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Vergewaltigt - meine Schuld?

Aol&bedo


@ Paul_revere

Die TE fragt uns aber und ohne gewisse notwendige Details dürfen wir uns gar kein Urteil bilden. Wir waren nicht dabei.

Falsch.

Ein Urteil können wir uns sehr wohl bilden.

Die TE sagt, dass es ihr LEID tut, dass ihr der Knopf ABGERISSEN wurde, dass sie sich zu wenig GEWEHRT hat, fragt nach ob sich andere nach dem Gang zur POLIZEI besser GEFÜHLT haben.

Fällt dir was an den fett hervorgehobenen Wörtern auf?

Sieht das nach einem netten One-Night-Stand aus, der in beiderseitigem Einvernehmen geschah und an den man sich gerne zurück erinnert?

Wir waren bei keinem Thread in diesem Forum dabei - aber wir können mitdenken.

Die Frage ist, was für sie jetzt das Beste wäre. Die Frage ist aber NICHT, ob sie vergewaltigt wurde oder ob es ihre Schuld war.

dUanaPe87


Albedo

Du beweist großes Einfühlungsvermögen und genau das was du da schreibst ist der Grund wieso eine Anzeige so schwer ist. Denn da wird es wirklich en Detail auseinander gepflückt.

s'evenRt]hrexe


@ shojo

findest Du nicht das solche Spitzfindigkeiten und Pauschalitäten für die TE wenig hilfreich sind ?

Pvaul_}ReRvere


Falsch.

Ein Urteil können wir uns sehr wohl bilden.

Falsch.

Denn wir wissen nicht ob es für den "Täter" offensichtlich war dass sie es nicht wollte. "Zu wenig gewehrt" kann auch "überhaupt nicht gewehrt" bedeuten. Und in dem Fall kann man den Gang zur Polizei nicht empfehlen. Und das ist die Frage der TE.

Solange sie also die Situation nicht mit den notwendigen Details schildert können wir ihr diese Frage nicht beantworten.

mOaypo.w2er


@ Shojo

Schon ok, mehr kann ich sowieso nicht beitragen, sofern sich die TE nicht nochmal äußert.

Ich mag es nur nicht, wenn manche sich immer so aufspielen und meinen, andere belehren oder zurechtweisen zu müssen.

Mdr. Fo2reskxin


Hallo Lenni Emma,

Schuld bist Du sicherlich nicht.

Du solltest aber mal darüber nachdenken wie Du in Zukunft mit dem Konsum von Alkohol umgehst.

Bei der Entscheidung wie Du mit der Vergewaltigung umgehst, würde ich die Telefonseelsorge ([[http://www.telefonseelsorge.de]] oder 0800/1110111) kontaktieren.

Die sollten in der Lage sein mit Dir zu besprechen was der beste Weg für Dich ist.

Alles Gute!

A;lxbedo


Falsch.

Denn wir wissen nicht ob es für den "Täter" offensichtlich war dass sie es nicht wollte. "Zu wenig gewehrt" kann auch "überhaupt nicht gewehrt" bedeuten. Und in dem Fall kann man den Gang zur Polizei nicht empfehlen. Und das ist die Frage der TE.

Solange sie also die Situation nicht mit den notwendigen Details schildert können wir ihr diese Frage nicht beantworten.

Falsch.

Denn wie hier schon erwähnt wurde, muss man unterscheiden zwischen dem was passiert ist - und dem was man bei der Polizei beweisen kann. Daher schrieb ich, dass die Frage ist, was nun das Beste für sie wäre. Aber die Schilderung von Details in der Öffentlichkeit ist viel zu schmerzhaft. Wenn, dann müsste sich lenni emma einem hier per PN anvertrauen, vorzugsweise einer anderen Frau und ihr Genaueres berichten.

Mir ging es darum ihr SEELISCHE Rückendeckung zu geben, das Gefühl, dass sie keine Schuld hat.

Eine juristische könnte ich ihr schon deswegen nicht geben, weil ich kein Jurist bin.

Dafür reicht mir die Beschreibung von lenni emma vollkommen aus, um mir solch ein Urteil bilden zu können. Ehrlich gesagt hätte viel weniger gereicht, alleine schon die Absicht das hier zu schreiben, nach Hilfe zu suchen.

Wer macht das? Jemand, der Spaß hatte und nun einem "unschuldigen" Typen eine reinwürgen will?

Das willst du mir doch nicht erzählen, oder?

S]iegexrin


@ Leni Emma :°_

es tut mir sehr leid, dass du so was Schlimmes erleben musstest.

Bei einem Platz riss er mir den Knopf von der Hose ab und drang in mich ein. Ich habe mich zu wenig gewehrt

Genau diese Frage habe ich mir seinerzeit auch oft gestellt. Hab mich mit meinen Schuldgefühlen noch Jahre gequält. Aber ich war in dem Moment so fassungslos und überrumpelt, dass ein Mensch überhaupt so brutal in meine Intimität eindringt und eine Anstands-Grenze überschreitet!

Danach bin ich noch einmal am Abend überfallen worden und hab mich in Sekundenbruchteilen dermaßen massiv gewehrt, dass mein Angreifer davongerannt ist. Aber da wusste jede Zelle in mir worum es geht! Bei meiner Vergewaltigung, war ich erst ahnungslos und dann starr vor Fassungslosigkeit.

Allerdings wird Frauen oft auch geraten "still" zu halten und das Ganze über sich ergehen zu lassen, damit nicht zur Vergewaltigung noch Schlimmeres dazukommt.

Geht das als Vergewaltigung durch? Sollte ich Anzeige bei der Polizei erstatten?

Ja, es war eine Vergewaltigung. Eine Anzeige würde ich mir sehr gut überlegen. Ich habe es nicht getan. Vor allem aus Scham und Schuldgefühlen nicht. Ich hätte Fragen nicht ertragen. Und ich hätte keine der so erniedrigen Einzelheiten über die Lippen gebracht! Außerdem war das aller größte Bedürfnis mich zu waschen, zu waschen und wieder zu waschen..... und in meinem Kopf wechselte stumpfe Leere mit wilden Racheplänen.

Bitte vertrau dich anonym oder auch persönlich einer Beratungsstelle an. Und überleg dir gut, wem aus deiner Familie, deinem Freundeskreis oder Arbeitskollegen du davon berichtest.

Lass dich ärztlich gründlich untersuchen. Wäre blöd, wenn du dir jetzt noch ne Krankheit eingefangen hättest.

Und ganz wichtig: verhütest du? Was wäre wenn du schwanger bist.

Fühl dich verstanden. :)_ :)* @:)

PFaul_R+evexre


Nein. Die Fragen die sie stellt können so einfach nicht beantwortet werden. Es ist ihre Entscheidung: Wenn sie eine vernünftige Antwort erwartet muss sie eben auch entsprechende Information veröffentlichen. Wenn sie das nicht will ist das natürlich in Ordnung, aber so kann sie dann auch keine zufriedenstellenden Antworten erwarten.

Seelische Rückendeckung kann es geben nachdem die Sachlage geklärt ist.

S-iege&riTn


Geht's noch? >:(

Falsch.

Denn wir wissen nicht ob es für den "Täter" offensichtlich war dass sie es nicht wollte. "Zu wenig gewehrt" kann auch "überhaupt nicht gewehrt" bedeuten. Und in dem Fall kann man den Gang zur Polizei nicht empfehlen. Und das ist die Frage der TE.

Solange sie also die Situation nicht mit den notwendigen Details schildert können wir ihr diese Frage nicht beantworten.

Eine junge, fremde Frau auf einem öffentlichen Platz und so "zärtlich" dass sogar der Knopf von der Hose gerissen ist, zu penetrieren, dürfte wohl kaum einvernehmlicher Sex sein. %-|

Solche Kommentare, auch wenn sie nicht böse gemeint sind, schmerzen sehr!

A.ltbedo


@ lenni emma:

Ich entschuldige mich stellvertretend für die fehlende Sensibilität und Empathie diverser Vertreter meines Geschlechts hier.

[Bezieht sich auf zwischenzeitlich gelöschte Beiträge]

Orientiere dich bitte an den weiblichen Posts von z.B. Siegerin, Shoni und Daena. Sie dürften dir die grösste Hilfe darstellen.

Es tut mir sehr leid, was dir widerfahren ist @:)

S|iege#rixn


[...]

%-|

Ich bin hier raus. Solche Sprüche rauben mir den Schlaf. Weil ich Betroffen bin. Weil ich die TE mit ihren Zweifeln gut verstehe. Und ich weiß wieder einmal mehr, warum ich im realen Leben NIE, NIE, NIE einem Mann von meiner Vergewaltigung erzählen würde.

SvtatuQsQuoVUadxis


@ Albedo

Danke, danke, danke

So mancher Post von Deinen Geschlechtsgenossen ist an Empathielosigkeit kaum noch zu überbieten.

Ich frag mich, ob Ihr Euch genauso äußern würdet, wenn Eure Töchter oder Frauen vergewaltigt worden wären. Das ist teilweise schon echt ein wenig widerlich.... >:( >:( >:(

ä6pfeRlchen


[Zitat aus einem zwischenzeitlich gelöschten Beitrag]

Auch wenn es schmerzt aber solche Fragen "müssen" gestellt werden. [...]

Müssen sie gar nicht.

Man muss niemanden dazu bringen alles noch einmal durchgehen zu müssen. Sowas kann furchtbar schmerzhaft sein und ich finde es nicht einfühlsam, wenn man sich das Recht raus nimmt nach Details zu fragen oder irgendwas in Frage zu stellen. Echt nicht.

Ich finde überhaupt, dass der Umgangston hier teilweise nicht angebracht ist.

Da muss sich niemand wundern, wenn sich Betroffene selbst die Schuld geben.

Mehr will ich dazu jetzt gar nicht sagen, so etwas macht mich furchtbar wütend (und ich bin sowieso schon furchtbar wütend, weil mein Dozent an der Uni dazu auch Sachen loslässt (heute in der Klausur), bei denen ich sowas von an die Decke gehen könnte).

An die TE:

Hat vielleicht jemand von euch Ähnliches erlebt? Wie habt ihr euch gefühlt? Habt ihr anzeige erstattet? Fühltet ihr euch dann besser?

Ja, ich habe etwas sehr Ähnliches erlebt. Die Situation war etwas anders, ich war nicht betrunken, aber werfe mir auch immer noch vor, dass ich schuld bin, mich zu wenig gewehrt habe.

Über eine Anzeige habe ich gar nicht nachgedacht, da das Ganze im Ausland passiert ist und ich so fertig war, aber die ganze Situation so verdreht habe in meinem Kopf, um irgendwie damit klarzukommen. Die ganze Wut ging/geht gegen mich, vielleicht hätte das besser funktioniert, wenn ich mich damals nicht so verschlossen hätte.

Ich habe mich furchtbar gefühlt, tagelang, tue es immer noch, konnte mit niemandem so wirklich darüber reden und auch heute fällt es mir noch sehr sehr schwer. Bzw. habe ich da noch nicht wirklich darüber geredet, es wurde nur kurz angeschnitten, weil ich offensichtlich noch nicht bereit dazu war/bin.

Ich kann Dir nur raten, dass du mit irgendjemandem darüber redest.

Jahre später, also jetzt, gehe ich in eine Beratungsstelle, näher mich dem langsam an, aber merke so oft, dass es zu viel ist und ich es nicht schaffe. Ich hatte vorher schon in dem Bereich Probleme, kam schon öfter in sehr unschöne Situationen, aber ich merke immer mehr, dass ich damit irgendwie leben muss und versuche es auch, irgendwie. Dazwischen schwanke ich hin und her.

Ich könnte Dir Ewigkeiten schreiben, wie ich mich gefühlt habe, aber wie fühlst du Dich denn? Wie kommst du damit zurecht? :)*

PHaul_$Revxere


Widerlich ist es sich einzig allein vom Emotionsimpuls leiten zu lassen. "Vergewaltigt" als Triggerwort und sofort voreingenommen in die Diskussion zu gehen um dann anschließend die (wichtigen!) Fragen der Threaderstellerin entweder zu ignorieren oder falsch zu beantworten.

Nachfragen um die Situation verstehen zu können ist neuerdings also widerlich. Ohne Informationen wichtige Entscheidungen zu treffen vorbildlich %-| Und dann wundert man sich warum die Gesetzeslage und das Vorgehen von offizieller Seite bei diesem Thema vermeintlich daneben ist...

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