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Escitalopram als letzte möglichkeit ?

iyc720x0 hat die Diskussion gestartet


Hallo in's Forum.

Ich bin 29Jahre alt und hab so manche Probleme die andere hoffentlich nie haben werden.

Zu meiner Vorgeschichte,

Alles fing mit einem schlag einen Tag vor Silvester vor 3 Jahren an,

Wir hatten für Silvester vorbereitet, und saßen in einer gemütlichen runde um den Tisch als ich schlagartig spürte dass irgendwas nicht stimmt.

Mir flimmerten die Augen und ich merkte dass ich alles hören konnte wie wenn es 10meter entfernt wäre.

Ich bekam angst und stand auf und rannte nach draußen, die anderen im Raum bemerkten scheinbar nichts von meiner Situation.

An der frischen luft ging es mir ein wenig besser so dass ich meine Partnerin aufforderte dass wir nach hause gehen.

Ich legte mich zuhause hin und merkte dass ich wieder so ein gefühl bekomme als würde ich gleich Ohnmächtig.

Am 31.12 morgens rief ich sofort beim ärtzlichen Notdienst an und bat um einen Termin, den ich glücklicherweise auch bekam.

15Uhr am Nachmittag saß ich im Wartezimmer des Arztes und durfte erstmal 1,5std wartezeit in Kauf nehmen, mit dem hinergrund dass es mir nach wie vor immerwieder schwummerig wurde und ich Angst hatte das bewusstsein zu verlieren.

Als der Arzt sich meine beschwerden anhörte, hat er mir den Blutdruck gemessen, dieser war enorm tief, was der Arzt aber begründete mit einem niedrigen Blutdruck leben sie länger. Er verabschiedete sich und begleitete mich an die Tür, und ich ging.

Am 2.1. rief ich morgens bei meinem Hausarzt an, auch dort wurde ich durchgecheckt "Blutbild, Urinprobe, " Blutdruckmessen ect. Als die Blutwerte ein paar tage Später da waren kam auch dort nix auffälliges heraus. Ich wurde Krankgeschrieben und er meinte es könne eine Grippe sein die nicht richtig raus kommt. Nach 14 Tagen ging ich aber trotzdem wieder zum Arzt weil meine beschwerden nicht besser wurden, mein Hausarzt sah sich alle werte und befunde noch einmal an , und wieder sagte er zu mir er könne nichts finden. Mittlerweile wurde diese benommenheit wieder etwas besser, jedoch bekam ich nun heftige schmerzen im Hals Nackenbereich und den Schultern, also wieder zum Arzt ..... Ich wurde zum Orthopäden geschickt , der machte ein Röntgenbild und fand "nichts" . Nun ging ich fast schon täglich zum Hausarzt weil ich die ursache für meine Probleme finden wollte, jedoch kam dann was ich nicht gedacht hätte mein HA überwies mich zur Psychiaterin. Aber auch damit hab ich keine Probleme, Termin bekam ich relativ schnell, und ging dort hin. Nach dem gespräch wusste ich was vorher schon klar war dass auch Sie nicht wüsste was los ist, ich soll doch mal eine Therapie machen denn sie meinte ich hätte zu viele Baustellen, ( Mein Vater war bis 2010 schwer Alkohol abhängig, seit ich 11Jahre alt war, dann kam heraus das meine Mutter auch an der Flasche hängt, seit 6 Jahren Stress auf der Arbeit, 2013 Starb dann meine Mutter an den folgen ihrer erkrankung ) nun habe ich meine Probleme schon 3 Jahre im Arm und werde sie nicht mehr los, auch die Verhaltens-Therapie die ich von Okt. 2013 bis März 2014 gemacht habe half nur mäßig. Seit März Letzten Jahres dümple ich nun so vor mich hin. Mal geht es mir besser mal weniger. Selbst den kontakt zu meinen Freunden meide ich mitterlweile so weit es geht weil es mich anstrengt wenn ich länger zuhören muss und mich auf mehrere Menschen konzentrieren soll. Auch z.b. währen der Autofahrt kann ich mich nichtmehr so konzentrieren wie ich es vorher gewohnt war.

Nun hat mir mein Hausarzt Escitalopram mitgegeben und meinte ich soll mal mit 5mg anfangen und mich dann melden wenn die Packung leer ist.

Mitlerweile habe ich nun wieder kontakt zu einer Psychotherapeutin aufgenommen und bereits einen ersten Termin gehabt. Auch Sie war sich nicht schlüssig wie ich weiter verfahren kann, sie sagte aber auch ich solle die Escitalopram einmal versuchen , denn Sie wäre sich sicher es würde mir helfen wieder etwas aktiver zu werden.

Wobei ich mich immer wieder frage wie aktiv ich noch werden soll, ich fahre gelegentlich 1x pro woch Rad und arbeite viel im Garten ( das lenkt mich etwas ab). Ich gehe täglich zur Arbeit auch wenns schwer fällt.

Meine aktuellen beschwerden sind "nur noch" : Kreislaufprobleme beim Aufstehen, oder wenn ich mich bücken muss und wieder aufstehe dreht sich kurz alles und ich habe das gefühl als würde mir der kopf platzen. Auch spühre ich meinen Puls am Hals und Kopf mehr als ich das vorher bemerkt hätte, auch sobald ich mich auf etwas konzentriere wie jetzt hier am Pc hab ich das gefühl als säße ich neben mir und bin total matschig im Kopf. Ich schwitze und fühle mich so richtig platt, und dann wieder total nervös, am liebsten würde ich allem davon laufen, was mir bisher nicht gelungen ist.

Nun die frage da ich ja bisher noch keine von den Escitalopram genommen habe, weil ich angst vor den Nebenwirkungen habe, und vor allem davor nichtmehr ohne diese Pillen leben zu können.

Soll ich es wagen mit 5mg zu starten ? Kann ich trotzdem weiter Arbeiten gehen ? Wie geht es dann vielleicht weiter. ???

Ich weis der Text wirkt etwas mühsehlig zu lesen, aber ich erhoffe mir eventuell einige Antworten oder fragen zu meinen Problemen.

Danke schon mal

Antworten
c(hnopxf


Soll ich es wagen mit 5mg zu starten ?

Ja. 5 mg ist eine sehr kleine Dosis.

Kann ich trotzdem weiter Arbeiten gehen ?

Weil du das Escitalopram nimmst? Natürlich. Wieso denn nicht?

weil ich angst vor den Nebenwirkungen habe, und vor allem davor nichtmehr ohne diese Pillen leben zu können.

Nebenwirkungen können immer auftreten, aber sie sind a) selten und b) kann man die Tabletten wieder absetzen, wenn die Nebenwirkungen schlimm sein sollten. Ausserdem treten bei diesen 5 mg. kaum schlimme Nebenwirkungen auf. Ich würde dir empfehlen, denn Absatz zu den Nebenwirkungen gar nicht erst zu lesen. Die Tabletten machen nicht abhängig, du wirst ohne sie leben können. Dazu setzt man solche Tabletten ja nicht von einem Tag auf den anderen ab, sondern nimmt immer ein bisschen weniger.

KVleine9Hexxe21


Wobei ich mich immer wieder frage wie aktiv ich noch werden soll, ich fahre gelegentlich 1x pro woch Rad und arbeite viel im Garten ( das lenkt mich etwas ab). Ich gehe täglich zur Arbeit auch wenns schwer fällt.

Damit meint sie, dass du aktiv Sport machen sollst. Wenn ich mir deine Beschwerden so durch lese, glaube auch ich, dass das durchaus erfolgversprechend sein würde und du wieder beschwerdefrei sein wirst.

Ab und an mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren und Gartenarbeit sind kein Sport. Das ist normale Bewegung, die eigentlich wirklich an der Tagesordnung sein sollten. Ich würde dir empfehlen, dich in einem Fitnesstudio anzumelden und dort 4mal die Woche ca. 2h gemischtes Traininig (Cardio und Kraft) zu machen.

Meine aktuellen beschwerden sind "nur noch" : Kreislaufprobleme beim Aufstehen, oder wenn ich mich bücken muss und wieder aufstehe dreht sich kurz alles und ich habe das gefühl als würde mir der kopf platzen. Auch spühre ich meinen Puls am Hals und Kopf mehr als ich das vorher bemerkt hätte, auch sobald ich mich auf etwas konzentriere wie jetzt hier am Pc hab ich das gefühl als säße ich neben mir und bin total matschig im Kopf. Ich schwitze und fühle mich so richtig platt, und dann wieder total nervös, am liebsten würde ich allem davon laufen, was mir bisher nicht gelungen ist.

Genau deshalb sollst du nämlich Sport machen. Die Kreislaufprobleme werden dadurch stabilisiert, dieser Drehschwindel, der auch vom Kreislauf kommt, wird verschwinden. Dass du das Gefühl hast, dir würde der Kopf platzen, kommt sicher auch zum Teil von der Halswirbelsäule. Auch das lässt sich nur durch regelmäßigen Sport beheben, da die Muskulatur in diesem Bereich zu schwach sein wird (sonst hätte der Orthopäde etwas gefunden). Auch dieser Matsch im Kopf und die Fluchtgefühle werden dann weg sein.

Glaub mir, ich hab Ähnliches hinter mir und das war wirklich das Einzige, was geholfen hat!

cShAnopxf


Im übrigen: Escitalopram ist nicht "die letzte Möglichkeit". Einerseits ist ja immer noch nicht ganz klar woher deine Beschwerden kommen und andererseits gibt es die verschiedensten Wirkstoffe und Dosierungen bei Antidepressiva, da gibt es noch etliche Möglichkeiten.

Das hier:

Kreislaufprobleme beim Aufstehen, oder wenn ich mich bücken muss und wieder aufstehe dreht sich kurz alles und ich habe das gefühl als würde mir der kopf platzen. Auch spühre ich meinen Puls am Hals und Kopf mehr als ich das vorher bemerkt hätte,

passt alles zu niedrigem Blutdruck. Hast du ein Blutdruck-Messegerät zuhause mit dem du ab und zu überprüfen kannst wie hoch er ist (immer zur gleichen Zeit, vor der Messung 10' sitzen, nicht reden/essen/bewegen während der Messung)?

i7c72?00


Hallo

@ chnopf ein Blutdruckmessgerät werde ich mir nun mal besorgen, dann zeigt sich ja was das sagt.

@ Kleine Hexe 21 Dann werde ich mich wohl mal um Sport bemühen müssen, auch wenns mir schwer fällt.

Aber von nix kommt nix.....

Danke schonmal

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