» »

Durch zu viel Nachdenken unglücklich geworden - Brauche Rat

BIehoxw hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich muss euch erstmal meine Geschichte (zum größeren Verständnis) kurz erzählen: Es war November 2013, als ich mich ein ein Mädchen verliebt habe. Jedoch war sie die Schwester eines guten Freundes, von daher konnte ich es gleich hinschmeißen. Später habe ich erfahren, dass sie bereits einen Freund hat, weshalb ich leicht Depressiv wurde (nicht wirklich, halt eine Depri-Phase). Seitdem ich in sie verliebt war und ich festgestellt habe, dass es keinen Nutzen hat, was mit ihr anzufangen (war auch vor meiner Mittleren Reife, eine Ablenkung war das letzte, was ich brauchen konnte), habe ich angefangen, mehr über Gott und die Welt nachzudenken. Ja, buchstäblich, also über Gott (von Religionskritik bis zum Kreationismus) und über die Welt (von Nihilismus bis zu Buddha). Ich wurde sehr theoretisch, ich kam bzw. komme mir vor wie Immanuel Kant (oder ein anderer Autor während der Aufklärung). Und je weiter ich gedacht habe, je mehr ich solche Theorien entwarf oder mich damit beschäftigt habe, umso unglücklicher wurde ich.

Es ist eine ziemlich ungewöhnliche Frage, die ich euch stelle, aber: Wie kann ich mein Denken drosseln, also wie kann ich verhindern, dass ich wieder rumphilosophiere (also hier ist nach Ablenkung gefragt)? Ich will wieder so wie früher sein, nicht zu viel nachdenken, etc. Ich will wieder glücklich sein.

Antworten
m8äuse4ohxr


Über was genau grübelst du denn?

Nachdenken an sich ist ja nix Schlimmes. Es sei denn negative Gedanken sind im Spiel.

J,aBn7x4


Geht mir auch so. Schopenhauer z.B. kann einen wirklich runter ziehen.

Tja, was tun da.. auf das hier und jetzt konzentrieren, Hobbies, Dinge, die man wirklich gut findet und tun will.. Ablenkung und sowas wie "Lebensinhalte".

BAehsow


Danke für die schnellen Antworten!

@ mäuseohr:

Ich hab doch geschrieben, worüber. Hauptsächlich will/wollte ich das ganze Leben, die ganze Welt, auf Basis der Logik entschlüsseln, genauso wie Politik, Wirtschaft, zwischenmenschliche Beziehungen, Gefühle, ... Es sind weder negative noch positive, es sind komplizierte.

@ Jan74:

Bis jetzt war dieses Nachdenken mein Hobby, muss mich also alten Hobbies zuwenden, die ich aufgegeben habe (Linguistik z.B.)

J#an74


Also ein Freund von mir, der arg depressiv ist, meinte, halb scherzhaft-sarkastisch, ihm würde es so schlecht gehen weil er einen Blick ins Buch der Schöpfung haben durfte. Erkenntnis wäre nicht gut.

Irgendwie ist das auch so. Man kann zu der Annahme neigen, dass die Grundprinzipien des menschlichen Daseins negativ sind und Leiden unausweichlich ist. Wie gesagt, siehe Schopenhauer. Aber mehr Rat kann man da auch nicht geben. Man muss es irgendwie ertragen.

Einige Leute suchen ihr Heil dann in Buddhismus etc. Vielleicht wäre das auch was für Dich. Mir hilft allerdings eher Ablenkung und das Hier und Jetzt.

Bsehoxw


Aber mehr Rat kann man da auch nicht geben. Man muss es irgendwie ertragen.

Einige Leute suchen ihr Heil dann in Buddhismus etc. Vielleicht wäre das auch was für Dich. Mir hilft allerdings eher Ablenkung und das Hier und Jetzt.

Ich versuche es zu ertragen, es ist schlimmer als eine Depression, ich könnte jetzt auf der Stelle einfach nur in Panik geraten. Ich war aber auch mal in so einem Dilemma, weiß ich: Anfang 2013 war ich, bezüglich Religion, sehr beschäftigt. Hab gedacht, existiert Gott, etc. Die Gedanken führten dazu, dass ich das Leben nicht mehr genießen konnte, da es damit vollgestopft war. Einmal habe ich dann geweint und ich habe daraufhin beschlossen, mich von jeglichen Foren, sei es religiöser oder atheistischer Art, fern zu halten und fürs erste nicht darüber zu denken, also Ablenkung. Es hat geklappt: Emotional wurde ich wieder stabil. Ist mir gerade eingefallen, also nicht wundern.

Gut, dann ab heute "Immanuel Kant-Verbot" und Ähnliches :-D

Jmanp74


Was mir noch hilft - die Position des überzeugten Agnostikers. So wenig gut uns die Prinzipien des Daseins auch gefallen mögen - Trost spendet immer die Tatsache, dass wir im Endeffekt so gut wie nichts wissen. Es kann alles auch ganz anders sein. All die menschliche Wissenschaft hat noch nicht einmal den Hauch einer Erklärung dafür geliefert, wie z.B. subjektiv bewusstes Empfinden überhaupt entsteht.

Und auch die "naheliegenden Dinge".. also dass die Welt drei Dimensionen hat (räumlich) und die Zeit dazu.. das ist ja schon (siehe Einstein und co) eher widerlegt als bewiesen.

Fazit also - wir wissen viel zu wenig, um eine Aussage der Art "so ist es!" (über das Dasein als solches) zu tätigen. Und von daher müssen wir auch nicht drüber verzweifeln. Es besteht auch die Möglichkeit, dass im Endeffekt doch alles schön und gut und toll ist.

Evhemal!iger Nutz{er) (#353655x)


Ich finde schon, dass man sich über die angesprochenen Themen Gedanken machen und glücklich leben kann. Ich sehe es eher als eine Frage der Balance zwischen jenem Nachdenken und dem Leben daneben. Es erfordert aber auch eine gewisse Disziplin, dass man seine Gedanken nicht in die Momente trägt, die eigentlich zum Genießen dienen sollen.

K]ekst*angtxe


Puh, da hast du dir ja eine Menge vorgenommen. Ich denke, das Problem ist, wenn du ein Mensch bist, der einfach dazu neigt viel nachzudenken, kannst du es schwer komplett stoppen. Was du aber vielleicht machen kannst ist, dich dahingehend zu "erziehen", dass du dich ablenkst, dich anderen Dingen zuwendest, wenn du merkst, dass es zu viel wird.

An diesen ganzen Fragen, die du dir stellst, sind schon einige Menschen zerbrochen, oder durchgedreht.

Sich alten Hobbies zuwenden ist sicher eine gute Idee. Ablenkung evtl. durch Sport, wenn die Gedanken kommen?

Ich selber bin da recht pragmatisch. Grübel zwar auch gern über dieses und jenes, kann aber auch gut zu mir selber sagen"manche Dinge sind so wie sie sind. Nicht zu ändern, sondern hinzunehmen und zu akzeptieren."

Ich drücke dir die Daumen, dass du aus diesem Gedankenstrudel raus kommst. Wenn du aber merkst, dass es nicht geht, suche dir evtl. Hilfe. Auch das ist O.K. und keine Schande.

B3eh6ow


@ 1abc Habe ich auch gemerkt,

so eine Disziplin habe ich nicht, habe es versucht.

@ Kekstante

An diesen ganzen Fragen, die du dir stellst, sind schon einige Menschen zerbrochen, oder durchgedreht.

Genau deshalb will ich auch damit aufhören. Ich spüre, dass ich bald wahnsinnig werde.

Ich werde versuchen, die Welt so anzusehen, wie sie ist, nicht weiter darüber nachzudenken, mich auf das Jetzt konzentrieren. Mich mit Politik, Wirtschaft, Philosophie, weiß was ich noch mit was sich zu beschäftigen werde ich verhindern, also keine Literatur dazu lesen, auch keine dementsprechende Foren durchzustöbern. Es hat mir ja bereits einmal geholfen, es ist durchaus möglich, dass ich länger brauchen werde, aber es wird mir nicht schaden.

m$ond+slterne


Was ist aus dem Mädchen geworden?

Ich habe nicht ganz verstanden, was dagegen spricht, sich mit der Schwester eines guten Freundes einzulassen.

Entweder versuchst Du es nochmal bei ihr, oder Du suchst Dir die nächste.

Kant ist ein Leben lang ledig geblieben, weil er lieber nachgedacht hat als Frauen sein Interesse zu bekunden. Vielleicht machst Du es umgekehrt?

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz   © med1 Online Service GmbH