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Mirtazapin bei Angst- und Panikstörung

M3is8sGui1ltxy hat die Diskussion gestartet


Hallo zusammen,

seit 3 Jahren bin ich wegen einer Angst- und Panikstörung in therapeutischer und medikamentöser Behnadlung.

Angefangen mit Cipralex, welches ich am längsten genommen habe - ca. 1,5 Jahre. Leider war ich nur dauermüde und konnte mich auf der Arbeit kaum bis gar nicht konzentrieren.

So wurde das Medikament gewechselt auf Venlafaxin, zuerst 75 mg. Die Müdigkeit nahm ab und ich relativ neutral eingestellt. Wenn mein Kind (4 Jahre) tobt, dann bleibe ich trotzdem ruhig, was ich sehr positiv fand! Trotzdem nahmen die Angsteisoden wieder zu. Ich sollte auf 150 mg steigern. Das war vor 4 Wochen. Leider nahm meine Angst kaum ab. Gestern war so extrem, dass ich nur noch geheult habe. Mein Mann soll eigentlich ab Donnerstag auf Dienstreise fahren und das war schon zu viel für mich.

Ich rief also bei meinem Psychiater an und der sagte, ich solle Venlafaxin sofort absetzen und heute Abend mit Mirtazipan, 15 mg, starten.

Ich doofe Nuss habe angefangen Erfahrungsberichte zu lesen. Das Medikament wirkt sedierend und habe wahnsinnige Angst, dass ich tagsüber wieder so knülle bin, wie unter Cipralex.

Außerdem habe ich noch ein zweites Kind, was erst 2 Jahre alt wird und wenn ich ihn nachts nicht mal höre, wenn er anfängt zu weinen... ":/

Und dann noch die Sache mit der Gewichtszunahme. Ich will das nicht und das wäre echt unakzeptabel für mich.

Den nächsten Termin habe ich erst Mitte April und ich weiss nicht, wie lange der Arzt noch mit macht, beim Verschreiben eines neuen Medikamentes?!

Ich bin dem Mirtazipan jetzt schon negativ eingestellt, obwohl noch nichts genommen habe. Schlafprobleme hatte ich sonst nämlich keine! Und der Arzt hatte ja extra vom Cipralex auf Venlafaxin gewechselt, wegen der bedrückenden Müdigkeit.

Hat jemand Erfahrungen?!

Antworten
R|igcha:rdx61


Mirtazapin nehme ich schon 3 Jahre , es macht tagsüber nicht müde eher fühlt man sich frisch und ausgeruht. Abends eingenommen wirkt es sehr schnell müde machend und man hat einen sehr guten Schlaf. Gewichtszunahme hatte ich keine, das ist aber von Fall zu Fall anders.

MKisslGuxilty


Hallo Richard *:)

Darf ich fragen, welche Dosierung du nimmst? Nimmst du Mirtazipan alleine oder kombinierst du das mit einem anderen Medikament?

Und, was wollte ich dich noch fragen? ":/ So geht's los... ;-D

Achso ja, warum nimmst du dieses Medikament? Ebenfalls wegen einer Angststörung?

R2ichar/d6x1


@ MissGuilty,

ich bin Bipolar I und nehme Mirtazapin 30 mg , Morgens Venlafaxin von 150 jetzt erst seit kurzem 75 mg. Dazu muss ich als Prophylaxe Lithium 1,5 Morgens 1 Abends nehmen um einen Spiegel von 08 mg zu haben.

Dies ist seit langem meine geringste Anzahl und Menge an Mitteln dieser Art. Ich kenne durch meine Krankengeschichte fast alle Medikamente in diesem Bereich.

Angststörungen hatte ich nicht gekannt bis man mich in der Klinik auf ein anderes Antidepressiva umstellen wollte. Es war Elontril und ich saß im Zimmer in der Ecke und fürchtete mich zu Tode. Man gab mir dann ein Benzodiazepin solang bis ich es eingeschlichen hatte. Meine Depression besserte sich überhaupt nicht und ich verlangte nach Mirtazapin, es dauerte nicht lange und es ging mir besser. Für mich eines der besten Mittel überhaupt. Aber das kann bei jedem anders wirken. Ein Versuch ist das Mittel wert es zu probieren. Der Schlaf ist phänomenal, auch mit Träumen. Und es sediert nicht , man wird nur müde und schläft gut. Es wirkt auch auf den Serotoninspiegel und etwas noradrenerg. Ich z.B. komme mit Venlafaxin gut zu Recht , du ja auch das deutet etwas darauf hin, dass du es gut vertragen könntest. In jedem Fall würde ich mir aber ein Notfallmedikament(Tavor etc.) geben lassen, man muss nicht eine Nacht mit Angst leben, das kann ein halbes Leben sein.

MxissGuixlty


Oh mein Gott. Was für eine scheiß Nacht!

Nein, dieses Medikament geht überhaupt nicht. Ich habe es recht früh genommen...so gegen 18.30 Uhr. Um 21 Uhr bin ich eingeschlafen. Ich habe zwei kleine Kinder und mein jüngstes Kind habe ich heute Nacht nicht weinen gehört. :(v

Heute früh war ich so aggressiv und konnte mich andererseits nicht bewegen, weil ich keine Kraft in Armen und Beinen hatte. Ich konnte kaum frühstücken, weil ich meinen Löffel nicht halten konnte.

Mein größeres Kind (4,5 Jahre) quatschte mich die ganze Zeit zu und ich war einfach nur genervt!!!! Sowas geht absolut nicht und ist für mich inakzeptabel. Jetzt ist es 10.30 Uhr und ich habe es endlich aus dem Bett geschafft (hatte mich nach dem Frühstück hingelegt). Der Arzt hatte ich mich nämlich auf mein Bitten bis Freitag krankgeschrieben.

Hätte ich heute zur Arbeit gemusst, wäre ich um kurz vor 8 Uhr bereits auf mein Auto angewiesen, um zur Arbeit zu kommen. Unmöglich hätte ich heute sicher ein Auto steuern können. Geschweige denn, dass ich auf Arbeit Konzentration erlangt hätte.

Und noch immer fühle ich mich wie in Watte. Ekelhaftes Gefühl. Ja, sicher mag es sein, dass es nach einigen Wochen besser wird...aber so schaff ich das keinen weiteren Tag. Ich habe eben in der Praxis angerufen und darüber berichtet. Ich will wieder auf Venlafaxin umsteigen. Sofort! Unter diesem Medikament war ich ausgeglichen und war aktiv (aber nicht hyperaktiv!). Ich konnte mich ganz um meine Kinder kümmern, ohne schimpfen...es war so schön.

Jetzt fühle ich mich, wie in einem schlechten Film.

Nun warte ich auf den Rückruf der Praxis und auf einem akzeptablen Lösungsvorschlag. Und ich befürchte, dass sie wollen, dass ich mit der halben Menge Mirtazapin weitermache. Ich will das nicht. Keinen Tag länger... :°(

MYissGDuilxty


So. Die Praxis rief eben zurück - ich soll Opipramol nehmen.Toll. Fühl mich wie ein Versuchskanninchen. Kennt jemand Opipramol?!

M]issGuSiltxy


Niemand da, der mir helfen kann?!

Ich will das Opipramol nicht nehmen und überlege, ob ich morgen früh, einfach mein Venlafaxin weiternehme. Ich habe 2 kleine Kinder und kann Müdigkeit/Benommenheit nicht gebrauchen.

Es ist so ein Mist, dass ich nicht an den Arzt rankomme bzw. die Arzthelferin sagt, ich soll es trotzdem nehmen. %:|

bOenni1-00g00


Hallo, habe oft im Internet gelesen, dass die antidepressive Wirkung von Mirtazapin nicht so doll sein soll. Also: In der Schweiz zum Beispiel wird es sehr oft wegen seiner guten Wirkung verwendet und geschätzt. Es gibt viele Studien, welche belegen, dass es sogar bei schwärsten Fällen der Depressionen hilft, sogar stärker als SSRI-Stoffe. Mirtazapin besitzt völlig andere Wirkweisen als andere Antid. Es ist vor allem sehr zu empfehlen bei starken Ängsten und Schlafstörungen ( Wer gut und fest schläft ist auch weniger depressiv ). Auch in Deutschland wird es sehr geschätzt, da es bei vielen resistenten Fällen wirkt. Viele haben eine wahre - jahrelange- antidepressiva-geschichte durch und nichts half. Mirtazapin hilft bei vielen resistenten Fällen, dies ist belegt und in Studien nachgewiesen. Auch die Nebenwirkungen sind als arm zu bezeichnen. Man wird aber definitiv an Gewicht zu nehmen, dies ist auch der Grund wieso viele die Therapie mit dem Stoff abbrechen. Die sedierende Wirkung setzt zügig ein, man schläft besser, man ist ausgeglichener und hat nicht so viele Picks nach oben oder unten. Die antidepressive Wirkung setzt auch ziemlich zügig ein. Für mich ist es das beste Antidepressiva was auf den Markt kam, man braucht nur etwas Geduld und muss wissen was man will. Natürlich nimmt man locker 10-20 Kilo zu. Im Gegesatz dazu wird man aber wieder psychisch gesunden. Man muss den Stoffen Zeit geben, den Körper auf diese anpassen lassen und dies mindestens 2 Monate bei einer mittleren Dosis von 30mg, diese kann über viele Jahre als Erhaltungsdosis beibehalten werden.

Ok, soviel dazu. Viele sehen dies sicher alles anders und das ist auch in Ordnung so, ich wollte nur vielen Menschen Mut machen, nicht zu vertweifeln, eventuell auf dieses etwas ältere Mirtazapin umzuschwenken wen SSRI nicht helfen.

Für alle in diesem Forum viel Gesundheit.

n|ot1tranquiVliz^exd


Hallo, nehme Mirtazapin jetzt seit anfang dieses Jahres, bringen tut es nicht viel, aber wenn man Schlafprobleme hat ist es vielleicht ganz gut, macht müde und schlapp. Zugenommen habe ich davon nicht, habe auch nicht mehr Hunger, das würde ich also nicht als Grund festmachen dieses Medikament nicht zu nehmen, da kann ich meinem Vorposter nicht zustimmen, das ist von Person zu Person unterschiedlich.

Nehme 60mg täglich, kann aber keine Überdosis empfehlen, bin davon zuckend im Bett gelegen und dachte mein Herz bleibt gleich stehen, vom Opipramol hingegen habe ich schon die doppelte Höchstdosis genommen und hatte nie solche Beschwerden, müde wurde ich davon auch nicht, es soll auch gut gegen Ängste wirken, würde dem also vielleicht doch eine Chance geben, wenn das Venlafaxin doch nicht gegen die Ängste hilft.

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