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Freundin leidet psychisch sehr unter ihrem Übergewicht

khlein?e_aidxa


Das Problem ist auch noch, dass sie so unter ihrem Gewicht und dem "Schönheitsideal" leidet, dass sie aus Frust auch oft auf die äußerlichen Makel anderer hinweist. Z.B. wenn wir am Bahnhof stehen und man eine Gruppe für Feiern aufgehübschte Frauen sieht, guckt sie demonstrativ dahin und meint, wie dünn/magersüchtig man nur sein kann, obwohl die Frauen einfach normal schlank sind.

Einmal hat so ein dämlicher Junge hinterhergerufen "boah ist die fett, guck mal, der Hintern" und dann hat sie sich darüber aufgeregt und gemeint, wen er von uns beiden überhaupt gemeint hat. Klar ist sowas mies, aber ich verstehe nicht, wie sie ernsthaft in Erwägung ziehen kann, dass andere damit gemeint sein können. Ich wiege 55kg, also weniger als die Hälfte, und glaube nicht, dass ich gemeint war. Aber meine Bekannte betonte schon öfter, dass meine Hüften ja zu breit wären, meine Haare kaputt aussehen würden, an meinen Augenfalten würde man schon sehen, wie alt ich aussehe. Ich verstehe nicht, warum immer wieder solche verletzenden Kommentare mir gegenüber (oder auch über Fremde wie die Mädchen am Bahnhof) kommen, wo sie doch weiß, wie ätzend das ist, dauernd auf sein Aussehen angesprochen zu werden und unter dem permanenten Vergleich mit dem Schönheitsideal zu leiden.

SGchmid+tix70


Was hält Dich noch bei der Bekannten? DAS müsste ich mir nicht auch noch geben...dass ich noch für ihren Frust herhalten muss...

Keine Frage, es gibt genetische Voraussetzungen und bestimmt auch unterschiedliche Stoffwechsel. Und Krankheiten, die das Abnehmen erschweren oder gar verhindern.

Aber in den meisten Fällen ist es einfach die fehlende Disziplin...und das schreibt Jemand, der auch sein Leben lang gegen das Übergewicht kämpft! Ist also nicht so, dass ich das jetzt vom hohen Ross so behaupte. Es IST schwer und gerade, wenn man so einen langen Weg wie Deine Bekannte vor sich haben würde, braucht man langen Atem und auch sicher Unterstützung. Unterm Strich aber muss man SELBER WOLLEN...das kann einem Niemand abnehmen.

Und Wer das noch nicht begriffen hat, dem geht es noch nicht schlecht genug. Meine Meinung!

NIor0di8x4


Keine Frage, es gibt genetische Voraussetzungen und bestimmt auch unterschiedliche Stoffwechsel. Und Krankheiten, die das Abnehmen erschweren oder gar verhindern.

Aber in den meisten Fällen ist es einfach die fehlende Disziplin..

Das hab ich mir hier beim lesen auch gedacht. Klar gibt es medizinische Gründe wieso jemand nicht abnehmen kann, wenn es jemand aber garnicht versucht sondern immer weiter den Müll in sich rein stopft dann hat das alles bloß damit als Auslöser zu tun. Wenn sie auf vernünftige Ernährung plus etwas Bewegung umsteigt und dann immer noch kein Gramm abnimmt ok, dann wäre es an der Zeit zum Arzt zu gehen, aber nicht vorher.

Ich verstehe nicht, warum immer wieder solche verletzenden Kommentare mir gegenüber (oder auch über Fremde wie die Mädchen am Bahnhof) kommen, wo sie doch weiß, wie ätzend das ist, dauernd auf sein Aussehen angesprochen zu werden und unter dem permanenten Vergleich mit dem Schönheitsideal zu leiden.

Sie macht andere schlecht um sich selbst besser zu fühlen. Das ist nämlich viel einfacher als zu sagen "ja, ich bin zum Teil selbst an meiner Situation schuld aber ich bin auch der einzige der was daran ändern kann". Klar, sie hat von ihren Eltern eine völlig falsche Ernährung beigebracht bekommen aber das sie jetzt nicht den Mumm hat um zu sagen "den Abfall ess ich nicht weiter" liegt einzig und allein an ihr.

S us7i Su5msebxach


Nur sehr, sehr selten sind es wirklich genetische Dispositionen, die eine Abnahme von Grund auf verhindern. Es gibt allerdings Krankheiten (z. B. Schilddrüsenunterfunktion), Medikamente (z. B. bestimmte Antidepressiva) oder auch Essgewohnheiten, die eine Abnahme erschweren können.

Die Art der Nahrung wird hier gemeinhin unterschätzt. Es sind nämlich nicht nur die Kalorien im sog. Junkfood, die das Fett förmlich festhalten, sondern es gibt noch ein paar mehr Faktoren, die dabei mitwirken (Stichworte Insulin- und Hormonreaktion, Appetitsteigerung durch Süßstoffe).

Da sie sich vorwiegend von ihrem geliebten, wohlschmeckenden Müll zu ernähren pflegt, merkt sie gar nicht, wenn genau dieser ihren Appetit künstlich schürt. Und scheint dann natürlich - selbst verblüfft und hilflos - dem ständigen Essdrang ausgeliefert zu sein.

SxchmiIdti_7x0


Ja, das ist definitiv so! Womit wir wieder beim Wollen wären, was auch einschließt, dass man sich damit beschäftigen muss.

Ich merke das selber an mir und der Schokolade: je mehr ich davon esse, desto größer wird der Heißhunger darauf...und um so mehr Schokolade esse ich auch. Als ich dagegen in der Fastenzeit 7 Wochen keine Schokolade hatte, war auch der Heißhunger weg...

Letztendlich bringt es nichts, auf Denjenigen einzureden...Aber ich würde mir auch nicht immer das Gejammer anhören wollen, wenn da null Willen ist, irgendetwas zu ändern. Hilfe zur Selbsthilfe dagegen gerne!

NAor9diP84


Sehe ich auch so, wenn sie wirklich was ändern will würde ich ihr zur Seite stehen und z.B. mit ihr gemeinsam einkaufen oder schwimmen gehen oder was weiß ich, aber so ? Nur als Müllhalde für ihr gemecker ? Irgendwann reicht es halt einfach.

DPiscsedexre


Nur sehr, sehr selten sind es wirklich genetische Dispositionen, die eine Abnahme von Grund auf verhindern. Es gibt allerdings Krankheiten (z. B. Schilddrüsenunterfunktion), Medikamente (z. B. bestimmte Antidepressiva) oder auch Essgewohnheiten, die eine Abnahme erschweren können.

Susi Sumsebach

Essgewohnheiten sind aber keine genetische Disposition. Auch bei Schilddrüsenunterfunktion fällt es mir schwer, das gelten zu lassen. Wenn sie bekannt ist, kann man sie behandeln. Und es gibt genug Beispiele, welche mit Unterfunktion oder Hashimoto abgenommen haben.

Medikamente lasse ich gelten - aber bezweifle, daß es daran liegt, daß die Freundin der TE fett ist. Wird wohl eher am miesen und zu vielen Essen liegen.

zpunendxstoff


Auch Medikamente werden in ihrer Wirkung auf die Kilos gerne überschätzt und als billige Entschuldigung für Gewichtsprobleme genommen, die ihre Ursache tatsächlich in qualitativ und quantitativ falscher Ernährung haben. Der Grund liegt vllt. darin, dass bei den einschlägigen Medikamenten im Beipackzettel dann "Gewichtszunahme" bei den Nebenwirkungen genannt ist, ohne dass der Einflussmechanismus näher erklärt wird.

Kein Medikament verwandelt auf teuflische Art und Weise ein Knäckebrot im Magen in ein Stück Sahnetorte. Bestimmte Arzneien, gerade solche mit Wirkung auf Stoffwechsel und zentrales Nervensystem wie Pille, die typische Medikation bei geplanter IVF, Antiepileptika und Antidepressiva können aber einen stimulierenden Einfluss auf den Appetit oder einen dämpfenden Einfluss auf die allgemeine Aktivität haben. Wenn der Patient das aber weiß und sein Essverhalten anpasst, bleibt das Gewicht konstant.

SKaraxh87


Also vom Standpunkt einer übergewichtigen Frau (86 kg bei 1,68) aus, die mittlerweile 27 ist:

Ich muss sagen, ja es ist für manche Menschen wirklich schwer abzunehmen. Normalgewichtige, die nie mehr als ihre 5 kg zuviel drauf hatten, können so etwas selten nachvollziehen. Was ich schon alles an Tipps gehört habe, über einfach mal Spazieren gehen, Säfte + zuckerhaltige Getränke weglassen, 3x die Woche das Abendessen auslassen und dann hätten sie (bei Durchführung einer dieser Tipps) innerhalb kurzer Zeit schon ihre 5 kg runter....

Darüber kann ich nur herzlich lachen. Nur weil etwas für einen selbst gut funktioniert, heißt das nicht, dass das auch bei anderen ebenso gut funktionieren würde.

Auch eine Schilddrüsenunterfunktion kann, obwohl sie mit Medikamenten behandelt wird, nach wievor die Abnahme erschweren. Ärzte stellen die Schilddrüse üblicherweise nur halbwegs so ein, dass die Blutwerte passen, was nicht bedeutet, dass ein Schilddrüsenkranker dann plötzlich Hormonwerte eines Gesunden hat. Das war beispielsweise bei mir auch ganz lange der Fall. Da habe ich bei wirklich karger Ernährung immer noch zugenommen. Auch bei stark übergewichtigen kann es weitere gesundheitliche Probleme geben, die die Abnahme erschweren, wie z.B. Hyperinsulinismus oder Insulinresistenz ohne das bereits manifestes Diabetes vorliegt.

Dann gibt es noch weitere Sachen: Depressionen, erlernte Verhaltensweisen usw usf.

Letztendlich bedeutet das jedoch nichtsdestotrotz, dass das Übergewicht ohne eigene Verantwortung entstanden ist und es unmöglich ist abzunehmen. Es bedarf bei hohem Übergewicht allerdings um ein Vielmehr an Überwindung. Mit einfach nur kalorienreduzierten Mangeldiäten beispielsweise habe ich nie lange durchgehalten, weil schon nach kurzer Zeit maßlose Heißhungerattacken eingesetzt haben. So einer Attacke dauerhaft zu widerstehen ist schwer und auf die Dauer die es zu Abnahme braucht (in meinem Fall wären es 6-12 Monate), so eine Ernährungsweise dann durchzuhalten nahezu unmöglich.

Ich würde auch behaupten wollen, dass wenn man nicht wirklich abnehmen will, es auch nicht wirklich schafft. Ich beispielsweise stelle zur Zeit für mich fest, dass ich eigentlich zum ersten mal wirklich ernsthaft abnehmen will und den festen Entschluss dazu gefasst habe, komme was wolle. Das war vorher nie der Fall.

Ich kann mich dem ganzen "Übergewichtige sind einfach nur disziplinlos." also nicht anschließen. Da spielen so viele Faktoren mit rein.

Und ja, Übergewichtige werden eindeutig diskriminiert und anders behandelt in der Gesellschaft.

Leg ihr mal LCHF ans Herz (www.lchf.de), das funktioniert meines Erachtens was die Ernährung betrifft noch am besten. Bewegen müsste sie sich aber trotzdem noch..

Übrigens hat sie auch was die Haut angeht durchaus recht.. Das ist auch ein Faktor mit dem ich zur Zeit teilweise wirklich kämpfe, denn bei mir hängt jetzt schon alles und dabei war mein Maximalgewicht gerade mal bei 102 kg. Und es soll noch auf 60 runter...

SAchmOiddti70


Sarah, da hast Du völlig Recht, aber es bleibt der Punkt: man macht es sich zu einfach, wenn man sich hinstellt und sagt "Ich kann ja nicht".

Dass es schwierig ist, ist keine Frage. Aber es ist in den seltensten Fällen ein komplett fremdbestimmtes Schicksal.

Und hier ist -zumindest nach den Schilderungen der TE- ja nicht mal ein Funken Wille da. Und ohne den gehts nun mal leider nicht....Egal, welche Unterstützung man bekommt. Abnehmen muss man leider ganz alleine...

S+usi Su+msebaxch


Ich würde auch behaupten wollen, dass wenn man nicht wirklich abnehmen will, es auch nicht wirklich schafft. Ich beispielsweise stelle zur Zeit für mich fest, dass ich eigentlich zum ersten mal wirklich ernsthaft abnehmen will und den festen Entschluss dazu gefasst habe, komme was wolle. Das war vorher nie der Fall.

Ein wichtiger Punkt. Denn es geht um den Preis, der zu bezahlen ist. Abnehmen kann einen recht hohen Preis haben, z. B. den Verlust der bisherigen gewohnten und als lecker empfundenen Speisen, weiter den der strafferen Haut. Wenn ich nicht bereit bin, den Preis zu bezahlen, fehlt mir in Wahrheit die Motivation.

E0hemaligerM NutzJer (#5 6597x4)


Ein wichtiger Punkt. Denn es geht um den Preis, der zu bezahlen ist. Abnehmen kann einen recht hohen Preis haben, z. B. den Verlust der bisherigen gewohnten und als lecker empfundenen Speisen, weiter den der strafferen Haut.

Im Prinzip muss man auch beim Abnehmen nicht auf alles Ungesunde verzichten, was man gerne gegessen hat.

Wichtig ist, die Ernährung dauerhaft umzustellen und in der 'Abnehmphase' weniger Kalorien zu sich zu nehmen, als man eigentlich benötigen würde. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass man nicht ab und an z. B. ein Stück Torte essen kann.

Die Haut kann man sich nach einer größeren Abnahme straffen lassen. Bei den gesundheitlichen Risiken wäre mir eine nicht ganz so perfekte Haut in jedem Fall lieber als Krebs, Diabetes oder ein Herzinfarkt.

Sie meint auch öfter, die Leute hätten Vorurteile, dass Übergewichtige automatisch körperliche Einschränkungen hätten, und sie wäre angeblich ganz gesund. Aber sie hat einige Symptome/Einschränkungen, bei denen ich mir schon vorstellen kann, dass die durchs Übergewicht bedingt sind. Ich weiß nicht, warum sie da einen Zusammenhang komplett ausschließt. Sie weiß z.b. nicht, woher es kommt, dass sie im Sommer immer so stark schwitzt oder dass sie nach 5 Minuten Fahrradfahren schon total ko ist und nicht mehr kann. Sie ist generell körperlich kaum belastbar, fragt sich aber immer, wie das kommt. Außerdem hat sie ein paar Gelenkbeschwerden, die evtl. auch damit zusammenhängen könnten. Soll man sie auf sowas hinweisen? Dann kommt bestimmt "ich kenne einen, der total dünn ist, der das auch hat, das muss nichts heißen".

Da spielt nicht nur ihr Gewicht eine Rolle, sondern auch die fehlende sportliche Betätigung und die (anscheinend) sehr ungesunde Ernährung.

S1usfi SGuTmseKbacxh


Ja, das stimmt natürlich: Was ich meinte, ist nicht der dauerhafte Verlust jeglicher ungesunder, aber lieb gewordener Nahrung ohne jede Ausnahme. Nur es geht eben nicht mehr, jeden Tag solche Tüten voll Zeug anzuschleppen und dies zur Hauptnahrung zu machen.

Bei dieser Freundin scheint aber genau das der Fall zu sein: Sie will: "Wasch mit den Pelz, aber mach mich nicht nass!".

S~usi Su#msebaxch


Aber meine Bekannte betonte schon öfter, dass meine Hüften ja zu breit wären, meine Haare kaputt aussehen würden, an meinen Augenfalten würde man schon sehen, wie alt ich aussehe. Ich verstehe nicht, warum immer wieder solche verletzenden Kommentare mir gegenüber (oder auch über Fremde wie die Mädchen am Bahnhof) kommen, wo sie doch weiß, wie ätzend das ist, dauernd auf sein Aussehen angesprochen zu werden und unter dem permanenten Vergleich mit dem Schönheitsideal zu leiden.

So wie es sich liest, versucht sie sich damit aufzuwerten. Dass sie es auch bei Dir so macht, wirft kein gutes Licht auf Eure Freundschaft. Kann es sein, dass Du es längst versäumt hast, Dich angemessen abzugrenzen? Ich würde mir so etwas nicht sagen lassen.

EHhem(aligerZ Nutzer" (#565q97x4)


Nur es geht eben nicht mehr, jeden Tag solche Tüten voll Zeug anzuschleppen und dies zur Hauptnahrung zu machen.

Ich kann echt nicht nachvollziehen, warum es Menschen gibt, die das wirklich so praktizieren. Abgesehen von den gesundheitlichen Folgen - mit so einer Ernährung kann man doch kein ausgeglichenes, zufriedenes Leben führen. ":/

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Ich finde, ihre Freundin macht einen absolut unsympathischen Eindruck. Sie jammert nur herum, schiebt jede Verantwortung von sich und macht noch dazu andere Menschen grundlos schlecht.

Ich finde die Geduld der TE wirklich bemerkenswert.

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