» »

Hochbegabt oder einfach nur Krank? Objektive Meinung gefragt...

sachwarEzeKatzxe96 hat die Diskussion gestartet


Guten 'Morgen',

Ich habe mich so eben hier angemeldet, weil ich gerne mal eine Meinung bzw Bewertung meiner Situation hätte. Ich entschuldige mich schon einmal, da dies wohl ein längerer Text werden wird...

Es geht um folgendes: Die Frage, ob bei mir eine gewisse 'Hochbegabung' bestehen könnte.

Ich bin 18, fast 19, Jahre alt. Ich komme darauf, weil ich aufgrund von verschiedener psychischer Probleme (Bulimie, ansatzweise Anorexie, Depressionen, Angststörung, Selbstverletzung...) nun schon einige Arzt-, Psychiater- und Therapeutengespräche hinter mir habe. Vor ca. 2 Jahren war ich bei meiner ersten Therapeutin aufgrund der Ängste und Depressionen, das war eine 'Notfalltherapeutin' und diese äußerte bereits in den ersten Gesprächen den Verdacht auf eine überdurchschnittliche Intelligenz. War mir damals ziemlich egal, ich hatte genug Probleme mit mir. Doch diese bestehen nach wie vor und entsteht immer wieder der Verdacht, dass 'Hochbegabung' einen erheblichen Teil dazu beitragen könnte. Ich habe nun letztens einen Artikel darüber gelesen und mir ein paar Gedanken gemacht.

Ich bin über 2 Monate zu früh geboren worden, hatte in meinen frühen Lebensjahren einige Krankenhausaufenthalte. Kam normal in den Kindergarten, jedoch wurden meine Eltern immer mal wieder von den Erzieherinnen darauf angesprochen, dass ich ja so 'verträumt' sei. Ich kann heute nicht sagen, was es damit auf sich hatte, ich war ein sehr ruhiges Kind, nie geschrien, wenig geschlafen, aber immer viel, ausdauernd und vor allem gerne mit sich selbst beschäftigt. Ich bin auch Einzelkind. Ich wollte schon als Kind oft bis mitten in die Nacht aufbleiben. Meine künstlerischen Leistungen wurden im Kindergarten oft gelobt, es kam vor, dass bei ausgehängten Bildern zu meinem gefragt wurde, ob das eine Erzieherin gemalt hätte. Dann kam folgende Situation: uns wurde eine Geschichte über einen Jungen der Drachen steigen lässt vorgelesen. Wir sollten diese Geschichte malen. Ich habe statt der Geschichte einen Drachen (das Fabeltier) gemalt. Oder wir sollten Mandalas ausmalen. Ich habe stattdessen Hunde und Katzen auf die Rückseite des Blattes gemalt und die Kinder am Tisch gefragt, wie ihre Namen geschrieben werden und dann alle auf mein Blatt geschrieben. Und so weiter. Aus all dem haben die Erzieher dann ein viel zu großes Drama gemacht, Gespräche mit meinen Eltern, ich sei so unkonzentriert, was stimmt denn da nicht, man solle einen Arzt aufsuchen. Ich musste das letzte Kindergartenjahr wiederholen. Der größte Fehler war dies, denn es wurde alles noch schlimmer, da ich mich nur noch mehr gelangweilt habe. Das alles kam durch Langeweile, ich weiß noch heute, dass ich mir bei der Geschichte mit dem Drachen dachte, wie langweilig es wäre dieses Viereck an der Schnur zu zeichnen, Drache ist Drache, ich mal einen schönen bunten Drachen!

Ich kam in die Grundschule. Alles lief gut, ich konnte sehr schnell Lesen und Schreiben. Meine Aufsätze waren immer die Klassenbesten, nur Mathe war und ist meine große Schwäche. Ich verstehe zwar alles sofort, aber kann es nicht umsetzen. Ich lerne Wochen vor der Arbeit, doch irgendwann kann ich nur noch Weinen, weil ich denke mein Gehirn platzt. Habe mittlerweile auch etliche Nachhilfelehrer hinter mir, aber es bringt nichts... naja, zurück in der Geschichte. Ich kam in der Grundschule in ein 'Begabtenförderungsprogramm' und konnte darüber nebenbei Italienisch lernen. Das war super, doch ich bekam schnell Langeweile, denn beim 5. Mal Schreiben 'Das ist Marina. Das ist Theo.' reichte es mir. Allgemein habe ich viele Hobbys angefangen, doch nie lange durchgezogen (Leichtathletik, Schwimmen, Reiten, Fußball, Tanzen, Turnen, Ballett, Batminton, Hockey, Gitarre, Flöte, 'Schreibwerkstadt'), das Einzige was bis heute geblieben ist, ist Kickboxen, Tennis und Theater.

Ich schloss die Grundschule mit einem Schnitt von 2,0 ab. Ich habe überall 1en geschrieben, aber mich nie gemeldet. Ich kam aufs Gymnasium, es folgte ein Leistungsabfall auf ca. 2,7. Ich war und bin nie die Beste in der Schule, daher fällt es mir auch schwer Hochbegabung in Betracht zu ziehen. Ich fühle mich eher 'dumm' als 'intelligent'.

Jedoch habe ich für die Schule auch nie etwas getan. Keine Hausaufgaben, kein Lernen. Nur manchmal, wenn ich Lust hatte, aber dann bis zur Perfektion. Zeigte sich dann auch im Ergebnis, aber es gab mir nicht den Anstoß dies immer zu tun. Mein Motto war immer 'mit dem geringstmöglichen Aufwand, so gut wie möglich' und es funktioniert. Denn wenn ich mich anstrenge und dann nicht das Bestmögliche erreiche, drehe ich durch. Wirklich. Zudem habe ich mittlerweile das Gefühl, dass ich mich in der Schule oft gelangweilt habe. Ich hasse Gruppenarbeiten, alle sitzen da, albern rum, fragen sich was sie machen sollen. Ich gucke auf die Aufgabe und habe Antworten im Kopf. Ich habe mir in der 9. Klassen im Unterricht nebenbei selbst kyrillisch beigebracht. Ich habe mit 10/11 Jahren alle Harry Potter Bände gelesen, die Bis(s) Reihen und 3 Jahre später nur noch Erwachsenen Romane und Krimis. In dem Bereich war ich den anderen immer etwas voraus. Mit 16 war mein Freundeskreis der der 18/19 Jährigen. Ich hatte und habe Freunde in meinem Alter, aber ich fühlte mich nie so richtig dazugehörig. Was mich stört, ist, dass ich unter allem immer nur die 'Schöne' bin, ich fühle mich so darauf beschränkt. Ich kriege für nichts anderes Komplimente. Meine Leistungen sind gut, aber scheinbar nicht Lobenswert! Es kotzt mich wirklich an, wie oft ich Komplimente für mein Aussehen bekomme, wahrscheinlich ziemlich dumm von mir, sich über so etwas zu beschweren. Aber ich möchte lieber mehr leisten können. Und da bin ich an dem Punkt, in dem etwas in meinem Kopf nicht stimmt, was, laut Therapeutin Nr.1 meine Depressionen zu begünstigen scheint. Ich kann nicht an EINE Sache denken. Das Ganze lässt sich wie eine Mind-Map erklären: Ich will an den Begriff in der Mitte denken, doch mein Gehirn klappert erst alle anderen Zweige drumherum ab. Ich muss über ALLES zu VIEL nachdenken. Ich muss alles in jede erdenkliche Richtung ausdiskutieren, wenn die Sache für jeden schon längst erledigt ist, denke ich noch 3 Tage darüber nach. Das nervt. Vor allem mich, aber auch andere. Deswegen erledige auch Aufgaben oft nicht, ich kann nicht ALLES dazu abarbeiten und die Hälfte reicht mir nicht, also mach ich lieber gar nichts. Wenn ich Filme gucke weiß ich nicht, was die Person grade gesagt hab, weil ich alles andere im Bild, Wetter, Personen im Hintergrund etc, analysiere. Mein Denken macht mich depressiv, ja. Ich weiß um all meine Fehler (bei Stress Selbstverletzung, Glück mit Kontrolle des Gewichts gleichsetzen, egoistisch sein), aber es geht trotzdem so weiter. Und dieses Wissen, aber nichts 'ändern' können lässt mich ziemlich verzweifeln. Ich wiederhole momentan die 11. Klasse aufgrund meiner Bulimie. Dies lässt mich nur noch dummer fühlen. Ich habe eine sehr unleserliche Schrift und mache oft Grammatik/Satzbaufehler, einfach weil ich auch in Klausuren nicht schnell genug bin meine ganzen Gedanken aufzuschreiben, bzw mein Gehirn schon weiter ist, als das was ich bisher geschrieben habe. Ansonsten läuft es ganz gut, außer dass ich immer unzufrieden bin.

Ich habe alles was man sich wünscht, gute Noten, scheinbar gutes Aussehen, eine tolle Familie, Freunde, einen Freund, ich spüre Liebe, ich habe Dinge, die mir Spaß bereiten. Aber mein GEHIRN macht mich krank. All meine psychischen Probleme, die mich nun schon seit 6 Jahren begleiten, dafür gibt es scheinbar keinen 'Auslöser', ich habe nie Schicksalsschläge oder Negatives in meinem Leben erfahren müssen. Also sollte ich die Möglichkeit, das ICH, bzw mein Gehirn, das Problem ist, in Betracht ziehen?

Wenn ich denke, bin ich unglücklich. Das habe ich auch schon herausgefunden. Ich habe zu viele Gefühle in mir, die ich außer über Selbstschädigung nicht rauslassen kann. Ich fühle mich von mir selbst nicht verstanden, wenn ich darüber reden soll, überflutet mich alles und ich kann an NICHTS mehr denken. Ich habe Träume, in denen ich den Wunsch nach Selbstmord äußere. Es sind Albträume, danach fühle ich mich sehr schlecht, ich habe keine Angst davor zu sterben, ich habe Angst davor, sterben zu WOLLEN. Denn ich will es NICHT. Doch irgendetwas in mir sehnt sich danach. Ich hatte letztens einen Zusammenbruch und als ich da, halb hyperventilierend, heulend, lag, war alles was ich denken konnte STERBEN. Natürlich habe ich Probleme mit meiner Essstörung und allem, aber ich dachte diese verdrängen GEFÜHLE, und nicht den Drang zu sterben... Das macht mir Angst, denn ich weiß nicht Warum. Ich will nicht sterben, aber in meinem Inneren scheint es sehr präsent. Ich bin glücklich, wenn ich auf der Bühne stehe, wenn ich mit meinem Freund bin, wenn ich Babykatzen kuschle... Ich fühle Glück, aber ICH mache mich unglücklich. Kann Hochbegabung ein Grund sein? Oder ist es viel wahrscheinlicher, dass mein Kopf einfach nur KRANK ist?

Ich hoffe, dass aus diesem vielleicht etwas verwirrten Text mein Problem deutlich wird...

Liebe Grüße und vielen Dank!

Antworten
sponyaxner


Hallo SchwarzeKatze,

Ob man deine Hochbegabung und deine psychischen Probleme als zusammenhängend betrachten kann, ist denke ich schwer.

Intelligenz und Wahnsinn liegen nahe bei einander, sagte glaube Einstein mal.

Sache ist, dass Hochbegabt so wie ich es recherchiert habe oder verstehe auch damit zusammenhängt, dass das Gehirn der Person auf Hochleistung ist und das permanent. Anders als bei nicht HBlern.

Da besteht natürlich eine enorme Belastung u.a. Mit drin, denn es ist wichtig für das Gehirn, Reize zu filtern um nicht zu überlasten. Ein Gehirn, dass weniger filtert ist rein theoretisch anfälliger für Fehlfunktionen wegen dieser Überlastung.

Aber da stellt sich die Frage wann es überlastet ist. Das eine Gehirn kann besser mit einer höheren Reizflut umgehen, das andere weniger. Je besser das Gehirn damit umgehen kann, desto gesünder die Hochbegabung. Im Grunde geht es dabei aber auch darum wie gut ein Mensch oder sein Gehirn mit Stress umgehen kann. Und auch wieder hier, dass ist von Indivium zu Individium unterschiedlich.

Am Ende läuft es auf Stress hinaus und jeder Mensch reagiert anders auf Stress. Manche kriegen Esstörungen und Psychosen , aber diese Störungen haben ihre Ursache erstmal nicht in der HB. Sondern die HB hat etwas vielleicht begünstigt was eh da war und ausgebrochen wäre unter stressigen Umständen. Vielleicht aber hatte die HB auch garkeinen Einfluss. Ist wie die Frage nach Huhn oder Ei.

Eine andere Theorie von mir jedenfalls ist, dass wenn bestimmte Dinge im Gehirn nicht oder anders funktionieren, daraus eine Art Hochbegabung oder Kreativität entstehen kann.

Am Ende des Tages ist es egal ob du Hochbegabt bist. Wenn man eine psychisch gelagerte Störung hat, dann ist das ein Problem mit oder ohne HB.

Deine HB aber kannst und solltest du versuchen zu nutzen und damit umzugehen z.B. indem du sie auslebt auf der Bühne z.B.

Und dir Ruhe und Entspannung oft genug gönnst z.B. mit deiner Katze und deinem Freund.

Was du beschreibst mit deiner Kindergartenerfahrung und.Aber.Kindergartenerfahrung und.Kindergartenerfahrung beschreibst und wie man auf dich reagierte ist traurig, aber so reagiert die Umwelt auf Andersartigkeit. Eigentlich warst du an dem Punkt nur kreativ, aber dennoch weißt du nicht, ob den Lehrern nicht auch andere Auffälligkeiten an dir aufgefallen sind, weshalb sie alarmiert waren und so reagiert haben. Aber vielleicht waren sie auch einfach nur spießig und haben deshalb so auf dein Verhalten reagiert, was ich mir gut vorstellen kann.

saonyaln"exr


Entschuldige den letzten Absatz, aber mein Handy ist irgendwie hängen geblieben und hat statt zu löschen Wörter wiederholt eingefügt o:)

c4rie|charMlxie


....also ein Gehirn eines HBlers ist NICHT permanent in Hochleistung. Es agiert innerhalb seiner biologischen Konzeption so wie das Gehirn eines geistig Minderbemittelten. Intelligenz im Hirn entsteht durch Verknüpfungen (physisch!), bei HBlern ist die Verknüpfung dichter, das Hirn läuft als ganz normal ....

was aber vielen HBlern zu eigen ist , ist, dass sie in einer ständigen Dissonanz mit der Umwelt leben, sie denken anders, fühlen anders, empfinden die anderen anders... das ist dann ein Bummerang, welcher sie oft zu Außenseitern, Clowns etc.. macht. Die Lösung sind ziemlich schnell Gleichgesinnte und Alternativen zum täglichen Allerlei.

Man unterscheidet zwischen normalen, unauffälligen HBlern, Hochleistern (die mit vielen 1ern) und den Underachievern, denjenigen, die zwar super-schlau sind, es aber leistungstechnisch nicht auf die Reihe bekommen. Warum sie das nicht können, weiß man in der Forshcung nicht so genau, man vermutet, dass es ein Erziehungsproblem ist. Klinisch gesehen sind oft Asperger oder ADS eine Erklärung dafür, kann, muß nicht sein.

Die TE hört sich für mich nicht nach underachiever an, bissl ADS vielleicht? Das ist wie gesagt oft eine Komorbidität bei den HBlern, wobei man unterscheiden muß zwischem dem klinische relevanten und den ADS-VERHALTENSWEISEN, die viele HBlern auch begleiten.

- wurde schon mal ein IQ-Test gemacht?

Wie war das Verhältnis Arbeitsgeschwindigkeit zu den kognitiven Bereichen?

- Schon mal auf ADS geguckt?

- Wie sieht der geistige Ausgleich aus zum normalen Leben aus? Wo spinnst Du dich richtig rein und hast Spaß daran?

sFonyaxner


Ach criecharlie,

Du untermauerst ja noch meine These mit der Hochleistung, merkst es aber nicht. So richtig verstehen scheinst du das Thema nicht und versuchst dich nur mir gegenüber zu profilieren indem du schnell irgendwelches Wissen außer Kontext runterschreibst ohne zu verstehen was du überhaupt schreibst oder für Möchtegernfachbegriffe paarst die nicht passen, und dass es nichts mit der Frage der TE zu tun hat und drittens leider nur plumpe Klischees sind.

Es ist viel komplexer und die TE wollte ja nicht wissen, wie man HBler am schnellsten und am plumpesten in irgendwelche Schubladen steckt um die Menschheit noch mehr zu verblödetn, sondern ob HB die Ursache ihrer psychischen Probleme ist und in wiefern ihr Verhalten mit einer möglichen HB oder einer Störung zu tun hat.

Ich habe nur erklärt, dass für HBs das gleiche gilt wie für alle Menschen, nämlich dass wenn sie überlastet sind sie je nach Anlage psychische Symptome oder auffälligkeiten besitzen und man letzten Endes eben nicht weiß was wozu geführt hat.

HB wird nunmal meißtens in Zuge von Therapie festgestellt oder wenn Psychologische auffälligkeiten auftreten bei Kindern. Aber die die nie auffällig werden, weil sie super im Leben klar kommen mal als Beispiel und krasses Gegenstück zu deiner These sie seien alle Freaks, wissen es oft ein Leben lang nicht, weshalb man die Dunkelziffer nicht abschätzen kann. Deswegen ist deine Argumentation, dass HBs Außenseiter sind, Clowns etc und Gleichgesinnte nur finden müssen, dann sei alles gut einfach nur pures Unwissen in Bezug auf die Thematik.

Zumal hier sogar eine Esstörung vorliegt, da kann man nicht kommen und sagen: hey ich bin nicht Essgestört sonder nur Hochbegabt, als ob das ein Symptom von HB wäre und indem Fall noch toll.

Die Überschrift lautet "Hochbegabt oder einfach nur krank."

Mein Argument Ist: wie wäre es mit Hochbegabt und krank, da das eine das andere nicht ausschließt.

Herausfinden ob man HB ist, kann sicher nicht schaden, um seinen Weg zu finden. Aber mehr nicht.

cZriecOharlixe


??? ???

Jetz habe ich doch erst mal nachsehen müssen, welchen user-Namen ich mich eigentlich gegenüber profilieren wollte,

Du bist

Sache ist, dass Hochbegabt so wie ich es recherchiert habe oder verstehe

.

1. Ich hatte mir nun echt überlegt, ob ich zu verkürzt geschrieben habe oder ob Du mit dem Deutschen ein Problem hast.

Ich bin nahezu gar nicht (bis auf die Idee mit den Komorbiditäten) auf den TE eingegangen, sondern habe allgemein einfach den klassischen Ansatz geschildert, wie mit HB in der Therapie/Diagnostik umgegangen wird. Ganz allggemein:

Klassfikationen sind nicht dazu da, die Leute zu "verblöden" sondern ihnen zu helfen, gerade Gruppen die meist aus cluster-Untersuchungen abgeleitet sind, sind sehr hiilfreich um das ganze Spektrum einer Auffälligkeit zu bechreiben, denn jeder Mensch ist anders und wenn man den bei ihm auffälligen Bereich im Rahmen der Besonderheit identifizieren kann, kann man ihm die passende Hilfe zukommen lassen.

Sprich: ein underachiever für die Lebensgesatltung hat andere Bedürfnisse als jemand, der sich zu Tode langweilt.

2. Keiner hat gesagt, dass Kontakt zu Gleichgesinnten alle Probleme löst. Das Wort "Lösung" bezog sich auf das "Dissonanzemfinden zur Umwelt" und das lasse ich mir nicht ausreden, denn schon zu oft gesehen/erlebt... gleichgesinnte peers lassen den HBler aufatmen und ihn seinen Alltag in der "normalen" Umwelt besser überwinden,

denn er weiß, er hat jemanden, der auf seiner Wellenlänge schwimmt.

Ich habe das jahrelang in den Elternvereinigungen erlebt und dann bei den Jungerwachsenen, wie gut das den Leuten tut :)^

3. Ein schönes Buch zu dem Thema ist:

Hochbegabte-Kinder-Persönlichkeit-Entwicklung-F%C3%B6rderung

vielleicht findet sich die Threaderöffnerin da wieder bzw. kann einige Fragen dazu für sich beanworten.

@ SchwarzeKatze96

Ich bin Mutter von zwei ausgewiesenen HBs im Teene-Alter mit allen Höhen und Tiefen,

selbst davon betroffen und ein Sozialwissenschaftler, das sind Leute, die sich mit solchen Dingen viel beschäftigen. Wenn Du spezielle Fragen hast oder Dich austauschen willst, schick' mir eine pn, dann gebe ich Dir meine mail-Adresse bzw. ich habe diesbezüglich ein gutes Netzwerk.

Alles Gute!!

CXomraxn


Also ich habe im Unterricht Transistorschaltungen entworfen, einfach weil es spannender war, und dennoch mein Abi ganz ordentlich gemacht. Ich würde mich deswegen aber nicht als hochbegabt bezeichnen (aber wer hat nicht die Phase, wo er sich dafür hält ;-) ).

Tatsache ist, dass du psychische Probleme hast, was aber auch nicht zwangsläufig mit einer Hochbegabung einhergeht.

Was dein Verhalten in der Kindheit betrifft, würde ich dir auf jeden Fall eine überdurchschnittliche Kreativität bescheinigen. Das ist etwas Tolles, aber auch kein Indiz für Hochbegabung (heute das Gymnasium mit recht wenig Aufwand abzuschließen ist nicht unüblich und hängt eher mit den gesunkenen Ansprüchen zusammen ;-) ).

s!onyHanxer


Jetz habe ich doch erst mal nachsehen müssen, welchen user-Namen ich mich eigentlich gegenüber profilieren wollte,

Du bist

Sache ist, dass Hochbegabt so wie ich es recherchiert habe oder verstehe

Ja ??? Was verstehst du daran nicht?

Ich bin Mutter von zwei ausgewiesenen HBs im Teene-Alter mit allen Höhen und Tiefen,

Die eben nicht versteht und nur plump wieder gibt, was sie in irgendwelchen Brochuren, Vereinen oder Ratgebern aufgegriffen hat.

Bin selber HB, hab mich deswegen damit befasst und finde eben diese ganzen pädagogischen Ratgeber und Vereine zum weglaufen. Jeder HB ist anders und im Allgemeinen wird sich nur mit bestimmten HBs beschäftigt und die anderen schauen blöd aus der Wäsche wenn sie nicht ins Konzept passen. Auch dieses Underachiever Ding. Gruselig. Halt die eindimensionale Vortstellung von Intelligenz und der Glaube, dass HBs ja eigentlich gut sein müssten in der Schule und das große Staunen warum das denn nicht immer so ist. Dabei ist die Erklärung naheliegend, wenn man begreift, dass weder Schule noch Universität wirklich nach Intelligenz filtern, sondern überwiegend nach einer bestimmten Art zu denken. Sonst sehe es leer aus an den Unis. Wer anders in seinem Denken funktioniert und nicht verstanden wird der hat Arschkarte. Wie man denkt, ist unterschiedlich und variiert von HB zu HB genauso wie von nicht HB zu nicht HB.Deswegen sind Schulleistungen kein echter Parameter und deswegen sind HBs nicht in der Überzahl im akademischen Bereich. :|N

Die wenigsten Lehrer sind HB, wie sollen sie dann ein Kind fördern, das kognitiv besser ist und das sie nicht verstehen können und nur nach Lehrbuch agieren können. Selbe gilt für Psychologen.

HBs sind oft auch hochsensibel und es gibt den Verdacht, dass Hochsensibiltät, d.h. das weniger filtern von Reizen, der Grund für die höheren kongnitiven Leistungen sind oder ein möglicher Grund. Und weniger filtern, heißt ständig mehr leisten müssen. Das ist ein 'in seiner biologischen Konzeption agieren' bzw steht in keinem Widerspruch zu dem. :-|

Bei mir ist es so mit dem Filtern. Wird vielleicht nicht jedem HB sorgen, weil jeder anders gestrickt ist auch in seiner HB. Und du stellst es nunmal so dar, als wären alle gleich und hinterher erklärst du mir sogar noch, was ich vorher angebracht habe als Gegenargumentation. Zum zweiten Mal. %:|

Aber die Kommunikation mit nicht HBs ist oft schwierig für mich, da sie die Gedanken nicht nachvollziehen können bzw zu viel Wissen aufeinmal.tut mir leid. Ich kann es nicht einfacher erklären und es ist nunmal nicht in zwei Sätzen erklärt.

Und niemand weder bzw schon garnicht du oder ich kennt die ganze Wahrheit. Es sind nur Modelle, die einen Abriß der Realität versuchen darzustellen. Mehr kann man nicht. Auch nicht die Wissenschaft... Aber die Modelle die du anführst, sind die die so gerne klischeehaft aufgeführt werden und für mich einfach zum gruseln. Da bin ich schon weiter in der Materie drin als das.

Aber auch in dem was du sagst ist ja nicht alles falsch. Du benutzt es nur im falschen Kontext und zu pauschal... Ich rede zudem von anderen Sachen und du scheinst nur negativ von mir getriggert und mit irgendwas gegenzufeuern ohne zu überlegen. Das versperrt dir die Sicht auf die Dinge vielleicht einfach. Who knows...

*:)

A$pyreCna


Das hört sich für mich auch STARK nach ADS an, ich würde lieber mal in der Richtung weiter machen. Ich habe beruflich viele ADS-Menschen, denen es ähnlich geht wie dir. Mit einem guten ADS-Programm, notfalls mit einem Medikament, könntest du VIELE deiner Probleme in den Griff bekommen.

fmlatFwh~iJtxe


Ich erkenne mich extrem in dem Beitrag der TE wieder...habe mich aber nicht als hochbegabt gesehen, obwohl in die Richtung häufiger von anderen spekuliert wurde.

Mir erscheint es eher in die Richtung ADS zu gehen, zumindest finde ich mich persönlich extrem darin wieder...und daher scheinst auch du, TE, dich darin wiederfinden zu können. Meine Schwester geht ebenfalls in die Richtung, aber um einiges weniger extrem.

Google doch mal ADS.

Aspnyrexna


Die Sache mit der Hochbegabung lässt sich ja mit einem IQ-Test ganz einfach klären. Wobei manche Menschen Läuse und Flöhe haben, aber wenn ein normaler IQ dabei rauskommt, dann ist diese Spekulation wenigstens vom Tisch und man kann sich effektiver in eine andere Richtung bewegen.

fllatw:hitde


@ Apyrena

Bei mir wurde ein IQ von 138 festgestellt,als ich 17/18war, das wurde aber nicht weiter verfolgt und ich habe mich selbst auch nie weiter damit beschäftigt, da offensichtlich ein höherer IQ einem nicht weiterhilft, wenn es in anderen Bereichen hakt (bei mir war / ist es der Schlaf der meinen Alltag furchtbar erschwert, da ich einen Rhytmus habe, der verschoben ist. Frühaufstehen beeinflusst mein Leistungvermögen wirklich extrem).

Bei mir ist es ganz eindeutig ADS, und ich denke 138 ist ja nun auch nicht so hoch, dass es dermaßen hohe Auswirkungen haben könnte. Ich habe definitiv, neben dem Schlafen, genau die Probleme, die bei ADS-lern typisch sind, wirklich haargenau, mit einer Ausnahme: Ich kann mich extrem auf eine Sache konzentrieren und das auch über einen langen Zeitraum...vorausgesetzt ich habe absolute Ruhe (mentale wie akustische) um mich herum. Mentale Ruhe habe ich leider selten, da mich Probleme anderer, Familie und Freunde sehr schnell belasten, und ich mich wirklich schwer abgrenzen kann.

Hoher IQ... ich habe immer meine Zweifel ob das wirklich einen so dermaßen großen Unterschied macht. Wichtiger ist die mentale Stärke, denke ich, um im Leben zurecht zu kommen. Davon besitze ich leider weniger. Ich finde mich daher auch sehr darin wieder:

[[http://de.wikipedia.org/wiki/Hochsensibilit%C3%A4t]]

csriec:har(lie


Das mit den IQ-Punkten ist relalativ, da dazu ja auch die passende Persönlichkeit gehört, die individuell aufgewachsen ist...

die "Symptome" für HB und ADS decken sich oft, genauso wie ADS und Asperger... und alles zusammen...

da müssen dann Experten her, vor allem auch, weil sich das oft verselbständigt und eben Folgeprobleme hervor ruft... im Bereich Sucht, Psychosen... die ganze Latte halt...

Manche Leute haben mit um die 120 schon Probleme, manche anderen stecken die 140 locker weg.

Ich finde, die Zahlen sagen eigentlich nur was aus, wozu man fähig wäre, wenn alles ideal verlaufen würde...

also z.B. ein Durchfaller mit schlechten Noten... IQ 120.... da ist es bestimmt nicht Dummheit und man woanders hin sehen.

fxlatUwIhite


Das war gerade sehr doof ausgedrückt. Sensibilität ist ja an sich nichts schlechtes, aber sie schwächt einen schon sehr, wenn es im Leben anderer um einen herum (also nicht mal in meinem eigenen Leben) turbulent und problematisch zugeht.

Ich habe meine Strategien entwickelt mich gedanklich davon zu distanzieren, aber unbewusst wirken die Probleme sich trotzdem stark auf meine Emotionalität und damit dann auch wieder auf meinen Schlaf=Leistungsprobleme aus.

Sobald es im 'Leben der anderen' wieder gut ist, merke ich sofort wie ich wieder entspannt Luft schnappe, selbst wenn ich mich vorher damit gedanklich nicht befasst habe.

Auf meine unbewussten Prozesse habe ich leider keinen Zugriff, das macht es schwieriger.

fFlat*whiute


@ criecharlie,

Genauso sehe ich das auch!

Wollen Sie selber etwas dazu schreiben?

Dann melden Sie sich an bzw. lassen Sie sich jetzt registrieren, das ist kostenlos und innerhalb weniger Minuten erledigt. Interessant sind sicher auch die übrigen Diskussionen des Forums Psychologie oder aber Sie besuchen eines der anderen Unterforen:

 ·  ·


Nicht angemeldet: Anmelden | Registrieren | Zugangsdaten vergessen? | Hilfe

Startseite | Impressum | Nutzungsbedingungen | Netiquette | Datenschutz | Mobile Ansicht   © med1 Online Service GmbH