oder falsch, sondern darum, wie Deine Äußerungen bei dem Leser ankommen und welche Eindrücke entstehen. Diese können Dir doch auch einen anderen Blickwinkel verschaffen. Ich schrieb zudem, dass Deine Beiträge darauf schließen lassen - nicht, dass es so ist. Es wirkt von außen betrachtet sehr restriktiv und beziehungsvermeidend.

Über rechtliche Aspekte ist genügend geschrieben worden, das nimmt Dir aber auch nicht das Gefühl, ungerecht behandelt worden zu sein.

Und es geht doch auch überhaupt nicht darum, was wer glaubt - ob Du eine Therapie machen sollst, ob Du dieses oder jenes tun sollst, was richtig und was falsch ist...

Es geht um DICH, dass es DIR in dieser Situation jetzt und schon sehr lange nicht gut geht. Da spielt doch überhaupt keine Rolle, was wir denken.

Wichtig wäre, was DU tun kannst, damit es Dir besser geht.

Und nun stelle ich Dir eine Frage, die ich - ob Du es jetzt glaubst oder nicht - nicht provokant meine, sondern die ich für sehr wichtig erachte:

Möchtest Du, dass es Dir besser geht? Oder möchtest Du den Schmerz behalten? Loslassen können impliziert nicht nur Personen oder Objekte, sondern auch Emotionen. Manchmal möchte man verharren, weil man Angst vor dem Neuen hat oder aber auch, weil man eben nicht das Alte loslassen will.

ZzwackQ44


Minyip,

Deine Antwort ist sehr emotional und unüberlegt ausgefallen. Ich verwahre mich dagegen, ich würde Deine Beiträge nicht lesen, ich würde Dir die Worte im Mund herumdrehen, ich würde mich auf Dinge beziehen, die Du nie behauptet hast. Offenbar hat Dich mein Beitrag überfordert:

Die angesprochene Ungerechtigkeit bezog sich einzig und allein auf das fehlende Entgegenkommen meines Onkels, das man innerhalb einer Familie erwarten kann.

Fehlendes Entgegenkommen und Ungerechtigkeit sind zwei unterschiedliche Dinge. Schade, dass ich Dich nicht erreichen konnte.

IGceLadZy_5x0


Ach ja, was mir zum Thema "Loslassen" noch einfällt:

Ich sprach mal mit jemandem darüber, der einen sehr nahestehenden Menschen verloren hat. Die Person sagte, dass dieses Wort "Loslassen" sie unheimlich wütend machen würde.

Ich fragte sie, wo die Wut denn herkäme und was sie ggf. mit dem Wort assoziieren würde. Und ob sie das Wort vielleicht mit Akzeptanz, aber im Sinne von Gutheißen gleichsetzen würde.

Genau das war der Fall. Sie glaubte, dass Loslassen bedeuten würde, dass sie das Schicksal so gutheißen müsste und es quasi ok so gewesen wäre.

Niemand sagt, dass es ok so ist, wie es ist. Aber wie oben ausgeführt, ist das doch gar nicht der springende Punkt....

Mvi.nyip


@ Icelady_50

Dort steht ganz klar geschrieben, dass Du für einen potentiellen Partner nicht umgezogen wärest und dass das Haus dort Dein Leben war. 

Ja, irgendwann als Erwachsene habe ich mich dazu aus freien Stücken entschlossen, dass ich dort bleiben will. Aber deshalb war es nicht so, dass ich keine engen Liebesbeziehungen gehabt hätte. Ich werde ganz gewiss nicht näher darauf eingehen.

Möchtest Du, dass es Dir besser geht? Oder möchtest Du den Schmerz behalten? 

Selbst wenn es nicht provokant sein soll, ich kann mit dieser Frage leider nichts anfangen.

Wenn es darum gehen würde, was ich möchte, dann zurück in unser Haus und das am liebsten noch heute.

--

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@ Zwack44

Schade, dass ich Dich nicht erreichen konnte.

Entschuldige, aber mit was genau denn erreichen?

Du erklärst mir das Berliner Testament, von dem ich von jeher wusste, was es bedeutet und ums Testament ging es auch nie.

Dann schreibst du, weder meine Mutter, noch mein Onkel hätten gegen irgendein Recht verstoßen. Das habe ich auch nie behauptet.

Dann unterstellst du mir, dass es nur ein Traum, ein unerfüllbares Ziel war. Ich habe aber mehrmals erklärt, dass es ein offenes Geheimnis war, wie es nach dem Tod meiner Oma mal weitergehen sollte, also habe ich dementsprechend mein Leben dort geplant.

Also tut mir leid, aber bei so vielen Dingen, die du einfach so behauptet hast, war es schwierig, ruhig zu bleiben.

Dein Beitrag hat mich auch nicht überfordert, sondern verärgert.

Fehlendes Entgegenkommen und Ungerechtigkeit sind zwei unterschiedliche Dinge. 

Ich habe es als Ungerechtigkeit empfunden!

TDina@ti,nxe


Du beschreibst gerade meinen persönlichen Alptraum und zum Teil kam es mir so vor, als würdest du über mein Leben schreiben.

Ich bin ebenfalls in solch einem Mehrgenerationshaus aufgewachsen (gebaut vorm 2. Weltkrieg) und habe noch nie für lange in einer Mietwohnung gelebt.

Meine Großeltern haben mich groß gezogen und später lebten wir dort mit Großeltern und meiner Mutter.

Mein Opa lebt noch, aber wenn er mal nicht mehr ist, müsste meine Mutter ihre Schwester auszahlen (auch Berliner Testament)

Ob sie das macht, steht derzeit noch in den Sternen.

Mal sagt sie, wenn ich dann einen Job habe zahlen wir die andere Seite aus. Mal sagt sie, es ist ihr zu viel Arbeit.

Aus dem Haus für immer auszuziehen wäre mein persönlicher Alptraum und ich denke, es würde mir wie dir gehen, da ich sehr an diesem Haus hänge.

Ich glaube dir, dass dir das den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Ich hänge auch sehr daran. Bin da immerhin groß geworden.

Ich kann dich total verstehen. :)_ :)_

Eine Lösung habe ich leider nicht, aber du hast hier jemanden, der zu 100 Prozent nachvollzieht wie es dir geht.

Tlina1tinxe


Übrigens finde ich Kommentare wie "Wer lebt schon im Haus der Eltern? Normal zieht man mit 20 aus" unpassend.

Das kommt immer auf den Menschen an.

Der eine, ist der Großfamilientyp und eben sehr konservativ und der Nächste zieht gern in die Welt.

Menschen sind nicht alle gleich.

Auch ich hänge sehr an dem Haus, in dem ich groß geworden bin.

Meine Urgroßeltern haben alles mühsam aufgebaut und würden sich im Grabe umdrehen, wenn wir es später verkaufen.

Es ist wie ein Familienerbstück.

SPweet {FannyW xAdxams


Menschen sind nicht alle gleich.

Und dennoch müssen alle mit Veränderungen klarkommen, ob sie wollen oder nicht. Und einfach aufhören zu leben ist nunmal niemals die einzige Option. Es sei denn, man entscheidet sich dafür.

M$iny4ip


@ Tinatine

Es ist wie ein Familienerbstück.

Ein sehr schöner Vergleich! :)^

Unsere Lebensgeschichten ähneln sich tatsächlich sehr, aber ich hoffe sehr für dich, dass deine nicht genauso endet wie meine.

Da du jetzt im Vorfeld schon von der Unsicherheit deiner Mutter weißt, würde ich an deiner Stelle unbedingt sehen, das zu klären. Sie soll sich eben entscheiden und es dir mitteilen, damit du unabhängig von ihr planen kannst und möglicherweise noch etwas regeln kannst. Ich weiß zB ganz sicher, dass meine Oma es nicht gewollt hätte, dass es in fremde Hände kommt und bin sicher, dass sie versucht hätte, meinen Onkel noch zu Lebzeiten auszubezahlen. Mit meiner Mutter hätte ich mich dann schon geeignet, ich hätte ihr den Vorschuss geben und das restliche Geld dann nachzahlen können, sobald ich wieder in Beschäftigung gewesen wäre und mir der Kredit bewilligt worden wäre. Ich würde an deiner Stelle auf gar keinen Fall abwarten, bis dein Opa mal nicht mehr ist, allein mit dieser Ungewissheit leben zu müssen, könnte ich mir nicht vorstellen.

Sprich Klartext, mit allen Beteiligten und halte Vereinbarungen schriftlich fest. So würde ich es zumindest machen!

Alles Gute und danke für dein Mitgefühl :)_

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