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Starke Psychosomatische Schmerzen, nichts hilft

_VParGvaxti_


Das klingt ja echt merkwürdig :-/ Wenn es weder Gespräche noch anderweitige Therapieangebote gibt, dann würde ich mir an deiner Stelle eine andere Klinik suchen. Das wundert mich, dass du dass dann überhaupt schon 4 Monate durchgezogen hast...

Dass man in einer Psychiatrie einen TV auf dem Zimmer hat, wundert mich ehrlich gesgt auch. Das ist mehr als unüblich. Denn die Kliniken wollen in der Regel nicht, dass die Patienten in ihrer freien Zeit vor der Glotze hängen sondern den Kontakt zu Mitpatienten suchen oder sich anderweitig beschäftigen.

rnaytr.ace1r


Hallo, ich habe schon am Anfang gesagt, dass ich woanders hin wollte, aber die Ärzte sagen immer, dass das nichts bringen würde. Ich bin auch der einzige mit einem Fernseher auf dem zimmer. Wenn ich Schmerzen habe, lenke ich mich damit ab.

__PaUrvatxi_


Dann geh doch einfach. Wenn die Verhältnisse in der Klinik so sind wie du sie beschreibst, würde mich dort auch nichts mehr halten, egal was das Personal dazu sagt. Es geht durchaus auch anders.

AypJhroditEMsChilxd9


Raytracer

Hatte schon öfters einen entzug und gerade das lorezepan macht mir zu schaffen.

Ab 2,5 mg fällt Tavor unters BTM? Egal. Falsch angewendet, ist ein Teufelszeug.

Heute war ein Gespräch, und ich war vorher sehr aufgeregt, da habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass der Schmerz psychosomatisch ist.

Hast Du hier am 24. Februar 2014 geschrieben.

Gespräche habe ich gar keine, nur ganz selten. Das letzte Gespräch war vor einem Monat.

Heute morgen, den 26. Februar 2014, hast Du es geschrieben.

Normal: Es ist ein Zeichen des Entzuges.

war kann ich machen, damit diese psychosomatischen schmerzen weg gehen ?

Du brauchst zuerst einmal sehr viel Kraft, um den Entzug durchzustehen. :)*

rNaytrkacPeir


Hallo, das Gespräch war ein hilfeplangespräch mit dem Jugendamt, kein gespräch mit psychologen. Das schlimme ist, dass ich von dulexetin, lorezepan und quietapin gleichzeitig auf entzug bin. Wurde gerade gewogen und habe schon wieder abgenommen (18 kilo inzwischen). Vielleicht macht dass es auch noch heftiger, trinken tue ich aber genügend. Der entzug hat beim ersten mal mit tavor schon lamge gedauert, dieser ist aber heftiger.

rcabytracIer


Edit: plötzlich wollen die mich rausschmeisen. Erst verwehren die mir den Ausgang und jetzt wollen die mich loswerden, auch wenn es mir wirklich schlecht geht. Draußen bin ich dann auf mich alleine gestellt. Die sagen, dass die mich dann zwangsweise in ein Wohnheim stecken wollen. Ich weis echt nicht, was ich machen soll.

sRchnaeck+e19x85


Mein Tipp: Lass dich entlassen und such dir ein anderes Krankenhaus. Ich kann deinen Frust schon verstehen, mir ist einmal das Gleiche passiert. Aber: Ich hab mich dann dazu entschlossen, im Notfall eine andere Klinik aufzusuchen (Uni-Klinik vs. Landkrankenhaus).

So wie du das hier schreibst, hast du in dieser Einrichtung keine (für dich passende) Versorgung. Da du aber anscheinend Internet bzw. ein funktionsfähiges Handy hast, könntest du dich an die Strippe hängen und andere Kliniken abtelefonieren oder dich über deren Angebote informieren.

Was mir nicht ganz klar ist: Bist du über 18?

Sonst musst du natürlich mit deinen Eltern Rücksprache halten oder diese vor den Karren spannen.

rxay\tr6acexr


Hallo, ich bin 20, habe aber einen gesetzlichen Betreuer, der über alles bestimmen darf. Der will auch, dass ich dort rausgehe, was danach passiert ist wohl jedem egal. Dass es mir wirklich schlecht geht und nur selbstmordgedanken habe ist denen egal. Zuhause werde ich sterben vor Einsamkeit. Außerdem komme ich nicht mehr alleine klar. Vorher habe ich mit einem Betreuer immer Nahrung eingekauft, da ich durch die sehnenschmerzen nichts tragen kann. Der Betreuer hat aber gekündigt. Jetzt habe ich nur noch den gesetzlichen Betreuer.

s6chn/ecke1@9x85


Dann tu das, was auch dein Betreuer für richtig hält.

Du solltest dir auch klar machen, dass alles geht, wenn man nur will. Sofern du gesund werden willst, musst du nach Mittel und Wegen suchen, um dich einem normalen Leben anzunähern. Da gehört auch Einkaufen dazu, Lebensmittel kann man auch per Fahrradanhänger oder rollenden Einkaufskörben nach Hause schaffen. Und da deine Schmerzen ja psychosomatisch und nicht belastungsabhängig sind, kann es kaum zu einer Verschlimmerung kommen, wenn du einkaufen gehst.

sQchneuckAe19x85


PS: Wenn gar nichts mehr geht, könnte man auch Nachbarn freundlich fragen, ob sie helfen können. Oder nen Zettel im Supermarkt aushängen, Lieferservice engagieren (die meisten Supermärkte liefern ab einem gewissen Einkaufswert gratis nach Hause). Fakt ist: Ohne dein Zutun wird sich nichts verbessern. Wohnst du ländlich oder in einer Stadt?

In Städten findet man in der Regel ein großes Angebot an Hilfsstellen, Vereinen und interessanten Veranstaltungen. Auch da kann man Leute kennenlernen oder sich zumindest so die Zeit vertreiben, dass man außer Haus ist und nicht alleine rumhockt. Hast du dich schon nach alternativen Kliniken umgesehen?

rTay{tracexr


Hallo, ich wohne in einer Stadt. Die schmerzen sind tatsächlich belastungsabhängig. Wenn ich meine arme belaste, bekomme ich nach kurzer Zeit die Quittung mit Schmerzen. Wenn ich meine arme schone, werden die schmerzen weniger.

A>phro^ditEsC)hild9


Raytracer

Der entzug hat beim ersten mal mit tavor schon lamge gedauert, dieser ist aber heftiger.

Mit jedem Rückfall schleift sich die Sucht tiefer ins Gehirn. :)*

s^chn'eckex1985


Hallo, ich wohne in einer Stadt. Die schmerzen sind tatsächlich belastungsabhängig. Wenn ich meine arme belaste, bekomme ich nach kurzer Zeit die Quittung mit Schmerzen. Wenn ich meine arme schone, werden die schmerzen weniger.

In meinen Augen ist zuviel Schonung aber kein Mittel der Wahl, um dir langfristig psychische Gesundheit zu schenken. Physisch geht bei dir ja nix kaputt, du hast im Endeffekt "nur" Schmerzen (die ich mir übringens auch fies vorstelle), aber ich kenne keine einzige psychische Krankheit oder Behandlungsform, wo zur absoluten Schonung geraten wird, sondern fast immer zur graduellen Konfrontation. Ich vergleiche deine Schmerzen jetzt mal mit einer Panikattacke: Fies, unangenehm, das Gefühl, es nicht aushalten zu können. Aber psychische Gesundheit (und damit auch deine Schmerzen) hängen in hohem Maße von körperlicher und geistiger Betätigung ab. Sport wird z.B. immer angeraten.

Du bist momentan auf dem total falschen Trichter (ich war das auch lange), aber von nichts kommt nichts. Man kann derartig komplexe Erkrankungen fast immer nicht ausschließlich medikamentös (und schon gar nicht mit illegalen Substanzen oder Benzos) behandeln. Siehst ja, dass dieser Weg ins soziale Abseits führt und du daheim nichts mit dir anzufangen weißt. Beides die schlechtesten Voraussetzungen, um zu gesunden.

Wie ich schon wegen der Klinik schrieb: Du musst aktiv werden, dich kümmern. Deine Gesundheit ist momentan dein Job, dementsprechend viel Zeit und Schmackes musst du investieren, wenn du irgendwann auf einen grünen Zweig kommen willst.

Ich hab irgendwann die Kurve gekriegt, als ich gesehen habe, dass mein Weg (hab u.a. das Haus für zwei Jahre kaum verlassen) mich in der Ecke Pflegefall enden lassen wird. Mensch, du bist 20! Du verdienst ein schönes Leben! Werde aktiv, kämpfe, suche nach Therapieplätzen, Hobbies, Anschluss. Du hast nur ein Leben und bist schon im Stadium gesetzlicher Betreuer. Das ist ganz schlimm. Ich würde das nicht schreiben, wenn ich nicht wüsste, dass es immer Hoffnung gibt, wenn man bereit ist, alles zu geben! :)*

s&chn2ecke_198x5


PS: Parvati hat hier von Akzeptanz gesprochen und wurde falsch verstanden. Akzeptanz heißt nicht, dass man sich für immer mit dem Zustand abfindet und die Chance auf Besserung verwirft. Akzeptanz heißt, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was man (noch) kann und was man wieder können will. Ich weiß bis heute nicht, ob ich jemals richtig ins Berufsleben finden werde. Momentan hab ich mein Studium wieder aufgenommen und akzeptiert, dass ich nicht mehr so superviel leisten kann wie früher. Aber ich bewege mich in meinem Tempo (und das sind Babyschritte, dann auch wieder Rückschritte), aber kein Stehen-Bleiben auf dem tieftraurigen Niveau der Krankheit.

Akzeptanz heißt: Akzeptieren, dass ich momentan etwas noch nicht wieder kann und nach Lösungen suchen, wie ich das in mir unterstreichen und fördern kann, was ich noch kann.

Vielleicht verstehen dich auch deshalb die Ärzte falsch, vielleicht ist es auch nur ein Idiotenverein. Ich kann beides nicht einschätzen und beides definitiv nicht ausschließen. Aber gerade deshalb ist es an dir, jetzt nach Leuten zu suchen, die dich verstehen und dir weiterhelfen können. Mir persönlich haben Arschtritte teilweise unglaublich geholfen, auch wenn sie in dem Moment unverständlich oder fies auf mich wirkten. Wenn man selber so weit unten ist, dass man sich selber durch nichts mehr motivieren kann, dann braucht man Menschen außerhalb, die einen in den Arsch treten, vielleicht auch nicht so schöne Wahrheiten vorhalten - dich aber dabei auch in deinem Bezug zur Realität halten.

rPayt0rafcAer


Hallo, danke für eure Antworten.

Ich habe wirklich viel versucht. Habe jeden Tag Sport gemacht, entspannungsübungen und Gitarre gespielt. Aber selbst dabei ist der Schmerz da. Ich habe natürlich weiter gemacht, der Schmerz geht aber nicht weg. Wenn die psychosomatisch sind, müssten die doch eigentlich durch Ablenkung verschwinden. Auch wenn ich überhaupt nicht an den Schmerz denke, kommt der plötzlich. Ich habe bis jetzt keinen richtigen Zusammenhang finden können, wieso der Schmerz plötzlich kommen kann. Gibt es da eine universelle regel, oder ist das bei jedem unterschiedlich?

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