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Das blöde Bauchgefühl

W[ataerplaxnet


Was würdest du von der Idee halten (jetzt erstmal unabhängig davon, ob es in der Firma machbar ist oder nicht), deine Wochenarbeitszeit etwas zu verkürzen? Zum Beispiel von 39 auf 30 Stunden? Das haut finanziell nicht so sehr rein, aber du hast jeden Tag etwas mehr Zeit für dich selbst.

Ich hatte jahrelang mit Depression, Burn Outs und Panikattacken zu kämpfen. Seitdem ich akzeptiert habe, dass ich Vollzeit nicht mehr leisten kann, geht es mir eigentlich ganz gut.

S)ouZthe;rnmoxst


Eigentlich wollte ich dir schrieben: "hör auf dein Bauchgefühl"..

Dann hab ich überlegt wie es bei meinem letzten Jobwechsel war.

Ich bin auch von der pulsierenden Stadt und einer grossen Firma zu einem kleinen Unternehmen raus aus der Stadt gewechselt. Ich dachte, wenn ich in dieser großen Firma schon so ein tolles Klima und Kollegen hab - dann muss es in der kleinen ja noch viel besser sein! Pustekuchen! Ich hab mich in den ersten Wochen so furchtbar gefühlt, habe meinen alten Job und Kollegen wirklich schmerzhaft vermisst. Am liebsten hätte ich alles rückgängig gemacht.

Nach einer Zeit wurde es besser... und besser.. Ich bin in mein Arbeitsgebiet gewachsen, habe die Kollegen kennengelernt.. Klar gibt's immer noch hoch und Tiefs. Aber es war gut durchzuhalten. Heute gehören einige der Kollegen zu meinen besten Freundinnen.

Gib dir noch ein bisschen Zeit!

Und ganz simpler tipp. Lass dich mal untersuchen. Vielleicht hast du nen Mangel im Körper der dieses Unwohlsein noch verstärkt?

Mjeiscter%_Glxanz


Eine Reduktion der Arbeitszeit wäre sicher etwas, was mir helfen würde. Aber im jetzigen Job nicht möglich. Sollte ich mir was Neues suchen, würd ich aber eher einen 80%-Job als Vollzeit wollen.

Körperlich ist alles in Ordnung, das hab ich abchecken lassen. Auch die Schilddrüse tut, wie sie soll.

Bin wieder seit 4 wach.

F%rederik*eFrosxch


Hallo Meister-Glanz,

Ich habe mich hier gerade eingelesen und muss sagen, mir geht es ganz ähnlich wie dir. Auch ich habe seit kurzem einen Job angenommen, der mir irgendwie zu schaffen macht. Ich bin zwar "nur" Erzieherin, musste dort jedoch personalbedingt direkt die Leitung übernehmen vorübergehend. Dafür bin ich aber nicht gemacht. Es ist kein schönes Viertel, wo ich arbeite. Und die Gedanken, die du aufschreibst, könnten tatsächlich meine sein.

Was denkst du auf dem Weg zur Arbeit? Denkst du dann auch darüber nach, was die Kollegen über dich denken könnten (beruflich gesehen, nicht privat)?

Ich glaube, bei dir fehlt noch, das Problem noch genauer zu benennen. Bei ist es zum Beispiel so, dass ich mich mit 2 Kolleginnen überhaupt nicht verstehe und diese aber am längeren Hebel sitzen und mich oft in die Pfanne hauen, sich lächerlich machen wieso ich von 39 auf 30 Stunden reduzieren möchte usw.

Hattest du schon diesbezüglich "Anzeichen" bzw. ähnliche Gedanken bevor du das Buch gelesen hast?

Ich wünsche dir einen guten Start in die Woche.

BVesakg~teFxrau


Hallo,

zu Meinungen von außen will ich auch etwas beitragen. Nachdem ich meine Ausbildung absolviert hatte und sofort in einen Vollzeitjob einstieg, fühlte ich mich monatelang überfordert. Ich habe stark gezweifelt, ob ich den richtigen Beruf gewählt habe. Aber man braucht wirklich lange um sich in seinem neuen Betätigungsfeld so eingearbeitet zu haben, das es flutscht und dann fängt es erst an richtig Spaß zu machen. Das ist meine Erfahrung. Wenn es mit dem Vorgesetzten und den Kollegen klappt, ist die Basis da, dass es dir irgendwann auch gefällt.

Ich kann es schlecht für dich beurteilen, aber bei mir war es so, es wäre egal gewesen für welchen Arbeitgeber ich gearbeitet hätte, ich hätte mich nirgends wohl gefühlt, solange bis man sich seiner Aufgaben sicher ist und sich kompentent und wichtig fühlt. Das stellt sich nun mal erst nach einer gewissen Zeit ein, je nachdem wie anspruchsvoll die Aufgabe ist.

M;eigstejr_Glxanz


Erstmal ein globales Dankeschön für die rege Beteiligung an alle :)

Auf dem Arbeitsweg denke ich fast nichts. Ich starre nur aus dem Fenster. Wenn ich die Kraft finde, den iPod einzustöpseln, hör ich dazu Musik. Mehr schaff ich nicht. Ich habe immer gern und viel gelesen, selbst dazu fehlt mir die Kraft. Gedanken darüber, was die anderen über mich denken, mach ich mir nicht. Wir haben ein gutes Klima, daran solls nicht scheitern. Das Problem ist in mir drin.

Das Buch hab ich gekauft, um einen möglichen Lösungsweg für mich zu finden. Aber ich denke, ich schaffe das nicht alleine. Muss mir da professionelle Hilfe suchen. Möglichst bald, was sicher nicht einfach ist.

Abwarten und schauen, das wär am besten. Aber ich merke, wie ich von Tag zu Tag schwächer werde. Heute früh wars ganz schlimm, mal wieder.

W9aote{rplaxnet


Hm, das wird sich aber auch nicht verbessern, so lange Du weiterhin in dieser Tretmühle und Unglücklichsein mit dem Job stapfst... Meiner Meinung nach solltest Du schnellstmöglich etwas an der Situation ändern.

Meine Idee (auch wenn einige das nicht gutheissen werden): da Du m. E. derzeit nicht arbeitsfähig bist, lass Dich krankschreiben. Du hast wahrscheinlich noch Probezeit. Dein Arbeitgeber wird sich das nicht lange mit ansehen und Dich irgendwann kündigen. Damit umgehst Du die Sperrzeit beim Arbeitsamt, kannst erstmal wieder zu Kräften kommen und Dir in Ruhe einen Job suchen, der besser zu Dir passt.

Alternative: Attest von Arzt, daß Du Deinen Job aus gesundheitlichen Gründen beenden musst. Und dann selbst kündigen. Verhindert auch eine Sperrzeit.

MGeis[tehr_Glaxnz


Daran hab ich auch gedacht. Aber dafür bin ich ein zu moralischer Mensch. Auch wenn das heutzutage nicht so gefragt ist. Aber die Firma ist so klein, da will ich nicht einfach nur kosten. Ich habe morgen einen Arzttermin, den warte ich mal noch ab, um zu sehen, wie das weitere Vorgehen sein könnte. Und falls ich die Kündigung als einzige Möglichkeit sehe, mach ich mich auch da mal schlau, was die beste Möglichkeit ist.

Sobald ich eine Krankschreibung hab, greift der Kündigungsschutz, dann kann ich nicht sauber abschliessen und was Neues anfangen. Und es gibt Papierkram und alles ... ich weiss, ich schade mir selber, wenn ich darauf verzichte. Aber es ist mir unwohl bei dem Gedanken.

Momentan find ichs gar nicht so schlecht, etwas zu tun zu haben. Auch wenn mich das Ganze runterzieht, hab ich dann wenigstens keine Zeit, nachzudenken. Und wenn wegen mir andere "leiden" müssen, schafft das auch keine Besserung.

Wpater+planxet


Eigentlich bin ich ja auch kein Freund von solchen Aktionen. Andererseits hilft es mir aber auch nicht, moralisch richtig zu handeln, wenn es mir selbst dadurch jeden Tag schlechter geht.

Mdeilstegr_Glxanz


Da kann ich dir nicht widersprechen, absolut richtig. Und wenns gar nicht mehr geht, dann gehts gar nicht mehr. Ich möchte jetzt aber zuerst mal versuchen, es noch irgendwie in eine gute Bahn lenken zu können.

m3ond+Zsternxe


Wir haben ein gutes Klima, daran solls nicht scheitern. Das Problem ist in mir drin.

Den Eindruck hab ich auch.

Daran hab ich auch gedacht. Aber dafür bin ich ein zu moralischer Mensch. Auch wenn das heutzutage nicht so gefragt ist. Aber die Firma ist so klein, da will ich nicht einfach nur kosten. Ich habe morgen einen Arzttermin, den warte ich mal noch ab, um zu sehen, wie das weitere Vorgehen sein könnte.

Ich finde mit Moral hat das nichts zu tun. Es ist schlicht und einfach in Deinem eigenen Interesse. So lange Du gesund genug bist, um arbeiten zu gehen, gehst Du hin. Wenn Du krank bist, lässt Du es bleiben. Ich finde es gut, ergebnisoffen zum Arzt zu gehen und auf seinen Rat zu hören.

Ich möchte jetzt aber zuerst mal versuchen, es noch irgendwie in eine gute Bahn lenken zu können.

:)^

MHeiste/r_G/lxanz


So schnell kanns gehen. Meine Chefin hat mir angeboten, mir zu kündigen. Somit hab ich keine Sperrtage und kann mich auf meine Gesundheit konzentrieren.

Wmaterjplanxet


Oha. Wie kam es so plötzlich dazu?

MIeiste8r_HGlanxz


Nicht nur ich hab mir übers Wochenende viele Gedanken gemacht. Auch sie. Und sie hat gesehen, dass ich hier nicht glücklich werde. Und darunter leidet am Ende auch ihre Firma. Ich finds eine sehr gute Lösung. Die Nachfolge ist auch geregelt, ich brauch mir also keine Gedanken deswegen zu machen.

So gut wie jetzt gings mir im letzten Monat nie. Schon erstaunlich, wie man auf eine Kündigung reagieren kann :-)

mxoKnd+us7ternxe


:)_

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