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Harmlos psychopathisch

PvaulDasQA!lien hat die Diskussion gestartet


Zugegebenermaßen bin ich etwas hypochondrisch was meine Psyche betrifft, aber berechtigterweise. Ich war einmal kurz vor einer Psychose durch Paranoia. Das worum es mir hier aber geht ist etwas das damit in keinem Zusammenhang steht (glaube ich).

Ich habe ein paar Merkmale eines Psychopathen oder einer dissozialen Persönlichkeitsstörung. Ich kenn mich mit der Materie nicht aus. Erstens ist da meine sehr schwache Empathie. Ich fühle mit anderen nicht mit, selbst wenn es ihnen schlecht geht. Mir ist es nur unbehaglich wenn ich Leiden sehe, weil ich nicht weiß wie ich reagieren soll. Manchmal muss ich sogar ein leichtes Schmunzeln unterdrücken, wenn ich in den Nachrichten über irgendwelche Unglücke erfahre. Ich kann es nicht ernst nehmen. Oder z.B. als meine Oma gestorben ist war ich nicht traurig. Es ist aber nicht so dass ich mich unangemessen verhalten würde, feindselig wär oder man es mir anmerkt. Jedoch lässt sich eindeutig feststellen, dass ich sozial nicht besonders fähig bin. Ich wirke vielleicht leicht schüchtern, fühle mich aber nicht so. Ich bemühe mich Unterhaltungen zu führen und dabei hin und wieder witzig zu sein. Ich bin stets freundlich und höflich, aber auf der emotionalen Ebene scheine ich bei den anderen nichts bewirken zu können. Sie sind auch freundlich zu mir, aber da fehlt was, wenn ich vergleiche wie sie zu anderen sind. Ich habe ausgenommen von einer Person, die mich zu ihren Freunden zählt, keine sozialen Kontakte. Ich bin vielleicht auch einfach langweilig. Das hat aber womöglich dieselbe Ursache. Ich interessiere mich für nichts besonders, weil ich keine Emotionen mit Dingen oder Personen verknüpfte. Ich kann Menschen mögen, sie bewundern oder attraktiv finden, aber für mich ist es nicht so wichtig es hat keine besondere Bedeutung. Mir kann natürlich etwas wichtig sein, jedoch nicht emotional, mehr rational, z.B. möchte ich Unangenehmes vermeiden. Ich habe bei all dem trotzdem den Wunsch sowas wie Freunde zu haben. Einfach wegen dem Nicht-ausgeschlossen-Sein, der Bekämpfung von Langeweile oder dem Erfahrungsaustausch.

Langsam bin ich mir selber unheimlich. Ich habe auf Wikipedia über eine Form der Dissozialen Persönlichkeitsstörung gelesen, die schüchtern wirkende, unauffällige Personen haben können und bei Extremsituationen zu "überbordender" Gewalt führt. Könnte ich auch so jemand sein, frage ich mich jetzt halb-ernsthaft. Wissen kann ich es nicht.

Psychopathische Tendenzen sind gar nicht so selten und führen auch nicht immer zu Problemen. Für mich ist es allerdings schon ein Problem, weil ich das Gefühl habe nie dazugehören zu können. Ich bin anders. Ich fühle anders und denke anders. Es wäre für mich vielleicht das beste es mit einem Psycho-Dok zu bereden.

Was mich interessieren würde ist, ob es hier Leute gibt, die ähnliche Züge haben und wie sie damit umgehen. Ich freue mich über jede Antwort.

Antworten
s~chnecjke198x5


Huhu!

Also Selbstdiagnosen (gerade von Persönlichkeitsstörungen) sind immer eine extrem fragwürdige Sache. Zumal es noch genug andere Möglichkeiten für sowas gibt (Depression geht z.B. oft mit extremer Gefühlsarmut einher, Borderliner können zwischen heiß und kalt switchen, Autismus / Asperger käme auch in Frage...).

Wobei ich die generelle Fragestellung schon sehr interessant finde, gerade weil ich an mir auch das Potenzial zu vielen bösen Sachen (die ich natürlich nicht tue) spüre. Aber: Um zu erkennen, ob man in einem Bereich extreme Ausschläge hat, braucht es mindestens eine externe Person, welche die Sache neutral einschätzen kann (im Sinne von: wieviel Böses steckt in jedem von uns, wieviel ist "normal"?).

Was sicher ist: Psychopathen spüren zwar keine Emotionen, aber sie können sie extrem gut simulieren und bei den Mitmenschen Sympathien erzeugen. Sie nutzen ihre Gefühllosigkeit insofern aus, als dass sie ihr Umfeld gewissenlos manipulieren, keine Schuldgefühle kennen, aber nach außen meist ganz hervorragend als Normalo durchgehen. All diese Punkte sehe ich bei deiner Aufzählung nicht.

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