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Ich halte den Psychoterror meiner Eltern nicht mehr aus

C6orneMliax59


Als es hieß, sie wäre gesund, bin ich wieder zurück und lebte mein Leben. Doch der Krebs kam zurück und ich, wahrscheinlich dumm und naiv, lebe jetzt wieder hier. Die Heilungschancen seien mittlerweile sehr gut, der endgültige Befund steht aber noch aus.

Bist du sicher, daß der wiedergekommene Krebs echt war, oder könnte das ein Mittel gewesen sein, dich zurückzuholen?

Ganz abgesehen davon: bei einem solchen Verhalten der Eltern würde ich nicht noch dort bleiben und mir das gefallen lassen. Wenn sie meinen, sie könnten dir Regeln aufzwingen, solltest du ganz klar sagen: Entweder das hört auf, oder ich bin weg. Ich lasse es mir nicht mehr bieten, z.B. nachts nicht mehr lachen zu dürfen (wie krank muß man sein, um sowas als Regel aufzustellen?). Sie wollen dich dabehalten? OK, dann läuft es künftig so, wie du es willst, oder du gehst.

Es steht nirgends geschrieben, daß du als Erwachsene mit eigener Familie immer noch nach der Pfeife deiner Eltern zu tanzen hast! Laß es dir einfach nicht mehr gefallen!

k?leiner_#draKchenstxern


Wenn deine Tochter schon 19 ist, dann mußt du deutlich über 25 sein und daher kann dir niemand verbieten, bei deinen ELtern auszuziehen. Es ging darum, warum DU bei deinen Eltern lebst. Nicht, warum deine Tochter bei dir lebt.

Ja genau so war das gemeint. *:)

Nimm deine Sachen und deine Kinder und ziehe so schnell wie möglich aus!

Meine Vorschreiber haben es schon deutlich gesagt: du bist für deine Kinder verantwortlich, nicht für deine Eltern! Willst du wirklich, dass sie so aufwachsen müssen und genau so einen Knacks davontragen wie du oder dein Bruder?

Du bist nicht für deine Eltern verantwortlich, lass dir das nicht einreden! Sie haben offensichtlich genug getan, dass du sie locker "im Stich lassen" kannst, nicht nur das, sie haben es sogar verdient!!!

Warum schnappst du nicht deine Kinder und ziehst zu deinem Mann nach USA? Ihr seid doch eine Familie, da ist dein Leben, nicht als erwachsene Frau bei tyrannischen Eltern!

CuorneliIa5x9


Weißt du, wenn du nicht weißt, wohin mit deiner Tochter, weil sie ja hier in der Ausbildung ist: sucht ihr gemeinsam einen Platz in einer WG, das ist nicht so teuer wie eine Wohnung alleine. Natürlich wird sie erstmal noch Zuschüsse von euch brauchen, aber ich denke mal, das geht eher, als bei deinen Eltern wohnen zu bleiben und sich terrorisieren zu lassen. Das tut doch bestimmt auch deiner Tochter nicht gut, oder?

J1arl9a_


Danke für eure Antworten.

Ihr habt Recht. Die Kinder kommen an erster Stelle und so kann es nicht weitergehen. Ich weiß auch nicht, weshalb ich immer springe, wenn sie jammern. Und nein, sie hat es nicht vorgetäuscht. Sie lag in der Uni Klinik und sah sehr schlecht aus und hat sehr viele Kilos verloren.

Die beste Möglichkeit wäre, hier in der Gegend eine Wohnung anzumieten. Doch da ist das Problem. Wir bezahlen schon die Miete für das Haus und eine doppelte Miete ist nicht drin. Vom Amt möchte ich nicht abhängig sein und, bevor es hier noch mehr eskaliert und ich doch diesen Schritt gehen muss, ist die Frage, ob ich überhaupt Unterstützung bekomme, wenn wir schon ein Haus zur Miete haben. :-/

Ich weiß nicht, ob ich die Zeit hier noch absitzen werde. Wir wissen ja auch noch nicht, ob sie wirklich vom Krebs geheilt ist. Und wie gesagt, wenn es hart auf hart kommt, ist sie für uns da. Anders wie mein Vater, der ist für mich eher ein Bekannter, mehr nicht.

Ich arbeite auf selbstständiger Basis. Es reicht uns, aber auf hohem Niveau können wir nicht leben.

Jjarlxa_


Was heißt wir, ich kann so nicht leben.

P)oHritla`nd


Warum gehst Du nicht zurück in Dein Haus? ":/

JCarila_


Weil ich mich in der Pflicht sehe, ihnen zu helfen. Als Außenstehende hat man leicht zu sagen, lass sie im Stich.

KGaldinkzana


@ kleiner_drachenstern Ja,

vor einem Monat lebte ich mit ihm zusammen. Er lebt jetzt in Amerika und damals wie heute ist die Angst geblieben, dass unsere Beziehung die Entfernung nicht aushält und ich vereinsame. Ich habe auch das Vertrauen in Mitmenschen verloren durch einige Erfahrungen. Hier ist die Angst nicht kleiner, da mein Vater fleißig alle gegen mich aufhetzt. Was ist so schlimm daran, dass meine Tochter noch bei mir lebt? Darf sie ihre Ausbildung beenden, bevor ich sie rauswerfen soll? Glaube mir, meine Tochter ist mir herzlich Willkommen und sie kann bleiben, so lange sie möchte.

Jarla_

Der kleine Drachenstern meinte, warum DU noch bei deinen Eltern wohnst und nicht warum deine Tochter noch bei dir wohnt.

Generell:

Also, ich verstehe schon, dass diese Eltern nerven, aber viele Eltern sind von diesem oder ähnlich nervigen Schlag. Viele, viele Menschen wurden beim Großziehen durch ihre Eltern mehrfach in ihren Seelen verletzt. Man muß dann für sich selbst Befreiungsarbeit leisten. Was anderes gibt es nicht.

Das mit deinem Bruder tut mir echt leid. Warum ist er nicht einfach abgehauen. :°(

Hau du wenigstens ab. Befreie dich! :)*

S il!berlmondaxuge


Weil ich mich in der Pflicht sehe, ihnen zu helfen. Als Außenstehende hat man leicht zu sagen, lass sie im Stich.

Naja du lieferst auch genug Argumente, die zeigen, dass deine Eltern DICH im Stich lassen.

Aber gut, ich wünsche Dir alle Kraft, und vor allem wünsche ich DEINEN KINDERN die Kraft, sich lösen zu können denn du machst ihr Leben auch kaputt. Nicht nur deines.

dyevili}ndis7guisxe


Ich weiß auch nicht, weshalb ich immer springe, wenn sie jammern.

Die Antwort darauf gibst du selbst:

Weil ich mich in der Pflicht sehe, ihnen zu helfen.

Das ist aber keine vernünftige, erwachsene Überzeugung. Das ist einfach nur die "Stimme" deiner Eltern, die da in dir spricht.

Für deine KINDER bist du verantwortlich. Deine Eltern sind erwachsen. Punkt.

Und: DU bist erwachsen. Du brauchst nicht mehr auf deine Eltern zu hören. Ihnen ist scheißegal, wie es dir geht. Deinen Bruder haben sie in den Tod getrieben. Deinen Kindern wünschen sie den Tod. Laß dir das mal ganz, ganz deutlich durch den Kopf gehen:

Du läßt zu, daß deine Kinder in der Gegenwart von Personen leben, die ihnen den Tod wünschen?

duevilYindi@sguise


Zur Verdeutlichung:

Ich erinnere mich an eine Fabel, die ich mal gelesen habe. Sinngemäß ging sie so:

Ein Hund sah eine Herde Ziegen. Mitten unter ihnen lag ein Lamm.

"Dummes Lamm", sagte der Hund, "die Schafe lagern dort drüben! Geh hin, dort ist deine Mutter!"

"Meine Mutter?", antwortete das Lamm. "Meinst du etwa die, die mich geboren hat und dann im Gras hat liegenlassen? Soll ich ihr dafür dankbar sein? Was hat sie schon getan? Ich bin ihr nur "passiert". Aber hier diese Ziege hat mich aufgenommen, mich liebevoll großgezogen, mich aus ihrem Euter trinken lassen, obwohl ihre Zicklein dadurch weniger Milch bekommen haben. Ihr war ich diese Mühe wert, und noch dazu aus freien Stücken. DAS nenne ich eine Mutter."

Moral:

"Die Eltern macht nicht das Geblüte. Wir kennen sie aus Herzensgüte."

Die Frage, ob man seinen leiblichen Eltern automatisch, unabhängig von ihrem Verhalten, zu irgendetwas verpflichtet ist, wurde demnach schon in der Antike gestellt... und mit NEIN beantwortet. Du verstößt NICHT gegen eine grundlegende gesellschaftliche Regel, wenn du deinen Eltern die Quittung für ihr Verhalten gibst.

JqarlZax_


Ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Angeblich versteht wirklich keiner, dass ich mir, wenn meine Eltern nicht mehr leben, für immer ein schlechtes Gewissen plagen würde, wenn ich sie krank zurücklassen würde. Immer, für den Rest meines Lebens.

Ja, die Kinder hängen da mit drin und da muss ich einen Ausweg finden, allem gerecht zu werden.

Danke für eure Kommentare. Ich werde den Thread verlassen, da ich momentan keine sofortige Lösung sehe.

CCornelina59


Tja, was kann man da noch groß sagen? Du willst dich nicht lösen, weil du dir Schuldgefühle einredest oder einreden läßt, wenn du sie "im Stich lassen" würdest. Aber haben sie dich nicht zuerst im Stich gelassen, dich verraten, nach Strich und Faden fertiggemacht? Was ist mit der Seite der Medaille? Und was ist mit deiner Ehe, die du jetzt schon aufgrund der langfristigen Trennung in Gefahr siehst, ist die dir weniger wert als deine Eltern? Wer hat dich unterstützt, eher dein Mann oder eher deine Eltern?

Mein Rat lautet immer noch: stell deine eigenen Regeln dafür auf, unter welchen Bedingungen du dableibst. Dann haben deine Eltern es selber in der Hand, ob du bleibst oder nicht, und du brauchst dir daraus nicht selber einen Strick zu drehen!

Wäge mal das Pro und Contra für dich ab, mach vielleicht sogar eine Liste. Pro: warum du bei deinen Eltern bleiben solltest. Contra: warum du zu deinem Mann fahren solltest.

ITsabelxl


Jarla

Für den Fall, dass Du doch noch (mal) mitliest:

Deine Überschrift und auch der Inhalt Deines Eingangsbeitrages lautet: "Ich halte den Psychoterror meiner Eltern nicht mehr aus", es sind einige Lösungsvorschläge gekommen, der naheliegendste:

Führe eine räumliche Trennung herbei. Willst Du nicht, da Dein gemietete Haus zu weit weg ist. Warum nicht das Haus kündigen und in der Nähe Deiner Eltern eins suchen? So bist Du immer "griffbereit" wenn mal was ist. Willst Du nicht. Mal mit der Faust auf den Tisch hauen und sagen "SO nicht - wenn von Euch kein Respekt kommt bin ich weg". Willst Du nicht.

Angeblich versteht wirklich keiner, dass ich mir, wenn meine Eltern nicht mehr leben, für immer ein schlechtes Gewissen plagen würde, wenn ich sie krank zurücklassen würde. Immer, für den Rest meines Lebens.

Das verstehe ich nicht so ganz. Sind denn Deine Eltern ohne Dich so aufgeschmissen, dass sie verwahrlosen und verhungern würden, nicht mehr richtig medizinisch versorgt werden könnten? Bzw. es nicht ausreicht, wenn Du einfach in der Nähe bist falls was sein sollte?

Natürlich gibt es derartige Situationen in denen ein Mensch pflegebedürftig werden kann und ich persönlich wäre die Erste die zu ihrer Mutter ziehen und sich kümmern würde..... aber hier klingt das noch meilenweit von solchen Umständen entfernt.

Ich habe da mal eine Frage an Dich die Du hier natürlich nicht beantworten mußt, aber vielleicht für Dich selbst mal beantworten solltest (man könnte es auch eine Theorie nennen die mir beim Lesen dieses Fadens und auch des Anderen so gekommen ist, kann natürlich auch falsch sein ;-)):

Kann es sein, dass Du nicht alleine sein kannst oder willst? Dein Partner ist weit weg und Du sitzt mit Kind(ern) alleine in Eurem Haus. Dass Du starke Panik vor dem Alleinsein hast, wurde ja hier auch schon thematisiert. Und Du lässt dich eher von Deinen Eltern terrorisieren um ja nicht alleine zu sein? Mir kommt Dein Pflichtbewußtsein einfach zu übertrieben, zu selbstlos/märtyrerhaft vor, Dein "ich könnte mir das nie verzeihen wenn ich sie krank zurücklasse" viel zu dramatisch.

Verstehe das nicht falsch, diese Worte klingen vielleicht recht hart an, aber es gibt viele Menschen mit diesem Problem, erschreckend viele Menschen halten es deshalb auch in Beziehungen sehr lange aus, Beziehungen die sie fast kaputtmachen - nur weil sie nicht alleine sein wollen oder können. Auch sie suchen sich Gründe warum sie angeblich nicht gehen können - nur um sich selbst nicht eingestehen zu müssen, dass es nur einen Grund gibt: Ich will nicht alleine sein.

Nur gilt es in einem solchen Fall sich eher das Ziel zu setzen das Alleinsein zu lernen, mit sich selbst klarkommen zu können, sich selbst zu genügen. Es gilt zu erkennen, dass das Alleinsein nicht mal annähernd so schlimm ist als sich einem täglichen (Psycho)terror auszusetzen.

Ich mußte gerade spontan an das Thema "Schlaftraining" bei Babys denken. Falls Du das nicht kennst: Das Baby wird zum Schlafen hingelegt und wenn es heult wird 10 Minuten gewartet bevor man es hochnimmt, vorher spricht man auch einfach von der Tür aus ein paar Worte mit ihm - nimmt es aber nicht hoch und geht wieder - ein paar Tage später 15 Minuten, wieder ein paar Tage später 20 Minuten....damit das Baby lernt, sich selbst zu beruhigen, vor allem aber soll es lernen, dass alleine im Zimmer sein nicht bedeutet, dass es auch allein gelassen wird. Dass im Notfall immer Jemand da ist.

Ich vergleiche Dich selbstverständlich jetzt nicht mit einem Baby ;-) - aber das System es zu lernen ist ähnlich.

Alleine zu sein bedeutet unabhängig von emotionalen Zuwendungen anderer Personen zu sein. Nicht, diese Zuwendungen gar nicht zu haben oder zu brauchen - das ist aber was ganz anderes als davon abhängig zu sein.

Wie oben schon gesagt: Viele Menschen die nicht alleine sein können/wollen nehmen hier auch lieber negative "Zuwendungen" in Kauf (machen sich abhängig) als eben gar keine zu haben....das ist auf Dauer aber nicht gesund wie Du selber ja merkst.

Lerne Dir selbst zu genügen, Dich selbst zu trösten wenn Du mal alleine da sitzt und Dich einsam fühlst. Alleine zu sein zu können und auch zu wollen hat so viele Vorteile - die kann ich hier gar nicht alle aufzählen ;-). Aber um es auf Deine Situation zu beziehen: Alleine sein zu können hätte hier den Vorteil, dass Du Dir das Ganze von Deinen Eltern gar nicht erst gefallen lassen würdest. Dann würdest (und könntest) Du Dich mit ihnen an einen Tisch setzen und sagen "Liebe Eltern, es muß was passieren, so kann und will ich nicht weitermachen". Dann hättest Du die Sicherheit in Dir drin, dass selbst wenn es mit einem Auszug endet, Du damit umgehen kannst alleine mit Deinem Baby in Eurem Haus (oder einem Haus/einer Wohnung in der Nähe der Eltern ;-)) zu leben. Du könntest Deinen Eltern gegenüber sicher auftreten, Dich selbst verteidigen, Dich für Dich selbst (selbstbewußt und selbstsicher) einstehen. Und mit einem solchen Auftreten seiner Pflicht nicht nachkommen die man Eltern gegenüber hat, damit hat das nicht mal annähernd was zu tun.

dmevilcindixsguise


Ich verstehe vollkommen, daß du für immer ein schlechtes Gewissen haben wirst, wenn du dein Denken nicht änderst.

Sein Denken zu ändern, geht nicht in einem Augenblick. Und sehr oft braucht man dazu Unterstützung, zum Beispiel eine Psychotherapie.

Macht es dir keine Schuldgefühle, daß du deine Kinder im Stich läßt? Anders als deine Eltern sind deine Kinder klein und hilflos und auf DICH ganz persönlich angewiesen. Hol dir Hilfe. Drück dich nicht vor deiner Verantwortung.

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