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Freundin leidet psychisch sehr unter ihrem Übergewicht

kMlein+e+_axida hat die Diskussion gestartet


Hallo,

ich habe eine gute Bekannte, die sehr unter ihrem Übergewicht (130kg bei 1,75) leidet. Sie meint ständig, dass Frauen von ihrem Gewicht keine Chance beim anderen Geschlecht hätten, dass Leute sie verurteilen oder sie benachteiligt wird.

Gleichzeitig meint sie aber auch, nicht abnehmen zu können. Sie sagt oft, das wäre genetisch bedingt bei ihr und andere könnten essen, was sie sollen, und würden nie zunehmen. Wenn wir uns treffen, bestellt sie allerdings auch immer sehr kalorienreiche Sachen, also holt sich z.b. ein Menü mit Burger, Pommes und Eis als Nachtisch und trinkt eine große Cola. Sie wohnt noch zuhause und, was ich so mitbekommen habe, kochen ihre Eltern wohl auch recht gut und deftig.

Ich weiß nicht, wie ich ihr helfen kann. Wenn ich sie auf ihr Essen anspreche und dass sie ja auch was anderes oder weniger nehmen könnte, meint sie, das würde ja eh nichts bringen, wenn sie abnehmen würde, weil ihre Haut durch den drastischen Gewichtsverlust runterhängen würde, und das wäre noch schlimmer als so dick zu sein.

Ich weiß nicht mehr, wie ich damit umgehen soll. Möchte ja auch nicht unsensibel sein. Sie ist psychisch wirklich fertig dadurch und ihre Gedanken kreisen nur darum, dass sie aufgrund ihres Gewichts von allen verurteilt oder als hässlich empfunen wird.

Wie kann man so jemandem helfen oder was kann man ihm raten? Bekräftigen, dass sie auch so ok ist, wie sie aussieht? Ermutigen abzunehmen? Irgendeine Reaktion muss ich ja zeigen, wenn sie von selbst immer mit dem Thema anfängt. Ich möchte sie aber auch nicht noch mehr verletzen.

lg

Antworten
mzelinxka


Ich bin bei "jammern, aber nichts ändern wollen" relativ schnell relativ genervt, so dass ich deutliche Worte finde und ab dann das Thema konsequent unterbinde.
Hast du ihr mal ganz klar gesagt, dass sie mit ihrer derzeitigen Ernährung natürlich keine Abnahme erreicht und ihr Übergewicht auch nicht auf genetische Ursachen schieben kann? Dass sie, statt in Selbstmitleid zu versinken, ihren Lebensstil Richtung gesunde Ernährung und Sport ändern könnte, wenn sie denn wollte?
Das klingt zwar hart, weil sie vermutlich wirklich leidet, aber sie ist offensichtlich gerade so gefangen in ihrem eigens konstruierten Teufelskreis aus "ich bin dick und niemand mag mich, aber das liegt an meinen Genen, und selbst wenn ich abnehmen würde, hätte ich am Ende noch unschönere Hautlappen, deshalb bleibe ich lieber dick, dann will mich zwar kein Mann, also sollte ich eigentlich abnehmen, aber das kann ich ja nicht, weil meine Gene... ", dass sie vielleicht einfach mal einen Menschen braucht, der Klartext redet und ihr in den Hintern tritt.

Der andere Ansatz wäre, zu hinterfragen, warum sie sich in solche Ausreden flüchtet. Die meisten Menschen haben Angst vor tiefgreifenden Veränderungen. Möglicherweise kann sie sich sich selbst nicht als dünneren Menschen vorstellen, hat Sorge vor einem Identitätsverlust, hält sich mit ihrem Gewicht und ihren Überlegungen dazu bewusst die Männer vom Leib. Müsste sich nach einer Abnahme vielleicht eingestehen, dass das Übergewicht mitnichten an ihren Problemen schuld war. Es kann vielerlei Gründe geben, warum sie davor zurückscheut, das Thema wirklich anzugehen.

z(uenSds"tofxf


Viele Leute bevorzugen nach meiner Beobachtung die Zuwendung, die sie durch ihr jammriges Verharren im selbstverschuldeten (und änderbaren!) Elend erhalten, gegenüber der Beachtung, die sie finden würden, wenn sie ihr Problem aktiv angingen und lösten. Der Grund ist klar: Ersteres macht viel weniger Mühe und birgt scheinbar eine Win-win-Option: Sie können weiterhin den Lustgewinn aus ihrem Fehlverhalten (in diesem Fall falsche Ernährung) ziehen und zugleich die erwünschte Zuwendung erhalten.

Aber wie gesagt, es ist ein Scheinvorteil. Genau diesen Mechanismus würde ich der besagten Freundin/Bekannten vor Augen führen, am besten kombiniert mit konkreten Ideen und Adressen, wo sie Unterstützung bekommen könnte, damit die Kritik nicht zu destruktiv rüberkommt.

k^leine1_aida


Sie wird leider relativ schnell sehr gereizt und meint, man hätte keine Ahnung, würde die Probleme selbst nicht kennen. Außerdem bin ich kein Ernährungswissenschaftler oder Arzt und ich weiß nicht, wie die genauen Zusammenhänge zwischen Genen/Schilddrüsen/Hormonen oder sonstwas + Abnehmen wirklich sind. Daher möchte ich nicht vorschnell ihr Essverhalten verurteilen.

Sie meint auch, dass es leicht gesagt ist, einfach mal abzunehmen, und dass sich Außenstehende nicht in ihre Lage versetzen können. Oder sie sagt, dass sie aus finanziellen Gründen zuhause leben muss und da dann halt essen muss, was aufgetischt wird. Ihre Eltern kochen relativ viel fettiges Fleisch, Soßen usw. und sind selbst auch stark übergewichtig.

Sie meint auch öfter, die Leute hätten Vorurteile, dass Übergewichtige automatisch körperliche Einschränkungen hätten, und sie wäre angeblich ganz gesund. Aber sie hat einige Symptome/Einschränkungen, bei denen ich mir schon vorstellen kann, dass die durchs Übergewicht bedingt sind. Ich weiß nicht, warum sie da einen Zusammenhang komplett ausschließt. Sie weiß z.b. nicht, woher es kommt, dass sie im Sommer immer so stark schwitzt oder dass sie nach 5 Minuten Fahrradfahren schon total ko ist und nicht mehr kann. Sie ist generell körperlich kaum belastbar, fragt sich aber immer, wie das kommt. Außerdem hat sie ein paar Gelenkbeschwerden, die evtl. auch damit zusammenhängen könnten. Soll man sie auf sowas hinweisen? Dann kommt bestimmt "ich kenne einen, der total dünn ist, der das auch hat, das muss nichts heißen".

Ich bin immer zwiegespalten. Einerseits möchte ich ihr zu verstehn geben, man muss sich nicht ans Schönheitsideal anpassen, hör nicht auf die anderen. Andererseits ist es aber wirklich nicht so gesund, so viel Übergewicht zu haben, zumal es bei ihr wohl wirklich durch die sehr kalorienreiche Ernährung kommt.

kTraznTkgeOmelxdet


@ kleine_aida

Du bist deiner dicken Freundin auf jedenfall eine gute Freundin. Du begleitest sie, auch wenn Du ihr momentan nicht helfen kannst. Und bei der Freundin wird auch irgendwann der Punkt kommen, wo sie vorwärts kommt. Im Moment klappt es halt noch nicht.

Das letzte, was sie jetzt braucht, sind "Freunde", die ständig genervt von ihr sind und ihre superschlauen Sprüche loslassen wie - tu was- , -jammer nicht-, usw....

So einfach ist es halt nicht. Aber das verstehen solche Leute nicht.

Es wird der Moment kommen, da wird sie reif für eine Veränderung sein und ab dann auch abnehmen. :)*

plai:nt-it-ckolourfxul


kleine_aida,

nur wenige Leute können essen was sie wollen, ohne zuzunehmen. Ich gehöre leider auch nicht dazu ;-) .

Deine Freundin kann nicht rumjammern, aber sich gleichzeitig das ungesunde Essen reinpfeifen. Und genetisches Übergewicht ist seltener als man denkt. Also muss deine Freundin anfangen, sich mit sich selbst zu beschäftigen und gucken, wo bei ihr die Probleme liegen. Es ist immer leichter, in der jetzigen Situation zu bleiben, einen Schuldigen - hier die Genetik - zu suchen und ansonsten alles so zu lassen, wie es ist. Alles andere bedeutet, sich aufzuraffen, sich mit Ernährung zu beschäftigen, Sport zu treiben und sein Leben umzustellen. Und das ist mühsam.

Ich weiß ja nicht, wie alt deine Freundin ist, aber ich schätze, noch nicht so alt, da sie noch bei ihren Eltern lebt. Das bedeutet, dass da im Laufe der Jahre bei der jetzigen Ernährung noch einige Kilos hinzukommen. Deine Freundin muss Verantwortung für ihr Leben übernehmen und sehen, dass sie jetzt die Kurve kriegt.

Und natürlich ist das nicht einfach und ich kann das aus eigener Erfahrung sehr gut nachvollziehen. Aber eine gute Freundin ist auch dafür da, um einem nicht immer nach dem Mund zu reden, sondern auch, um mal ein paar Wahrheiten loszulassen.

Die Probleme, die sie bei der jetzigen Ernährung bekommt, sind immens. Du sagst ja selbst, dass sie jetzt schon bei kleinsten Anstrengungen aus der Puste kommt. Die Ästhetik ist dabei eigentlich zweitrangig. Ich finde auch, dass man nicht jedem Schönheitsideal hinterherlaufen muss. Aber hier geht es um die Gesundheit und wie man sie lange erhält. Und so ein massives Übergewicht ist nun einmal schädlich.

Deine Freundin muss selbst darauf kommen, wie sehr sie sich schadet. Aber anhören würde ich mir das Gejammer und nicht mehr und auch nicht mehr auf ihre Ausreden eingehen. Sie kann von dir keine Absolution für ihr Essverhalten erwarten. Wenn sie nichts ändern will, dann lass sie essen. Früher oder später wird sie sehen, dass sie sich damit keinen Gefallen tut. Das hat zuendstoff schon gut gesagt. Es ist auf Dauer nicht deine Aufgabe, sie vom Gegenteil zu überzeugen, zumal ich davon ausgehe, dass sie weiß, was sie sich antut. Woher weiß sie eigentlich, dass ihr Übergewicht genetisch bedingt ist? Nur weil die Eltern dick sind, liegt es nicht automatisch an den Genen ;-) .

Du wirst sie nicht ändern, das muss sie schon selbst wollen. Und nur wenn bei ihr irgendwann der Schalter umgelegt wird, kann es auch mit der Abnahme klappen.

L-.vaNnPexlt


Ich muss mich da krankgemeldet anschließen. Eine Essstörung (und das ist starkes Übergewicht meiner Meinung nach) ist in seinen Ursachen und Folgen doch einiges komplexer, als dass es mit einem "dann nimm' doch einfach ab" erledigt wäre. Und Deine Freundin hat durchaus Recht, dass Übergewicht in der Gesellschaft negativ bewertet wird, die Chancen auf den "Partnermarkt" einschränkt und auch an anderen Stellen zu Einschränkungen führt. Zudem stimmt es auch, dass überdehnte Haut sich nicht einfach zurückbilden wird. Auch, wenn ich mir vorstelle, regelmäßig mit der Abwertung und Ablehnung wegen meines Übergewichts konfrontiert zu werden: ich glaube, ich könnte das gar nicht aushalten und wäre therapiereif. Für Deine Freundin bleibt nur zu hoffen, dass sie irgendwann aus gesundheitlichen Gründen für sich beschließt abzunehmen und ein Mehr an Lebensqualität gewinnt. Es ist aber ihre ganz persönliche Sache/Entscheidung.

Vielleicht kannst Du sie ja mal darauf hinweisen, dass es Therapeuten gibt, die auf Essstörungen spezialisiert sind? So jemand könnte vielleicht am ehesten helfen, die psychische Komponente aufzudröseln und bei einer Veränderung begleiten. :)*

D1isPc?edeQrxe


Außerdem bin ich kein Ernährungswissenschaftler oder Arzt und ich weiß nicht, wie die genauen Zusammenhänge zwischen Genen/Schilddrüsen/Hormonen oder sonstwas + Abnehmen wirklich sind. Daher möchte ich nicht vorschnell ihr Essverhalten verurteilen.

kleine_aida

Nun, ich hab die Erfahrung gemacht, daß vor allem die Schilddrüsenunterfunktion gerne als Ausrede für die vermeintliche Ursache des Übergewichtes herhalten darf. Niemals ist es die mangelnde Bewegung, das zu viele und falsche Essen oder die eigene Einstellung - es sind grundsätzlich andere oder die Umstände daran schuld. Natürlich. Kaum ein dicker Mensch, der über sein Gewicht jammert und nichts dagegen tut, sagt: Ich bin zu fett und selbst schuld.

Dabei ist selbst eine SU, wenn sie erkannt ist, was sie ja, um Begründung zu sein, ist, mit der richtig eingestellten Medikation kein wirklicher Grund mehr für Übergewicht.

Die Zusammenhänge sind recht simpel - wenn man mehr Kalorien aufnimmt als man verbraucht, wird man fett. Ist eben so. (Diejenigen, die durch Krankheit übergewichtig werden nehme ich mal aus, die sind eh nur eine Minderheit und bei der Freundin der TE sehe ich auch keinen Ansatz, daß sie zu dieser gehört.)

Das letzte, was sie jetzt braucht, sind "Freunde", die ständig genervt von ihr sind und ihre superschlauen Sprüche loslassen wie - tu was- , -jammer nicht-, usw....

So einfach ist es halt nicht. Aber das verstehen solche Leute nicht.

Es wird der Moment kommen, da wird sie reif für eine Veränderung sein und ab dann auch abnehmen. :)*

krankgemeldet

Es bringt aber auch nix, wenn man sie nun die ganze Zeit pampert und sich ihr Gejammer anhört und sie wenns geht noch mit dem Nichtssagen bestätigt.

Ich wäre damals froh gewesen, wenn einer meiner Freunde mal die cojones gehabt hätte mir zu sagen, daß ich es doch gefälligst selber in der Hand habe, aufhören soll, ihnen die Ohren vollzujaulen, sondern den Arsch hochbekommen muß. Stattdessen hieß es immer: Hey, du sie doch toll aus, was hast du denn.

Wahrscheinlich wäre mein Höchststand dann ein wenig weiter unten gelegen und ich hätte eher damit angefangen, den Ballast abzuwerfen. Als ich dann mit der Ernährung- und Lebensumstellung anfing, da merkte man ihnen die Erleichterung an (Die haben auch nie was gesagt, eben weil sie mich nicht verletzten wollten.) - sie haben mir eine Einführung ins laufen gegeben (mit einer Geduld, für die ich dieser Person heute noch auf Knien danken könnte), haben mich ermuntert, durchzuhalten, wenn ich mal einen Hänger hatte usw. DAS waren wirklich gute Freunde.

Und ja, doch, manchmal ist es so einfach.

J5-Ligxht


Gerade vor ein paar Tagen gab es im TV eine Sendung mit einer extrem übergewichtigen Frau, die angeblich wegen eines Gen-Deffekts nicht abnehmen konnte. (Die Sendung ist vermutlich noch bis Montag abrufbar.)

Sie verlor jedoch mit der sogenannten Paleo-Ernährung (Gemüse, Beeren, Eier, Nüsse, Fisch und Fleisch) und reichlich Bewegung trotzdem sehr viel Gewicht - was beweist, dass sie ihre Begründung nicht mehr brauchte. Durch die natürliche Nahrung sowie eine starke Veränderung im psychischen Bereich ist der Gen-Defekt anscheinend ausgehebelt worden.

Dass es nicht einfach ist und alles auch irgendwo begründet ist, was sie sagt, ist schon so. Es liegt aber letztlich doch am Entschluss, für eine wirkliche Veränderung jeden Preis bezahlen zu wollen. Du kannst ihr als Freundin eigentlich nur zuhören. Ich denke, sie weiß alles bereits selbst und leidet gerade deshalb so immens.

J--Li[ghxt


Wenn du dich entschließt, eben nicht nur zuzuhören, dann sag ihr wirklich klare Worte, schonungslos und ehrlich. So wie es Discedere oben schreibt. :)^

P@aul_RRev$erqe


ich habe eine gute Bekannte, die sehr unter ihrem Übergewicht (130kg bei 1,75) leidet. Sie meint ständig, dass Frauen von ihrem Gewicht keine Chance beim anderen Geschlecht hätten

Das stimmt nicht. Bei Männern gibt es aus offensichtlichen Gründen für alles einen Fetisch. Ihre Partnerwahl ist lediglich eingeschränkt.

dass Leute sie verurteilen oder sie benachteiligt wird.

Das kann schon sein, sie kann aber nicht die gesamte Menschheit ändern sondern nur sich selbst um das in Zukunft zu vermeiden.

Gleichzeitig meint sie aber auch, nicht abnehmen zu können. Sie sagt oft, das wäre genetisch bedingt bei ihr und andere könnten essen, was sie sollen, und würden nie zunehmen. Wenn wir uns treffen, bestellt sie allerdings auch immer sehr kalorienreiche Sachen, also holt sich z.b. ein Menü mit Burger, Pommes und Eis als Nachtisch und trinkt eine große Cola. Sie wohnt noch zuhause und, was ich so mitbekommen habe, kochen ihre Eltern wohl auch recht gut und deftig.

Joa das ist typisch. Ein Mal die ehrliche ("harte") Meinung sagen und das Thema dann ignorieren bzw nur Unterstützung bei konkreten Fragen anbieten. Lass dich nicht durch sie in ihrem See voll Selbstmitleid ertränken, sie muss sich da selbst raushelfen.

Jq-Lixght


Ja, nur EIN Mal die klare Meinung sagen, und dann nicht mehr auf die Mitleidsschiene ziehen lassen, das finde ich auch wichtig.

Und selbst wenn du dann noch weiter zuhörst als gute Freundin, du musst ihr nicht beipflichten, wenn sie immer nur ihre Begründungen wiederholt. Ich würde dann vielleicht nicken und sagen: "Hmhm, meine Ansichten dazu kennst du ja."

Ich finde es auch in einer Freundschaft wichtig, dass man sich nicht ständig als Schuttabladeplatz zur Verfügung stellt.

Szusi S^um;sebaxch


Ich finde es auch in einer Freundschaft wichtig, dass man sich nicht ständig als Schuttabladeplatz zur Verfügung stellt.

:)z Ich auch. Aber gerade das ist sauschwer!

Kleine Aida, leider kann man nicht immer helfen. Und es ist auch fraglich, ob sie Hilfe haben möchte oder ob sie nicht eine Position gefunden hat, die ihr ermöglicht, gut begründet nicht zu handeln und trotzdem Deine mitleidvolle Zuwendung zu genießen und sich darin soweit ganz wohl zu fühlen. Wenn man ihr diese Plattform entzieht, hilft man ihr vielleicht am Ende sogar mehr.

k/leine?_aidxa


Danke euch. Ich versuche auch nicht mehr, so viel darauf einzugehen.

Oft gibt sie zu, dass sie nur "Mist frisst", wie sie selbst mal sagte, am nächsten Tag heißt es dann aber wieder, sie könnte aufgrund ihrer Gene nicht abnehmen, und das würde ja angeblich kein Mensch verstehen. Es ist immer so ein Hin und Her, wie sie das sieht.

Letztens waren wir zu 3. mit einer anderen Freundin bei einem Filmabend und sie kam mit 2 großen Plastiktüten an, 2 x 1,5 Liter Cola, 1 Packung Chips, 2 Tafeln Schokolade, 1 Tüte Popcorn. Überwiegend hat sie das selbst gegessen, ich mochte davon sowieso nur Popcorn. Das schleppte sie halt fröhlich an, ohne an dem Abend irgendwas über ihre Figur zu sagen. Aber am nächsten Tag heißt es dann wieder "ich bin hässlich, ich bin so fett, ich kann einfach nicht abnehmen, alle anderen verstehen das nicht und wollen mir was, mein Stoffewechsel ist im Eimer, deswegen kann mein Körper nicht abnehmen" usw. Ich komme mir manchmal nicht nur hilflos, sondern auch verarscht vor. :-(

Snusim Sumhse$baxch


Genau! Sie verarscht sich aber am meisten selbst!!

Es sind Ausreden, die sie benutzt, eindeutig. WENN sie sie gebetsmühlenartig wiederholt, WILL sie in dem Moment nicht nur dem Zuhörer, sondern hauptsächlich sich selbst etwas einreden.

Wenn Du es so betrachtest, tut sie es ja nicht gegen Dich, sondern "für" sich. Ich würde ihr wirklich klarmachen, dass sie aufhören soll, sich selbst und anderen etwas vorzumachen. Denn das tut sie, eindeutig.

Sie kann nicht einerseits tonnenweise Müll essen und andererseits sagen, sie könne nun mal nicht abnehmen. Das ist solch ein Quatsch, dass es schon weh tut. Trotzdem hat sie Recht, wenn sie sagt: "Ich KANN nicht abnehmen", nur ist der Grund, dass sie fortlaufend Selbstasabotage betreibt, allerdings auch wieder aus einem Zwang heraus.

Ich denke, bei ihr liegt schon eine Essucht vor. Der Trinker findet auch tausend Gründe für seine Sauferei - die natürlich an den Haaren herbeigezogen sind, die er aber glauben muss, um eine Rechtfertigung für sein sich selbst unerklärliches Handeln zu haben.

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