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Von Bps zur Magersucht?

<_3Flow-erpGoSwer<x3 hat die Diskussion gestartet


Hallo Zusammen,

Ich schreibe hier, weil ich mir sorgen um eine Schulfreundin mache. Seit Anfang Januar ist sie auf Diät und hat bis zum Mai sechs Kilo angenommen. Sie war nicht wirklich dick, vlt eine Tendenz zum kräftig sein, aber auch das kommt auf den Betrachter an.

Eigentlich hat sie schon im März die sechs Kilos abgenommen und seitdem schwankt sie immer etwas. Zwischenzeitlich hat sie aber aufgehört auf ihr Gewicht zu achten. Das positive ist: Sie hat nicht zugenommen.

Aber jetzt kommt das große ABER Sie achtet jetzt wieder mehr auf ihr Gewicht, das wäre nicht so schlimm wenn sie jetzt nicht alles hinterfragen würde, was sie isst.

Letztens fragte sie mich ob ein Rumpsteak mehr Kaloerien hätte als eine Packung Manner. Auch weiß ich, dass sie sich jeden Tag auf die Waage stellt und immer wenn sie auch nur 100g zu nimmt, ist ihre Laune im Keller bzw. sie hat einen Tiefpunkt. Das geht jetzt schon wieder einen Monat so. Sie findet sich selber auch zu dick. Sie lässt das Mittagsessen aus und Frühstücken tut sie nie (sie trinkt immer nur eine Schokoladenmilch).

Ist das noch normal? Oder mache ich mir einfach zuviel Sorgen?

Falls das noch relevant ist: Sie war letztes Jahr in Behandlung wegen BPS (sofern man schon von sowas reden kann mit 16 Jahren) und wurde erfolgreich aus der Klinik entlassen. Sie nahm auch Cipralexa und zwar die Höchstdosis (20mg). Ich habe Angst, dass sie von einer Sache zur anderen rutscht.

lg <3Flowerpower<3

Antworten
<23F_lowderpowxer<3


Um den Faden mal oben zu halten, in der Hoffnung doch noch eine Antwort zu bekommen @:)

s.chnec-ke:1985


a) Eine Magersucht ist aus der Ferne nicht diagnostizierbar. Prinzipiell stimme ich dir aber zu, dass zumindest einige Anzeichen einer Essstörung vorhanden sind.

b) Wer in dem Alter BPS diagnostiziert, kann nicht sonderlich professionell sein. Die Diagnose darf frühestens ab Anfang 20 gestellt werden, eben weil man sich vorher noch zu stark entwickelt und viele "Spielarten" möglich sind, ohne dass es sich zu einer BPS entwickelt.

c) Ohne jetzt fies sein zu wollen: Aber du kannst konkret nichts für sie tun, außer Dritte einzuweihen, z.B. Vertrauenslehrer, ihre Eltern. Der Wunsch zu helfen ist groß, riesig, aber falls eine Essstörung vorliegt ist die Sache für dich einfach nicht zu wuppen. Da muss professionelle Hilfe ran! Du kannst ihr natürlich zuhören, ihr Anbieten sie zu Beratungsstellen zu begleiten oder eben Dritte einweihen. Aber bitte mach dir klar, dass dort deine Möglichkeiten enden. Das sage ich dir, weil du dich auch selbst schützen musst, du alleine bist mit so einer Sache überfordert.

d) Komorbiditäten (also Begleiterkrankungen) kommen bei BPS fast immer vor (z.B. BPS + Depression / Magersucht / Drogensucht....). Sie kann zwar nicht mit BPS diagnostiziert werden, aber da sie vorher schon mal psychische Probleme hatte, stehen die Chancen leider gut, dass sich da was anbahnt. Aber wieder: Das herauszufinden ist nicht deine Aufgabe, sondern die von Eltern, Psychologen, Ärzten.

Alles Gute! :)*

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