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Männer = Kopfmenschen, Frauen = Bauchmenschen?

wniea]uch7immexr


damiana

Hab ich doch im Grunde auch nicht anders gesagt. Allerdings hat die Intelligenz nie etwas mit der Größe zutun, sondern der Anzahl der Vernetzungen und die bilden sich im Laufe des Lebens (viel in der Pubertät). Man hat ja mittlerweile auch festgestellt, dass alte Leute, die ihr Gehirn noch viel trainieren, nicht so leicht Altersdemenz oder Alzheimer bekommen. Es bleibt also unklar, wieviel Anteil an dem Unterschied das Angeborene macht und wieviel das unterschiedliche Training.

Wenn ich mich viel mit Menschen beschäftige, dann komm ich mit der linken Hälfte, dem analytisch, logischem Denken, nicht weit. Also muss ich die rechte Hälfte mehr trainieren. In der Regel haben ja meist Frauen soziale Berufe und erfüllen die Aufgaben, wo es darum geht, sich um andere Menschen zu kümmern. Jetzt kommt die Frage mit dem Huhn und dem Ei.

Sind Frauen mehr auf Zwischenmenschliches fixiert, weil sie die Gehirnhälften besser verknüpfen können, von Natur aus. Oder verknüpfen sie im Laufe ihre Lebens die Gehirnhälften einfach besser, weil sie sich mehr mit Menschen beschäftigen und daher mehr Verknüpfungen gebildet werden?

Vielleicht spielt auch beides eine Rolle. Dann wäre aber die Frage: Wie groß ist noch der Unterschied, wenn Männer sich genauso viel mit Menschen beschäftigen, also gelich viel in der Hinsicht erlernen, oder auch im Vergleich zu einer Frau, die sich der analytischen Mathematik verschrieben hat. Wie ist es um ihre soziale Kompetenz bestellt, gegenüber einem Mann, der sich viel mit Menschen beschäftigt.

Menschen sind enorm lernfähig, womit sich das "Männer sind so und Frauen sind anders" schnell relativieren kann. Das ist auch gut so, denn es macht flexibel und Flexibilität ist für die evolutionäre Anpassung von sehr großem Vorteil.

Mal ein absurdes Beispiel: Man stelle sich vor, alle Frauen werden von einem Virus befallen, der ihre soziale, für die Gesellschaft notwendige, Kompetenz zerstört. Ich denke, in nur wenigen Generationen wären die Männer so weit, dass sie das ohne weiteres übernehmen könnten. Menschen sind ja grundsätzlich keine Spezialisten, sondern Allrounder. Das hat eben den Vorteil, dass man sich schnell umanpassen kann.

Von daher finde ich diese Diskussion um Unterschiede zwischen Mann und Frau manchmal mühsam. Je mehr man darüber redet und Ergebnisse festhält, um so mehr manifestiert sich auch in den Köpfen, dass es so ist wie es ist. Ich bevorzuge eher den Gedanken der Flexibilität und Wandlungsfähigkeit. Es ist momentan so, wie es ist, aber jederzeit befähigt, sich in einem vorgegebenem Rahmen zu ändern. Wenn man mal sieht zu was manche Menschen so fähig sind, einfach nur, weil sie es wollen und entsprechend trainieren, ist diser Rahmen m.E. recht weit.

wWieau%chixmmezr


Sister.su

Da hätten wir auch noch das Asperger-Syndrom, zeichnet sich auch durch eine auffällige soziale Inkompetenz aus.

dfami{anxa


wieauchimmer, für mich stellt sich diese frage nach den unterschieden (unter anderem) aus gründen der angemessenen betreuung von kindern, der schulischen förderung, der therapie von behinderten und letztlich auch der von krankheiten. wenn bestimmte unterschiede naturgemäß gegeben sind, dann sollten sie berücksichtigt werden, wenn es um diese fragen geht. lässt man nämlich menschen unabhängig von ihren unterschieden dieselbe behandlung angedeihen, dann schöpft man potentiale nicht maximal aus und handelt damit ungerecht. der gleichbehandlungssatz heisst: gleiches soll gleich und ungleiches ungleich behandelt werden. lässt man frauen behandlungen angedeihen, die auf männer zu geschnitten sind, dann wird man ihren spezifischen bedürfnissen nicht gerecht und umgekehrt gilt dasselbe. was die frage nach "anerzogen" oder "angeboren" betrifft, müsste man mal nachsehen, ob es entsprechende neurologische untersuchungen beispielsweise an menschenaffen gibt.

w9ieGauxchimMmer


damiana

Es kann aber auch nicht darum gehen, die Unterschiede zu pauschalisieren. Damit wird man nämlich dem Mädchen, was unbedingt Mathematikerin werden will und dem Jungen, der gerne Erzieher werden will, nicht gerecht. Die individuellen Unterchiede sind nämlich viel größer, als die geschlechtsspeziefischen.

Den Satz: "Das ist nichts für Mädchen" hab ich in meinem Leben, weil ich einige "typisch" männliche Interessen hatte, einfach zu oft gehört und wie ich mich immer doppelt beweisen mußte, dass ich das, trotz Mädchen, auch kann und Jungs wirds da umgekehrt auch nicht besser gehen. Ich habe also gute Gründe, wieso ich mehr auf Flexibilität poche, als auf Manifestierung von Unterschieden.

LUiza6x6


ich hab folgendes dazu gelesen...

... Männer werden oft etwas stärker duch die Erziehung durch die Mutter beeinflusst. Diese ist oft überaus fürsorglich und kann dazu fürhren, dass der Junge das Ausleben von Gefühlen als zuviel, zu eng, aufdringlich, zu weiblich und irgendwie negativ erlebt.

Daher versucht er ihnen später häufig auszuweichen und sie zu verleugnen.

Und wenn er z.B. Zährtlichkeiten und Liebesbezeugungen als negativ empfindet, dann wird er seine Partnerin damit auch verschonen.

Frauen sind dagegen gewohnt der Liebe und Anerkennung ihrer Väter hinterherzurennen. Das gleiche tun sie dann später bei Partnern, die so gestrickt sind, wie oben beschrieben.

Hab versucht es mit eigenen Worten verständlich zu erklären, weiss aber nicht ob mir da gelungen ist :-)

Ich jedenfalls fand das einleuchtend, wenn auch nicht allgemein gültig.

RRegFi!na6x7


Sister Su

die Bemerkung mit dem Authisten war auch gar nicht ernst gemeint ;-)

Das sind meist ganz leibe Menschen :-)

Gruss,

w{iea>uchimxmer


Liza66

Doch, ist dir gelungen. Von der These hab ich auch mal gehört und ich hab sie gleich wiedererkannt ;-)

Ich denke mal, da spielen ganz viele Faktoren eine Rolle. Intuition hat ja auch mit dem "lesen und interpretieren" können von nonverbalen Äußerungen zutun. Wieso hat man gegenüber einem Menschen, der total nett ist, trotzdem oft ein negatives Bauchgefühl, was sich auch später bewahrheitet? (Hatte ich zuletzt bei einem Bewerbungsgespräch und beim Praktikum stellte sich dann raus, dass der Chef tatsächlich diese negativen Seiten hatte, die ich beim ersten Gespräch nur erahnen konnte, weil er sich ja super nett und locker gab)

Man bemerkt einfach unbewußt, dass die Mimik und Körperhaltung, oder Stimmführung und Betonung etwas anderes preisgibt, als das, was in der direkten Kommunikation rüber kommt.

Jetzt hab ich mal gelesen, dass Männer ohne weiteres und genauso gut wie Frauen die Mimik von anderen Männern "verstehen" können, aber bei der Mimik von Frauen schneiden sie schlechter ab, als umgekehrt Frauen bei der Mimik von Männern. Frauen können es in beiden Fällen gleich gut.

Jetzt kann man mutmaßen, woran das liegt: Ist es für Männer einfach wichtig, ihre Rivalen richtig einschätzen zu können, aber gegenüber Frauen ist das irgendwie nicht nötig, weil sie keine Gefahr darstellen, während es für Frauen aber aus irgendwelchen Gründen nötig ist, beide Geschlechter richtig einschätzen zu können?

Lsizax66


@wieauchimmer

...hört sich plausibel an. Ich glaube auch an die Intuition... allerdings klappt es bei mir meist nur bei Frauen. Männer sind für mich oft schwer zu durchschauen... warum weiss ich auch nicht.

Ist mir schon oft passiert, dass einer mich z.B. interessant fand und ich hab es noch nicht mal gemerkt. :-)

Bei Frauen dagegen kann ich mich oft in die Gefühle reindenken...

IrsabMellxl


@ Anselmo_G

Ich weiß nicht, ob sich das wirklich so eindeutig

am Geschlecht festmachen lässt. Eher würde

ich behaupten, wer frühzeitig gelernt hat, seinen

Gefühlen zu misstrauen, tendiert mehr zum

"Kopfmenschen".

Wer gelernt hat, seinem Verstand zu misstrauen,

wird sich hingegen eher zum "Bauchmenschen"

entwickeln.

Ich stimme Dir mal wieder zu, ich wollte es ja auch eigentlich gar nicht so am Geschlecht festmachen, es ist halt nur auffallend, dass es meistens eben solch eine Zuordnung ist….

@Sister.su

Es sind auch besondere Momente, nicht beim Zähne putzen mit dem Mund voller Zahnpasta, sondern Momente in denen die Gefühle einfach total stark sind und man es dem Partner mitteilen muss!

Genau das meine ich ja! Es ist ja so, dass mein Bekannter sagt, er würde nichts erwidern auch wenn er es noch so sehr wollte, weil er meint, dass meine Freundin es "ja erwarten würde" – und das finde ich eben blöd….verstehst Du?

Zur gesamten Situation:

Ich habe meine Überschrift glaube ich etwas unglücklich gewählt. Ich wollte gar nicht so sehr auf den "Unterschied zwischen Mann und Frau hinaus", sondern eher auf die Aussage meines Bekannten, also das was ich eben bei Sister.su nochmal gesagt habe. Er ließ sich absolut nicht davon abbringen, dass es sein Prinzip sei, Erwartungen in dieser HInsicht NICHT zu erfüllen - so richtig stur!!! Ich weiß, dass meine Freundin darunter leidet, denn wie Sister.su schon sagt ist es auch bei den Beiden so, dass sie es sich nicht "beim Zähneputzen" sagen, sondern nur in wirklich intimer Atmospäre, wenn es "einfach so rauspurzelt" aus einem. Und sie merkt genau, dass er es eigentlich sagen will - aber es kommt nichts.....so habe ich sie zumindest verstanden. Sie plaudert nicht unbedingt aus dem Nähkästchen normalerweise, von daher weiß ich, dass es sie schon stark belasten muß. Sie weiß, dass er sie sehr lieb hat - aber seine Zurückhaltung in dieser Beziehung stört sie gewaltig. Ich weiß jetzt nicht, ob ich es so richtig nachvollziehen kann (ich habe ja solche Probleme zur Zeit zum Glück nicht -mehr- ;-)).....

LG

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