» »

Das blöde Bauchgefühl

MceiOster_#Glanxz hat die Diskussion gestartet


Mir gehts momentan nicht so gut. Es ist schwierig zu definieren, weshalb. Hauptsächlich ist es dieses Bauchgefühl. Nach der Lektüre eines ... na, nennen wirs mal psychologischen Ratgebers (aus einer seriösen Feder) ;-) möchte ich die darin enthaltenen Tipps mal etwas ausprobieren. Dazu gehört das Benutzen der Schwarmintelligenz.

Ich vermute, es hängt mit dem Job zusammen. Obwohl ich mir nichts anderes als genau diesen Job gewünscht habe. Mehr Verantwortung, selber etwas gestalten zu können, ein überschaubarer Personenkreis. Und vor allem eine Veränderung.

Warum gehts mir aber so, wies mir jetzt geht? Was passt mir denn alles nicht?

Ich fühle mich nicht daheim, eher als Fremdkörper. Das ist vielleicht noch normal nach noch nicht ganz drei Monaten. Aber es trägt sicher zum unguten Gefühl bei.

Der Ortsteil, wo ich arbeite, ist tot. Ich brauche Leben. Die Gegend da ist nicht mein Gebiet. Ich fühle mich unwohl inmitten dieser leeren Strassen, diesem Nobelgemeinden-Ghetto. Dazu kommt das kleine Team, das mir so erstrebenswert erschien, mich nun aber vereinsamen lässt. Ich brauche Leute um mich. Für einen kurzen Schwatz, für einen Austausch über die Arbeit, einfach so.

Ich fühle mich unsicher bei einigen Aufgaben, die ich übernehmen musste, für die ich aber nicht ausgebildet bin. Ich mache etwas, damits gemacht ist. Aber obs stimmt, weiss ich nicht. Ich nehms mal einfach an. Mir fehlt der Bezug zur Thematik, habe keine Affinität zu dieser Arbeit, fühle mich sehr unwohl dabei. Es gibt Dokumente, von denen ich keine Ahnung habe, was ich damit machen soll. Ich habe Angst, dass ich die Erwartungen, die in mich gesteckt werden, nicht erfüllen kann. Das bezieht sich nicht auf meine primäre Arbeit, da bin ich der Meinung, dass ich den Job gut mache. Was mir auch wiederholt bestätigt wurde. Und ich denke, dass ich durch meine Arbeitserfahrung auch in der Lage bin, diese Arbeit gut zu machen.

Ich schlafe nicht nur schlecht, ich fühle mich am Morgen kaputt. Schaffe es kaum aus dem Bett. Mit Berocca ists ein wenig besser geworden, aber ich denke nicht, dass die Lösung darin bestehen kann, mir Vitamine und Koffein zuzuführen, um einen Zustand zu erschaffen, den ich früher auch ohne erreicht hab. Ich war nie ein Morgenmensch. Aber ich fühle einen deutlichen Unterschied zwischen morgendlicher Müdigkeit und dieser Erschlagenheit. Ich wache um halb 5, 5 auf, kann nur an den riesigen Berg Arbeit und Aufgaben denken, die mich erwarten. Obwohl es, objektiv betrachtet, nicht so ist. Ich habe genug Zeit für meine Arbeit. Aber dennoch fühle ich mich davon erdrückt.

Der Alltag ist Routine geworden. Ich stehe um etwa 6.15 Uhr auf, mache mich parat, nehme den Bus, fahre Tram, warte auf die S-Bahn, laufe ins Büro, sitze von ca. 8 Uhr bis ca. 17 Uhr in meinem Stuhl und mache meinen Job. Dann dasselbe Spiel retour. Bis ich um etwa 18 Uhr wieder daheim bin. Dann kochen, essen, fernsehen, lesen, irgendwas machen. Bis ich um etwa 22 oder 23 Uhr so müde bin, sicher auch unterstützt durch die pflanzlichen Schlaftabletten, die ich momentan nehme, dass ich einschlafe. Bis es wieder 4 oder 5 Uhr ist. Und das fünf Tage die Woche. Freitag gehen wir noch etwas weg am Abend, mein Highlight der Woche! Samstag und Sonntag aber dasselbe. Ich wache um 5 Uhr auf, kann kaum mehr einschlafen. Immerhin gelingts mir dann aber irgendwann doch. Wirkliche Erholung kann ich aber nicht aus dem Wochenende ziehen. Schon am Freitagnachmittag fürchte ich mir vor dem Montagmorgen. Schöne Aussichten für ein Wochenende. Und es wird nicht besser. Es gibt so viele Montage. Dienstage. Mittwoche. Donnerstage. Freitage sind gut. Dann gibts eine Pause. Aber jedem Freitag folgt über kurz oder lang wieder ein Montag. Unweigerlich. Die Lebensqualität leidet enorm.

Was gefällt mir an meiner Arbeit?

Ich arbeite gerne mit den Leuten da. Wir haben grundsätzlich ein angenehmes Klima im Büro. Auch die Thematik, mit der ich mich beschäftige, interessiert mich sehr. War ja auch der Grund, weshalb ich mich beworben habe. Ich habe viel Gestaltungsfreiheit, kann eine Arbeit machen, die ich schon lange machen wollte, bei meinem alten Arbeitgeber aber nicht machen konnte.

Warum künde ich nicht einfach?

Ich habe mir diesen Job gewünscht, betrachte ihn als fast einmalige Chance. Bei einem grossen Unternehmen kann ich etwas Vergleichbares kaum finden.

Ich möchte der Firma nicht schaden. Es gab so viele Wechsel in der letzten Zeit. Etwas Ruhe und Kontinuität würde gut tun. Jetzt, wo ich langsam weiss, wie der Hase läuft, will ich schon wieder weg. Das verlangt von allen Beteiligten so viel ab, dass es mir dabei unwohl ist.

Selber künden bedeutet Sperrtage beim Arbeitslosengeld. Ich gehe zwar davon aus, dass ich durchaus innert nützlicher Frist einen Job finden würde. Aber was, wenn ich eine Pause brauche, nicht sofort wieder arbeiten kann und will? Oder wider Erwarten doch nicht sofort eine neue Stelle finde? Zwei, drei Monate kein Geld zu erhalten, wären schwer zu stemmen. Krankenkasse, Miete, laufende Kosten … so dick ist mein finanzielles Polster nicht, dass ich das einfach so machen kann.

Welche Möglichkeiten sehe ich?

Ich mache weiter. Versuche, meine negativen Gefühle irgendwie unter Kontrolle zu bringen. Vielleicht unterstützend mit Medis. Dies erfordert viel Kraft und Anstrengungen. Ich bin nicht sicher, ob ich das momentan aufbringen kann. Der Prozess wäre zudem langwierig und ich wünschte mir schon eine relativ rasche Verbesserung der Lebensqualität.

Ich künde den Job. Dabei habe ich ein schlechtes Gefühl, weil ich der Firma schade. Andererseits schade ich mir, wenn ich so weitermache wie bisher. Ich könnte künden, aber so lange da bleiben, bis eine Nachfolge gefunden wurde, und ich eine saubere Übergabe machen kann. Das würde mein schlechtes Gefühl etwas abschwächen, heisst aber auch, dass ich möglicherweise noch zwei, drei Monate mit den momentanen Problemen kämpfen muss. Andererseits könnte die Perspektive, in Zukunft etwas verändern zu können, auch Auftrieb geben.

Um externe Meinungen wär ich sehr froh. Ich fühle mich leer, erschöpft. Innerlich hab ich gekündigt, habe aber kein gutes Gefühl dabei.

Antworten
M"eTistedr_Glmanz


Was mir auch zu schaffen macht, sind die Auf und Abs. In den letzten Tagen hab ichs mehrheitlich geschafft, dass es mir einigermassen gut geht. Auch im Büro. Und dann knallt plötzlich ein Tag rein, an dem kaum was geht. Würds mir ständig schlecht gehen, könnte ich wohl einfacher loslassen und was anderes suchen, resp. meine Situation überdenken. Aber so hab ich immer noch Hoffnung, dass ichs irgendwie hinkriege.

Habe mir auch schon überlegt, ob ich mich beruflich verändern soll. Aber da kommen dann auch wieder die Existenzängste. Geld für teure Weiterbildungen oder gar Umschulungen hab ich nicht. Und ich möchte eigentlich auch nicht unbedingt in eine andere Richtung gehen, als ich in den vergangenen 16 Jahren gefahren bin.

Am liebsten würd ich jetzt einfach im Lotto gewinnen (nicht unbedingt Millionen, einfach mal etwas, dass das Finanzielle fürs erste keine Sorgen bereitet), künden und ein zweiwöchiges Volontariat im Zoo machen.

Hört sich schon komisch nach Midlife-Crisis an. Gut, dass ich keinen Führerschein hab, sonst würd ich vielleicht noch von nem Ferrari träumen. ;-)

mGonXd+sterxne


Um externe Meinungen wär ich sehr froh.

Ich habe den Eindruck, Du hast einen guten Job gefunden. Er hat nur einen Haken. Du fühlst Dich unsicher bei Aufgaben, für die Du nicht gemacht bist. Da würde ich mir zunächst mal die Frage stellen, wie ich mit dieser Unsicherheit umgehe. Bis zur Kündigung wäre es da bei mir noch ein weiter Weg.

Deine Einstellung zur Arbeit macht Dich meiner Meinung nach langfristig zum Kandidaten für einen Burn Out. Die Medikamente, die Du nimmst halte ich zwar für völlig harmlos. Aber die Haltung, die dahinter steckt, finde ich gefährlich. Denn Du versuchst, durch die Einnahme von Medikamenten Deine Arbeitsleistung zu steigern. Das ist nicht gut.

Dein Unwohlsein scheint mir vielmehr daher zu kommen, dass es Dir an Erholung von der Arbeit mangelt. Der Freitag ist schon mal gut. Aber was ist am Wochenende? Warum gibt es da nichts, was Dir gut tut, für Erholung sorgt?

Ich füge Deinen beiden Möglichkeiten also eine dritte hinzu: Du versuchst, Deine Freizeit etwas schöner zu gestalten. Auf der Arbeit nimmst Du Dir Zeit, die Du brauchst, um Dich zurechtzufinden und einzuarbeiten.

MeeisZter_ZGlanz


Die Unsicherheiten find ich gar nicht mehr so dramatisch, ich glaube, ich konnte mich weitgehend davon überzeugen, dass ich die nicht so hoch gewichten soll, wie ichs getan hab. Und auch ein Gespräch im Büro hat mich dahingehend beruhigt. Aber ganz weg ist sie nicht, die Unsicherheit, das stimmt.

Ich bin kein Mensch, der gerne Medikamente nimmt. Gerade mit Tabletten hab ich grosse Mühe, weil ich die nicht mit Wasser schlucken kann. Muss da immer noch was dazu essen. Und als Diabetiker ist meine Lust nicht so gross, ein Joghurt oder ein Stück Brot vorm Schlafen zu essen. Alles machbar, aber mal ein Grund, warum ich so wenig Tabletten wie möglich schlucken möchte. Die pflanzlichen Schlaftabletten (Baldrian und Hopfen) hab ich von meiner Ärztin bekommen. Sie möchte keine "richtigen" Schlaftabletten geben, weil die das Problem nicht lösen. Und da bin ich auch froh drum, denn vor sowas hab ich grossen Respekt. Plus gibts die Gewöhnung daran.

Gibt ja auch pflanzliche Stimmungsaufheller. Ich dachte da an sowas, nicht grad an die grosse chemische Keule.

Ich merk nur, wies mir jeden Tag nicht gut geht. Und das ist so kein Zustand. Gerade das mit der tristen Umgebung zieht mich runter. Ich habe immer in der Stadt gearbeitet, um mich pulsierte das Leben. Habe viel mit den Kollegen unternommen. Und habe es genossen, am Feierabend heim zu kommen. Wir wohnen einigermassen ruhig an der Stadtgrenze. Nun komm ich vom ruhigen Stadtrand in diese Ödnis. Am Abend bin ich so müde, weil ich zu wenig Schlaf bekomme, dass ich gar nicht gross was unternehmen will. Und am Wochenende versuche ich, so viel Schlaf mitzunehmen, wies nur geht. Das geht eine Weile so, aber mittel- bis langfristig muss das ändern.

Das Thema Burnout hab ich mir schon auch angeschaut. Und das möchte ich verhindern. Dazu bräuchte ich einen Ausgleich. Hab mir letztens mal Kurse angeschaut. Sprachen, kochen, irgendwas. Hab die Website aber rasch wieder geschlossen. Keine Motivation. Will abends nur noch nach Hause. Ich sehe meine Freundin vielleicht vier Stunden am Tag, eher weniger, weil sie beruflich auch grad sehr eingespannt ist. Und ich ja um 22 Uhr schon wieder einschlafe. Diese Zeit fehlt mir auch. Und damit die Lust, sie noch mehr einzuschränken.

Der ganze Zustand erschreckt mich, weil ich das so von mir nicht kenne.

KFleino


Meister_Glanz

Ich fühle mich unsicher bei einigen Aufgaben, die ich übernehmen musste, für die ich aber nicht ausgebildet bin. Ich mache etwas, damits gemacht ist. Aber obs stimmt, weiss ich nicht. Ich nehms mal einfach an. Mir fehlt der Bezug zur Thematik, habe keine Affinität zu dieser Arbeit, fühle mich sehr unwohl dabei. Es gibt Dokumente, von denen ich keine Ahnung habe, was ich damit machen soll. Ich habe Angst, dass ich die Erwartungen, die in mich gesteckt werden, nicht erfüllen kann. Das bezieht sich nicht auf meine primäre Arbeit, da bin ich der Meinung, dass ich den Job gut mache. Was mir auch wiederholt bestätigt wurde. Und ich denke, dass ich durch meine Arbeitserfahrung auch in der Lage bin, diese Arbeit gut zu machen.

Was heißt primäre Arbeit und was ist die nicht-primäre?

Alles in allem würde ich Dich jetzt so verstehen, dass Du die Kompetenz mitbringst, die dieser Job erfordert. Was dazu gehört ist natürlich, dass Du jene Dinge noch lernen musst, die Du nicht mitgebracht hast. Habe ich das richtig verstanden oder hast Du eine Unsicherheit, dass Du diesen Job in den nächsten 3 Monaten nicht in den Griff bekommen wirst?

Spricht denn etwas dagegen, dass Du Dich auch in die Dokumente einlesen wirst und herausfinden wirst, wozu die da sind, bei denen Du noch nicht weißt? Gibt es denn niemanden, der Dir diese Dinge erklären kann oder zumindest Tips geben kann?

mOond5+#stherxne


Mir gehts momentan nicht so gut. Es ist schwierig zu definieren, weshalb. Hauptsächlich ist es dieses Bauchgefühl.

Du hast jetzt drei lange Beiträge geschrieben, in denen es hauptsächlich um Deinen Job geht. In einem Satz hast Du eher nebenbei Deine Freundin erwähnt. Ich könnte mir gut vorstellen, Dein Bauchgefühl hat mehr mit Deiner Freundin als mit Deiner Arbeit zu tun.

MYeiste5r_GlaIn4z


Was heißt primäre Arbeit und was ist die nicht-primäre?

Primär wurde jemand gesucht, der die Ausbildung und die Qualifikation mitbringt, die ich habe. Durch die geringe Grösse der Firma muss aber jeder noch andere Aufgaben übernehmen. Und in meinem Fall ist das etwas, das ganz entgegen allem steht, was ich machen will. Klar krieg ichs irgendwie hin. Aber es belastet mich. Auch wenn ichs bisher meiner Meinung nach richtig gemacht hab.

Alles in allem würde ich Dich jetzt so verstehen, dass Du die Kompetenz mitbringst, die dieser Job erfordert. Was dazu gehört ist natürlich, dass Du jene Dinge noch lernen musst, die Du nicht mitgebracht hast. Habe ich das richtig verstanden oder hast Du eine Unsicherheit, dass Du diesen Job in den nächsten 3 Monaten nicht in den Griff bekommen wirst?

Spricht denn etwas dagegen, dass Du Dich auch in die Dokumente einlesen wirst und herausfinden wirst, wozu die da sind, bei denen Du noch nicht weißt? Gibt es denn niemanden, der Dir diese Dinge erklären kann oder zumindest Tips geben kann?

Jemanden, ders mir exakt erklären kann, gibts nicht. Meine Vorgängerin war auch nicht vom Fach. Und die ist jetzt weg.

Du hast jetzt drei lange Beiträge geschrieben, in denen es hauptsächlich um Deinen Job geht. In einem Satz hast Du eher nebenbei Deine Freundin erwähnt. Ich könnte mir gut vorstellen, Dein Bauchgefühl hat mehr mit Deiner Freundin als mit Deiner Arbeit zu tun.

Das denk ich eher nicht. Warum könntest du dir das vorstellen, resp. was genau? Wir sind seit acht Jahren zusammen, es läuft sehr gut. Und ich bin gerade im Moment besonders froh, dass ich sie an meiner Seite habe. Sie ist auch für mich da, nur ists für mich schwierig, ihr zu sagen, wie man mir helfen kann, wenn ich selber nicht ganz weiss, was ich genau brauche.

Diese Nacht hab ich wunderbar geschlafen. Bis 3 Uhr. Und dann bis 5 Uhr. Bis 7 Uhr. Bis halb 10. Ich wache beim kleinsten Geräusch (und als Katzenbesitzer gibts die ständig) auf und habe Schwierigkeiten, einzuschlafen. Und fürchte mich vor morgen. Ich geh davon aus, dass es morgen dann nicht so schlimm ist. Es mir vielleicht sogar gut geht im Büro. Aber es zehrt an den Kräften, wenn man ständig nur daran denken kann.

Kolexio


Primär wurde jemand gesucht, der die Ausbildung und die Qualifikation mitbringt, die ich habe. Durch die geringe Grösse der Firma muss aber jeder noch andere Aufgaben übernehmen. Und in meinem Fall ist das etwas, das ganz entgegen allem steht, was ich machen will. Klar krieg ichs irgendwie hin. Aber es belastet mich. Auch wenn ichs bisher meiner Meinung nach richtig gemacht hab.

Das ist auch meine Erfahrung. Wenn wenig Leute da sind, dann gibt es eine andere Arbeitsteilung, als mit einer Armee von Leuten. Ich für mich habe das immer positiv gesehen, weil ich dadurch immer dazu lernen konnte, neue Dinge lernen. Du scheinst das nicht so aufzufassen - learing by doing.

Und das sind die Dinge, die Du nicht machen willst?

Jemanden, ders mir exakt erklären kann, gibts nicht. Meine Vorgängerin war auch nicht vom Fach. Und die ist jetzt weg.

Also learingn by doing?

Was dazu gehört ist natürlich, dass Du jene Dinge noch lernen musst, die Du nicht mitgebracht hast. Habe ich das richtig verstanden oder hast Du eine Unsicherheit, dass Du diesen Job in den nächsten 3 Monaten nicht in den Griff bekommen wirst?

m+ond+s1terne


Ich könnte mir gut vorstellen, Dein Bauchgefühl hat mehr mit Deiner Freundin als mit Deiner Arbeit zu tun.

Das denk ich eher nicht. Warum könntest du dir das vorstellen, resp. was genau?

Weil Du praktisch nichts über sie schreibst. Ich finde es beispielsweise schon etwas verwunderlich, wenn Du Dir in einem Beitrag Gedanken über Deinen Freizeitausgleich machst, und Deine Freundin kommt dabei nicht vor.

Ich habe keine Idee, was Deine Freundin mit Deinem Bauchgefühl zu tun haben könnte. Dafür müsste ich mehr wissen über sie und Eure Beziehung.

Sie ist auch für mich da, nur ists für mich schwierig, ihr zu sagen, wie man mir helfen kann, wenn ich selber nicht ganz weiss, was ich genau brauche.

Von Deiner Freundin "brauchst" Du Liebe. Aber wenn Du hilfsbedürftig bist, ist sie die falsche Adresse, würde ich sagen.

Warum, bzw. wobei brauchst Du Hilfe?

Ich geh davon aus, dass es morgen dann nicht so schlimm ist. Es mir vielleicht sogar gut geht im Büro. Aber es zehrt an den Kräften, wenn man ständig nur daran denken kann.

Vielleicht geht es auch nicht um die Arbeit oder um Deine Freundin, sondern darum, dass Du nicht abschalten kannst?

Was meinst Du?


Mich interessiert übrigens die Schwarmintelligenz. Steckt da mehr dahinter, oder ist es nur ein Modewort für die Netzgemeinde?

Kqlei#o


Diese Nacht hab ich wunderbar geschlafen. Bis 3 Uhr. Und dann bis 5 Uhr. Bis 7 Uhr. Bis halb 10. Ich wache beim kleinsten Geräusch (und als Katzenbesitzer gibts die ständig) auf und habe Schwierigkeiten, einzuschlafen. Und fürchte mich vor morgen. Ich geh davon aus, dass es morgen dann nicht so schlimm ist. Es mir vielleicht sogar gut geht im Büro. Aber es zehrt an den Kräften, wenn man ständig nur daran denken kann.

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Du etwas auslässt. Was geht denn in Dir vor? Welche Gedanken hast Du? Stresst Du Dich mit irgendwelchen Gedanken? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du grundlos nicht abschalten kannst, nicht schlafen kannst. Mir fehlt da die Beschreibung Deiner Psyche.

MFeis8ter_GVlanz


Du scheinst das nicht so aufzufassen - learing by doing. Und das sind die Dinge, die Du nicht machen willst?

Es gab eine kurze Übergabe. Aber es war so viel Neues am Anfang, dass ich mich dabei primär auf das konzentriert habe, was ich kann. Dass ich da die Gegebenheiten und Anforderungen der neuen Stelle richtig verinnerlichen kann. Das andere, Neue, dachte ich, geht dann schon irgendwie. Zumal mir im Bewerbungsprozess gesagt wurde, das sei keine grosse Sache, man habe dafür Software ... gut, stimmt alles auch. Nur habe ich nicht mit der Blockade gerechnet, die ich dagegen entwickle. Ich würde das bestimmt hinkriegen. Wenns mir gut ginge, wenn ich im Vollbesitz meiner Kräfte wäre. Aber das bin ich nicht, ich fühle mich nicht gut. Aber das liegt nicht nur an dem Zahlenzeugs, das ich machen muss. Damit hab ich mich letzte Woche stark beschäftigt und es ging recht gut. Abgesehen davon, dass ich nicht sicher bin, ob ich alles richtig gemacht hab.

Weil Du praktisch nichts über sie schreibst. Ich finde es beispielsweise schon etwas verwunderlich, wenn Du Dir in einem Beitrag Gedanken über Deinen Freizeitausgleich machst, und Deine Freundin kommt dabei nicht vor.

Nun, sie ist, wie erwähnt, beruflich so eingespannt, dass ich da nicht für sie mitplanen will. Unsere Freizeit war in den vergangenen Jahren auch nicht deckungsgleich, es ist eher so, dass jeder macht, was er will und den anderen natürlich fragt, ob er auch Lust hat. Gemeinsam geniessen wir eher die Zweisamkeit daheim oder besuchen Freunde. Sind beide nicht gerade Aktivposten und haben gerne unsere Ruhe zusammen. Etwas kochen oder so.

Von ihr erwarte ich natürlich keine "professionelle" Hilfe, dafür ist der Arzt da, das ist mir klar. Aber in dem Bereich, in dem sie mich unterstützen kann, muss ich erst herausfinden, was mir da am meisten hilft. Obs ein schlichtes da-sein ist zB.

Warum, bzw. wobei brauchst Du Hilfe?

Vielleicht geht es auch nicht um die Arbeit oder um Deine Freundin, sondern darum, dass Du nicht abschalten kannst?

Was meinst Du?

Abschalten ist tatsächlich ein Problem für mich. Aber ein neues. Das hatte ich früher nicht. Da bin ich aus dem Büro und war Privatmensch. Ich hab mich damals zwar auch in der Freizeit mit Gedanken an den Job rumgetrieben, aber ich konnte mich besser abgrenzen. Ich denke, ich brauche vor allem da Hilfe. Ich bin mir bewusst, dass es niemanden gibt, der mir da eine Patentlösung zeigen kann, das muss ich selbst erarbeiten. Aber vielleicht gibts erprobte Wege, die individuelle Lösung zu finden.

Mich interessiert übrigens die Schwarmintelligenz. Steckt da mehr dahinter, oder ist es nur ein Modewort für die Netzgemeinde?

Im Buch geht es darum, dass man in Situationen, die für einen festgefahren sind, von anderen Inputs bekommt, wie sie das von aussen sehen, wie vielleicht ihre Erfahrungen in solchen Situationen sind und was mögliche Lösungswege sein könnten. Idealerweise Fremde, weil von Bekannten konkrete Hilfestellungen kommen könnten, die zu sehr auf die Person zugeschnitten sein könnten. Und die beste Lösung kann ja auch etwas sein, was man selber für sich noch gar nie in Betracht gezogen hat.

Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Du etwas auslässt. Was geht denn in Dir vor? Welche Gedanken hast Du? Stresst Du Dich mit irgendwelchen Gedanken? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Du grundlos nicht abschalten kannst, nicht schlafen kannst. Mir fehlt da die Beschreibung Deiner Psyche.

Ich habe mich bestimmt zu wenig mit meiner Psyche beschäftigt in meinem Leben, darum kann ich da noch nicht viel beschreiben. Ich kenne mich selbst wohl nicht gut genug in solch einer Situation. Ich habe immer funktioniert.

Momentan herrscht der Gedanke vor, dass ich nicht mehr da arbeiten will. Dass ich mich am liebsten gestern statt morgen verabschieden möchte, wieder zurück in die Stadt. Wieder in ein grösseres Team, wieder nur meine Arbeit machen, die ich gerne mache. Und dann kommen die Gedanken, dass das Problem dadurch nicht gelöst werden könnte. Dass ich vielleicht professionelle Hilfe brauche, Zeit für mich. Aber auch sowas ist mit dem jetzigen Job nicht vereinbar. Ich bin allein, wenn ich ausfalle, wird die Arbeit nicht gemacht. Das geht nicht. Darum auch die Idee, mich zu verabschieden, solange ich noch genug Kraft habe, mich um mich zu kümmern und etwas Neues zu suchen. Und nicht erst dann, wenn ich vielleicht zusammenbreche, irgendwas in Richtung Depression oder Burnout erlebe und gar nicht mehr kann. Das möchte ich wirklich vermeiden. Vielleicht brauche ich einen 80%-Job ohne Verantwortung. All diese Gedanken kreisen. Plus dann halt all die Gedanken an die finanzielle Zukunft, wenn ich ohne Job da stehe.

K-le"ixo


Ich habe mich bestimmt zu wenig mit meiner Psyche beschäftigt in meinem Leben, darum kann ich da noch nicht viel beschreiben. Ich kenne mich selbst wohl nicht gut genug in solch einer Situation. Ich habe immer funktioniert.

Glaubst Du, dass Du soweit bei Dir bleiben kannst und z. B. morgen Abend mal reflektieren, welche Gedanken Du Dir vor der Arbeit machst, wie Du Dich fühlst, welche Gedanken Du Dir während der Arbeit machst - egal, ob es eine gute oder schlechte Situation ist?

K2lkeio


Oder auch heute Abend schon?

Aber das bin ich nicht, ich fühle mich nicht gut. Aber das liegt nicht nur an dem Zahlenzeugs, das ich machen muss. Damit hab ich mich letzte Woche stark beschäftigt und es ging recht gut.

Hat Dir das keinen Auftrieb gegeben? Manchmal ist die Angst vor einer Sache das Schlimmste, denn wenn man sich mit ihr beschäftigt, dann merkt man manchmal, dass es ja geht, wenn man sich damit umfassender befasst.

M:eisyteCr_G3laxnz


Ich dachte mir, dass ich so eine Art Tagebuch führen werde. Wann gings mir gut, wann nicht. Und weshalb. Sodass ich da vielleicht erkenne, worans liegen kann. Und einen neuen Arzttermin möchte ich morgen auch vereinbaren.

Hat Dir das keinen Auftrieb gegeben?

Nein, leider nicht. Ich hab mir nur vorgestellt, dass ich in Zukunft jede Woche so einen Berg Papier abarbeiten muss. Bevor ich angefangen hab, dachte ich mir auch, dass es mich weiterbringt, wenn ich etwas Neues lernen würde. Leider ist das nun nicht so. Neben vielen anderen Faktoren.

KfittyMGoneMxad


Meine erfahrung - unbedingt aufs bauchgefühl hören; mein sohn hat im job dadurch eine fürchterlich peinliche situation erlebt, aber jetzt, monate danach, hat es sich für ihn gelohnt, diese peinlichkeit duchzustehen, weil er wieder gern ins büro geht... und das ist immens wichtig, du mußt es nicht überstürzen meister_glanz, aber such dir was anderes und habe kein schlechtes gewissen ggü der firma - klingt hart, aber gings der firma schlecht würde niemand auf dich rücksicht nehmen...

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH