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Ich habe das Gefühl, nicht mehr ich zu sein

i;lkr6x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo Leute,

ich weiß echt nicht was mit mir stimmt aber ich verzweifle so langsam wirklich.

Mein Hauptproblem ist das ich vor 1 1/2 Jahren ca. war ich auf ziemlich vielen Techno Partys hab auch reichlich Chemie zu mir genommen und das regelmäßig (Pillen(Es) Pepp (Speed)) ...

Es gab einen Abend an dem alles schief ging ich hab es einfach übertrieben und keine grenzen mehr gekannt ...

Mittlerweile weiß ich auch glaube ich wieso ich das überhaupt mitgemacht habe - um dazu zu gehören. Irgendwo dazu gehören. Hat warscheinlich was mit meiner Vergangenheit zu tuen. Wir sind oft umgezogen. Mein Vater war nie da und meine Mutter hat mich eigtl nur mit Liebe überschüttet.

Aufjedenfall hab ich an diesem Abend richtig schlimme HorrorFilme gekriegt, dachte die Jungs dort klauen mein Handy , sind alle gegen mich, wollen mich verarschen, lachen mich aus, reden über mich .... ich hatte keinen Einfluss mehr dadrauf was wirklich real war und war jemand ganz anderes. ich habe einem kollegen in die augen geschaut und ihm gesagt : hey die leute die reden doch alle über mich und so weiter ... mit voller überzeugung.

Etwas für das ich mich heute noch Schäme . Wie dem auch sei es war mit abstand der schlimmste abend meines lebens bis dahin.

Ab da ging es los : Normalerweise war ich ein ziemlich offener Mensch (bin ich eigtl) immernoch ABER nur zu fremden , die ich nicht oft sehe , zu Leuten mit denen ich bis dahin guten kontakt hatte (Freunde,Bekannte) bin ich glaube ich mittlerweile ganz anders , ich kann niemanden in die augen schauen länger als 2 sekunden.

ich bin immer angespannt, sage sachen dinge die ich einfach aus Druck etwas sagen zu müssen sage und denk mir dabei nur : he was redest du eigtl . so was würdest du doch nie sagen... dann beginnt meißt ein teufelskreis aus dem ich erst wieder raus komme wenn ich zuhause bin.

Ich habe ständig das gefühl nicht mehr ich zu sein.

Und desto mehr ich versuche ich selbst zu sein desto verkrampfter und komischer werde ich...

Meine Freundin sagt ich bilde mir das ein, aber irgendwas in mir fühlt sich dann nicht richtig an ... manchmal fühl ich mich ja sau gut und hab selbstbewusstsein, glaube ich zumindest und nehme das immer als vergleichssituation zu anderen momenten in denen das nicht so ist.

Mittlerweile geh ich nur noch selten raus , hab zu fast niemandem mehr Kontakt (ausser Freundin) und bin immer negativ und skeptisch eingestellt....

Meine Schlagkräftigkeit ist wie vom Boden verschluckt , für mich selber wirke ich sogar manchmal Dumm... und denke die leute denken bestimmt auch der ist Dumm... keeeeine ahnung wieso

ich bin ständig nur am denken was ist was wäre ,,,,, bin mir aber auch glaube ich bewusst das mich gerade das nachdenken daran hindert zu leben... aber ich kann irgendwie nicht aufhören damit ... ich denk mir dann immer so : he mach einfach und schweif nicht ab konzentrier dich ... entweder macht es das meißt schlimmer oder zeigt garkeine wirkung ..

Meine Freundin (seit 9 Monaten zusammen) ist immer Positiv eingestellt und steht mir auch zur Seite , sie sagt auch zu mir : Schatz du hast jeden Tag schlechte Laune.. Du hast keine Lust mehr oder ? Du bist am Ende , das seh ich ...Das war auch für mich die bestätigung das ich mir alles andere auch nicht unbedingt einrede...

Ich habe ne Zeit lang gedacht ich wäre vlt Schizophren (sry keine ahnung wie man es schreibt)

Habe mehrere Persöhnlichkeiten - Irgendwie glaub ich das auch immernoch - aber nicht in dem ausmaß das ich komplett verrückt wäre sondern mich an bestimmten orten mit bestimmten leuten anders verhalte, rede. Bin mir aber trotzdem immer im klaren gewesen das ich nur ein "Selbst" habe, und mein "selbst" ist immer über allem und schaut sich das ganze an und beruhigt mich.... Alles wird irgendwann wieder gut sag ich mir - wenigstens hab ich alles noch" im Auge" und weiß zumindest wann ich mir komisch vorkomme und wann nicht ,,,,

Sehr Schwer alles hier rein zu schreiben was ich denke .... Aber ich wollte, MUSSTE irgendwann Handeln und jemanden um Rat beten was mit mir sein könnte ...

zum psychater bin ich einmal gegangen aber hab mich nicht öffnen können das wars dann auch ....

ich habe schon extra draussen geschlafen 2 nächte (im winter) um irgendwie mein selbst zu finden .. es hat sich da ein wenig gebessert da ich viel in diesen nächten geweint habe was ich sonst ja nicht tue ....aber mir gehts immernoch sehr dreckig ....

Hab auch schon gehört von freunden und allen das ich aufjedenfall nicht mehr der selbe bin der ich mal war ... der will ich auch nicht umbedingt sein - aber ich will endlich SEIN :(

Keine Spaßbremse mehr sein (die ich mittlerweile bin) - ich bin 23 und fühle mich wie 80 !

Danke für eure Zeit und Vielleicht auch Antworten

Antworten
i8lkrx63


Sorry wegen meiner rechtschreibund & dem durcheinander

Hoffe ihr könnt mir überhaupt ein wenig folgen - da ich das eben echt aus einem impuls heraus geschrieben habe

iBlTkr6x3


Mittlereile habe ich auch seitdem nur noch einmal Chemie genommen - und es seit dem gelassen. Vergessen das noch zu erwähnen

vUampx28


Also erst mal schizophrenie hat nichts mit multipler Persönlichkeitsstörung zutun. Wirklich überhaupt nichts! Und Zweitens bekommt man keine Multiple Persönlichkeitsstörung -die heute übrigens dissoziative identitätsstörung genannt wird- durch Drogen. Die entsteht durch schwerste traumatische Ereignisse in der Kindheit und das auch nur bis glaub zum 8 oder 9 lebensjahr. Danach kann sich die Persönlichkeit nicht mehr spalten, auser die hat schon angefangen dies zutun. Also daher kann man nicht Multipel werden durch drogen...und es hat auch nichts mit einer Psychose zutun.

Was du vermutlich hast ist eine Psychose, durch die Drogen. Das was du beschreibst hört sich sehr danach an. Da kann dir ein Psychiater helfen. Der kann dir psychopharmaka verschreiben. Lass die finger weg von Drogen, außer du hast Lust, das sich dein Zustand verschlechtert. Den dadurch wird man wirklich Krank! Eine Psychose durch Drogenkonsum, kann wieder weg gehen, muss aber nicht.

Lg Vamp28

J2axn74


Ich finde, das klingt fast nach einem ganz normalen psychologischen Prozess. Du hast durch diesen besagten Horror-Abend festgestellt, dass Deine bisherige "Krücke" zum kompensieren Deiner Defizite (Selbstwertgefühl, nicht-dazu-gehören) versagt hat und nicht mehr taugt, und bist nun den Problemen mehr oder weniger ausgeliefert, ohne Flucht in die Drogen.

Das führt erstmal zu Irritation (ging doch früher mal? war doch mal anders? ah, ok, ja, aber nur mit Drogen) und seltsamen Gefühlen, und die Probleme mögen auf einmal groß erscheinen, was sie ja auch sind.. wenn man sie so ungefiltert und ohne Drogen nun erlebt.

Vielleicht findest Du Dein "selbst", und stellst fest, dass das viel unsicherer, pessimistischer und schüchterner ist, als es Dir lieb ist.

iAlklrx63


Erst mal vielen Dank für eure Antworten.

So auf den zweiten Blick auf meinen Beitrag, ein Wunder das überhaupt wer geantwortet hat.

Bei einem Psychiater war ich schon, habe Ihm aber nicht erzählt was mich eigentlich Bedrückt. Ich hab mich ziemlich unwohl dort Gefühlt.

Seit dem, ruf ich bei keinem Psychiater an. Ich will mir schon einen Termin machen , denke aber das es mir doch eh nichts bringt.

Was soll ich ihm denn sagen, ich bekomm eh nicht raus , was ich eigtl sagen will.

Kann er mir denn überhaupt eine Antwort auf die Frage geben : Wer bin Ich ? Wie kann ich, Ich "sein" ?

Können Psychopharmaka mir dann zu meiner Antwort verhelfen ?

Ich werde versuchen einen Termin zu bekommen ; nur diesmal schreibe ich mir auf was ich wirklich sagen möchte.

gruß

JYan7x4


Druck doch einfach diesen Faden aus und leg ihn zum lesen (oder zur Unterstützung zumindest) vor.

sqchneckOe198x5


Ich geh jetzt nur mal auf den Psychiater-Teil ein: Wie Jan schon schreibt, gibt es auch die Möglichkeit, Dinge aufzuschreiben und die dann zum Termin mitzubringen. Gerade beim Psychiater müssen das viele Menschen tun, um irgendwie Tacheles reden zu können. Ich glaub, ich hab bei meinen ersten fünf Terminen nur irre gelacht, während ich Horrorstories aus meinem Leben erzählt habe :=o :=o

Ich tue mich bei dir schwer, einzuschätzen, was dir nun wirklich fehlt. Nämlich, ob ein psychiatrisches Problem vorliegt (z.B. Psychose) oder eine ziemlich schiefe Persönlichkeitsentwicklung aufgrund deiner Erfahrung unter Rausch. Gerade deshalb wäre eine fachliche Abklärung gut.

Meiner Meinung nach bist du nicht paranoid (im Sinne von schizophren), aber du hast starke paranoide Tendenzen. Schon alleine, um eine Verschlechterung des Zustandes aufzuhalten, würde ich dir zu fachlicher Hilfe raten - das kann nicht nur im Sinne eines Psychiatertermins geschehen (der Psychiater ist der, der Medikamente verschreibt, aber keine Therpie macht) oder auch in Form einer psychologischen Beratung (der Psychologe macht Gesprächstherapie, z.B. niedergelassener Gesprächstherapeut). Als erste Anlaufstelle könnte sich auch eine Drogenberatung eignen, da kriegst du in der Regel schnell einen Termin und die haben Ahnung von der Materie.

Auf jeden Fall kann es wieder besser werden! :)*

Ein Freund von mir hatte eine heftige Drogenpsychose und lebt wieder vollkommen normal und gesund :)^ Das Wichtigste ist, dass du dir Hilfe holst und die Sache abklären lässt. Danach kann man in Ruhe über Behandlungsformen und -wünsche diskutieren.

Alles Gute! :)*

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