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Zahnschmerzphobie

E#sist9ni>ezutspäxt hat die Diskussion gestartet


Nein, ich hab das nicht falsch geschrieben. Ich habe keine Zahnarzt - sondern eine Zahnschmerzphobie. Trotzdem glaube ich, dass mein Beitrag besser unter Psychologie als unter Zahnarzt passt. Habe seit meiner Kindheit schlechte Zähne und schon sehr viel mitgemacht, auch viele schlechte Zahnärzte erlebt. Die letzten Jahre hat sich das allerdings gebessert. In meinem Mund habe ich nur mehr 9 Zähne, die nicht überkront oder mit Brücken ausgestattet sind, die Zahl der Wurzelbehandlungen ist auch nicht grad klein. Nun ist mein Problem, dass ich ständig Angst vor Zahnschmerzen habe und diese auch häufig sehr unspezifisch bekomme, weil ich nachts ständig mit den Zähnen knirsche (sagt mein Mann) und auch tags oft unbewusst die Zähne zusammenbeiße. Am liebsten würde ich mittlerweile fast jeden Monat meine Zähne röntgen lassen um sicher zu sein, dass dort nichts ist. Ist natürlich keine Lösung. Aber, am Moment bin ich wieder mal bein ZA für ein Panoramaröntgen (OK so eines hatte ich viele Jahre nicht). Ich werde immer hysterisch, wenn mir im Mund bei den Zähnen etwas wehtut. Ich nehme an, dass man dies als eine Art Angststörung bezeichnen könnte.

Daneben habe ich aber auch eine endogene Depression, wegen der ich schon lange in Behandlung bin, und die ich bis vor einiger Zeit mit Efektin ziemlich bis sehr gut unter Kontrolle hatte. Für mich war es das perfekte Mittel, mit praktisch Null Nebenwirkungen. Allerdings scheint mir, dass das Medikament mittlerweile nicht mehr so gut wirkt,weil die Depris wieder da sind, wenn auch nicht so stark wie vor Jahren. Und irgendwie habe ich Angst vor einem Medikamentenwechsel, weil es damals auch so lange gedauert hatte, bis ich das für mich Richtige gefunden hatte. Und diese Zeit möchte ich nicht nochmals durchmachen müssen.

Meine Frage: Kennt jemand diese Art der Phobie und wie könnte ich dagegen angehen? Diese Ängste sind für mich wirklich lähmend.

Antworten
ESs\istHn~iez!uspäxt


So, morgen gehts zum Zahnarzt. Wovor ich am meisten Angst habe? Dass nichts dabei rauskommt. Dass es heißt, Sie bilden sich das alles ein. Am liebsten hätte ich alle Zähne raus und nie wieder Zahnschmerzen, Kieferschmerzen, oder die Angst davor. Ich will auch nicht dauernd meine Umfeld damit nerven. Mein Mann hat selbst genug echte Gesundheitsprobleme, die mir natürlich große Sorge machen (in einem Monat bekommt er einen dreifachen Bypass). Eigentlich kann ich mit niemandem wirklich reden. Das alles wird mir allmählich zu viel. Manchmal mag ich nicht mehr.

S<unfBlower_x73


Was spricht dagegen, Dir therapeutische HIlfe zu suchen? Die Angst klingt schon sehr ausgeprägt und belastet Dich. Du hast allg. Belastungen und niemanden, der Dir so wirklich zuhört, wo Du selber Entlastung findest. Plus die Depression.

Eine gute Verhaltenstherapie könnte Dir wirklich helfen.

EAsistn-iezuszpät


Du hast völlig recht und ich habe das auch vor. Da ich ja ohnehin Antidepressiva nehme, bin ich auch bei einem Psychiater. Hatte vor ca 3 Wochen einen Termin, und hab ihm von der Erkrankung meines Mannes erzählt. Antwort seinerseits: Nutzen Sie die Zeit bis zur OP, es wird nachher sicher nie wieder so wie vorher. Klang fast wie: Nach der OP wird ihr Mann ein Pflegefall sein. War extrem aufbauend, hat mich aber eher wütend gemacht. Bezüglich einer Gesprächstherapie werde ich mit meinem Allgemeinmediziner reden, denn rein auf eigene Kosten kann ich mir das nicht wirklich leisten, außer es genügen erst einmal ein paar wenige Gespräche.

Jedenfalls danke für die Anregung :-)

SIunflo'werm_7x3


In D ist Psychotherapie eine Kassenleistung...

CNoernel'iax59


Nun ist mein Problem, dass ich ständig Angst vor Zahnschmerzen habe und diese auch häufig sehr unspezifisch bekomme, weil ich nachts ständig mit den Zähnen knirsche (sagt mein Mann) und auch tags oft unbewusst die Zähne zusammenbeiße.

Das hier ist mir sofort aufgefallen. Ist bei dir mal eine Bissvermessung gemacht worden? Ist mal über eine Knirscherschiene gesprochen worden?

Bissvermessung habe ich mal machen lassen, bevor 8 Backenzähne überkront werden sollten. Dabei kam heraus, daß meine Backenzähne einfach zu hoch herauskamen für meinen dafür eigentlich zu engen Kiefer. Beim Schleifen der Zähne und bei den Kronen wurde das dann berücksichtigt, die neuen Backenzähne waren also wesentlich niedriger... und siehe da, Zahnschmerzen in dem Bereich waren auf einmal Geschichte! Dafür brauchst du allerdings eventuell einen speziellen Zahnarzt, der sich damit auskennt. Macht längst nicht jeder ZA!

Für Knirscherschiene gilt ähnliches. Mein ZA macht solche Sachen, daher weiß ich überhaupt, daß es sowas gibt. Ich habe glücklicherweise nie eine gebraucht, sagt mein ZA.

E4sistnliezusxpät


Zahnarztbesuch vorbei, alles gecheckt, geröngt und für in Ordnung befunden. Mundhygiene machen lassen und Aufbissschiene anpassen lassen. Bin gespannt, ob das wirklich was hilft. Wenn es innerhalb von 2 Wochen nicht besser wird, soll ich wiederkommen. Gehts mir jetzt besser? Einerseits schon, ich hoffe natürlich, dass ich die Beschwerden besser einordnen und damit besser umgehen kann. "Schlimmstenfalls" nehm ich halt eine Schmerztablette - tu ich eh nicht oft.

Cornelia: das Problem mit dem engen Kiefer hab ich auch. Man musste heute für mich extra die schmälere Abdruckform nehmen.

Sunflower: Es gibt in Österreich Psychotherapie auf Krankenschein, wo alles bezahlt wird. Aber da sind die Wartezeiten extrem lang. Ansonsten hat man folgende Möglichkeit: Die meisten Therapeuten haben zwar Verträge mit der KK, aber man muss dem Therapeuten zahlen (so im Schnitt 70,-- pro Sitzung) die Rechnung einreichen, und bekommt so ca 20,-- pro Sitzung vergütet.

Im Prinzip kenne ich die Gründe für meine diversen Sorgen, Ängste und depressiven Phasen (naja eigentlich mehr oder weniger immer vorhandene Depression), was aber sicher nicht heisst, dass ich weiss, damit umzugehen. Ich werde schauen, dass ich wenigstens ein paar Gesprächssitzungen machen kann und vielleicht auch bei der Medikation mit ärztlicher Unterstützung was ändere.

Momentan muss ich halt auch mit der sehr konkreten Sorge um meinen Mann umgehen, der in einem Monat einen dreifachen Bypass bekommen wird.

Gleichzeitig die Freude über meinen einjährigen Enkel und dem im Juli/August erwarteten 2. Enkelkind.

Ein ziemliches Gefühlschaos, das da zusammenkommt.

Hat aber eigentlich nur mehr entfernt mit der Zahnschmerzphobie zu tun - aber mit Psychologie allemal.

s"onyanxer


??? Ähm, Zähne jeden Monat Röntgen? Ist dir Krebs oder wegfaulendes Gewebe im Gesicht lieber?

Besonders als Frau... Kann dein Problem verstehen aber das letzte was man macht ist permanent Röntgen. Strahlung ist schädlich. :|N

Eosi9stni|enzuspät


Natürlich lass ich nicht jeden Monat ein Röntgen machen. Bin ja nicht mein eigener Feind. Aber dieses eine war jetzt nötig, um ein Ausgangsbild zu haben (musste wegen Pension meines alten ZA jetzt wechseln).

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