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Wie wird man gleichgültig? Ich wünschte mir wäre alles egal.

M7atPe{shi hat die Diskussion gestartet


Vielleicht hat ja jemand ein ähnliches Problem wie ich und hat bereits ein paar Strategien entwickelt wie man es löst.ich beschäftigen ständig die unterschiedlichsten Dinge.

Ich muss mich darüber aufregen dass wir von den Nachrichten mittlerweile total offensichtlich belogen und manipuliert werden, mich ärgern Gerichtsurteile die mehr mit Politik als mit tatsächlicher Rechtsprechung zu tun haben, ich hasse es dass in der Gesellschaft nur noch Kapital zählt, der einzelne Mensch ist völlig egal.

Mich stört Massentierhaltung und Umweltzerstörung. Ich muss dauernd darüber nachdenken. Ich informiere mich, recherchiere genau und das lässt mich verzweifeln.

Wenn ich etwas ungerecht finde, irgendwas passiert ist oder mich jemand schlecht behandelt hat kann ich es nicht einfach vergessen. Es beschäftigt mich tagelang intensiv und ich werd es einfach nicht mehr los. Es zehrt an mir , beeinflusst mein Wohlbefinden. Nach einem Streit muss ich ständig alles Revue passieren lassen, mich erneut ärgern und gleichzeitig darüber nach grübeln ob ich tatsächlich richtig lag oder den anderen unfair behandelt habe reflektiere mein Verhalten und habe Zweifel.

Teilweise fallen mir Dinge von vor 10 Jahren wieder ein und sind dann emotional wieder genauso präsent wie damals.

Egal was es ist, mein Gehirn hört nicht auf mir stressige Themen um die Ohren zu hauen.

Wenn es Dinge sind an denen ich was ändern kann dann find ich so ja eine Lösung. Wenn es geht tu ich was dagegen.

Aber bei vielen Dingen kann ich nichts tun oder ändern. Also ist es doch eigentlich total nutzlos sich den Kopf darüber zu zerbrechen.

Ich liege nachts wach und kann mich nicht entspannen weil ich dauernd nachdenken muss.

Letztens bin ich sogar in der Nacht durch ein Problem aufgewacht und konnte nicht mehr einschlafen weil ich mich so ärgern musste. (Eine Bekannte wurde von ihrem "Freund" misshandelt. Mittlerweile wurde er aber eh abgeschoben)

Und dann gibt's da diese Leute denen alles buchstäblich am A.... vorbei geht. Mit ihrer "nach mir die Sintflut" - Mir doch egal - Ich bin super toll- Einstellung.

Und ich wünschte wirklich ich wäre auch so. Ich wünschte die Welt, meine Mitmenschen, alle Probleme wären mir egal. Ich würde so gern einfach leben in glückseliger Gleichgültigkeit ohne mir über irgendwas Gedanken zu machen.

Vermutlich wird das nie gänzlich funktionieren, aber vielleicht hat ja jemand nen Tipp für mich wie man es schafft sich nicht davon vereinnahmen zu lassen.

Antworten
m:ond+Qste>rne


:)_

M@etax4


Du bräuchtest vielleicht mehr davon:

gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,

den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,

und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Vor allem die Gelassenheit...

Hast du es schon mit Entspannungsmethoden probiert? Z.B. Achtsamkeitsübungen, -meditationen.

Das könnte dich mehr ins Hier und Jetzt holen, so dass du weniger bei den vergangenen Dingen bist und weniger bei dem, was außerhalb von dir ist.

"Tapping" ist auch eine gute Methode, um Dinge zu bearbeiten und dabei ein Gefühl zu entwickeln, dass du dich und die Welt etwas mehr so akzeptierst, wie sie ist.

Natürlich ist es auch gut, kritisch durchs Leben zu gehen, aber wenn einen das blockiert und zuviel Kraft und Aufmerksamkeit abzieht, dann macht es auch einen Sinn.

M&ateRsxhi


Danke für die Antwort!

Ja Gelassenheit heißt wohl das Stichwort. Generell weiß ich eigentlich was ich einfach hinnehmen sollte, aber es scheitert an der Umsetzung. ":/ Ich würde die Welt gern akzeptieren ( Lieber wärs mir zwar wenns fair und gut zugehen würde, aber da verwandelt sich wohl eher der Mond in ein Stück Käse, bevor das passiert)

Meditieren hab ich tatsächlich schonmal versucht, allerdings glaub ich dass ich das irgendwie falsch mach. Das entspannt mich nicht, ich fang jedes mal nach ein paar Minuten an zu heulen. Das is total erbärmlich. %-|

Tapping kannte ich bis jetzt noch nicht, aber ich werds mal ausprobieren so bald ich die die genaue Vorgehensweise verstanden hab.

Liebe Grüße

aZlisxdu


Gleichgültigkeit und Gelassenheit sind ja zwei verschiedene Dinge.

Irgendwann, wenn Du immer wieder merkst, dass Du, wie Du es beschrieben hast, nichts mehr ändern kannst, wird sich Dein Bild auf andere Menschen ändern. Wenn der Punkt der Frustration überschritten ist, Dir die (meisten) anderen Menschen nur noch zuwider sind, dann werden sie Dir auch irgendwann egal. Hast Du diesen Punkt erreicht, herrscht Gleichgültigkeit. Es bedeutet, nichts mehr für (die meisten) Leute und dem, was sie tun, zu empfinden -außer vielleicht eine gewisse Form der Verachtung und Belustigung über ihr Tun. Dann bist Du gleichgültig. Die Frage ist nur, ob Du da wirklich hin willst?

MGatehshxi


Wenn ich ehrlich bin fänd ich Gleichgültigkeit eigentlich nicht so verkehrt. Mir ist es zum Beispiel oft passiert dass ich Leuten immer wieder geholfen hab und am Ende dann nur schamlos ausgenutzt wurde. Da hilft mir Gelassenheit auch nicht weiter. Wäre ich von Anfang an gleich Gleichgültig gewesen wär mir das nie passiert. Wobei ich mich vermutlich jetzt nicht mehr drüber ärgern würde wenn ich gelassener wäre ;-)

Cyraxnk1


Bewahre Dir trotz allem das, was Du hast und auch bist. Das Du nicht gleichgültig bist, macht Dich eben aus und macht Dich sicher auch liebenswert, was dann leider auch ,wie nicht selten überall, auch gerne angenommen wird, ohne das zu erkennen, was Dich eigentlich ausmacht.

Heutzutage gibt es leider schon viel zu viele , die sich nichts mehr scheissen und denen einfach alles egal ist. Spring da lieber nicht mit auf. Überlege Dir künftig lieber genau, wann, wo ,wie und wem Du hilfst, bevor Du an Deiner Hilfsbereitschaft, mit immer weniger Anerkennung zu verzweifel drohst.

Nicht alle sind Egoisten, aber es werden leider immer mehr.

Eines stimmt, die die sich nichts aus anderen machen und nur an sich denken, haben es anfangs leichter, können besser schlafen und grübeln weniger, aber nicht selten ,sind genau solche, diejenigen, die später alleine sind und sich wundern, warum es denn niemanden mehr gibt, der für sie da ist, da sie längst durchschaut sind und man sich von denen abgewandt hat.

Du kannst die Welt nicht verändern, aber Du kannst versuchen, nicht mehr alles so nah an Dich heran zu lassen, was Dich besonders belastet und Du kannst immer noch selbst entscheiden, für wen Du ,wann und wo da sein möchtest.

MQetax4


Meditieren hab ich tatsächlich schonmal versucht, allerdings glaub ich dass ich das irgendwie falsch mach. Das entspannt mich nicht, ich fang jedes mal nach ein paar Minuten an zu heulen.

Ich glaube weniger, dass du da was falsch machst, sondern eher, dass da etwas ist, was sich Luft machen will und von dir wahrgenommen werden will. Dem würde ich mal nachgehen. Wieso muss du heulen? Was ist das? Was sind das für Gefühle, wo kommen die her?

Vielleicht steckt ja was ganz Unerwartetes hinter deiner Nicht-Gelassenheit?

Es könnte etwas mit Grenzen zu tun zu haben, wenn du öfters ausgenutzt wirst. Mit Grenzen, die du nicht setzen kannst, Grenzen, die du bräuchtest um dich zu schützen.

mZondR+stOerxne


Ich denke, es geht nicht wirklich darum, gleichgültig zu werden. Es geht eher darum, Entscheidungen zu fällen, wofür man verantwortlich ist, was man machen möchte und was nicht. Wenn man realistisch ist, kann man nur einen sehr, sehr kleinen Beitrag leisten, um etwas an den Missständen dieser Welt zu verändern.

Wenn Dir etwas wichtig ist, kannst Du zum Beispiel eine Diskussion dazu in diesem Forum starten. Wie ist es zum Beispiel mit dem Thema Lügen in den Nachrichten? Ist Dir das Thema wichtig? Möchtest Du einen Faden zu dem Thema eröffnen?

SWusi Sumqsebxach


Man kann nicht "gleichgültig werden". Entweder man ist es oder nicht.

Was man aber kann: Sich fragen, ob man irgend etwas damit verbessert, sich das Leid der gesamten Welt auf die Schultern zu laden. Oder ob man nicht "im Kleinen", also im eigenen Einflussbereich etwas tun kann, was gleichzeitig gut für andere ist und einen ablenkt vom sinnlosen Grübeln über Dinge, die man doch selbst nicht ändern kann.

E/hemalig]er Nutzere (#530218)


Ich wünschte mir wäre alles egal.

diesen Wunsch würde ich nochmal sorgfältig überdenken. Wenn du wirklich in einen Zustand bist, in dem dir vieles (nichtmal alles) egal ist/vorkommt, könntest du ihn bereuen. Das ist kein angenhemer Zustand meiner Meinung und Erfahrung nach.

SOus3i SumsMebaIch


Menschen in tiefer Depression sagen, dass ihnen alles egal sei. Dieses Empfinden kann kaum erstrebenswert sein.

A2pf2elkuCchen0x07


Mir ist es zum Beispiel oft passiert dass ich Leuten immer wieder geholfen hab und am Ende dann nur schamlos ausgenutzt wurde. Da hilft mir Gelassenheit auch nicht weiter.

Hmm, solche Leute wie dich hätte ich letztens ( beim Umzug) echt gut gebrauchen können. Zumindest solche, die ihr Wort auch halten und dieses nicht einfach brechen. Habe auch das Gefühl, die Leute werden immer egoistischer und wenn man selbst nett und freundlich ist, dann wohl zu den falschen Leuten, die es gerne ausnutzen oder einen nicht mehr ernst nehmen usw. . Dann stumpft man nach einiger Zeit automatisch ab und entwickelt Antennen, wird misstraurischer und weniger hilfsbereit....oder entwickelt solch eine unangenehme Auffassung von Menschen allgemein ":/ :-/ . Ist schade, aber Erfahrung prägt.

M?achdie7augenxzu666


@ Mateshi

Dein Beitrag spricht mir aus der Seele. Ich bin genau so.

Vor lauter Verzweiflung habe ich zeitweise sogar zu Drogen und Alkohol gegriffen, um das zu betäuben. Aber das hat - Überraschung - alles nur noch schlimmer gemacht.

:)_

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