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Vollzeitstelle und fehlende Belastbarkeit... :-(

_GKaGtnisxs_ hat die Diskussion gestartet


Hallo...

das Folgende wird bei vielen sicherlich Unverständnis auslösen. Leider ist es aber, wie es ist, und für mich ist es ein gewaltiges Problem, welches inzwischen auch teilweise zu bedenklichen Gedankengängen führt.

Ich war noch nie sonderlich belastbar. Das zeigte sich schon während meiner Schulzeit... Wo meine Mitschüler freitags und samstags abends Party gemacht haben, bin ich hundemüde ins Bett gefallen und wurde Samstags und Sonntags gegen 14 Uhr mal langsam wach. Hinzu kommt, dass ich seit meiner Geburt(!) an - teilweise schweren - Schlafstörungen leide. Insbesondere hatte ich schon immer Probleme damit, wenn ich innerhalb eines schmalen Zeitfensters (zB 22-6 Uhr) zum Schlafen gezwungen bin; sehr oft kann ich dann trotz bleierner Müdigkeit nicht einschlafen, ehe der Morgen da ist. Wenn es mir gelingt einzuschlafen, werde ich oft nach zwei Stunden wieder wach und kann dann bis zum Weckerklingeln nicht mehr einschlafen. Nach jahrzehntelanger, erfolgloser Herumquälerei mit "sanften" Schlafmitteln, Yoga usw hat mir ein Psychiater dann seufzend Atosil (für jeden Abend) und Benzodiazepine (Bedarf) verschrieben. Nicht einmal damit ist das Problem des Einschlafens zuverlässig in den Griff zu bekommen... Ich kenne (teilweise oder ganz) durchwachte Nächte TROTZ Benzos und Atosil!

Diagnose für das Schlafproblem lautet: idiopathische Insomnie. Was nichts anderes heißt als "Wir wissen nicht, warum es so ist, ist halt einfach so".

Das ist aber nur ein Teil des Problems. Der andere Teil ist, dass ich mit einer Vollzeitstelle nicht klarkomme. Ich wusste das eigentlich schon immer... schließlich fühlte ich mich regelmäßig schon nach sechs Schulstunden wie zerschlagen, und auch in Praktika, die normale Arbeitstage beinhalteten. Ich habe aus Angst vor einer Vollzeitstelle mein Studium bis an die absolute Schmerzgrenze verlängert... als Student hat man eben massig Freizeit und eine Vollzeitbelastung ist weit, weit weg. Ich musste dank wohlhabender Eltern auch nie arbeiten und hatte immer Ausreden, warum das Studium sich denn so zieht. Die Wahrheit konnte ich nicht sagen... meine Eltern hätten das nicht verstanden, die haben sich den Reichtum mit teilweise 14 Stunden Arbeit pro Tag erwirtschaftet.

Um das nun abzukürzen - ich war dann schon Mitte Dreißig, bis ich alle Abschlüsse in der Tasche hatte. Dann aber konnte ich den Alptraum "Vollzeitstelle" nicht mehr weiter verschieben. Ich klammerte mich an die Hoffnung, dass ich mich ja vielleicht dran gewöhnen würde, wie so viele andere Menschen auch und nach einer harten Eingewöhnungsphase das schon laufen würde...

Tja. Leider ist das nicht eingetroffen. Ich bin nun seit etwas über einem Jahr in besagter Vollzeitstelle und bin einfach nur dreivierteltot. Ich habe quasi kein Leben mehr. Es liegt weder am Chef/den Kollegen (die sind super) noch an der Arbeit selbst (die ist interessant) noch an den Arbeitszeiten (8-Stunden-Tag). Es liegt an mir. :°( Mich schlaucht es dermaßen, jeden Tag um 6 Uhr aufzustehen und erst gegen 17 Uhr heimzukommen, das geht auf keine Kuhhaut. Es sieht so aus, dass ich um acht Uhr abends im Bett liege, weil ich nicht mehr kann und anderenfalls am nächsten Morgen nicht hochkomme. (Positiv ist, dass sich die Schlafprobleme weitgehend gegessen haben... ich bin einfach so kaputt, dass ich dann auch schlafe.) Fast jeden Tag weine ich auf der Heimfahrt oder unter der Dusche weil ich das Gefühl habe, nicht mehr zu leben. Ich mache ja unter der Woche nichts mehr außer schlafen, Arbeitsweg, Arbeit, essen, duschen. Es funktioniert auch nicht, sich nach der Arbeit noch was vorzunehmen. Habe ich mehrfach ausprobiert, geht nicht, musste mich am nächsten Tag dann krankmelden... ich habe sowieso fast jeden Tag Spannungskopfschmerzen aufgrund der Überforderung. Die fangen so gegen 15 Uhr an und setzen sich fort, bis ich schlafe. Dementsprechend bin ich dann auch patzig und weinerlich. Während der Arbeitszeit kann ich mich gerade so zusammenreißen und die Fassade wahren, was meine ganze Kraft erfordert. Aber danach breche ich quasi zusammen und muss nach Hause. Daheim angekommen, gehe ich duschen, füttere meine Tiere, liege total erschossen bis ca 20 Uhr vor dem TV oder Pc und gehe dann ins Bett. Ich habe nicht einmal mehr die Energie für Telefonate mit Freunden.

Samstags verlasse ich das Bett oft gar nicht vor dem späten Nachmittag, weil mein Nachholbedarf an Schlaf und Ruhe einfach extrem ist. Nur sonntags oder im Urlaub ist noch so etwas wie Leben möglich.

Und das soll jetzt noch 30 Jahre so weitergehen? Ich könnte heulen, wenn ich daran denke... ich habe einfach kein Leben mehr, es gibt nur noch die Arbeit, das frisst meine ganzen Ressourcen auf. Kontakte zu Freunden verlaufen im Sand, weil ich ja keine Zeit mehr habe um Freundschaften zu pflegen. Meinen Haushalt schaffe ich kaum, fühle mich also auch noch in der Wohnung unwohl weil ich es eigentlich ordentlich und sauber mag, aber kräftemäßig nur das Allernötigste schaffe. Oft kommt meine Mutter und putzt meine Wohnung, weil ich es einfach nicht schaffe. (Für eine Putzfrau habe ich nicht genug Geld.)

Ich sehe kein Land mehr und keinen Ausweg. Oft denke ich daran, dass es schön wäre, einfach nicht mehr da zu sein. Das nächste Mal nennenswerte Freizeit habe ich, wenn ich 67+ bin - und dann bin ich alt und mein Leben ist quasi gelaufen. Das kann es doch nicht sein... das alles ist der blanke Horror für mich... und es gibt keinen Ausweg. Teilzeit geht an meiner jetzigen Stelle nicht, brauche ich gar nicht ansprechen. Es käme auch (noch) nicht genug netto rein, dass ich mit 25% weniger auskäme, bin ja noch mehr oder weniger Berufsanfängerin. Womöglich in ein paar Jahren, aber wie gesagt - Teilzeit geht bei uns nicht...

Im Freundeskreis ernte ich für diese Probleme keinerlei Verständnis. Heute scheint es selbstverständlich zu sein, sogar mit einer Doppelbelastung (Vollzeitstelle plus Kinder und Haushalt) ohne weiteres zurechtzukommen. So ist es bei vielen meiner Freunde - die gehen Vollzeit, jonglieren so nebenbei noch ein Kind und den Haushalt UND gehen noch Freizeitaktivitäten nach... für mich undenkbar. Das ist mit ein Grund, weswegen ich keine Kinder will, ich würde das kräftemäßig gar nicht schaffen. Selbst eine feste Beziehung kommt für mich neben der Arbeit nicht infrage - ich kann quasi keine gemeinsame Zeit anbieten und will außerhalb der Arbeit nur noch alleine sein und meine Ruhe haben, bloß nicht reden müssen, bloß nicht irgendwie noch auf jmd eingehen müssen, das ist mir alles zu viel... Und im Freundeskreis arbeiten viele nicht 40 Stunden/Woche, sondern 50 bis 60 Stunden und kommen damit klar. Für die war es anfangs schwierig, nach ein paar Monaten hatten sie sich dran gewöhnt und wuppen nun alles...

Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Was stimmt nicht mit mir? Mir kommt es so vor als sei ich für das Leben nicht geschaffen. Ich fühle mich, als würde ich um mein Leben betrogen um meinen Lebensunterhalt sichern zu können, alles zieht an mir vorbei ohne dass ich daran teilhaben kann. Und vor allem, wie könnte eine Lösung aussehen (gibt es überhaupt eine?) In ganz dunklen Stunden denke ich drüber nach, einfach zu kündigen und ALG 1 zu beantragen, um wenigstens ein paar Monate Ruhe zu haben nur damit ist das Problem ja auch nicht vom Tisch. Die Arbeitsagentur würde mich ja so schnell wie möglich wieder vermitteln wollen und zwar wieder in eine Vollzeitstelle... :-( Es gibt bei mir auch keinen medizinischen Grund, aus dem ich nur Teilzeit arbeiten könnte... es ist einfach diese fehlende Belastbarkeit, die aber keine medizinischen Ursachen hat und somit auch nicht als Grund, Vollzeit abzulehnen, akzeptiert würde.

Geht/ging es jemandem ähnlich?

Antworten
P5fiff1erlixng


Wenn du keine Vollzeitstelle annehmen möchtest, ist die Lösung verhältnismäßig einfach: such nach einer Teilzeitstelle. Würdest du mit einer solchen über die Runden kommen? Man braucht nicht unbedingt einen medizinischen Grund, um nur Teilzeit zu arbeiten.

__Katnixss_


Wie gesagt... derzeit noch nicht, in einigen Jahren sähe das wohl anders aus. Dann dürfte mein Einkommen so weit gestiegen sein, dass ich mit einem Teilzeitlohn auskäme... ich würde mich dann lieber finanziell einschränken, als so weiterzumachen wie jetzt. Nur müsste ich dann zwangsläufig die Arbeitsstelle wechseln, da Teilzeit bei uns nicht geht, und Teilzeitstellen sind in meiner Branche generell rar gesät :-( Für gewöhnlich werden da meines Wissens Frauen mit Kindern bevorzugt eingestellt, was ja auch verständlich ist... Ich weiß auch nicht, inwiefern ich dem Arbeitsamt gegenüber drauf bestehen kann, nur noch Teilzeit machen zu wollen, falls ich da dann nicht zeitnah was finde... Ohne entsprechende Gründe gilt ja jede Arbeit als zumutbar.

cqriec=harxlie


Hi Du,

auch, wnen hier nun alle stöhnen,....

aber bist Du mal auf ADS getestet worden?

Das hört sich richtig klassisch an, dieses nicht aufraffen können, Zeit verlieren, die Unsicherheit mit anderen Leuten... ständige Disonanz mit der Umwelt, Krieg mit Struktur...

zudem haben viele ADSler Melatonin-Mangel, d.h. zu wenig Schlafhormon, sie werden einfach nicht müde, wenn es dunkel wird.

Ich selbst habe es ähnlich erlebt wie Du, auch hinsichtlich Studium bzw. allgemein Bildungsweg....

und bin nun heilfroh, dass ich nur 10 Stunden die Woche arbeite ...

aber nun war ich an einem Punkt gekommen, wo ich mir selbst dermaßen im Weg stand, dass ich mich auf ADS habe testen lassen.. ... ich habe genau gemerkt, dass da was nicht stimmt, es wa reinfach nicht mehr über verplant, strukturlos und Tagträumerei zu erklären...

und siehe da... nun als Erwachsener habe ich es ansatzweise im Griff, als Kind war es aber sehr ausgeprägt. Ich hae Strategien entwickelt, das Leben ist fürm ich aber ungleich mühsamer als für andere.

Seit zwei Wochen nun nehme ich Medikamente und mache Verhaltenstherapie und bin zuversichtlich.

Bei Kindern im Freundeskreis haben die Medis oft die Schullaufbahn gerettet.

Guck mal rein in das Forum vn ADHS-Chaoten...

da wird dir vieles bekannt vorkommen.

cPriec2harlixe


Das Melatonin bekommt man über Versandapotheken, bei 3 mg fängt bei mir die Wirkung langsam an, ich brauche 6 mg bzw. 10 retardiert....

wenn man das zwei Wochen macht, hat man einen guten Schlafrhythmus und kommt eine Zeit wieder ohne aus.

_wKa&tn6iss_


Hallo Charlie, ja, ich war tatsächlich ein ADHS-Kind! Mit sehr ausgeprägter Symptomatik (Probleme in der Schule, konnte nicht stillsitzen, war aggressiv)... allerdings haben sich diese Symptome mit der Pubertät verabschiedet, wohingegen die Schlafprobleme und Strukturprobleme blieben...Und das müde-werden-wenn-es-dunkel-wird, klappt bei mir auch nicht. Ich meine, jetzt momentan schon, aufgrund tiefer Erschöpfung halt... aber kaum habe ich zB mal Urlaub, dreht sich mein Schlafrhythmus innerhalb weniger Tage und ich bin dann wieder die ganze Nacht wach und schlafe tagsüber. Neben dem ADHS (von dem ich bis eben dachte, das hätte sich erledigt) besteht bei mir der Verdacht auf Asperger und/oder eine schizoide Störung. Da eben enormes Rückzugsbedürfnis, wenig bis kein Bedürfnis nach sozialen Kontakten/Partnerschaft, Umgang mit Menschen laugt mich sehr aus, lebe viel in Traumwelten. Dem wurde nur nie weiter nachgegangen, weil meine Therapeuten in einem "Etikett" keinen Sinn sehen und laut ihnen ein Großteil der Patienten sowieso nicht klar zu diagnostizieren sind und/oder sich eben in den Grenzwerten einer normgemäßen Persönlichkeit noch bewegen (Stichwort: Gauß'sche Verteilung).

Melatonin habe ich noch nie getestet. Gleich mal auf medpex gucken. Was für Medikamente nimmst du sonst noch... ? Ich habe, wie geschrieben, täglich nur das Atosil. Ich war auch schon auf fast alle gängigen Antidepressiva eingestellt, das hat aber durch die Bank weg überhaupt nichts gebracht...

Wie finanzierst du denn deinen Lebensunterhalt...? Mit zehn Wochenstunden stelle ich mir das schwierig vor, obgleich so viel Freizeit natürlich ein Traum ist...

rDacheegngel6x5


notfalls würde eine reha dir vielleicht ganz gut tun? oder auf jeden fall eine therapie. medikamente für adhs wirst du ja vielleicht auch verschrieben bekommen und die kannst du ausprobieren. vielleicht geht es dir ja mit der richtigen medi-einstellung und einer guten therapie bald besser. :)^ ansonsten sehe ich für dich auch nur eine teilzeitarbeit, aber erst mal würde ich alles andere in betracht ziehen und mich auch noch mal richtig durchchecken lassen vom doc :-)

A}ntUigone


zudem haben viele ADSler Melatonin-Mangel, d.h. zu wenig Schlafhormon, sie werden einfach nicht müde, wenn es dunkel wird.

(criecharlie)

Das finde ich interessant.

Ich bin seit der Pubertät ein Abend- und Nachtmensch und werde erst ab 17 Uhr munter. Allerdings nicht, wenn ich an einigen Tagen schon um 5:30 Uhr aufstehen muss - dann bin ich abends nur noch platt, kann aber um 22 Uhr auch noch nicht einschlafen.

Eine Zeitlang hatte ich mal 5-HTP (der Körper macht daraus vor allem Serotonin) ausprobiert, was auch geholfen hat, tagüber fitter zu sein. Nur wusste ich einiges Zeit nach dem Probeabsetzen nicht mehr, bei welchem Anbieter ich das bestellt hatte und ein Folgepräparat wirkte nicht mehr so gut.

Auch ein Versuch mit L-Tryptophan zwei Stunden vor dem Schlafengehen brachte nichts.

Für mich wäre ein Job ideal, wo ich nicht vor 10 Uhr anfangen müsste zu arbeiten. ":/

_fKatnHi[ss_


In Therapie war ich schon sehr oft... nur jetzt frage ich mich, ob es eventuell einfach die falschen Therapie-Ansätze waren... ":/ Es wurde nämlich nie dem ADHS weiter nachgegangen, sondern eben nur andere Dinge diagnostiziert/vermutet...

c8riecaha;rlie


Also ich kann Dir ja nur aus meiner Erfahrung berichten, die sich ehrlich aber mit den meisten deckt, die ich kenne....

das ADS ist ja so ein Ding, entweder gibt es das ja gar nicht :=o

oder man sucht und findet nur Symptome, die man zwar behandelt, die in Wirklichkeit aber Folge eben der Disonanz mit der Umwelt sind.

Nach meiner Erfahrung ist es aber meist tatsächlich das ADS, drei 'Dinge sollte man gleichzeitig machen.... Verhaltenstherapie, oft Psychotherapie und natürlich Medikamente, zumindest iene Zeit lang.

Bei Erwachsenen sagt man oft, dass die Therapien nicht mehr viel bringen, alsao geht es oft eben in die Medis. Aber mit den Medis wiird man für die Therapien meist auch wieder offen, zumindest,was ich so beobachte.

ADS verliert man übrigens nicht, man schafft es nur, damit umzugehen, vor allem, wenn man halt nicht auf den Kopf gefallen ist. Man kompensiert, aber das kompensieren verschleiert es halt. Du mußt zu einem Psychologen gehen, der auf ADS für Erwachsene spezialisiert ist, am besten mit den alten Unterlagen aus der Kindheit. Der hilft Dir bestimmt!!

Ich habe auch kindliches ADS gehabt, allerdings unerkannt, und das mit einer Traumatisierung (Alkoholikerkind) hat bei mir auch zu einer schizoiden Persönlichkeit geführt. Asperger habe ich gucken lassen (da mein Sohn einer ist), das trifft aber nicht zu.

Übrigens habe ich bei meinem Sohn, der ein Asperger ist und leichtes ADS hat, gesehn, dass ihm der Asperger im Alltag gar nicht so viele Probleme bereitet hat, das war tatsächlich hauptsächlich das ADS, leichte Form (!), seitdem er da Medis nimmt, ist alles gut. .... das Asperger hört sich "schlimmer" an, aber das ADS ist einschneidender für den Alltag. Zumidnest bei den Leuten, die ich kenne. Klar gibt es aber auch sehr schwere Formen von Asperger, aber das trifft hier ja wohl bei Dir nicht zu.

Es wurde nämlich nie dem ADHS weiter nachgegangen, sondern eben nur andere Dinge diagnostiziert/vermutet...

Typisch.

Dann wäre jetzt ja mal Zeit :-D

Die Kombi Melatonin/Ritalin hat bei mir und bei Sohni übrigens wirklich durchschlagende Erfolge gehabt, alles andere wurde überflüssig.

Weil man halt nachts schlafen und sich tagsüber focussieren konnte, ohne, dass einem der Kopf vor Anstrengung geraucht hat.

cHriechzarlixe


Ich bekam damals in der Psychiatrie eine Studie in die Hand gedrückt, damit die Krankenkasse das Melatonin übernimmt (hat sie nicht, Privat halt....) ...in der hieß es eindeutig, dass

das Melatonin bei ADS durchschlagende Erfolge hat. Wenn man nicht einschlafen kann, dreht sich in kurzer Zeit der Schlafrhythmus so um, dass er mit einem normalen Tagesablauf nicht kompatibel ist!!

Ich kenne das aus Kindertagen, erlebe das heute noch so und mein Sohn war schon als 2jähriger bis 3 Uhr nachts glockenwach (gott sei Dank immer gut drauf).

....

bei ihm hat diesbezüglich auch keine Therapie was gebracht, erst die paar mg Melatonin am Abend. Klappt übrigens nur, wenn es dunkel ist, es ist kein Schlafmittel im klassischen Sinne.

cyri)echa[rlixe


.....dadurch, dass ich durch mehrer Schulen, Unis etc. geflogen bin, war ich so spät fertig, dass mein Mann schon lagne die Familie ernährt hat. Insofern muß ich das nicht stemmen, ich glaube, ich könnte das auch nicht.

cqrieEchar[lie


, wenig bis kein Bedürfnis nach sozialen Kontakten/Partnerschaft, Umgang mit Menschen laugt mich sehr aus, lebe viel in Traumwelten. Dem wurde nur nie weiter nachgegangen, weil meine Therapeuten in einem "Etikett" keinen Sinn sehen und laut ihnen ein Großteil der Patienten sowieso nicht klar zu diagnostizieren sind

Klassiker. Und Deine Therapeuten sind komisch :=o

Normalerweise zählt der Leidensdruck, das Etikett ist natürlich sinnlos, aber der Leidensdruck muß gemildert werden.

Egal, wie das Kind nun heißt, abe rman bruacht einen Namen (schon alleien für die Krankenkasse). Ich schreibe übrigens seit meiner Kindheit an einem Buch, Stichwort Traumwelten...

mittlerweiel habe ich es in einer App im handy, um einfach mal flüchten zu können, wenn mir danach ist.

_HKatni8ss_


Bisher ist es halt mit keiner Maßnahme gelungen, den Leidensdruck zu vermindern :/ Ehrlich gesagt glaube ich dass meine Therapeuten auch ratlos sind. Das ging schon damit los, dass ich auf Antidepressiva null anspreche. Die zeigen einfach gar keine Wirkung, höchstens Nebenwirkungen, bei den meisten Präparaten war es aber so als würde ich Smarties schlucken. Die Ärzte beharrten aber immer weiter auf diesen blöden SSRI und konnten irgendwie nicht glauben dass das null änderte...

Und das Einzige, was ihnen derzeit zur fehlenden Belastbarkeit einfällt, ist eine Erhöhung von Atosil am Abend und eventuell der Wechsel auf ein anderes Neuroleptikum wie etwa Seroquel. Ich stehe dem eher ablehnend gegenüber - Atosil hat fast keine Wirkung bei mir, sogar Benzos nur sehr hochdosiert, was sollte da mit Seroquel groß anders sein... ?

Das Einzige was sozusagen diagnostiziert ist (und wahrscheinlich so an die KK weitergegeben wurde): Depressionen (konnte ich zum Zeitpunkt der Diagnose nicht bestätigen, inzwischen trifft das wahrscheinlich schon zu, siehe Eingangsbeitrag) und eine generalisierte Angststörung (trifft zwar zu, das ist aber im Großen und Ganzen so schwammig, dass dies auch Ausdruck von ADHS sein könnte...)

Dass ich ein ADHS-Kind war, hatte ich zwar immer erwähnt, aber das schien für die Gegenwart irgendwie nicht so zu interessieren...

_!KGatnJisxs_


Ah und ich war als Kind auch Minimum bis drei Uhr nachts glockenhell wach... mit Fahrrad durch die Wohnung gedüst... oft habe ich meine Eltern sogar die ganze Nacht wach gehalten %-|

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