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Wieder zunehmend Suizidgedanken

H$eym


Positiv: Ich habe den Elternbeirat wegen dem Schlüssel angeschrieben und es ist soweit geklärt. Ich könnte aber auch, wenn ich den Schlüssel wieder finde, ihn auch noch Jahre später abgeben. ;-D

Und außerdem musste ich erleichtert feststellen, dass nicht alle Daten futsch sind. Bzw. die Meisten sind da. Ich hatte vieles in meiner Dropbox gespeichert, was ich erst nicht so auf dem Schirm hatte.

Nicht so super: Meine Mutter wollte ja, dass ich sie dieses Jahr besuchen komme. Ich habe lange um den heißen Brei herumgeredet, weil ich ihr nicht direkt sagen wollte, dass ich das nicht will um sie nicht zu kränken.

Gut, jetzt musste ich es ihr wohl doch sagen und sie ist sehr enttäuscht, was ich durchaus verstehen kann.

Aber bei mir ist das kein "Keinen Bock", sondern ich kann es einfach nicht.

Erstens habe ich Flugangst, die entgegen aller Prophezeiungen mit jedem Flug schlimmer wurde, anstatt sich zu verbessern. Ein Flug bedeutet für mich 10+ Stunden voller Panikattacken und Angst und Wochen vorher Bauchschmerzen. Außerdem kann ich dann die Zeit nicht genießen, da ich weiß ich muss noch zurückfliegen.

Mit Logik braucht man mir da nicht zu kommen. Ich weiß, dass Autofahren viel gefährlicher ist. ]:D Wobei ich bei Autobahnfahrten auch keine Begeisterungssprünge mache.

Noch dazu habe ich immer noch mit meinen Zwängen zu tun, die in engen Zusammenhang mit der Erkrankung meines Stiefvaters stehen. Kurze Zusammenfassung; -> seltene Virusinfektion, zerfressene Herzklappen, amputiertes Bein; wochenlang Intensivstation mit zwei mal künstlichen Herzklappen (beim ersten Mal wurden sie wieder zerfressen), dann noch leichter Schlaganfall. Es hätte keiner gedacht, dass er das überlebt. Hat er aber. Ich hab aus meinen vorwiegend Kontrollzwängen dann einen starken Waschzwang entwickelt. Ihm geht es jetzt mehr oder weniger gut. Aber wahrscheinlich wird er auch nicht mehr allzu lang leben

Ich habe ihn seit dem nicht mehr gesehen und ich will ehrlich gesagt auch nicht auf Konfrontation gehen, aus Angst, die Zwänge verstärken sich wieder (Sie sind zwischenzeitlich etwas besser geworden). Gerade auch weil das Zwangsthema bisher in der Therapie noch nie so das Thema gewesen ist.

Jetzt weiß ich nicht, was ich meiner Mutter schreiben soll. Ich will nicht, dass sie es persönlich nimmt, aber so wie ich das hier geschrieben habe, möchte ich es auch nicht sagen, da sie gerne überbesorgt reagiert.

Und sie kann auf absehbare Zeit auch nicht mehr nach DE kommen. Finanziell geht es ihnen nicht so wirklich gut, bzw. ging es ihnen noch nie. Die letzten zwei Flüge waren von einer Bekannten geliehen (was ich nicht wusste), seit ca einem Jahr verdiente sie etwas mehr und konnte die auch zurück zahlen. Aber sie möchte sich verständlicherweise nicht nochmal was leihen und wenn sie nach DE kommt ist es um einiges teurer, als wenn ich zu ihr komme. Sie will mir jetzt anscheinend das Geld, dass sie gespart hatte auszahlen, da sie es ja für mich gespart hat. Ich möchte das aber nicht. Sie soll es für sich behalten.</p>
<p>Ich habe eh total Angst was passiert, wenn mein Stiefvater stirbt. Seine Rente ist (obwohl nicht sonderlich hoch; knapp über 500 Euro) doch irgendwie Haupteinnahmequelle. Und Gespartes gibt es so gut wie nicht. Ich habe Angst, dass sie dann völlig den Boden unter den Füßen verliert. Dort gibt es ja keine so guten Sozialsicherungen wie hier in DE. Und sie war schon sooo oft kurz davor, nicht dort wo sie jetzt ist, aber vorher in Amerika. In ihrer schlimmsten Zeit hatten sie nur noch (umgerechnet) 50 Euro.


Sorry, dass ich so viel in Sternchen geschrieben habe, aber ich möchte nicht so gerne, dass sie meinen Text so leicht findet. Ich weiß es zwar nicht sicher, aber ich hoffe doch, dass man den Sternchentext zumindest nicht googeln kann. bzw. ist es sowieso unwahrscheinlich, dass sie das hier findet, aber ich bin doch etwas paranoid. |-o


Und wo ich gerade dabei bin:

Nicht so super

ist echt typisch für mich. ]:D

Wenn alles gut oder zumindest "passt schon" ist, sage ich nach außen hin immer "gut".

Wenn ich "passt schon" sage, meine ich in Wahrheit "nicht wirklich gut"

Und "Nicht so gut" heißt meist "absolut kacke" ]:D .

Es fiel und fällt mir immer noch schwer nach außen hin zuzugeben wie es mir geht. Das konnte ich noch nie wirklich und stellt jetzt auch noch ein recht großes Problem dar.

Ich bewundere andere die es so sagen können, wie es ist. Ich weiß nicht.... mir ist das irgendwie ziemlich peinlich und ich möchte auch ungerne auf der "Mitleidsschiene" o.ä. fahren. Außerdem denke ich: es geht immer schlimmer und eigentlich darf es mir nicht schlecht gehen.

Das ist auch eine Sache, die ich hier versuche zu üben und es klappt mal besser und mal weniger gut. Aber immerhin ist es hier auch um einiges leichter als Face-to-Face.


Ach, und was meine Abschlussfeier betrifft: ich bin mir zu 80% sicher, dass ich nicht kommen werde. Es ist nicht nur der Aspekt, dass ich allein sein werde, sondern auch die Tatsache, dass man mich mit so Großveranstaltungen jagen kann. Außerdem muss man dann zur Zeugnisverleihung nach vorne laufen und ich habe echt keinen Bock von 400+ Leuten angestarrt zu werden und nach dazu in einem Outfit (Kleid), in dem ich mich überhaupt nicht wohl fühle. ]:D

Am Montag sind wir zum Grillen bei unseren Französich-Lehrer eingeladen. Da sehe ich zumindest die, mit denen ich über die zwei Jahre hauptsächlich Kontakt hatte und ich finde es ist auch ein guter Abschluss. Und da ich mich bei denen recht wohl gefühlt habe, verursacht das bei mir jetzt auch keine Schweißausbrüche. ;-D ;-D

MxammuOt86


Hallo Heym,

leider hat es etwas gedauert, aber möchte heute mal wieder was in deinem Faden schreiben.

Wie geht es dir den aktuell? Hast du das Ritzen soweit im Griff? Kannst du den jetzt wo das Abitur geschafft ist wenigstens ein wenig entspannen oder steigerst du dich schon voll in das FSJ rein? Wann beginnt deine Arbeit denn nun bzw. hast du dich schon entschieden ob du es nun machst?

Hoffe stark, dass du es zumindest probierst. :)z

Sorry für die vielen Fragen. Wenn etwas dabei ist was du nicht beantworten willst, lass es einfach aus. Werde ich dir nicht übel nehmen. o:)


Was mir zum Thema Arbeiten eingefallen ist und ich dir noch schreiben möchte:

Ich habe im Arbeitsleben im Gegensatz zur Schule immer einen sehr großen Vorteil gesehen. Nämlich es gibt keine Hausaufgaben und das Lernen fällt auch zum Großteil weg. Natürlich wir man sich je nachdem welchen Beruf man angeht ab und an mal was zu Hause ansehen müssen, aber bei weiten nicht so schlimm wie in der Schule.

Im Idealfall gehst du bei der Arbeit raus und es braucht dich bis zum nächsten Arbeitstag nicht mehr zu interessieren.

Ich muss ehrlich sagen, dass es mir jetzt schon etwas unangenehm ist, dass ich alle deine Ratschläge "abgeschmettert" habe. :-/ Bitte bitte nimm es nicht persönlich. @:)

Braucht dir nicht unangenehm zu sein. Es ist halt nicht immer für jeden etwas brauchbares dabei. Finde außerdem, dass es auch nicht die übertrieben guten Ratschläge waren. :=o

Aber man sollte halt doch alles mal vorschlagen. Man weiß ja nie wann man eventuell genau ins Schwarze trifft.

Etwas was mir noch in den Sinn gekommen ist (gleich zur Info - kenne mich da auch Null aus ;-D ):

Währe es für einzelne Ereignisse, wie z.B. eine Feier eine Möglichkeit, zumindest bei den Unterarmen die Narben zu über schminken? Sodass du nicht langärmlig tragen musst, und keine Angst haben musst deswegen angestarrt zu werden.

Ich sag gleich dazu:

Wenn es für dich nichts ist oder es einfach eine dumme ist, braucht es dir nicht unangenehm zu sein. Wahrscheinlich sind dir selbst schon alle möglichen Ideen gekommen.

]:D ]:D ]:D . Gibt auch noch ein schönes Buch zu dem Thema "Irre, wir behandeln die Falschen". Nicht selbst gelesen, sondern Tipp aus der DBT-Gruppe. :-D

Werde ich mir mal im Hinterkopf behalten und eventuell anschauen. Hört sich sehr interessant an. Danke für den Vorschlag.

Meine Mutter wollte ja, dass ich sie dieses Jahr besuchen komme. Ich habe lange um den heißen Brei herumgeredet, weil ich ihr nicht direkt sagen wollte, dass ich das nicht will um sie nicht zu kränken.

Dieser aktuelle Umstand mit deiner Mutter hat mir ziemlich zu denken gegeben. Habe studiert wie ich dich ein wenig aufheitern könnte oder was ich dir raten könnte. Ehrlich gesagt macht mich das so traurig, dass ich deiner Mutter am liebsten das Geld für den Flug senden möchte.

Was ich mich stark gefragt habe: Wie genau weiß deine Mutter eigentlich über deinen psychischen Zustand bescheid? Wie oft sprecht ihr euch bzw. habt ihr Kontakt miteinander?

Dass es dir schwer fällt deiner Mutter gegenüber mit allem ehrlich zu sein, kann ich gut nachvollziehen und wird dir denke ich auch niemand übel nehmen. Ich selbst bin zu meinen Eltern auch nicht zu allem ehrlich.

Ich könnte mir vorstellen, dass es dir bzw. eurer Beziehung gut tun würde, wenn ihr euch eine Art Rahmen für Gespräche über deine Probleme schafft. So z.B. das du sie nicht anlügst, aber sie es auch verstehen muss wenn du über etwas einfach nicht reden möchtest.

Vielleicht kannst du ihr ja sagen, dass es dir heuer einfach nicht möglich ist und du aber auch nicht willst, dass sie sich in Schulden stürzt um dich wieder zu besuchen. Und euch einfach absprecht, dass ihr in einem Jahr wieder darüber sprecht. Es einfach ohne Druck im Auge behaltet.

Mach jetzt mal wieder Schluss.

Alles Gute bey

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Hallo Heym,

Alles Gute zum bestandenen Abitur! :-D @:) Ich war übrigens genauso schlecht wie du im Abi!

Ohne jetzt eine Ahnung von den benötigten NCs zu haben:

Das mit den Interessen ist auch etwas ein Problem. Ich weiß nicht wirklich was ich mag und was nicht. Gestalten mag ich, aber mehr fällt mir nicht ein (das Gestalten fiel mir auch erst nach 7 Jahren Berufsorientierung ein ]:D ).

Deshalb auch Mediengestalter. Oder Designstudium, wobei man da eine Mappe braucht und es außerdem Aufnahmeprüfungen gibt und ich fast sicher bin, dass das nix wird.

Was ich noch überlegt habe ist Medieninformatik. Wäre Mischung aus Informatik und Design. Aber a) macht mir das viele Mathe Angst und b) bin ich weit unter dem NC. :-|

Zu Gestaltung im weitesten Sinne fällt mir folgendes ein: Architektur? Innenarchitektur? Landschaftsarchitektur? Modedesign? Grafikdesign? PR? Fotografie? Produktdesign? Mediendesigh hast du ja schon selbst angesprochen...

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Mediendesigh

Ich verkaufe ein h und tausche es gegen ein n... %-|

H|eym


Hey ihr! *:)


Wie geht es dir den aktuell? Hast du das Ritzen soweit im Griff? Kannst du den jetzt wo das Abitur geschafft ist wenigstens ein wenig entspannen oder steigerst du dich schon voll in das FSJ rein?

Selbstverletzung ist soweit okay und das freut mich auch total. :)z

Entspannen kann ich mich leider nicht wirklich, aber das liegt nicht am FSJ. Vielmehr - und damit greife ich deine erste Frage auf - an der Tatsache, dass sich mein Leben um 180° wenden wird und es nie wieder so sein wird wie vorher. Daran habe ich doch noch sehr zu kämpfen und ich habe auch riesige Angst.

Wahrscheinlich, wenn ich erstmal in der Welt 'da draußen' angekommen bin, dann empfinde ich es nicht mehr so schlimm.

Wenn ich an meine Mittlere Reife denke, dann war ich auch tief traurig, weil jetzt alles auseinander geht.

Nur hatte ich da deutlich weniger Angst, weil es für mich ja weiter ging mit Schule, wenn auch anders und daher anfangs auch ungewohnt.

Aber heute denke ich 'normal' darüber. Ich erinnere mich an manche Sachen gerne an manche weniger gerne,, aber es ist halt vorbei. Und das habe ich vollkommen akzeptiert und ich bin nicht traurig darüber.

Ich hoffe diesmal wird es auch so sein - bestimmt wird es das. ;-)

Neben der allgemeinen Angst vor Veränderungen gibt es wohl noch einen zweiten Faktor, der da reinspielt: Ich habe totale Angst vorm Älterwerden. Und ich behaupte, der Schulabschluss ist dabei ein entscheidender Faktor. Man wird innerhalb kürzester Zeit Erwachsen - unabhängig vom Alter.

So sehe ich, wie andere die mit mir Mittlere Reife gemacht haben oder ein Jahr vorher Quali und dann eine Lehre angefangen haben... die sind bei weitem viel erwachsener als ich es im Moment bin. Die wohnen alleine, stehen fest im Beruf und haben teilweise schon Kinder.

Und ich bin wohl immer noch mehr jugendlich als erwachsen. |-o

Ich habe Angst, dass ich diesem Erwachsen-werden nicht gerecht werde, das ich es nicht schaffe. Ich hatte bis jetzt schon einiges an Problemen und wenn ich dann andere höre 'Schulzeit und Jugend waren soooo schön, da war man noch frei und im Vergleich zu Arbeit war das nichts!' dann weiß ich nicht, wo das noch enden soll. %:|

Außerdem habe ich irgendwie das Gefühl, je älter ich werde, desto weniger bin ich wert (für andere). Ich weiß nicht wirklich, woher das kommt, aber es hat sich tief in mein Gedächtnis eingebrannt und werde ich wohl so schnell nicht mehr los. Und das Abi hat mir jetzt dieses Älterwerden so direkt vor den Kopf geknallt - und ich kann es nicht verhindern. Das macht mich hilflos.

Wann beginnt deine Arbeit denn nun bzw. hast du dich schon entschieden ob du es nun machst? Hoffe stark, dass du es zumindest probierst

Ich hatte es bisher vor mir hergeschoben mich bei denen zu melden, weil ich mir einfach nicht sicher war.

Deine Zeilen habe ich nun zum Anlass genommen und zurückzuschreiben. Und ja, ich habe zugesagt.

Gut fühlt sich das aber auch nicht an. Ich habe immer noch total Respekt vor der Aufgabe. Weniger wegen den Demenzkranken an sich, sondern eher, weil das ein Tätigkeitsfeld mit starker sozialer Komponente ist und ich immer noch glaube, dass ich sozial inkompetent bin (bin sehr introvertiert).

Aber ich habe im Prinzip auch keine andere Wahl als das FSJ zu machen. Studieren - für etwas, das mich interessieren würde, ist es jetzt schon zu spät (siehe weiter unten) und irgendwas zu studieren, damit ich was mache ist wohl auch nicht das Wahre. Immerhin muss ich ein Leben lang in dem Beruf arbeiten und ich will mir mein Berufsleben nicht zur Qual machen. Eine Arbeit, wo ich gerne hingehe und die mir Spaß macht, würde vieles einfacher machen.

Theoretisch könnte ich nach dem Jahr abbrechen - aber das ist auch nicht das Gelbe vom Ei. ]:D

Und Ausbildungsplatz hab ich nicht (wenn ich einen bekomme, würde ich ihn wohl sofort annehmen - studieren kann ich immer noch und das bietet mir die Chance schon recht bald auszuziehen).

Ein Jahr rumsitzen und Däumchen drehen macht sich auch nicht gut, gerade weil mein Lebenslauf jetzt schon total sch**** ist. ]:D

Also wohl oder übel FSJ. Auf in den Kampf. :-/

Ich habe im Arbeitsleben im Gegensatz zur Schule immer einen sehr großen Vorteil gesehen. Nämlich es gibt keine Hausaufgaben und das Lernen fällt auch zum Großteil weg. Natürlich wir man sich je nachdem welchen Beruf man angeht ab und an mal was zu Hause ansehen müssen, aber bei weiten nicht so schlimm wie in der Schule.

Im Idealfall gehst du bei der Arbeit raus und es braucht dich bis zum nächsten Arbeitstag nicht mehr zu interessieren

Ja, auf den Gedanken bin ich auch schon gekommen und es ist ein deutlicher Lichtpunkt in dem Ganzen durcheinander. Es ist dann - im Idealfall ;-) - klar getrennt. Auf Arbeit bedeutet arbeiten, zuhause bedeutet Freizeit.

Das war bei der Schule nicht so. Schule bedeutet arbeiten, zuhause bedeutet entweder Freizeit oder arbeiten. ]:D

Und mir viel es recht schwer, wenn ich zuhause war mich nochmal aufzuraffen was zu tun. Vielleicht fällt mir die strikte Trennung leichter.

Wobei mir das in der Schule auch alles andere als optimal war. Konzentration leider oftmals gleich Null und mitgearbeitet habe ich auch öfter nicht, von Hausaufgaben ganz zu schweigen. Und ja, in der Schule konnte man sich sowas leisten, gerade in der Oberstufe. Die Lehrer führen keine Strichlisten mehr, sondern es war unsere eigene Verantwortung und den Lehrern schnurzpiepegal, ob wir nun was machen oder nicht. Und wirkliche Konsequenzen gibt es in der Schule nicht.

Im Arbeitsleben wäre das natürlich anders. Klar kann ich weiterhin 'faul' sein, aber dann bin ich halt meinen Job los. Und da es ja eben nicht nur faul sein ist, sondern hauptsächlich von meiner psychischen Verfassung abhängt... %:|

Währe es für einzelne Ereignisse, wie z.B. eine Feier eine Möglichkeit, zumindest bei den Unterarmen die Narben zu über schminken? Sodass du nicht langärmlig tragen musst, und keine Angst haben musst deswegen angestarrt zu werden.

Doch, klar könnte ich das. Leider wären die Narben dadurch nicht unsichtbar, da meine Arme eben uneben sind und das sieht man auch überschminkt. Aber zumindest könnte ich die arg roten Narben etwas abdecken und das werde ich mindestens auch machen, wenn es so weit kommen sollte, dass es keine andere Möglichkeit gibt.

H2eym


Was ich mich stark gefragt habe: Wie genau weiß deine Mutter eigentlich über deinen psychischen Zustand bescheid? Wie oft sprecht ihr euch bzw. habt ihr Kontakt miteinander?

Jein. ;-D

Natürlich weiß sie das mit meinen Klinikaufenthalten und kennt auch einige Gutachten etc. also weiß bescheid.

ABER ich rede generell wenig über das 'wie geht es mir'. Von selber sage ich nie was dazu. Das ist ein Thema, das sehr schwierig für mich ist, zum einen weil ich mich schwer tue, anderen mitzuteilen wenn es mir nicht gut geht (wenn es mir gut geht, dann kann ich das ohne Probleme berichten!) und zum anderen - was mit dem Ersten aber in engen Zusammenhang steht - ich schäme mich sehr dafür. |-o

Auch wenn ich vom Verstand her weiß, dass ich mich nicht dafür schämen muss, dass es halt so ist und krankheitsbedingt ist - nee, sagen tu ich das nicht. Und gerade weil meine Mutter auch gerne überbesorgt reagiert und das alles andere als hilfreich ist, bin ich da vorsichtig. Obwohl sie mir manchmal genau das vorwirft.

Wenn mich jemand fragt läuft es etwa so ab, wie ich es in meinem letzten Beitrag geschrieben habe:

Wenn alles gut oder zumindest "passt schon" ist, sage ich nach außen hin immer "gut".

Wenn ich "passt schon" sage, meine ich in Wahrheit "nicht wirklich gut"

Und "Nicht so gut" heißt meist "absolut kacke" ]:D .

Wobei man die Aussage "Nicht so gut" (= ziemlich schlecht) von mir so gut wie nie hören wird und wenn, dann ist das wirklich ein großer Vertrauensbeweis.

Dazu muss ich aber noch positiv anmerken: Hier fällt mir das deutlich leichter. Die Distanz und die Tatsache, dass ich hier niemanden sehen muss und wahrscheinlich nie sehen werde hilft mir sehr.

Trotzdem neige ich manchmal etwas zu 'Verharmlosungen'. Zu schreiben 'Alles ist kacke, gerade geht gar nichts, ich verletzte mich nur noch und kann überhaupt nicht schlafen' ist für mich unmöglich, auch wenn sich das für mich so anfühlt.

Manchmal ist das wohl nicht schlecht... ich weiß nicht, aber ich denke es ist auch eine Art Selbstschutz.

Andererseits habe ich oft die Angst, dass man mich nicht wirklich ernst nimmt dann - die Erfahrung habe ich aber, zumindest war Therapeuten/Ärzte angeht, noch nie wirklich gemacht. Ich denke die haben da auch schon die ein oder andere Erfahrung, da es nicht nur mir so geht. ]:D Die lassen sich nicht täuschen mit einem 'gut' oder 'passt schon', wenn es nicht so ist. Ich glaube die achten auch stark auf Körpersprache, Mimik und Gestik. Gestik ist bei mir eh kaum vorhanden, Mimik nur sehr beschränkt und bezüglich Körpersprache bin ich sehr in mich zusammengesunken nach dem Motto 'Ich wäre jetzt gerne nicht hier' ;-D ;-D.

Aber ehrlich gesagt frage ich mich, ob sich das jemals ändern wird. ":/

Ich war schon immer irgendwie so, bzw. bin es schon sehr lange. Zumindest seit Grundschulalter Im Kindergarten war ich laut meinen Eltern (und das was sie von den Erziehern erfahren haben) sehr aufgeschlossen und sehr beliebt, auch bei den Erziehern, da ich immer ein recht umgängliches Kind war.. manchmal frage ich mich doch, wo das alles geblieben ist - sollte das stimmen natürlich. Vielleicht entdecke ich mein altes Ich ja mal wieder?!.. Und von meiner Psychiaterin habe ich noch eine andere Diagnose bekommen (die ich nur zufällig erfahren habe), die das eventuell erklären könnte und auch teilweise die Introvertiertheit (Boderliner sind normalerweise eher extrovertiert). Aber ich weiß nicht wirklich, was ich von der Diagnose halten soll und ob sie überhaupt gefühlt auf mich zutrifft.

Da wollte ich mal mit meiner Psychiaterin darüber reden, wie sie darauf kommt etc., habe mich bisher nur nie getraut. |-o Aber das ist eine andere Geschichte. :-p

Kontakt haben sich doch, schon. Aber wohl nicht so viel, wie es vielleicht normal wäre, also eher zurückhaltend und recht oberflächlich. Ich weiß nicht... ich habe ihr auch nicht wirklich was zu erzählen, auch wenn ich ihr theoretisch ganz viel erzählen könnte, da sie ja kaum was mitbekommt. Wahrscheinlich.... ich weiß nicht. Sie ist halt schon 9 Jahre weg und ich habe gelernt ohne sie zurecht zu kommen – das soll jetzt aber auch nicht böse klingen.

Wenn sie hier ist (oder ich bei ihr war), konnte ich mit ihr immer tiefgreifende und tolle Gespräche führen, aber für mich ist das nochmal was anderes, als wenn man nur schreibt (oder selten telefoniert).

Jedenfalls hat sich die Problematik mit meiner Mutter und dem Besuch etwas gelockert.

Sie hat sich entschuldigt für ihre Reaktion (macht mein Vater nie, dazu unten noch was) und ich habe ein paar Einwände vorgeschoben, damit sie es besser verstehen oder akzeptieren kann. a) Ich hab noch Bewerbungen offen und weiß nicht ob ich noch Vorstellungsgespräche hab und b) ich habe immer noch die DBT-Gruppe. Ich hätte trotzdem fliegen können, denn das kann man alles regeln und ich wäre nicht sooo lange weg gewesen (4-5 Wochen), aber wie gesagt, es war ein Vorwand.

Aber jetzt gerade ist zumindest alles im grünen Bereich.

Ich meine, ich kann sie ja auch verstehen, dass sie enttäuscht ist/war und ich finde es traurig ihr weh zu tun, aber wenn ich das alles trotzdem mache, bedeutet es Stress pur für mich und naja, dass will ich nicht. Zumindest jetzt nicht.

Ich habe gelernt, dass es okay ist seine eigenen Bedürfnisse zu haben und man nicht nur da ist um anderen ihre Bedürfnisse zu erfüllen. Und dass man, wenn man sich nicht wohl dabei fühlt, durchaus ablehnen darf, auch wenn der andere enttäuscht ist. Jedenfalls theoretisch weiß ich das. Die Umsetzung ist durchaus schwierig und steckt noch in den Kinderschuhen, aber das jetzt war einer der ersten Male, wo ich meinen Bedürfnissen treu war und sie nicht für andere aufgegeben habe.


Alles Gute zum bestandenen Abitur!

Dankeschön! |-o Und freut mich, dass ich nicht die einzige Schlechte bin. Wobei es doch noch viel schlechtere Schnitte gibt

Zu Gestaltung im weitesten Sinne fällt mir folgendes ein: Architektur? Innenarchitektur? Landschaftsarchitektur? Modedesign? Grafikdesign? PR? Fotografie? Produktdesign? Mediendesigh hast du ja schon selbst angesprochen...

Ja, das sind durchaus alles Optionen. Architektur habe ich bisschen Respekt, da es da doch einen nicht zu vernachkässigenden Mathe/Physik-Teil (→ Statik) gibt. Aber ich denke, ich könnte mich damit eventuell arrangieren.

Für diese gestalterischen Studiengänge bin ich aber für dieses Wintersemester zu spät dran, denn man muss für diese eine Mappe anfertigen und ich habe mich im Frühjahr bewusst dazu entschieden, mich um das Abi zu kümmern und mich nicht noch mit der Mappe rumschlagen zu müssen (Zeit wäre eh knapp gewesen, d.h. Ich hätte viel machen müssen, neben Schule etc.).

Aber ich werde versuchen für das Sommersemester oder für das Wintersemester 2017/18 eine Mappe zu erstellen und werde es einfach mal probieren. Es ist schwer da einen Platz zu bekommen. Viele Bewerber und außerdem sind alle gut in gestalterischen Sache, die meisten wohl auch viel, vieeeel besser als ich. Aber versuchen kostet nichts.

Die Frage ist, ob ich das wirklich schaffe ohne zu verzweifeln.

Bei mir läuft es meist so ab, wenn ich was male/zeichne: Ich suche mir etwas aus, was ich malen möchte, dann male ich es in Gedanken vor und weiß dann genau wie es aussehen soll. Dann male ich und es sieht gar nicht so aus. Darum bekomme ich dann einen Wutanfall und zerreiße das Blatt wieder. 'Läuft leider in 90% der Fälle so. ;-D ]:D ]:D


Ich war übrigens jetzt wirklich nicht bei der Abifeier. Ein bisschen traurig bin ich schon, aber auch deutlich erleichtert (was überwiegt). Großveranstaltungen sind nichts für mich, schon gar nicht wenn die so lange dauern. Und danach wäre noch Party bis in die frühen Morgenstunden gewesen. %:|

Habe dann heute mein Abizeugnis abgeholt und dürfte dem Rektor auch nochmal die Hand drücken. :=o

Und dann noch den Oberstufenbetreuern und der Sekretärin (für die Oberstufe). Habe mich mit einer Schachtel Pralinen bei allen bedankt, denn sie haben mich echt total unterstützt und das finde ich total toll. x:)

Und viel Lob gab es auch - dass ich trotz allem das jetzt so gut hinbekommen habe und das alle sehr froh darüber sind. Etwas unangenehm war es übrigens auch, denn Lob ist schwer für mich anzunehmen. Aber, wie ich es immer mache: Ich speicher es mal im Hirn und eines Tages werde ich das Lob wohl annehmen können. :)z

Und traurig war es. :°( Alles vorbei. :°(

Aber ich werde sie mal besuchen kommen, sie haben nämlich angemerkt, dass sie sich immer sehr darüber freuen. Und ich habe ihnen wirklich viel zu verdanken.


So, und zuletzt noch die Erkenntnis des gestrigen Tages:

Ich bin auf eine interessante [[http://umgang-mit-narzissten.de/narzissten-in-der-familie/ Internetseite]] gestoßen, und ich bin erstaunt wie die Beschreibung auf meinen Vater passt. Auch [[http://umgang-mit-narzissten.de/eigenschaften-narzissmus/ das da]].

Vielleicht habe ich endlich eine Antwort auf das Verhalten meines Vaters.

Ich werde die Tage vielleicht mal was zu den einzelnen Punkten schreiben, im Bezug auf meinen Vater. Aber jetzt nicht mehr, mir rauchen die Finger. ]:D ;-D

LG, *:) @:)

Hneym


Mir schwirrt da gerade wieder was im Kopf rum, was immer wieder Thema ist. Gerade wieder aktuell.

Ich dachte ich tu mir was gutes und schaue eine Doku an (mag ich sehr gerne).

War aber wohl die falsche Doku %:| .

Es ging um ein Mädchen, früher Leistungssportlerin mit Aussicht auf Olympia. Dann Sportunfall, als sie 16 war und seitdem querschnittsgelähmt, und geht für ihre Verhältnisse super damit um.

Gut, und dann frage ich mich immer und immer wieder: Warum bin ich so? Ich habe doch alles. Ich muss keinen Hunger leiden, hab immer ein Dach übern Kopf, ich habe keine körperlichen Gebrechen, die mich auf fremde Hilfe angewiesen machen.

Ich habe alles.

Warum kann ich dann nicht einfach mein Leben leben wie jeder andere? Mir ist bewusst, dass auch im Leben von 'Ottonormalbürger' nicht immer alles glatt läuft. Und teilweise haben die auch vieeeel mehr Sorgen, als ich je hatte. Sind vielleicht oftmals der Verzweiflung nahe. Aber sie geben trotzdem nicht auf und machen das Beste aus ihrer Situation. Warum kann ich das nicht? Stell ich mich einfach nur doof an?

Meine Probleme kommen mir im Vergleich zu anderen so lächerlich klein vor. :-|

H*eyxm


Wieder mal ein altes Thema, aber aus aktuellem Anlass muss ich mal wieder meine Gedanken dazu aufschreiben.

Es geht um meinen Vater und seinen "Religionsfanatismus". Das schreibe ich in Anführungszeichen, weil ich im Prinzip nicht denke, dass das Fanatismus ist – es gibt andere, die das vieeeeel extremer ausleben. Aber ich nenne es jetzt mal so, weil es sich für mich persönlich oft anfühlt, als seie ich darin gefangen und ich kann nicht fliehen.

Ich möchte das alles nicht, aber das interessiert ihn nicht wirklich. Bzw. Ich habe noch nie wirklich frei raus gesagt "Lass mich damit in Ruhe!", eben weil er, wenn ich mal geringen Widerstand (Augen Rollen, oder deutlich machen, dass mir das wurscht ist) gebe, dann reagiert er immer recht ungehalten. Und ich bin sicher, dass er ein "Lass mich in Ruhe" nicht hinnehmen wird und seinen Unmut deutlich demonstrieren wird, versucht mir Schuldgefühle einzureden etc.

Wenn ich das jetzt tun würde, würde ich a) mir das Leben bis ich ausziehe zur Hölle machen und b) würde ich deswegen früher oder später sowieso wieder einknicken. Deshalb belasse ich es im Moment bei den Unmutsbekundungen.

Ich werde es ihm irgendwann klar sagen, aber das kann und will ich erst, wenn ich eine eigene Wohnung habe und auf meinen eigenen Füßen stehe. Bis dahin heißt es mehr oder weniger sich beugen.

Und ehrlich gesagt macht es mich doch ziemlich traurig, dass ich für dieses Jahr keine Ausbildung gefunden habe – da hätte ich dann nämlich das Geld für ein kleines Zimmer gehabt, könnte hier weg und endlich anfangen mein Leben so zu gestalten, wie ich es möchte.

Ich mache jetzt dieses Freiwilligenzeug und verdiene da leider nicht annähernd so viel, dass es reichen könnte. Heißt im Klartext: mindestens ein Jahr weiter dieses Spiel. Und das macht mich traurig. Noch ein Jahr in dem ich eben so lebe, wie mein Vater es gerne von mir hätte, mir aber zuwider ist.

Wenn man in der Religion (egal was für eine) aufgeht, und das wirklich mit Herzen macht, dann sind diese ganzen Einschränkungen für die Person nicht relevant, und das respektiere ich auch.

Nichts gegen die Religion an sich, aber es ist einfach nicht meine Welt. Und mein Vater will mir seine Lebensweise "aufzwingen".

Es hat über die Jahre für mich hauptsächlich nur Scham, Ausgrenzungen, Einschränkungen in meiner Lebensgestaltung und Ärger bedeutet.

Scham, weil ich einfach nur normal sein wollte, wie jeder andere auch; in den evangelischen oder katholischen Religionsunterricht gehen, nicht aus der Masse hervorstechen für etwas, dass ich einfach nicht bin.

Ausgrenzungen deshalb, weil ich am Wochenende (Freitag Abend/Samstag) nie was mit Freunden machen dürfte, als ich noch welche hatte.

Ich war jugendlich und das war noch vor meinem depressiven Tief – klar hatte ich damals schon psychische Probleme, aber ich hatte noch einen halbwegs normalen Antrieb und auch Abenteuerlust.

Ich wollte auch mal damals mit meiner Freundin auch mal weggehen - die leider kurz darauf weggezogen ist und der Kontakt abgebrochen ist; man kann schon sagen, dass sie damals meine beste Freundin war und es war eine richtige Freundschaft, d.h. Wir konnten wirklich über viel reden, wir haben oft was zusammen gemacht, wenn es denn ging von meinem Vater aus. Das was ich jetzt habe... naja, ich würde es Bekannte nennen. So 2-3. Aber ich soll mich nicht beschweren, immerhin ist das besser als gar nichts und vielleicht wird das ja mal eine richtige Freundschaft. -

So, Sorry für den Einschub. Jedenfalls wollte ich mit ihr auch weggehen, Freitag oder eben Samstags, wie es Jugendliche eben machen. Das konnte/durfte ich nie. Und dabei war nicht nur ich traurig, sondern auch sie. Sie wusste nix von meinem Vater oder irgendeiner Religion. Im nachhinein hätte ich es ihr wohl erzählen sollen.

Ich erinnere mich noch gut an ein Ereignis. Wir beide hatten irgendwas geplant, was halt Freitag Abend gewesen wäre (was genau weiß ich nicht mehr). Wir beide haben uns total darauf gefreut und Pläne geschmiedet, ich hatte gehofft, dass ich wenigstens diese eine mal darf – nein durfte ich nicht. Ich habe sie also 2-3 Stunden vor unserem geplanten Treffen angerufen und habe das Ganze ziemlich kurz angebunden abgesagt.

Keine 5 Minuten später bekomme ich einen Anruf von ihrer Mutter (die sich immer sehr für sie engagiert hat) und hat mir gesagt, dass das so nicht geht, dass meine Freundin jetzt total enttäuscht und traurig ist etc. Ich konnte daraufhin einfach nichts erwidern – sie hatte doch recht!

Während sie also so sprach, habe ich still am Telefon geweint. Ich wollte sie doch nicht enttäuschen und ich habe mich doch auch so darauf gefreut.

Jedenfalls, irgendwann haben meine Freunde (damals – mit mir – eine richtige 3-er Clique) einfach aufgehört mich zu fragen, ob ich irgendwohin mitgehen wolle, denn ich bin sowieso nicht mit.

Hat dann dazu geführt, dass in dem letzten Schuljahr, wo meine eine Freundin noch auf der Schule war, sich sie und das andere Mädchen immer näher gekommen sind. Klar, sie hatten jede Menge gemeinsame Zeit. Die beiden wurden unzertrennlich – und ich hatte immer mehr das Gefühl, das 5. Rad am Wagen zu sein, war ich auch irgendwie. Das hat mich sehr traurig gemacht, aber wirklich böse konnte ich ihnen nicht sein. Gemeinsame Zeit verbindet halt und da konnte ich einfach nicht mithalten. Und wie gesagt, ist sie dann weggezogen.

Eigentlich wollten die verbleibende Freundin, ich und unsere Lehrerin sie besuchen kommen in ihrer neuen Heimat, auch hier haben wir uns gefreut, das Ganze sollte übers WE stattfinden – und ratet mal? Genau, das kam nicht zustanden. Ich habe sie seit dem sie weg ist nie wieder gesehen.

Und das nicht-weggehen-dürfen hat mich so gewissermaßen immer mehr zum Außenseiter gemacht. Die Freundschaft zu der verbleibenden Freundin ging dann auch in die Brüche, sie hat sich anderen zugewandt. Seit dem hatte ich nie wieder eine gute Freundin, zu dem Zeitpunkt war ich 15.

Ich habe aber wie gesagt Hoffnung wegen einer Bekannten und denke, dass könnte eine echte Freundin werden – ich hoffe es (mit ihr wollte ich auch demnächst eine Lehrerin besuchen, die wir beide vor der Mittleren Reife hatten, jedoch anderer Jahrgang).

Zu den Begrifflichkeiten:

Mit Bekannte meine ich eine Person, mit der ich eben selten was mache (1-2 mal höchstens im Jahr) und sonst auch keine sonderlich innige Beziehung besteht, die aber durchaus nett ist.

Mit Freund meine ich jemanden, mit dem man halt oft was macht, alles mögliche, wo man auch mal von sich erzählt und naja, eine richtige Freundin halt.

Zu den Einschränkungen in meiner Lebensgestaltung:

Dazu gehört das Thema oben, aber auch, dass fast alles nach Regeln abläuft und ich da kaum Spielmöglichkeiten habe (z.b. auch das Essen).

Und zum Ärger:

Weil ich eben wenn was nicht korrekt läuft oder ich Unmut zum Ausdruck bringe, mit Ärger seitens meines Vaters zu rechnen habe.

Gut, es ist sein Lebensstil und ihm gefällt das. Das ist o.k so und es ist ja auch seine Entscheidung.

Aber ebenso ist es doch meine Entscheidung, wenn ich nicht so leben will?!

Ich weiß nicht inwieweit das meinen "Werdegang" beeinflusst hat, aber das ist im Prinzip nicht so wichtig. Es ist vorbei. Vergangenheit, die kann man nicht ändern.

Aber ich will in Zukunft mein Leben selbst gestalten – nur muss ich damit wohl noch etwas warten. Wie lange, das steht noch in den Sternen. Wenn ich Glück habe 1 Jahr, wenn ich Pech habe länger.

MHa)mmu{t8x6


Liebe Heym, als ich deinen letzten Beitrag gelesen habe kahmen mir fast die Tränen. Ich konnte die Einsamkeit, deine Scham und deine Verzweiflung regelrecht spüren. :°_

Es tut mir so leid für dich, dass du das durchleben musstest und das du weiterhin so unter deinem Vater leidest. Ich möchte dir sagen, dass es vollkommen OK ist wenn du mal wütend auf deinen Vater bist. Auch wenn es dir aktuell nicht möglich ist ihm das alles an den Kopf zu werfen, kannst du ihm das im Gedanken vorwerfen und musst dich dafür nicht schlecht fühlen.

D.h. ja nicht automatisch, dass du ihn hasst, sondern das du findest er hat was falsch gemacht und Schluss aus.

Und ich denke du solltest dich für dein Verhalten von damals deinen Freundinnen gegenüber nicht selbst bestrafen. Vielleicht hilft es dir dich bei ihnen zu entschuldigen. Vielleicht hilft es dir ja es einfach im Gedanken durchzuspielen, ihnen die Gründe für dein Verhalten zu erzählen, damit das Thema teilweise einen Abschluss findet.

In dieser Geschichte ist denke ich sehr viel verborgen, was dich innerlich lange gequält hat oder noch immer quält und sich seinen Weg durch diene Psyche frisst. Hast du das schon mal in der Therapie angesprochen? Wenn nicht dann mach dir keinen Druck und mach es wenn du soweit bist. :)*


Ich habe in letzter Zeit in Bezug zu dir öfters an zwei Lieder denken müssen:

[[https://www.youtube.com/watch?v=h2VgqJfPFiA]]

Ich wünschte dir am liebsten einen Tag an dem du einfach ohne sorgen und Konsequenzen und Ängste frei nach deinen Wünschen lebst. Und bei 2:10 muss ich immer an deine Meerschweinchen denken. ]:D

[[https://www.youtube.com/watch?v=QLdekMg7kXg]]

Hier geht es mir speziell um die Stelle ab 2:30 bis 2:52. Vor allem der Satz "please remember me and all my beautiful mistakes". Auch Fehler sind es Wert in Erinnerung zu bleiben.

H?eym


So, nun hat es doch etwas länger gedauert bis ich antworten konnte, Mammut! Tut mir leid! @:)


Liebe Heym, als ich deinen letzten Beitrag gelesen habe kahmen mir fast die Tränen. Ich konnte die Einsamkeit, deine Scham und deine Verzweiflung regelrecht spüren.

Das war echt nicht meine Absicht. |-o

D.h. ja nicht automatisch, dass du ihn hasst, sondern das du findest er hat was falsch gemacht und Schluss aus.

JA! Ich finde das ist ein ganz ganz wichtiger Satz.

Es gibt auch einiges positives mit ihm. Aber leider wird das eben überschattet. Die Selbstreflexion meines Vaters ist auch gleich - 150. :=o

Vielleicht hilft es dir ja es einfach im Gedanken durchzuspielen, ihnen die Gründe für dein Verhalten zu erzählen, damit das Thema teilweise einen Abschluss findet.

Du wirst lachen, aber das hab ich echt schon oft gemacht. ]:D

In dieser Geschichte ist denke ich sehr viel verborgen, was dich innerlich lange gequält hat oder noch immer quält und sich seinen Weg durch diene Psyche frisst. Hast du das schon mal in der Therapie angesprochen? Wenn nicht dann mach dir keinen Druck und mach es wenn du soweit bist.

Nein, ich habe es in der Therapie noch nicht angesprochen. Ich habe irgendwie immer noch ein Vertrauensproblem.

Zum ersten Satz: Ja, das ist wohl war. Ich werde froh sein, wenn ich das los bin und mein Leben so leben kann, wie ich es gerne hätte. Leider lässt das mein Vater nicht zu.

Ich habe in letzter Zeit in Bezug zu dir öfters an zwei Lieder denken müssen:

[[https://www.youtube.com/watch?v=h2VgqJfPFiA]]

Ich wünschte dir am liebsten einen Tag an dem du einfach ohne sorgen und Konsequenzen und Ängste frei nach deinen Wünschen lebst. Und bei 2:10 muss ich immer an deine Meerschweinchen denken. ]:D

[[https://www.youtube.com/watch?v=QLdekMg7kXg]]

Hier geht es mir speziell um die Stelle ab 2:30 bis 2:52. Vor allem der Satz "please remember me and all my beautiful mistakes". Auch Fehler sind es Wert in Erinnerung zu bleiben.

:-D x:)


Aktuelles:

Ich habe wenig geschrieben in letzter Zeit. War ein bisschen komisch alles. ":/

Viele positive Sachen, viel Gedankenkarussell ... von allem etwas. ]:D

Letzte Woche habe ich nun meinen Bundesfreiwilligendienst angefangen.

Von meinem Probetag dort war ich ja nicht so wirklich begeistert, habe es notgedrungen aber doch gemacht.

Jetzt war ich bereits zwei Tage arbeiten... und es taugt mir echt. :-D

Ich war für meine Verhältnisse echt offen und gelassen. Klar werde ich nie wirklich extrovertiert sein, aber ich bin froh wie es bisher gelaufen ist. Ich finde die Alten ja auch irgendwie süß. |-o x:)

Wovor ich immer noch Schiss habe sind die Seminare. Das Einführungsseminar ist in der Woche vom 12.09, und "nur" ca. eine Zugstunde entfernt. Trotzdem wird das eine ganz neue Herausforderung.

Fremde Umgebung, fremde Leute, eine Woche die man nur begrenzt planen kann...

Ich weiß schon, warum ich immer einen Bogen um Klassenfahrten gemacht habe. Das hat für mich immer Stress pur bedeutet. Fremde Stadt und hohe Anspannung. Da kannte ich aber wenigstens noch die Leute... Ja, wird lustig. ]:D

Und am Samstag ist eigentlich ein Fest bei uns im Heim. Wird wohl recht stressig. Da ich nur von Montag bis Freitag arbeiten muss, wäre ich außen vor. Aber die sind um jede helfende Hand dankbar und joa. Ich würde schon gerne dort helfen.

Jetzt aber wieder das Samstags-Problem mit meinem Vater. Er wird null begeistert sein. Dann kann ich entweder wieder klein beigeben und mich doof fühlen, oder ich kann von meinem Selbstbestimmungsrecht gebrauch machen und es trotzdem machen, aber einen Streit mit meinem Vater riskieren.

Ach, ich bin generell mutiger geworden, wenn es darum geht ihm Widerrede zu geben. Nicht in der "gefährlichen" Schiene (Streit, unangenehmes Leben bis zum Auszug), aber doch schon, dass er merkt, dass ich mit mir nicht alles machen lasse. Es ist mein Leben und ICH muss es leben, nicht er. Also entscheide auch ICH wie dieses Leben aussieht. :)z

Und zeichnen tu ich in wieder verstärkt. Ich habe immer gerne gezeichnet/gemalt, habe es aber eher selten gemacht, weil das gerne in Wut- und Selbsthassanfällen ausgeartet ist, wenn etwas nicht so aussah wie ich mir es vorgestellt habe.

Bisher hatte ich aber noch keinen solchen Anfall und es beruhigt echt ungemein. Der Zeichen-Virus hat mich wieder gepackt. |-o

LG,

Mnammuxt86


So, nun hat es doch etwas länger gedauert bis ich antworten konnte, Mammut! Tut mir leid! @:)

Braucht dir wirklich nicht leid zu tun. Außerdem bin ich dir auch noch eine Antwort auf deine letzte PN schuldig. Habe mich wirklich sehr gefreut wieder von dir zu hören.

Wollte dir eigentlich gleich am Sonntag antworten, aber wie immer brauchte ich einige Tage bis ich meine Gefühle sortiert und im Griff hatte um hier schreiben zu können. Leider fällt es mir immer noch schwer hier zu schreiben. Über mich selbst zu schreiben fällt mir dabei noch um einiges schwerer als in deinem Thread zu schreiben.

Letzte Woche habe ich nun meinen Bundesfreiwilligendienst angefangen.

Von meinem Probetag dort war ich ja nicht so wirklich begeistert, habe es notgedrungen aber doch gemacht.

Jetzt war ich bereits zwei Tage arbeiten... und es taugt mir echt. :-D

Freut mich das der Start in dein FSJ nun so positiv verlaufen ist. Wollte dir noch vor dem Start schreiben um dir vielleicht etwas Angst davor nehmen zu können, aber dafür ist es nun ja zu spät. |-o

Hoffe es ist diese Woche für dich genauso positiv verlaufen Heym!?

Wovor ich immer noch Schiss habe sind die Seminare. Das Einführungsseminar ist in der Woche vom 12.09, und "nur" ca. eine Zugstunde entfernt. Trotzdem wird das eine ganz neue Herausforderung.

Fremde Umgebung, fremde Leute, eine Woche die man nur begrenzt planen kann...

Ich kann gut verstehen dass dir dies Unbehagen bereitet und Angst macht. Aber vielleicht hilft es dir aber auch etwas positives darin zu sehen: Du kannst eine Woche ohne deinen Vater verbringen. :=o

Ich mag so etwas auch nicht wirklich und versuche es einfach so gut es geht zu verdrängen. Die Gedanken daran solange wie möglich nicht zuzulassen. Vielleicht kannst ja etwas beruhigter an die Sacher herangehen.

Ach, ich bin generell mutiger geworden, wenn es darum geht ihm Widerrede zu geben. Nicht in der "gefährlichen" Schiene (Streit, unangenehmes Leben bis zum Auszug), aber doch schon, dass er merkt, dass ich mit mir nicht alles machen lasse. Es ist mein Leben und ICH muss es leben, nicht er. Also entscheide auch ICH wie dieses Leben aussieht. :)z

Vor allem hat mir dieser Teil an deinem letzten Beitrag gefallen. Es war schön zu lesen, dass dein Leben in den letzten Wochen einen positiven Trend gezeigt hat. Dein Beitrag liest sich sehr danach, dass du nun langsam zu DIR findest und dich mehr in den Mittelpunkt stellst. :)=

Und zeichnen tu ich in wieder verstärkt. Ich habe immer gerne gezeichnet/gemalt, habe es aber eher selten gemacht, weil das gerne in Wut- und Selbsthassanfällen ausgeartet ist, wenn etwas nicht so aussah wie ich mir es vorgestellt habe.

Bisher hatte ich aber noch keinen solchen Anfall und es beruhigt echt ungemein. Der Zeichen-Virus hat mich wieder gepackt. |-o

Schön zu lesen, dass du wieder zeichnest. Ich beneide ja alle Leute die mit diesem Talent gesegnet sind. Ich bin auf kreativer Ebene ja überhaupt nicht gesegnet bzw. fällt es mir zusätzlich auch extrem schwer mich da zu betätigen.

Darf ich Fragen was du zeichnest Heym?

Schönen Gruß

HIeym


Wollte dir eigentlich gleich am Sonntag antworten, aber wie immer brauchte ich einige Tage bis ich meine Gefühle sortiert und im Griff hatte um hier schreiben zu können. Leider fällt es mir immer noch schwer hier zu schreiben. Über mich selbst zu schreiben fällt mir dabei noch um einiges schwerer als in deinem Thread zu schreiben.

Ist völlig okay, Mammut. :)_ Mach dir keinen Stress, dann das blockiert meist noch mehr.

Haha, wobei das "Mach dir keinen Stress" sehr schwierig ist, sage ich aus Erfahrung. ]:D

Ist auch ein bisschen wie "Denk jetzt nicht an rosa Elefanten". :-D

Hoffe es ist diese Woche für dich genauso positiv verlaufen Heym!?

Ja, definitiv.

Ich mag die Bewohner echt gerne. Und was ich wirklich nicht erwartet hätte: Ich habe kaum Berührungsängste.

Also für meine Verhältnisse gesehen, die ja eh immer ein graues Mauerblümchen ist.

Ich mache mir da keine Sorgen, dass die mich doof finden könnten. Und auch nicht, dass ich was falsches oder doofes sagen könnte. Wie hat jemand am Montag treffend zu mir gesagt? "Die Bewohner nehmen dich echt an. Die sind froh, wenn man sich mit ihnen beschäftigt". Und das ist echt so. Habe sogar echt den Eindruck, die aktzeptieren mich nicht nur, sondern mögen mich sogar. Von wegen reden... soll jetzt nicht fies klingen... aber die haben alle Demenz. Falls ich doch mal was doofes oder so sagen sollte, haben sie es bald vergessen. Das erleichtert den Umgang sehr. Ich gehe da viel lockerer dran. :)z

Geduld braucht man, ja. Aber irgendwie habe ich da Null Probleme. Die sind krank und können einfach nichts dafür.

Und dann so schöne Sachen, wie: Die eine Bewohnerin, die gar nicht mehr reden kann, sich kaum bewegen kann... dann lächelst du sie an und sie lächelt zurück. Oder jemand lacht und sie lacht mit. x:)

Oder die, die immer die selben 2 Sätze in Dauerschleife abspult.. und du dich an einem Tag fast richtig mit ihr unterhalten kannst. :-x

Was ich aber wirklich sagen muss: Die Arbeit ist trotzdem anstrengend. ;-D ;-D

Man ist ständig auf den Beinen und rennt von A nach B. Bin es einfach nicht gewohnt. Am Ende des Tages bin ich immer ganz k.o. Ich schlafe sogar oft nachmittags nach der Arbeit dann.

Erfahrungsgemäß ist das nicht so gut (gab ja die Zeit, um Dezember rum, wo ich fast nur geschlafen habe), aber ich denke, das ist im Moment echt okay. Und ich werde mich wohl mit der Zeit daran gewöhnen.

Ich kann gut verstehen dass dir dies Unbehagen bereitet und Angst macht. Aber vielleicht hilft es dir aber auch etwas positives darin zu sehen: Du kannst eine Woche ohne deinen Vater verbringen.

Haha, du wirst lachen: Gerade kurz bevor ich hier reingeschaut habe, habe ich mich tatsächlich wegen dem Grund auf das Seminar gefreut.

Mein Vater hatte vorhin wieder seine Meckerphase. %-|

Ich wusste nicht, wo ich ein Stück Käse hingetan hatte und er hat daraus so ein riesen Drama gemacht.

Klar war das mein Fehler, aber das kann doch passieren, sowas ist nur menschlich. Er würde aber so einen Fehler ja nie machen. :=o *hust*

Grundsätzlich macht mein Vater keine Fehler. Ich bin schuld.

Beispiel (heute): Er hat in meinem Zimmer Bücher stehen. Ich hatte noch Zeug oben drauf. Er will ein Buch herausziehen und alle Blätter etc. von mir fallen auf den Boden. War ich auch Schuld, denn ich muss es so hinlegen, dass nicht rausfällt wenn man da ein Buch holt. Und ich bin der Meinung, es war durchaus sein Fehler, denn er hätte es a) runter tun sollen oder b) eben aufpassen. (Wie sieht ihr/du das eigentlich? Ich habe irgendwie immer Angst, dass ich eine verzerrte Wahrnehmung habe). Egal, habe jetzt ein wüsten Haufen Blätter auf dem Boden, den ich dann aufräumen darf. ]:D

Oder, ich soll Tomatensoße machen. Ich: "Wie viele Tomaten soll ich nehmen?", weil ich mir unsicher war. Er: "Alle". Ich mache alle Tomaten. Er bekommt einen Tobsuchtsanfall, weil ich alle Tomaten benommen habe. Er hatte es gesagt, aber ich hätte mir trotzdem denken können, dass ich nur x Tomaten nehmen soll. Nein Papa, Gedankenlesen kann ich noch nicht. %-|

Ne, ich hab mir jetzt noch einen neuen Koffer gekauft...Ich habe ja noch immer diese Zwangsgedanken und -handlungen (wenn auch besser als vor ein paar Jahren) und die Koffer sind nach meiner Ideologie "verseucht". Den einen Koffer hatte ich damals dabei, als ich meine Mutter besucht habe. Gut, und dann gab es die Geschichte mit der Erkrankung meines Stiefvaters. Und ich hatte/habe Angst mich anzustecken (wobei es mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mal ansteckend ist). Und dann hatte der Koffer die anderen Koffer berührt und diese sind dann auch "verseucht".

Das ist eine Logik für sich. %:|

Apropos, mit Logik braucht man mir nicht kommen. Ich weiß, dass das Quatsch ist. ]:D

Ja, jedenfalls habe ich einen neuen Koffer und das erleichtert das auch nochmal. Ich hätte sonst quasi die Zwangsstörung mit eingepackt und dann die Woche und die erste Zeit danach wieder die volle Zwangspower. ]:D

Ich denke das wird schon mit dem Seminar. Klar, Herausforderung und auch gewiss Stress. Aber es geht vorbei. :-D Wird ja auch nicht mein letztes Seminar bleiben. (Insgesamt 25 Seminartage).

Vor allem hat mir dieser Teil an deinem letzten Beitrag gefallen. Es war schön zu lesen, dass dein Leben in den letzten Wochen einen positiven Trend gezeigt hat. Dein Beitrag liest sich sehr danach, dass du nun langsam zu DIR findest und dich mehr in den Mittelpunkt stellst.

Ja, ich glaube das ist ein Erfolg der DBT.

Ich merke diesen Trend schon seit einigen Monaten, aber es braucht halt Zeit und wird auch weiterhin Zeit brauchen. Ich schätze mich eher noch am Anfang des Weges Selbstlosigkeit - gesunder Egoismus (nenn ich jetzt mal so) ein. Aber ich habe angefangen diesen Weg zu beschreiten. :)z

Auf mein Recht zu bestehen ist immer noch eine schwierige Sache. Mal als hypothetisches Beispiel: Ich bekomme an der Kasse zu wenig Geld raus. Ich würde da nichts sagen. |-o Jeder Mensch mit einem gesunden Egoismus würde da natürlich sofort was sagen.

Kein hypothetisches Beispiel, sondern ein reales Beispiel: Als ich meine Bücher abgeben musste in der Schule, hatte ich ja eins nicht. Damit ich trotzdem das Zeugnis bekomme, musste ich als Pfand 10 Euro dalassen. Damit die Schule die Sicherheit hat, dass ich das Buch noch bringe. Habe es nicht gefunden (hatte ganz schönes Bücherchaos, durch die drei Jahre 11. Klasse; auch im Computer der Schule) und habe es also gezahlt. Habe dann das Pfand trotzdem nicht wieder bekommen. Einfach, weil die Lehrerin es vergessen hatte und ich nichts gesagt habe. Aber das bin halt ich. ]:D

Ich werde da bestimmt auch in Zukunft schaffen da den Mund aufzumachen.

Schön zu lesen, dass du wieder zeichnest. Ich beneide ja alle Leute die mit diesem Talent gesegnet sind. Ich bin auf kreativer Ebene ja überhaupt nicht gesegnet bzw. fällt es mir zusätzlich auch extrem schwer mich da zu betätigen.

Darf ich Fragen was du zeichnest Heym?

Ich finde es auch schön, dass ich wieder zeichne. ]:D Abschalten kann ich dabei super (sofern kein Wutanfall). Joa. Es muss ja auch nicht jedem liegen. Ich bin z.b. eine unterirdische Sängerin. Sogar die Wände würden sich die Ohren zuhalten, wenn sie welche hätten. ;-D

Ich hab eine [[http://img5.fotos-hochladen.net/uploads/imag03992fldmk1xwui.jpg Blume]] gezeichnet. Jetzt nichts kreatives, sondern abzeichnen. Aber ich will auch mal wieder was kreatives machen. Bissl mit Farbe etc. :)

LG,

Heym

(Ich werde wohl in der Woche nicht schreiben können. Schreibe ungerne längere Texte am Handy. Wenn, dann melde ich mich nur kurz.) @:)

H?eym


Nachtrag zu gestern: Meine Mutter ekelt mich leider auch zunehmend an.

Ich verstehe mich ja sonst gut mir ihr... Aber sie ist seit einiger Zeit auf dem "Flüchtlinge raus - Deutschland den Deutschen"-Trip. Etwas, was ich absolut null nachvollziehen kann.

Für mich sind wir alle einfach nur Menschen, und zwar gleichgestellte Menschen. Ob der Mensch dabei dem Islam angehört, eine schwarze Hautfarbe hat oder pink gekleidet durch die Innenstadt läuft (*Ironie*) ist mir dabei herzlich wurscht.

So viel Fremdenfeindlichkeit widert mich einfach an. :-( Warum meint der Mensch immer andere zu diskriminieren und niederzumachen, nur weil er schwarze Haare hat und keine blonden, wie der Rest? Weil er ein Moslem ist und kein Christ? Das. ist. doch. sowas. von. egal. ???

Es wird nie in meinen Kopf reingehen.

Über kriminelle Flüchtlinge kann man streiten - das findet wohl niemand gut - aber wie viele von allen Flüchtlingen sind das? Und warum werden, weil sich 2 nicht benehmen können, die anderen 10 über den gleichen Haufen geschert?

Ich bin wieder hin- und hergerissen. Ich mag meine Mutter - aber ich mag nicht das, was sie tut. (Zitat von ihr: "Das mit den Flüchtlingen ist keine normale Kriminalität mehr", "Deutsche machen sowas nicht"; Doch liebe Mama, weißt du wie viele Deutsche sich tagtäglich an anderen vergreifen und sich "nicht mehr normal" kriminell verhalten? Das kommt nur seltener in die Zeitung, weil darüber kann man sich ja nicht das Maul zerreißen).

Was für Möglichkeiten bleiben mir? So weiter machen, obwohl mich ihr Verhalten so anwidert? Kontakt abbrechen? %:| Beides nicht das Wahre. Ich weiß einfach nicht...

H'eyEm


So, das Seminar ist vorbei.

Es war und ist ein richtiges auf und ab der Gefühle. Am Anfang wäre ich am liebsten gleich wieder Heim da wir uns verlaufen hatten, 1,5h Wanderung zur Herberge mit viel Berg auf. Und ich bin einfach total unfit und war richtig fertig..

Naja, was soll ich sagen?

Abends war ich meist recht niedergeschlagen. Ich bin es nicht gewöhnt rund um die Uhr jemanden um mich zu haben und das stresst mich auch recht. Rückzugsmöglichkeiten gab es kaum. Zudem war tagsüber natürlich auch Programm. Da gab es auch einige schwierige Sachen, vor denen ich generell schon Angst habe (z.b vor einer Gruppe reden).

Was mir insgesamt sehr aufgefallen ist: Ich bin viel schneller erschöpft und habe viel weniger Energie als andere in meinem Alter.

Ich war auch immer diejenige, die etwas abseits saß (gewollt).

Trotzdem: Es ist einfach eine super Truppe und ein echter Zusammenhalt. Trotz meines "anders"-seins hätte ich nicht das Gefühl, dass ich komisch von der Seite angeschaut werde à la "Was ist denn das für eine?". Ich würde so genommen wie ich bin.

Und das ist eine Erfahrung, die ich noch nicht so oft gemacht habe. Von zuhause bekomme ich von meinem Vater eher Desinteresse entgegengebracht. Dementsprechend war das auch mit Gefühlschaos verbunden, aber ich fand es trotzdem toll.

Und der Seminarleiter ist auch eine total tolle Person. Offen, locker und einfach cool.

Trotzdem bin ich froh wieder zuhause zu sein - oder doch nicht? Ich Weise einfach nicht was ich denken und fühlen soll.

Irgendwie freue ich mich ja schob aufs nächste mal, auch wenn das wieder eine Herausforderung wird.

Heute geht es mir aber nicht wirklich gut. Teilweise abends während des Seminars auch nicht. Ich denke (und hoffe), das ist in einem gewissen Grad normal. Jedoch kommen bei mir auch wieder Angst und Zweifel auf, ob ich das Jahr schaffe. Ich wünsche es mir so sehr.

Die Frage ist auch, wenn ich es nicht schaffe, was dann? Es ist nur ein freiwilliges Jahr, es wäre keine Katastrophe sollte es nicht klappen. ABER (je nachdem wie lange das gut geht) habe ich noch ein Jahr Lücke in meinem Lebenslauf (wird erst ab 6. Monaten anerkannt) und ich finde jetzt schon keinen Ausbildungsplatz. Und: Wenn ich das Jahr nicht schaffe, wie so ich dann eine Ausbildung schaffen??

Ich versuche diese wenn - dann -Gedanken beiseite zu schieben. Hilft ja jetzt auch nichts, wenn ich mir über ungelegte Eier den Kopf zerbreche. Dennoch ist es schwer diese Gedankenspirale zu stoppen.

In den Sinne - schönes WE! @:)

Myamm'uxt86


Hallo Heym,

und nun hat es wieder einige Tage gedauert bis ich diese Zeilen schreibe. Ja ich weiß:

Ist völlig okay, Mammut. :)_ Mach dir keinen Stress, dann das blockiert meist noch mehr.

Aber wie du ja richtig erkannt hast, ist das nicht ganz so einfach. :=o


Es freut mich so zu lesen, dass du dich in der ersten Woche im Heim so wohl gefühlt hast. Vor allem deine positiven Erlebnisse, wie die lachende Frau, hören sich sehr schön an. Versuche weiterhin so positive Momente von der Arbeit zu behalten, auch wenn es anstrengend und auch mal nicht so schön ist.

Das du jetzt am Anfang erschöpft und fertig bist, sollte denke ich normal sein. Du begibst dich für dich in ein absolut ungewohntes Umfeld, was dir nervlich sicherlich einiges abverlangt. Dazu noch die ungewohnte körperliche Anstrengung.

Habe heute noch nach jahrelanger Arbeit noch manchmal Tage wo ich nach der Arbeit auf das Sofa falle und fast sofort für zwei Stunde einschlafe. Manche Tage sind einfach anstrengender als andere oder man ist nicht so fit wie sonst.

Ich denke aber, du wirst dich rasch daran gewöhnen und es wird für dich zu einem geregeltem Alltagsablauf werden.


Zu deinem Vater:

Ich finde dass dich keine Schuld trifft, zumindest keine Direkte. Auch könnte er, wenn ihm schon etwas nicht passt, es ja auch freundlichen ausdrücken. Ich generell finde ich man kann alles sagen, es kommt nur darauf an wie man es sagt.

Das mit der Angst bezüglich der verzerrten Wahrnehmung kenn ich auch zu gut. Ich beginne mich auch immer sofort zu fragen: "Bin ich Schuld?", "War es mein Fehler?", "Habe ICH überreagiert und nicht mein gegenüber?"

Lieder ist es schwer sich in solchen Situationen von der Richtigkeit zu überzeugen. Da meist ja auch jemand fehlt dem man um seine neutrale Meinung fragen könnte bzw. sich das vielleicht auch nicht traut.


Zu deiner Blume:

Ich finde die extrem gut gelungen. :)z Es ist für mich immer wieder verblüffend wie manche Menschen so gut Zeichnen können. Nicht nur das zeichnen der Form an sich, sondern vor allem das Arbeiten mit der Schattierung und Helligkeit. Für mich, der auf Kleinkindniveau zeichnet ist das halt wirklich extrem bewundernswert.

Der YouTube Kanal [[https://www.youtube.com/user/marcellobarenghi]] ist da auch echt sehenswert. Der zeichnet Bilder bei denen man wirklich zwei mal hinsehen muss, um zu sehen ob die echt sind oder nicht.

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