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Starke Psychosomatische Schmerzen, nichts hilft

mgagnujs44


@ raytracer:

Ich werde mich nicht an den Schmerz gewöhnen, dass geht nicht.

Und das "gewöhnen" geht auch deshalb nicht wenn ich Dich richtig verstehe, gerade weil der Schmerz etwas ausdrückt, was anders zumindest im Moment nicht anders ausdrückbar ist.

Du wärest also, wenn Du den Schmerz ignorieren würdest einer sehr wichtigen Ausdrucksmöglichkeit beraubt. Und ads geht auf keinen Fall.

Es geht also nicht darum den Schmerz zu ignorieren oder sich daran zu gewöhnen oder ihn zu akzeptieren,

sondern darum ihn zu verstehen. Hab ich das so richtig wiedergegeben?

r1ay?tracxer


Hallo,

Im Gespräch ging es um meine Zukunft.

Hier wird mir gar nicht geholfen, monatelang keine Gespräche und kein Angebot. Die haben mich z. B. 1 monat lang extra so überdosiert, dass ich nicht mehr laufen konnte, und dann hilft auch keiner mir, rede tagelang nichts. Manchmal habe ich auch bis zu einer Woche nichts gegessen, hatte beim bluttest mangel an bestimmten stoffen. das interessiert auch keinen. Hier bin ich noch einsamer als draußen. Ich bin so verzweifelt. Jetzt wollen die mich vielleicht in die geschlossene Abteilung für gewalttätige einsperren. Ich habe gar nichts gemacht. Was soll ich machen, Ich friere und habe voll angst, ich kann plötzlich nicht mehr sprechen.

m9agnusC4x4


@ raytracer:

Jetzt wollen die mich vielleicht in die geschlossene Abteilung für gewalttätige einsperren. Ich habe gar nichts gemacht

Das dürfen die nicht einfach so. Sprich mit Deinem Betreuer. Sag ihm, dass Du das auf keinen Fall möchtest sondern das Du Dir einen Therapeuten wünscht, der mit Dir zusammen Deine Schmerzen versteht.

r?a0ytr{acer


Hallo

Ich habe eine Liste mit allen meinen Problemen aufgeschrieben (2 Seiten), hatte bis jetzt mit dem Psychologen aber leider sehr wenig Gespräche. Auch auf Nachfrage bekam ich nicht mehr. Ich habe einfach keinen zum reden, auch wenn es mir echt gut tut. Aber reden kann man hier sowieso nicht mit personal. Ich habe einfach nur noch Angst, da mir hier keiner hilft.

sIchneckex1985


Aus der Psychiatrie "rausgeworfen" wird man, wenn die Ärzte z.B. den Eindruck haben, dass man nicht genügend kooperiert (ich sage nicht, dass du wirklich zu wenig tust, sondern dass das gängige Praxis ist).

In die Geschlossene kommt man nicht so einfach. So wie ich es sehe, bist du ja freiwillig reingegangen, also braucht es für ein Festhalten gegen deinen Willen einen richterlichen Beschluss.

rBaytrajcxer


Ich bin schon in der geschlossenen mit ausgang, nur jetzt darf ich gar nicht raus. Die Behaupten, dass ich nicht kooperiere, das stimmt aber nicht. Ich glaube, dass die vorhin einen weiteren Beschluss angefragt haben. Kommunikation gibt es aber nicht, denen ist es egal, ob ich informiert werde oder nicht. Dann kommt plötzlich ein richter und dann wars das. Ich hätte gerne eine richtige Behandlung, aber die Kriege ich hier nicht. Trotzdem wird aber nichts weiter eingeleitet.

PGl'üschLbiesxt


Könnte es sich um Fibromyalgie handeln?

[[http://osthessen-news.de/n11500699/unheilbare-krankheit-fibromyalgie-als-ausschlussdiagnose.html]]

r:ayt"racexr


Nein, da der Schmerz nicht durch Druckpunkte ausgelöst wird. Bis jetzt hat ein Physiotherapeut ein einziges mal durch Druck den Schmerz ausgelöst und eine kleine verspannung gefunden. Mehr wurde physisch aber nicht gefunden.

AUphromditEsDChixld9


Raytracer

da ich gerade auf tablettenentzug bin, ist mir übel, schwindelig und ich friere.

Welche Tabletten hast Du genommen? Ist das Dein erster Entzug?

_RParva9ti_


@ magnus

Etwas zu akzeptieren ist nun gerade sehr passiv und eben nicht aktiv. Deine Aussagen sind da sehr zweideutig.

Du musst das schon im Kontext sehen. Das akzeptieren der Schmerzen ist nur ein Teil davon, wie man mit psychosomatischen Schmerz umgehen kann.

Nein, sie nehmen ihn offenbar eben gerade nicht ernst. Im übrigen er ist in einer psychiatrischen Abteilung. Wie kann man denjenigen "rausschmeissen", wenn er doch eigentlich genau an der richtigen Stelle ist ???

Was sind das für merkwürdige Psychologen? Sie erklären, das die Scherzen einen psychischen Hintergrund haben und als "Therapie" schmeissen sie den Patienten raus ??? Erst Recht, wenn Sie folgendes erklären:

Wir kennen doch die genauen Hintergründe nicht, warum er gehen soll. Vielleicht haben die Therapeuten schon alles getan, was sie tun konnten und vielleicht ist der TE auch nicht kooperativ genug... Gründe gibts da sicher einige.

vgl. oben Er ist in einer psychiatrischen Abteilung, deren Ärzte es als Aufgabe haben den Patienten zu helfen.

Wofür braucht man dann sonst einen Psychiater ??? ?

Ich glaub, du verstehst nicht, was ich aussagen wollte. Sicher helfen Therapeuten, aber sie sind eben nur eine Art Wegbegleiter. Denn die Hauptarbeit muss man immer noch selbst erledigen, das heißt, das umzusetzen, was man in der Klinik gelernt hat. Daran scheitern aber schon einige.

Ein Psychotherapeut ist nun mal niemand, der dir eine Pille für eine Erkrankung verschreibt und dann ist wieder gut. Den Eindruck habe ich aber vom TE, der anscheinend glaubt, in einer Psychiatrie die Lösung für seine Probleme in Form einr Tablette auf einem Tablett serviert zu bekommen.

@ raytracer

Ich habe eine Liste mit allen meinen Problemen aufgeschrieben (2 Seiten), hatte bis jetzt mit dem Psychologen aber leider sehr wenig Gespräche. Auch auf Nachfrage bekam ich nicht mehr.

Wieviel Gespräche hast du denn in der Woche? Üblich sind 1x50 min in der Woche. Manchmal vielleicht noch zusätzlich eine halbe Stunde zusätzlich.

Dann gibts eventuell noch Gruppengespräche. Wird das in deiner Klinik angeboten?

Wichtig ist auch, dass du dich mit Mitpatienten austauscht. In einer Klinik hilft man sich in der Regel gegenseitig. Das ist sogar wichtiger als die Gespräche mit den Therapeuten.

Ich hätte gerne eine richtige Behandlung, aber die Kriege ich hier nicht. Trotzdem wird aber nichts weiter eingeleitet.

Was verstehst du denn unter einer richtigen Behandlung? Welche Erwartungen hast du an die Therapie? Schildere doch mal in etwa deinen Tagesablauf. Du hast nämlich bisher noch nicht wirklich geschrieben, was du bisher so gemacht hast. Du sitzt doch sicher nicht nur den ganzen Tag in deinem Zimmer, oder?

Mich wundert es auch, das du dich in der Klinik noch einsamer fühlst. Warum eigentlich? Gerade die Klinik ist doch ein Ort wo man auch Kontakte schließen kann. Unterhälst du dich denn gar nicht mit deinen Mitpatienten?

m^aQgnusx44


@ Parvati:

Sicher helfen Therapeuten, aber sie sind eben nur eine Art Wegbegleiter. Denn die Hauptarbeit muss man immer noch selbst erledigen, das heißt, das umzusetzen, was man in der Klinik gelernt hat. Daran scheitern aber schon einige.

Nein, diese Aussage sehe ich nicht so. Sie widerspricht zum Teil recht krass vielfältigen Beobachtungen bei anderen als auch den eigenen!!! es hängt nämlich ganz entscheident davon ab, ob der Therapeut in seiner eigenen Entwicklung soweit ist, dass er den Patienten auch wirklich adäquat begleiten kann. und daran fehlt leider sehr oft!!!

Wenn es an guter Wegbegleitung fehlt, geht letztlich garnichts. Zu beobachten an den unzähligen Therapien, die irgendwo im Nirwana abgebrochen werden und den Patienten in einer unerträglichen Verwirrung und unerträglichem Chaos allein und letztlich unbegleitet zurück lassen.

Was Du machst ist die Schuld/Verantwortung dafür beim Patienten zu suchen. was kann der Patient dafür wenn der Therapeut unfähig ist sich in ihn einzufühlen?? Dafür gibt es Millionen recht grausiger Beispiele.

m,agZnus4x4


Viele Therapeuten sind auch von der Wahrheit die sich ihnen anfängt im Laufe einer Therapie zu offenbaren, bevor es der Patient die Wahrheit jemals selbst ertragen, kann so geschockt, dass sie nicht weiter machen wollen, weil es ihre eigene Abwehr und ihre selbst nicht verarbeiteten Geschichten tangiert.

m"ag3n\us4x4


Was verstehst du denn unter einer richtigen Behandlung? Welche Erwartungen hast du an die Therapie?

Und was er sich wünscht, hat er doch klar und deutlich artikuliert.

Er wünscht sich, dass ihm mehr und besser zugehört wird, dass es mehr Gesprächsmöglichkeiten gibt.

Und er möchte mit einem Therapeuten zusammen verstehen, was die Schmerzen zu bedeuten haben.

Und es sind vermutlich nicht nur seine eigenen Wünsche sondern die ganz ganz vieler Patienten in Therapien, wo der Therapeut bitte hinhören soll und nicht einfach weghören soll, wenn es ihm (dem Therapeuten) "zu ungemütlich" oder zu bedrohlich wird.

s&chnecake19x85


Und was er sich wünscht, hat er doch klar und deutlich artikuliert.

Er wünscht sich, dass ihm mehr und besser zugehört wird, dass es mehr Gesprächsmöglichkeiten gibt.

Und er möchte mit einem Therapeuten zusammen verstehen, was die Schmerzen zu bedeuten haben.

Die Frage ist nur: Ist er mit seinen Wünschen an der richtigen Adresse? Akutpsychiatrien sind nicht das Selbe wie psychosomatische Kliniken. Da ist das Therapieprogramm weitaus vielfältiger, aber mit Einzelsitzungen erschlagen wird man da auch nicht. Zumal Einzelsitzungen auch dann am besten wirken, wenn dazwischen adäquate Zeitabstände (z.B. eine Woche, zehn Tage) liegen.

Aber als ich in der Psychiatrie war, wurden da auch einige interessante Dinge angeboten - Ergotherapie, Musiktherapie, Kunsttherapie, aber auch Gruppengespräche. Da würde ich ansetzen und mich so viel wie möglich einbringen. Und irgendwie muss er auch Kontakt zu den Mitpatienten aufbauen (das lief bei uns v.a. im Raucherraum ;-D ), ich hab da Leute ohne Ende kennengelernt. Und der Austausch hat mir sehr, sehr geholfen (weil ich mich verstanden fühlte, weil jeder getröstet hat, wo er konnte usw.). Bei uns wurde auch viel Karten und andere Spiele gespielt, abends auch mal gemeinsam eine Sendung im TV geschaut (der TV stand im Gemeinschaftsraum) u.a..

r*ayjtraxcer


Hallo,

Gespräche habe ich gar keine, nur ganz selten. Das letzte Gespräch war vor einem Monat.

Mein tagesablauf besteht aus aufstehen, morgenrunde, Mittagessen und sas wars. Den ganzen Tag bin ich im Zimmer und mache sit up, Spiele Gitarre oder schaue Fernsehen. Kontakt mit den mitpatienten habe ich sogut wie gar nicht. Generell wird hier kein Wort gesprochen, es ist immer leise, da jeder auf dem Zimmer ist oder schweigend im Aufenthaltsraum ist.

Zurzeit bin ich quf entzug von dulexetin, lorezepan und quietapin. Hatte schon öfters einen entzug und gerade das lorezepan macht mir zu schaffen. Artztgespräche gibt es hier aus kostengründen seid diesem Jahr nur noch einmal pro woche und das geht immer ganz kurz, 5 Sekunden vielleicht, länger als ejne Minute auch nicht.

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